Samstag, 23. Dezember 2017

In diesen düsteren Zeiten

Nun ja düster sind sie eigentlich nicht, nachts von einem Berg ins Land geschaut, allüberall helle Lichter, überall Schlangen von Autos, erkennbar als helles, schlängelndes Lichterband,
In den Wohnungen nix Kienspan, ein ein Druck auf den Schalter und hell ist es, usw usw , wir wissen es alle.
Und dennoch hat man, guckt man sich die Oberhirten an, das Gefühl "this is the end"

Nun gibt es kluge Leute, wirklich kluge Leute, die sind in der Lage nachzuweisen, dass das schon immer so, spätestens ab dem Verrat des ersten Papstes Petrus an Jesus dem Christus so war und ist.

Und wenn die Diskussion soweit gediehen ist, pflege ich nachzuweisen, dass es schon mit dem Sanhedrin und den Pharisäern nicht anders war.
Man bedenke, ein Mann (Abraham) , dann seine Familie, dann das daraus entstandene Volk, durch die Jahrtausende hindurch auf diesen einen Moment der Weltgeschichte hin abgesondert, erzogen, geprüft., gelenkt und geleitet, diesen einen Moment wo Gott Mensch geworden ist.

Und alles was man darüber sagen kann ist "er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf!" und das ist seitdem nicht besser geworden!

Das ist schlimm und wirklich schlimm, das größte Schlimme was der Menschheit so widerfährt und dennoch ist es freiwillig und stolz gewählt und mit Zähnen und Klauen verteidigt und es macht Angst, mit zumindest.

Und dennoch gilt das Wort vom Licht, dass in der Finsternis leuchtet und die Finsternis hat es nicht erfasst!


Dieses Wort vom Nichterfassen hat eine doppelte Bedeutung, zum einen die, dass die Finsternis das Licht nicht auslöschen kann.
Das ist aber ein Wort, dass nicht viel tröstet, jeder der mal versucht hat, ein brennendes Teelicht durch die Nacht von der Messe  nach Hause zu tragen, weiß, wie schnell der Trost, den der Pfarrer noch in der Messe gegeben hat, indem er die Metapher vom Licht, dass die Finsternis nicht auslöschen kann, auf das Teelicht übertragen hat... jeder der das versucht hat, weiß, ein Windstößelein, ja gar eine zu schnelle Bewegung und aus ist das Licht.
Es ist ein Trost, der etwas archetypisches anspricht, aber in der Realität nicht viel taugt.

Aber das Wort "erfassen" hat noch eine andere Bedeutung, die Bedeutung von verstehen, begreifen, und ja die Finsternis kann es ontologisch nicht erfassen, nicht verstehen, nicht begreifen, das Licht.

Und weil sie es nicht kann, deshalb versteht sie alles was uns Christus sagt nur rein inner weltlich und deshalb so scheint es, ist die Tür zum Transzendenten, die Fähigkeit zum Trösten, die Hoffnung auf Christus in der Kirche so fast ausgelöscht, wie eine Tür, die einfach verschlossen wurde und der Schlüssel weggeworfen.

Nur ist es aber so, dass Christus die Tür ist und die eben keiner verschließen kann,

So wünsche ich uns allen einen gesegneten letzten, Adventssamstag, auch und wenn alles so hoffnungslos erscheint,
das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst, beten wir darum, dass unsere Augen das Licht sehen können und nicht auch Finsternis sind.

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