Montag, 28. Mai 2018

Messtexte vom Tage

Die heutigen Messtexte, erhalten einerseits die Aufforderung sich vom Bösen abzukehren, anderseits die Feststellung, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Und die Lesung aus dem Petrus Brief nimmt Bezug auf das leidige Thema was denn los ist, wenn das Leben als Christ schwierig wird. (Wir erinnern uns, es gibt Bestrebungen das Vater Unser zu ändern, weil es Leute gibt, die der Ansicht sind, das Leben als Christ und überhaupt aller Menschen, müsste nach dem Willen des allmächtigen Gottes einer Existenz auf der rosenblätterbestreuten Wolke 7 gleichen. Warum dann ein doch allmächtiger Gott nicht mit dem bisschen Leid fertig wird, das verschweigen die Apologenten des nur und ausschließlich gutmeinenden Gottes verschämt.)



Es ist nunmal so, dass das absolute Gutsein Gottes sich genau nicht aus dem Blick in die Welt ergibt, auch nicht wenn man so die Schrift aufschlägt und über mancherlei Geschichten stolpert, sondern das absolute Gutsein Gottes das muss offenbart werden. Würde es sich so ergeben, so müsste es ja nicht offenbart werden. Nun machen all diese Leute die den absolut lieben Gott, der alles und jedes versteht meinen helfen zu müssen, indem sie die nichtlieben vernagelten bösen (man ergänze hier weitere Adjektive, nach belieben) meinen mundtot machen zu müssen, gleich zwei Fehler.
Der erste ist ein klassischer, sie meinen, gemeinsam mit den Gotteskriegern aller Zeiten und Religionen, dass ein allmächtig gedachter Gott unbedingt Hilfe von schwachen Menschen braucht, was ja ein Widerspruch in sich ist und der andere Fehler ist ein speziell westlicher, modernistischer er verwechselt den lieben Gott mit dem guten Gott, oder noch anderes, dass Gott gut ist, das bedeutet genau nicht, dass alles was man selber als gut denkt, auch gleich göttlich gut ist.
Also im Denken dieser Leute ergibt der Sündenfall überhaupt keinen Sinn, weswegen sie den Menschen auch nicht als gefallen sehen und die Sünde als nicht existent betrachten.
Eva sieht den Baum und denkt es sei gut von dem Baum zu essen und damit muss ein guter Gott zwingend dafür sein, dass die Frau und der Mann davon essen und klug werden.
Ausgehend von dieser Prämisse ist klar, dass die ganzen Schrifttexte zurechtgebogen werden müssen, wie wir es beständig erleben.

Lässt man diese Prämisse beiseite, ergeben die heutigen Texte einen anderen Sinn.

Petrus sagt über die Schwierigkeiten, denen man so als Christ und deswegen, weil man es ist, begegnet, lapidar folgendes:

Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst.
7Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist


das Fazit ist, es ist richtig zu konstatieren, dass alles mögliche nicht rund und nicht gut läuft, für die Kirche, aber wir sollten es annehmen als Möglichkeit unseren Glauben zu bewähren, also ihn dennoch zu behalten.

und das Evangelium vom Tage greift den Aspekt des Goldes, das üblicherweise als Synonym für alle irdischen, weltlichen Güter steht auf und erklärt, wer davon zuviel hat, der hat so seine Schwierigkeit, mit dem Reich Gottes.
So müssen wir uns nicht wundern, dass in einer Welt wo es einzig und alleine um das Wohlergehen der Wirtschaft geht, man es mit den Geboten Gottes nun gar nicht so hat.





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