Samstag, 5. Mai 2018

Die Welt und die Gläubigen aus der Sicht des Evangeliums

Man liest und hört ja seit jahrzehnten immer wieder, dass der Christ besondere Verpflichtungen für das Wohlergehen der Welt habe, ja das berühmte Aggiornamento des 2. Vatikanums kommt einem ja oft so vor, als ginge es nicht darum, die Welt für Christus zu gewinnen, sondern aus der Kirche eine von der Welt geliebte und geformte NGO zu machen.

Nun so richtig es ist, dass in der Kirche immer wieder und nicht erst seit gestern, dem Christentum eigentlich fremde Ideen, die aber gerade mainstream sind, Einlass finden und so sehr es uns nicht vergönnt ist, auf einer Insel der Seligen im Meer des Unglaubens und der verzweifelten Innerweltlichkeit zu leben, so richtig ist auch, dass man nicht zwei Herren dienen kann, Gott und dem Mammon. Wobei hier der Mammon für das rein materielle, weltliche steht.
Es lässt sich nicht leugnen dass die Idee des 2. Vatikanums, zwar neu daher kommt, aber nichts ist, wie ein alter Irrtum, der nie richtig funktioniert hat, weil er nicht funktionieren kann, wie uns das Evangelium von heute lehrt.
Lesen wir also:

18. Wenn euch die Welt hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat.21
19. Wäret ihr von der Welt gewesen, so würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch von der Welt auserwählt habe, darum hasset euch die Welt.22
20. Gedenket meiner Worte, die ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie meine Worte bewahrt, so werden sie auch das eurige bewahren.23 [Joh 13,16, Mt 10,24]


Wir können es drehen und wenden wie wir wollen Christus hat sich da ganz klar geäußert und so ist es halt.
Es muss wohl nicht extra betont werden, dass die Grenzen oft nicht so ganz klar sind, und man auch die Menschen nicht einfach so einsortieren kann, aber das hat schon der heilige Augustinus festgestellt, dass einige anscheinend drin sind, die in Wirklichkeit draussen sind und manche anscheinend draussen sind, die in Wirklichkeit drin sind.
Hildegard von Bingen hat irgendwo das gleiche Bild und so ist es eben, muss es auch sein, wegen der Freiheit des Menschen die immer und überall gilt, weil Gott in Christus zwar alle retten will,. aber wie es ebenfalls der heilige Augustinus sagt. "Gott der dich geschaffen hat, ohne deine Zustimmung will dich nicht retten, gegen deine Zustimmung!"
 

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