Sonntag, 24. Februar 2019

das Erstaunliche am glorreichen Rosenkranz und die Lage der Kirche

Ich komm immer mehr zu der Überzeugung, dass das einzige was noch helfen kann das Beten ist und es fällt mir nicht gerade leicht, das Beten meine ich.
Im Grunde begleitet mich diese Aussage schon mein ganzes Leben und wenn man den Heiligenlegenden ein bisschen hinter die jubilierende Goldfassade schaut, war es wohl noch nie großartig anders, Es war konkret anders, aber von der Grundkonstruktion her, dass die Welt und das Reich Gottes unvereinbare Gegensätze sind, die beide aber die Seele auf ihre Seite ziehen wollen, war es wohl noch nie großartig anders.
Und auch das was wir gerade erleben, dass die Kirche dabei ist vor die Hunde zu gehen und zwar absolut selbstverschuldet, auch das ist, soooo originell nicht.
Es gibt so einen alten Witz, ein alter Kardinal kommt mit einer Gruppe wichtiger, einflussreicher Leute ins Gespräch, die ihm ernsthaft erklären, sie seien angetreten die Kirche zu vernichten, Da Lacht der Kardinal und sagt "Ach das haben selbst wir nicht in all den zwei Jahrtausenden geschafft".
Gut man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als seien die Würdenträger im Moment so erfolgreich, dass selbst gestandene Kirchenfeind anfangen sich Sorgen zu machen.

Wobei man dann den Eindruck gewinnen könnte, dass diese gestandenen Kirchenfeinde das heutige Evangelium, wo es darum geht, für seine Feinde zu beten, ernster nehmen, als die Kirchenfreunde, und damit sind wir wieder am Anfang, beim Beten.



Die Frommen empfehlen dann immer den Rosenkranz, das sei am Besten zum Beten und da treffen sich die Erscheinugnsfrreaks mit den normalen konservativen durchaus, also mühe auch ich mich, treu und brav ums regelmäßige Rosenkranzbeten.
Allerdings kann ich keine der angekündigten Wirkungen vermelden, ich bet halt immer noch vor mich hin.
Wie immer am Sonntag war heute der glorreiche Rosenkranz dran und immer wieder fasziniert mich die innere Dynamik der Geheimnisse.

Zunächst heißt es "...der von den Toten auferstanden ist" was auch den Blick auf die Umstände des Todes lenkt und damit auf die Passion, das von den Menschen verschuldete Leiden des Gottessohnes.und auf das Wunder seiner Auferstehung.

Beim nächsten Gesätz heißt es "...der in den Himmel aufgefahren ist" und immer muss ich bei dem Gesätz dran denken, dass man es dem Christus nicht verdenken kann, dass er sich von dieser Welt verabschiedet hat, so wie man ihn hier behandelt hat.

Gerade deshalb ist das nächste Gesätz dann wieder voller Überraschung, heißt es dort doch "der uns den heiligen Geist gesandt hat".
Also ich denke mir dann immer: also ich, ich würde denen, die mich gefoltert und unter Hohn und Spott ans Kreuz geschlagen haben, gar nichts gutes mehr zukommen lassen. Man muss sich das mal überlegen, es ist eigentlich komplett verständlich, dass Gott nach der schlechten Behandlung noch nicht mal Rachegedanken hegt, die im Evangelium durchaus vorkommen
Im 21 Kapitel des Matthäus Evangeliums zum Beispiel sagen die Pharisäer, in Bezug auf die bösen Winzer, die dem Besitzer den vereinbarten Pachtzins nicht zahlen, und stattdessen die Knechte misshandeln, umbringen und verjagen und am Ende sogar den Sohn des Besitzers umbringen, dass der Besitzer alles Recht hätte solchen bösen Menschen ein böses Ende zu bereiten. Christus wiederspricht dem nicht, sagt also nicht, wie wir es erwarten, dass man doch sehen müsse, der Kapitalismus....., die schlimme Kindheit der Pächter........... die Ungerechtigkeit des Besitzes anundfürsich.... und die andere Wange, sondern Christus bestätigt die Pharisäer und sagt "so wird es geschehen!"
Im folgenden Kapitel des Matthäus Evangeliums, wo es um das königliche Hochzeitsmahl geht, auch da lässt die König die Stadt derjenigen, die einfach keine Lust haben auf das Fest und die sie zu sehr nötigenden Diener des Königs  misshandeln und umbringen, in Schutt und Asche legen, und Christus tadelt nicht den König, der so handelt.
Nebenbei ich denke eines der Probleme mit denen wir uns so herumschlagen ist der reinen Tatsache geschuldet, dass wir die göttliche Gnade als normales Verhalten vorrausetzen, was so den Menschen überfordert.

Also es ist normal, dass jemand den man schlecht behandelt hat, es dem, der ihn so schlecht behandelt hat, heimzahlen will.
Es ist auch normal, dass jemand soweit kommt, dass ihm derjenige der ihn schlecht behandelt hat, so egal wird, dass er sich noch nicht mal rächen will, weil das bedeuten würde an diese Person noch einen einzigen Gedanken zu verschwenden.
Wenn wir uns das mal klar machen, erst dann wird das Erstaunliche an dem Rosenkranz klar.
Christus hat nämlich nicht nur, nach seiner  Auferstehung, dem innersten Kreis erzählt wie sie ihm nachfolgen können und sich dann auf Nimmerwiedersehen vom Acker der Welt gemacht, nein, er hat den heiligen Geist gesandt, und mit dem ist es so, dass man ihn auslöschen kann, in sich selber, wie Paulus schreibt (1 Tess 5,19)
aber davon abgesehen ist so ein Geist nicht zu fassen und der heilige Geist erst recht nicht, und deshalb können wir auch den anderen Anweisungen aus dem 1 Brief an die Tessalonischer Folge leisten wo es unter anderem heißt:
seid allezeit fröhlich und betet ohne Unterlass

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