Sonntag, 4. November 2018

Fazit, ein Rundumschalg

Ich diskutiere viel, auch in Reallife, vielleicht zuviel, aber eins muss ich hier mal loswerden.
Es fällt mir immer wieder auf, wie wir die Schubkästen selber zimmern.
Wir sind Katholiken deshalb müssen wir... Der Christ muss........
Als Christen sind wir verpflichtet...................
und dann kommen tausend komplett irrelevante Sachen, weil was kann die Ü70 Party auch Gemeindegottesdienst geheißen schon großartig tun?
Und bei dem anderen Kram, frage ich mich oft; wo denn da die Freiheit des Christenmenschen bleibt, wenn mir der Pfarrer meint vorschreiben zu müssen, was für ein Auto ich zu fahren habe.

Das andere ist, in der Diskussion geht es ja oft um andere, die bekommen dann auch ein nettes Etikett umgehängt und man tut so,  als sei da keine Umkehr, keine Änderung, keine Veränderung und nix mehr möglich.
Man ist entweder guter Christ oder bleibt was man ist.
Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, weil es mir ums Prinzip geht.

Aber glauben wir nicht mehr, dass Gott wirklich der ist, der jeden Menschen auf dieser Erde gewollt hat und der das Böse nur deshalb zulässt um das Gute zu schaffen?

Papst Benedikt sagte in Freiburg:

Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz davon berührt wäre, vom Glauben. 

Vielleicht ist das schlimme an der gegenwärtigen Zeit, dass wir so mit Diskutieren, Rechthaben,, Apologetik beschäftigt sind, dass wir gar nicht mehr dazu kommen unter unserer Sünde zu leiden und uns zu sehnen nach dem reinen Herzen, dass wir aber nicht selber hinkriegen, sondern uns schenken lassen müssen durch den Kreuzestod Christi.

Vielleicht würden wir mehr in dieser Welt bewirken können, wenn wir begreifen würden, dass wir es sind, die Christus nötig haben, anstatt immer nur auf die anderen zu gucken, die ihn auch nötig haben?

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