Montag, 3. September 2018

Aus bischöflichem Mund: mehr davon

vorhin ist mir auf twitter ein Tweet begegnet, wie man ihn aus bischöflichem Mund seit Jahren eigentlich erwartet, aber leider vermisst hat.
Deshalb sei er hierher gestellt zur gefälligen Beachtung und zum Nachdenken darüber






das mit dem nicht aus dem Rahmen fallen gehört zuerst nicht zur vielgeschmähten Kategorie der Sünden, sondern zu dem, was die Heilige Hildegard von Bingen das rechte Maß nennt.
Sie sagt:
Die Seele liebt in allen Dingen das rechte Maß...
man findet dann in den einschlägigen Publikationen genügend Weiterführungen und Überlegungen zu diesem Satz,  alleine den wenigsten geht auf, wie sehr der Satz dass es gut ist, wenn jeder dahin kommt zu leben und zu tun, was ihm gemäß ist, und dass das, was dem einen gemäß ist, dem anderen eben nicht, wie sehr das diametral dem entgegensteht, was man heutzutage so zu wollen hat.

Manchmal denke ich, Gott will eigentlich am Ende uns alle einstimmen lassen in den Jubel der Engel, er will eigentlich aus jedem Menschen ein lebendiges Musikinstrument  machen, und am Ende wird es eine wundervolle Melodie sein, die wir mit den Engeln zusammen singen und spielen werden.
Und diese Erde dient auch dazu, uns sozusagen einzuüben in diesen Wohlklang.
Nur  da wir es halt aktuell mit dem rechten Maß nicht so haben, sondern jeder meint, immer und überall benachteiligt zu werden, und das Jammern scheinbar schon zu den Schulfächern der Grundschule gehört, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass wir viel zu sehr damit beschäftigt sind, auf andere zu gucken, als herauszufinden was für eine Melodie uns selber gemäß ist.
Man stelle sich ein Orchester vor, in dem die Trommeln die erste Geige spielen wollen, die Oboen versuchen zu klingen wie die Trompeten und die Bässe versuchen, den Part der Querflöten zu übernehmen.

Ist wie gesagt nur so eine Idee, aber dennoch wünsche ich allen Lesern eine gute Nacht, und dass vielleicht dem einen oder anderen im Traum etwas von der himmlischen Harmonie der Verschiedenheit dessen, was jedem gemäß ist, aufgeht

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