Samstag, 29. September 2018

Verstörendes aus Rom

Um es mal ganz kurz zu machen, man wirft der Kirche sehr gerne vor mit den Mächtigen gemauschelt zu haben, und so verkehrt sind die Vorwürfe nicht,
Aber eigentlich ging es bei den Mauscheleien auch immer darum, die Kirche zu schützen, die Kirche die das Martyrium zwar ehrt, aber die Pflicht hat, es von ihren Kindern fernzuhalten.
Dass die Absicht sich bisweilen in ihr Gegenteil verkehrt hat, wer wüsste das nicht.

Nun hat die Kirche mal wieder gemauschelt, diesmal mit den Mächtigen von China, und und da bleibt mir echt die Spucke weg, sagt der aktuell, zuständige Papst, knallhart,. so knallhart dass es sich von seinen üblichen Sprachstil, der das eine, das andere und das gleichzeitig sagt, abhebt, dass das Abkommen Leiden bedeutet, und sogar das Wort vom Martyrium fällt.

Sorry mal, ich habe mich immer aufgeregt über den Verrat der Kirche an den Christeros, das war, aber das nur nebenbei, für mich, damals vor langer Zeit,  ein Grund von der Kirche mich zu entfernen.
Mir war damals  ein Buch in die Finger gefallen, dass hieß "Kreuz über Mexiko", und da ging es auch um diese Christero Geschichte, die auf Anweisung und im Gehorsam gegenüber dem Papst ihre Waffen abgegeben haben, sich damit auch geoutet hatten und in der Folge reihenweise an den Laternenpfählen aufgeknüpft wurden.
Das hat ihnen bestimmt die Krone des Martyriums eingebracht, aber das Martyrium kam durch die eigenen Leute, auch und wenn die Kirche nicht die ausführende Instanz war.
Ich habe da verschiedentllich auch  mit mexikansichen Priestern durchdiskutiert und immer hieß es, ja, ja aber man hat den Papst Pius XI falsch informiert, man hat ihm falsche Zusagen gemacht, und naja,
Gut, eigentlich schlecht, aber ich denke mal, egal wie diese lange Geschichte im Detail wirklich war, der Papst hat in einigen Enzykliken durchaus die mexikanische Regierung verurteilt und sich für die Glaubens und Kultfreiheit stark gemacht und an die Versprechungen geglaubt,

Ganz anders, die spontanen Aussagen des Papstes zum China Abkommen, wo er klar sagt:

Ich denke an den Widerstand, an die Katholiken, die gelitten haben: es ist wahr, sie werden leiden. .... Doch sie haben einen großen Glauben und ..... sie lassen Botschaften ankommen, die erklären, dass das, was der Heilige Stuhl, ..... das ist, was Jesus sagt. Das heißt der „Märtyrerglaube“ dieser Menschen geht heute voran. Sie sind großartig.

Ich bin ja viel gewöhnt, aber das hier ist einfach zynisch, er sagt, ja ja ich weiß, dass ich eine Situation geschaffen habe, wo das Festhalten am wahren Glauben Märtyrer produziert, ja das ist ja großartig, 


und am Ende des Interviews heißt es:


Und wir beten für die Leiden einiger Menschen, die nicht verstehen oder viele Jahre des Untergrunds hinter sich haben.

Ich danke Euch sehr! Man sagt uns, das Abendessen sei fertig und der Flug dauert nicht lange. Vielen Dank! Vielen Dank für Eure Arbeit. Und betet für mich.



Ich muss sagen, mir wird schlecht, 

Wider das sanftlebende Fleisch zu Rom, das ist es was mir dabei in den Sinn kommt,

Hier und hier und hier und hier  haben wir schon über das China Abkommen berichtet

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.