Donnerstag, 24. Mai 2018

Tagesgedanken zur Lage von Kirche und Nation

die heutigen Lesungstexte stammen  aus dem Buch Jesus Sirach und lauten dortselbst:


1.Verlass dich nicht auf ungerechte1 Güter und sage nicht: Ich habe genug für mein Leben,2 denn zur Zeit der Rache und Trübsal wird es dir nichts nützen.3
2. Folge nicht der Begierde deines Herzens, wenn du es auch könntest,4
3. und sprich nicht: Wie mächtig bin ich! Oder: Wer vermag etwas über mich wegen meiner taten? Denn Gott wird es gewiss nicht ungerächt lassen.
4. Sage nicht: Ich habe gesündigt, aber was ist mir Leides widerfahren? Denn der Höchste ist ein langmütiger Vergelter.5
5. Wegen der nachgelassenen Sünde6 sei nicht ohne Furcht und häufe nicht Sünde auf Sünde.
6. Sage auch nicht: Die Barmherzigkeit des Herrn ist groß, er wird gegen die Menge meiner Sünden barmherzig sein.7
7. Denn sein Erbarmen und sein Zorn kommen schnell daher und sein Zorn blickt auf die Sünder.8 [Spr 5,21]
8. Säume nicht, dich zum Herrn zu bekehren9 und verschiebe es nicht von einem Tage zum andern,
9. denn plötzlich wird sein Zorn kommen und zur Zeit der Rache dich vernichten.
10. Sei nicht ängstlich um ungerechtes Gut10 besorgt,11 denn zur Zeit der Heimsuchung und Züchtigung wird es dir nichts nützen. [Spr 11,4.28]

und als sei es für die aufgescheuchte Gemeinde des HERRN gemacht, und wir wundern uns nicht wirklich, dass es unterschlagen wurde, geht es weiter mit:

11. Lass dich nicht von jedem Winde umhertreiben12 und wandle nicht auf jeglichem Wege, denn so wird jeder Sünder an der Doppelzüngigkeit erprobt.13 


12. Sei standhaft auf dem Wege des Herrn in der Wahrhaftigkeit deiner Gesinnung und in der Überzeugung und es geleite dich das Wort des Friedens und der Gerechtigkeit.14
und noch viel interessanter und heutzutage absolut in Vergessenheit geraten ist der Schlussatz des ganzen Anschnittes:

18. Verschaffe dem Kleinen Recht gleichwie dem Großen.

Nun ist das meiste von den großen Worten die da in der Schrift stehen scheinbar nicht für uns gemacht, weil wir ja nicht die großen, bösen sind, sondern die kleinen, aufgescheuchten,
aber wie hier bei Jesus Sirach und wenn man es richtig lesen will, in der gesamten Schrift steht, kommt es vor Gott nicht auf das Äußere an, sondern auf das Innere und das gilt in beiden Richtungen.

Der Arme und Leidende ist nicht deshalb Gott wohlgefälliger, weil er arm und leidend ist, das wäre, auch wenn dererlei Ideen, seit Jahrzehnten, predigenderweise über unsere armen, geplagten Häupter ausgeschüttet werden, das wäre, einfach gemein und bösartig.
Es ist nur so, dass es dem Armen und Leidenden leichter einsichtig ist, dass das Heil nicht in dieser Welt zu haben ist, deshalb auch das Wehe über die Reichen.

Für alle gilt aber "Bekehrt euch zum Herrn eurem Gott und erwartet von IHM ganz alleine das Heil!"

 

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