Montag, 14. Mai 2018

Auch wir haben keine Lust mehr auf diese Banalitäten

Der Katholikentag ist zu Ende gegangen und es ist durch die Medien gegangen, dass da ein bekannter Mensch, öffentlich unter frenetischem Beifall des anwesenden Publikums, die Eucharistie als "Oblate" bezeichnet hat und im Fall, dass er davon nichts abbekommt, die gemeinsame Steuerveranlagung mit seiner Frau aufgeben will, (wenn ich das richtig kapiert habe).

Nun ich denke ich muss hier nicht lang und breit erklären, wie die Dinge in Wirklichkeit (der religiösen Wirklichkeit) sich verhalten, aber dass der Herr Kabarettist keine Ahnung hat, das mag ja noch hingehen, dass er für genau diese Ahnungslosigkeit auch noch auf einem Katholikentag frenetisch beklatscht wird, das ist erschreckend, wenn es auch nicht weiter überrascht, was einem wiederrum erschrecken sollte.



Ja möchte man sagen, man fragt sich in manchen Gottesdiensten, in der Tat, ob das was man empfängt, wirklich der Leib des Herrn ist, oder ob der verbalen Eskapden des Herrn Priesters, die weit über das hinausgehen, was ihm sein Messbuch an Kreativität erlaubt, einfach Backoblate geblieben ist. Und als frommer Mensch macht das einem Sorgen, ernsthafte Sorgen.

Wobei kein vernünftiger Mensch dieses dicken "Oblaten" die sich bei den modernen Pfarrersleut solcher Beliebtheit erfreuen, zum Backen verwenden würde, aber das nur nebenbei!

Genau das ist doch der Punkt, dass selbst den moderniserungssüchtigsten Merkwürden, ein ganz gewisses Gespür für das was sie tun, geblieben ist, weil sie eben genau nicht die bekannten Backoblaten verwenden, sondern diese sogenannten "Brotoblaten" die eben an genau nichts bekanntes erinnern.

Gut,. doch nun genug der Spitzfindgkeiten, wenn man allerdings die Literatur zu Rate zieht, so fällt auf, dass das 2. Vatikanum schon eine ganze Weile her ist, und seit dieser Zeit, also seit über einem halben Jahrhundert an allem, was man so gemeinhin unter katholischer Glaubenswahrheit versteht, herumdiskutiert und herumrelativiert und herumbanalisiert wird.
Und da die "Macher" des zweiten Vatikanums ja nicht sich plötzlich in der Konzilsaula materialisiert haben, sondern schon damals erwachsene, teilweise älter Männer waren, müssen die zugehörigen Ideen ja schon eine ganze Weile da gewesen sein.

Und deshalb ist es zwar schon bescheuert, wenn erwachsene, getaufte und gefirmte Katholiken frenetisch Beifall klatschen, wenn einer  über ihr Allerheiligstes herumblödelt, und es erinnert an die berühmt, berüchtigten Luftwürste des BDKJ.

Inspiriert zu dem kurzen Beitrag hat mich folgender Artikel von Klaus Kelle mit dem Titel:
Ich habe keine Lust mehr auf diese Banalitäten!


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