Mittwoch, 20. Dezember 2017

Zum Advent




wir sind es ja so gewohnt, alles und jedes zu diskutieren, für alles und jedes Lösungen zu haben, wenn auch nur theoretisch und sobald irgendwo irgendwas passiert, oder irgendwas was in der Vergangenheit passiert ist, ruchbar wird, finden sich sofort irgendwelche Experten, die uns erklären wie man dieses oder jenes Elend, Unglück oder auch nur Missgeschick hätte verhindern können.

Und vieles davon ist plausibel..


Ein Beispiel in früheren Zeiten war Blinddarmentzündung eine ganz schreckliche Diagnose und viele Kinder sind daran gestorben.
Ein älterer Herr aus der Verwandschaft, hat da ein ihn selber traumatisierendes Erlebnis aus seiner Kindheit, weil sein bester Freund an Blinddarmentzündung recht dramatisch gestorben ist.
Nun hat es den älteren Herrn auch, im Alter eben, erwischt und er landete im selben Krankenhaus, wo er, vor Jahrzehnten am sich ins  Sterbebett verwandelnde Krankenbett des Freundes saß.

Entsprechend panisch äußerte sich der, mittlerweile, ältere Herr gegenüber den Ärzten,
die erklärten ihm aber, heutzutage sei so einen Blinddarmentzündung ganz harmlos, die zugehörige OP risikoarm und überhaupt kein Vergleich zu früher. Im Grunde hatten die jungen Ärzte überhaupt kein Verständnis für die Panik des älteren Herrn. Theoretisch schon, aber praktisch eben nicht.

So ist es auch, in Bezug auf andere Dinge, was früher eine Katastrophe darstellte. ein dramatisches Schicksal ist heute Peanut.
Man lese Goethe, was für die Marthe im Faust ein Problem ist, dass sie nämlich keinen Totenschein hat, wäre heutzutage kein Problem, Bei den Wahlverwandschaften würde sich heutzutage die Charlotte scheiden lassen, ihren Hauptmann heiraten und Ottilie wäre auch, dank Sozialamt nicht auf ihre Verwandte angewiesen usw.

Dennoch und das ist wichtig, haben wir immer noch, oder erst recht Probleme, es geht uns nicht gut, die Leute sind depressiv und wie "Schafe die keinen Hirten haben"!

Es ist also wohl so, dass wir das Elend der Welt, dass einen Erlöser braucht gewohnt sind rein innerweltlich zu sehen, und das ist so verkehrt nicht, weil wir gar nicht anders, als innerweltlich denken können.
Aber das eigentliche Elend ist die Trennung von Gott und die manifestiert sich nur im innerweltlichen Unglück, dass man, wie wir sehen, beheben kann, aber es ist eigentlich wie so ein alter Socken, wenn man den flickt, so reißt sofort ein neues Loch auf!

Das heißt nun nicht, dass man, im übertragenen Sinn, das Sockenstopfen bleiben lassen soll, aber man soll sich nicht einbilden damit die eigentliche Trennung des Menschen von Gott, überwinden zu können.
Weil eigentlich ist der Versuch mittels innerweltlichem Guttun, innerweltlicher Gerechtigkeit, und all dem Kram auf den wir, zu Recht, so stolz sind, das Paradies auf Erden herzustellen, der ultimative Aufstand gegen Gott, dem wir damit sagen "Siehste, wir brauchen dich gar nicht zu unserem Glück, wir können das selber!"

Womit wir beim eigentlichen Grund unseres beständigen Lamentos über den gegenwärtigen Zustand der Kirchenfürsten sind, es ist die Verwechslung von der Welt mit dem lieben Gott, man soll nämlich, sagt Jesus sehr wohl dem Kaiser geben was ihm gehört und das gilt auch dann , wenn es keine Kaiser mehr gibt, und dazu aber Gott geben was Gottes, ist.

Deshalb flehen wir, dass der Emmanuel kommen möge und uns aus Trug und Wahn herausführen möge.

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