Donnerstag, 5. Juli 2018

Über das Schweigen Gottes

Man hat manchmal so den Eindruck,. als lasse der liebe Gott die Menschen grad machen und lohne noch das Tun derjenigen denen der liebe Gott egal ist, während er bei den Seinen  alles und jedes auf die Goldwaage legt und einem nichts durchgehen lässt, weswegen gerade frömmere Seelen ab und an ziemlich jammern, so von wegen "da bet ich und müh mich und mach und tu, und dennoch trifft es immer nur mich, während die da...."

Nun kommt einem da leicht die Stelle mit den Pharisäern in den Sinn, alleine die trifft nicht, weil, so weit ich das begriffen habe, es den Pharisäern ja meist gut ging, weswegen sie so stolz auf sich waren.

Das Schweigen Gottes, die Feststellung dass der Frevler mit hohen Ehren bestattet wird, während der Gerechte verscharrt wird, wie die Fehlgeburt im Sand" diese Feststellung findet sich schon im Buch Hiob und über das Schweigen Gottes berichtet auch das NT und auch die Apokalypse redet vom Triumph der gottfeindlichen Mächte und ist nun kein Buch, dass man lesen soll, wenn man eh gerade am glaubensmäßigen Blues laboriert.

Auch der gestrige Psalm hat es mit dem Thema. Er lautet


1. Ein Psalm Asaphs.1 Der Herr, der höchste Gott,2 redet und ruft die Erde3 auf vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergange.
2. Von Sion strahlt seiner Schönheit Glanz aus.4
3. Gott kommt und tut sich kund, unser Gott schweigt nicht;5 Feuer lodert vor ihm auf und um ihn her tobt mächtiges Sturmwetter.6
4. Er ruft dem Himmel oben zu und ruft die Erde,7 um über sein Volk Gericht zu halten.
5. Versammelt ihm seine Heiligen,8 die bei Opfern einen Bund mit ihm schließen.9
6. Die Himmel tun seine Gerechtigkeit kund, denn Gott ist Richter.10
7. Höre mein Volk, ich will reden; Israel, ich will dir bezeugen: Gott, dein Gott bin ich!11
8. Nicht um deiner Opfer willen stelle ich dich zur Rede.12 sind doch deine Brandopfer beständig vor mir.
9. Nicht nehme ich aus deinem Hause Farren noch Böcke aus deinen Herden.
10. Mein ist ja alles Getier des Waldes, die Tiere auf den Bergen und die Rinder.13
11. Ich kenne alle Vögel des Himmels und die Zierde des Feldes14 ist mein Eigentum.
12. Wenn mich hungerte, würde ich es dir nicht sagen; denn mein ist der Erdkreis und was ihn erfüllt.
13. Soll ich denn das Fleisch der Stiere essen oder das Blut der Böcke trinken?
14. Bringe Gott als Opfer Lob dar und löse dem Allerhöchsten deine Gelübde
15. und rufe mich an am Tage der Drangsal, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen!15
16. Zu dem Sünder16 hingegen spricht Gott: Warum17 zählst du meine Satzungen auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund,18
17. während du doch Zucht hassest und meine Worte hinter dich wirfst?19
18. Siehst du einen Dieb, so läufst du mit ihm20 und hältst Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
19. Dein Mund fließt über von Bosheit und deine Zunge zettelt Betrug an.
20. Du sitzest da21 und redest wider deinen Bruder und legst dem Sohne deiner Mutter22 Fallstricke.23
21. Solches tatest du und ich schwieg.24 Da meintest du in deiner Bosheit, ich sei dir ähnlich,25
aber ich will dich zur Rechenschaft ziehen und es26 dir vor Augen stellen.
22. Erkennet dies doch, die ihr Gottes vergesset!27 dass er28 euch nicht einmal hinwegraffe,
ohne dass jemand zu retten vermag.
23. Ein Opfer des Lobes29 ehrt mich und dies ist der Weg, auf dem ich ihm das Heil von Gott zeigen will.30


Es wird also aufgezählt, was die Leut alles so anstellen, und anscheinden schon länger anstellen obwohl sie ja durchaus die Formalien, in dem Zusammenhang des AZ eben die Opfer., erfüllen und wie das so ist, damit wohl von ihrer Frömmigkeit überzeugt waren.

Gegen Ende des Lamentos Gottes, der sich dabei noch einmal definitiv als der Herr und Schöpfer von allem erklärt, kommt ein sehr modern anmutender Satz, nämlich

 Solches tatest du und ich schwieg.24 Da meintest du in deiner Bosheit, ich sei dir ähnlich,

Faszinierende Sache, hat es doch Hinz und Kunz mit der Gottebenbildlichkeit des Menschen, die ja wiederrum schon auf den ersten Seiten der Genesis bezeugt ist.

Aber mir scheint, es eine Sache der Richtung zu sein, hier im Psalm und,. dem Herrn seis geklagt, auch in manchen verstörenden Statements hat man das Gefühl, dass die Gottebenbildlichkeit,. den lieben Gott zum Kumpel des nicht ganz so guten Tuns des Meschen gemacht werden soll,. so frei nach dem Motto "der Tschesus der versteht das schon, der ist nicht so" während, so denke ich, es eigentlich darum geht, dass der Mensch sich hinaufziehen lässt in das götttliche und damit der Mensch, ob dem allzumenschlichen in ihm und um ihn herum, nicht verzweifelt, ist ihm die Gottebenblildlichkeit zugesagt.



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