Freitag, 25. Mai 2018

Über die Verwunderung über die deutschen Bischöfe

Wir haben bei domradio ein Fundstück gefunden, das ich, da ich es kommentieren will, der Einfachheit halber, hier nochmal hinschreibe:

Dass außer dem Erzbischof von Köln und einigen bayerischen Bischöfen die Mehrheit des deutschen Episkopates ein Papier von solch mangelhafter theologischer Qualität durchgewunken hat und über eine Frage mit Mehrheit entscheiden wollte, die auf die weltkirchliche Ebene gehört und auch dort nicht mit einer Abstimmungsmehrheit entschieden werden kann, hat mich nachhaltlich irritiert."


es tut mir leid, und ich tue mich mit der generellen Bischofsschelte sehr, sehr schwer, aber genau das ist es doch, was wir seit Jahren zu hören bekommen und was mich schon immer irritiert.

Ich war und bin der Meinung, dass jeder Bischof in seiner Diözese direkter Nachfolger der Apostel ist und deshalb auch ganz alleine für diese Diözese verantwortlich ist und der Primat des Papstes nicht der eines Überbischofs ist, hinter dem sich die Unterbischöfe ruhig und gemütlich verstecken können.



Die Priester jedoch sind, sozusagen die Delegierten der Bischöfe, aber die Bischöfe, obwohl vom Papst ernannt nicht seine Delegierten, sondern, indem er sie ernennt, sind sie vor Gott alleine verantwortlich für ihre Diözesanen und alle zusammen sind nur dem lieben Gott verpflichtet.
Also und das gilt wohl für unsereins, wenn wir Mist bauen, und es wissen, können wir uns nicht auf die Erlaubnis eines Bischofs herausreden, von der wir wissen, dass sie verkehrt ist.
Umgedreht ist so ein Bischof aber für die verantwortlich, vor Gott, die er falsch geleitet hat, das AT bietet da, in den Klagen über die Hirten und den Aufrufen den Hirten zu folgen, genügend Lektüre um diesen Aspekt, der nicht einfach mit: hier die bösen Hirten, dort die guten Schäfelein, bzw umgedreht, aufzudröseln ist,. aber das nur als Nebenbemerkung.

Was mich aber ärgert, ist dieses Verhalten der deutschen Bischöfe, die sich, meines Erachtens gar zu gern und nicht erst seit gestern, im Kollektiv verstecken und dann den Frommen, Besorgten erklären, dass sie selber ja gerne, aber wegen der Kollegialität und überhaupt.... nicht gekonnt haben.

So geistert in frommen Kreisen die Geschichte umher, dass es für die in Königstein im Taunus, (frei nach dem Motto "vornehm geht die Welt zugrunde")  versammelten deutschen Bischöfe, die seinerzeit die berühmt, berüchtigte Königssteiner Erklärung verfasst haben, ja ein Schreiben des damaligen Vorsitzenden der deutschen Bischöfe Kardinal Bengsch, der ob seiner Residenz in Ostberlin nicht ausreisen durfte, gegeben habe. In diesem Schreiben soll der damalige Kardinal nachgewiesen haben, dass die Enzyklika Humanae Vitae gut, richtig und katholisch ist, und deshalb nix Verhütung. Nun geht die Saga weiter dieses Schreiben sei in einem Papierstapel auf dem Schreibtisch eines nichtdeutschsprachigen Mitarbeiters der Bischofskonferenz gelandet und von dortselbst erst nach dem Treffen aufgetaucht und deshalb hätten die deutschen Bischöfe halt so entschieden, wie sie entschieden haben.
Ähnliche Geschichten kursieren rund ums 2. Vatikanische Konzil.

Mir geht es hier nicht um eine inhaltliche Betrachtung der Königsteiner Erklärung und des 2. Vatikanums, mir geht es lediglich darum, dass ich mich schon immer frage, warum es scheinbar so einfach ist, irgendwelche frommen Bischöfe reinzulegen, indem man ihnen den hilfreichen Brief unterschlägt.

Vielleicht um der ganzen Sache ihren Ernst, der bei mir manchmal in Verzweiflung zu münden droht, zu nehmen, sollten deutsche Bischöfe mal ins Hofbräuhaus in München gehen, vielleicht hat der dort sitzenden Engel Aloisius auch für sie einen Brief.





(jeder der es wagt dieses Video anzuklicken stimmt den Datenschutzbedingungen von Google zu und wird irgendwie von youtube registriert und auch dem stimmt er/sie inderm er/sie  das Video anklickt zu. Nur zur Info. )

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