Freitag, 18. Mai 2018

Über das Amt und die Liebe und warum das kein Widerspruch ist

Man hört es ja immer wieder, hier die böse, böse, die allerböseste Amtskirche, repräsentiert durch den Petrus und dort die reine Liiiiiiebe, die wahre, schöne Gottesliebe aus der die Liebe zu allen Menschen fließt und die lediglich von der bösen, bösen Amtskirche daran gehindert wird, und das mindestens seit Kaiser Konstantin, aber wahrscheinlich schon seit viel früher, sich zu manifestieren.
Man setzt also Christus, der die Liebe sei in den Widerspruch zu seiner Kirche und  macht das, wenn man schon die Apostel zu Rate zieht an den Gestalten des Johannes und des Petrus fest, wobei Petrus, selbstverständlich, der Böse ist, und der Johannes der Gute.
Es sei noch kurz darauf hingewiesen, dass die Amtskirche unter dem Begriff der Gottesliebe die Liebe des Geschöpfes zu seinem Schöpfer versteht und die Manifestattion dieser Liebe nach einem Wort Jeus, darin sieht, dass sich der Mensch müht die geoffenbarten, d.h,. nicht automatisch einsichtigen Gebote selbigen Gottes einzuhalten.
Im Denken der Apologeten der reinen Liebe, so scheint zumindest mir, bedeutet Gottesliebe ausschließlich die Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, die sich darin manifestiert, dass alles was die Geschöpfe grad gut finden, auch für diesen liebenden Gott gut ist.

Es liese sich nun viel und ausführlich zu dem Thema schreiben, alleine mir fehlt aktuell die Muse dazu.

So sei das Evangelium des heutigen Tages hierhergeschrieben, wo es um die Beauftragung des Petrus, die Schafe Christi zu hüten und um den Johannes geht.



Interessanterweise ist es aber gerade der Johannes die die Beauftragung des Petrus beschreibt und auch auf die Frage des Petrus nach der Nachfolge des Johannes, man lese selber:

1. Darnach1 offenbarte sich Jesus2 abermals den Jüngern an dem Meere von Tiberias. Er offenbarte sich aber auf folgende Weise:
2. Es waren beieinander Simon Petrus, Thomas, der Zwilling genannt wird, Nathanael von Cana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus, und zwei andere von seinen Jüngern.3
3. Da sagte Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen.4 Sie sprachen zu ihm: Auch wir gehen mit dir. Sie gingen also hinaus, und stiegen in das Schiff; und in dieser Nacht fingen sie nichts.
4. Als es aber Morgen geworden war, stand Jesus am Ufer; jedoch erkannten die Jünger nicht, dass es Jesus sei.
5. Jesus sprach zu ihnen: Kinder! habt ihr etwas zu essen?5 Sie antworteten ihm: Nein.
6. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten6 des Schiffes aus, so werdet ihr etwas finden. Da warfen sie es aus, und konnten es nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische.
7. Da sagte jener Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr!7 Als Simon Petrus hörte: es ist der Herr, gürtete er sich das Oberkleid um (denn er war unbekleidet),8 und warf sich in das Meer.9
8. Die andern Jünger aber kamen auf dem Schiffe (denn sie waren nicht weit vom Lande, nur etwa zweihundert Ellen);10 das Netz mit den Fischen hinter sich ziehend.
9. Als sie nun an´s Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer angelegt und einen Fisch darauf, und Brot dabei.11
10. Jesus sprach zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefanget habet!
11. Simon Petrus stieg hinauf, und zog das Netzt an´s Land,12 welches mit einhundertdreiundfünfzig großen Fischen angefüllt war; und obwohl ihrer so viele waren, zerriss das Netz nicht.13
12. Jesus sprach zu ihnen: Kommet und haltet das Mahl! Aber keiner von denen, die sich zum Mahle lagerten, wagte es, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr ist.14
13. Da kam Jesus, nahm das Brot, und gab es ihnen, und ebenso auch den Fisch.15
14. Dieses war bereits das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern offenbarte,16 nachdem er von den Toten auferstanden war.
15. Als sie nun gegessen hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes!17 liebst du mich mehr als diese?18 Er sprach zu ihm: Ja, Herr!19 du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sprach zu ihm: Weide meine Lämmer!20
16. Abermals sagte er zu ihm: Simon, Sohn des Johannes! liebst du mich? Er sprach zu ihm: Ja, Herr! du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!
17. Er sprach zu ihm21 zum dritten Male: Simon, Sohn des Johannes! liebst du mich? Da ward Petrus traurig, dass er zum dritten Male zu ihm sagte: Liebst du mich? und sagte zu ihm: Herr! du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sprach zu ihm: Weide meine Schafe!
18. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir,22 da du jünger warest, gürtetest du dich selbst,23 und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden sein wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten, und dich führen, wohin du nicht willst!24 [2Petr 1,14]
19. Dieses aber sagte er, um anzuzeigen, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde.25 Und als er dies gesagt hatte, sprach er zu ihm: Folge mir nach!26
20. Petrus wandte sich um,27 und sah den Jünger, welchen Jesus lieb hatte, nachfolgen, denselben, welcher auch beim Abendmahle an seiner Brust gelegen, und sagte: Herr! wer ist es, der dich verraten wird? [Joh 13,23]
21. Da nun Petrus diesen sah, sprach er zu Jesus: Herr! was ist es aber mit diesem?
22. Jesus sprach zu ihm: Wenn28ich will,29 dass er bleibe, bis ich komme;30was geht es dich an?31 Du, folge mir.
23. Daher ging diese Sage aus unter die Brüder, dass jener Jünger nicht sterben werde. Jesus aber sprach nicht zu ihm: er wird nicht sterben;32 sondern: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme; was geht es dich an?
24. Das ist der Jünger,33 welcher hiervon Zeugnis gibt, und dies geschrieben hat; und wir wissen,34 dass sein Zeugnis wahr ist.
25. Es sind aber auch noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wollte man dieses einzeln aufschreiben, so glaube ich, würde die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.35


Ich denke man muss den Vers 21 nicht unbedingt als Anfall von Eifersucht des Petrus auf den Johannes begreifen, sondern einfach als das was da steht, die Liebe (Johannes) tut das, wofür das Amt (Petrus) da ist, nämlich dem HERRN nachfolgen.

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