Samstag, 22. September 2018

Man glaubt es ja nicht, oder über das Wohlgefallen an päpstlichen Porträts

Es lässt sich nicht leugnen, dass auch mich das gegenwärtige Pontifikat not gerade amused, um es mal euphemistisch  auszudrücken.
Die Frage die sich dem frommen Katholiken, der sich einbildet das eine oder andere von der Lehre der Kirche zu verstehen und der ebenfalls in der Lage ist argumentative Widersprüche wahrzunehmen, aufdrängt ist die ob das was diverse Oberhirten sich leisten  lediglich Dummheit und Größenwahn oder böse Absicht ist.
Was nervt ist,dass die moderne Theologie sich immer unverfrorener bemüht aus einem X ein U zu machen. Dazu ist zu sagen, dass  das Göttliche sich zwar hienieden in Gegensätzen ausdrückt, daher der Glaube dem Nichtglaubenden absurd vorkommen  muss, aber deshalb nicht alles was absurd ist auch gleich göttlich wahr ist, sondern das wirklich  Wahre und das wirklich Absurde unvereinbare, auch göttlich unvereinbare Gegensätze darstellen, das berühmte et....et gilt nur, wenn das "sowohl" an Gott hängt und das "alsauch" auch.
Nun bin ich irgendwie immer noch bereit, dem derzeitigen Pontifex lautere Absichten zu unterstellen, bin zwar, will das gar nicht leugnen, von diesem Bescheidenheitsgedöns genervt, aber versuche immer noch zu denken, dass ihm z.B gar nicht klar ist, dass er seit über 5 Jahren sich den Luxus leistet eine große Wohnung leerstehen zu lassen und gleichzeitig genausolange im 5 Sterne Hotel logiert und nur nicht realisiert wie snobby und verschwenderisch das eigentlich ist.

Nun bin ich aber bei meinem Spaziergang im Internet auf die Nachricht gestoßen, dass ein gewisser Igor Babailov, seines Zeichens Kunstmaler, im Vatikan ein Portrait von ihm selber dem derzeitigen Pontifex präsentiert habe, dass diesen als den Wohltäter der Menschheit, im Stil bekannter sozialistischer Führerpersönlichkeiten zeigt.
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Also die Message des Bildes lautet: während die Heilige Familie, also Jesus, Maria und Jesus lediglich auf den Heiligen Geist und damit auf das Göttliche in den Höhen hinweisen,  ist Papst Franziskus direkt von Gott  überstrahlt und das auf eine Art die selbst den Heiligen Geist zu einer dekorativen Taubenrolle degradiert.
Okay so ein Künstler ist halt ein Künstler und dass irgendwelche Leute, irgendwelche anderen Leute überhöhen, vergöttern und vergöttlichen das kommt vor,
Schon B, Brecht hinterfragte ein solches Denken seinerzeit in den "Fragen eines lesenden Arbeiters" .

Mich hat schon zu Zeiten von JPII genervt, wenn die Leute sagten: "JPII hat den Kommunismus zu Fall gebracht, ihm verdanken wir den Fall der Mauer!" und so tun als habe JPII das alles ganz alleine geschafft, als hätten nicht vorher Leute gelitten, gefragt und gearbeitet, als habe es keinen Gorbatschow mit Glasnost und Perestroika und keine Solidarnosc und nicht tausende Unbekannte gegeben.
Es nervt mich nebenbei schon immer, auch bei Heiligenlegenden. Richtig ist, dass es Boten Missionare, die oft als Märtyrer endeten, braucht um den Glauben zu verbreiten, genauso richtig ist aber auch, dass es Leute braucht, die den Glauben annehmen,
Es ist richtig, dass es Ordensgründer braucht, aber die beste Idee für einen Orden, der genau der richtige ist, für die Belange der jeweiligen Zeit nutzt nichts, wenn keiner eintritt usw, usw usw.

Aber zurück zu dem Bild, es ist also eins, wenn ein Künstler vor sich hinkünstlert und dabei dummes Zeug künstlert, aber in dem ganz konkreten Fall hätte man von Papst Franziskus erwartet, dass er sagt "So ein Käse. ich will das nicht, ab in die Besenkammer! Und überhaupt es wäre besser gewesen das Geld für die Leinwand den Armen zu geben!" und damit hätte er sogar richtig recht gehabt.

Interessanterweise hat der derzeitige Papst sich zu Beginn seines Pontifikats dezidiert gegen solcherlei künstlerischer Darstellungen von ihm selber gewandt hier allgemein  hier steht dass er noch in 2013  eine Staue seiner selbst entfernen lies und genau deshalb frage ich mich, warum er ein solches Bild auch noch lobt, als inspiriert, wie der Künstler stolz auf seiner Homepage verkündet.

Wie gesagt Künstler ist halt Künstler und dieser Stil den jeweils Porträtierten als Wohltäter der Menschheit darzustellen scheint der seinige zu sein, aber hier ein Porträt JPII's das zwar diesen auch umgeben von Menschen zeigt, aber hier ist erstens das Kreuz größer als der Papst und die Menschen schauen zwar teilweise auf ihn, aber eher mit der Bitte um Weisung, den mit der Bitte um Hilfe und das ganze Bild weißt ja sozusagen weg von JPII auf den Betrachter, den es zu fragen scheint "Willst du mit uns gehören zu denen die sich unter das Kreuz gestellt habe?"
Noch anders das Porträt Benedikts XVI 

Auf jeden Fall ist ein Papst und das lernen wir zur Zeit nicht der große Zampno, egal von welcher weltanschaulichen Seite man guckt, sondern lediglich der Stellvertreter Christi., also die auf den Stuhl gelegte Strickjacke, die den Stuhl für den wiederkommenden Christus freihalten soll.
Die Funktion der den Stuhl freihaltenden Strickjacke ist, das erste Gebot "du sollst keine fremden Götter neben mir haben" klar zu machen, auf den Stuhl gehört nur Christus, der Gott ist und auf ihn warten wir.
Und solange wir warten, sollen wir klarerweise das unsrige tun und damit wir das tun können sollen wir Gott in den Sakramenten begegnen, dessen Garant für die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit selbiger der Papst ist, wie ein gewisser Kardinal Ratzinger ausgeführt hat.

Mir scheint am Anfang seines Pontifikats, hat der derzeitige Papst so verstörend er auch wirkte das noch begriffen,
Wir sollten betend, das unsere tun und hoffen auf den der wirklich unser Heiland ist,






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