Sonntag, 3. März 2019

Ein gar nicht so gemeintes Kompliment

das mit viel Geld, richtig viel Geld und von professionellen Kräften gestaltete Onlineportal der Katholiken in Deutschland hat geruht, uns zur Kenntnis zu nehmen,
Gut es ist Fassenachtssonntag von daher passt das alles schon.
Stolz erzählt uns der Beitrag, dass die Katholiken seit dem 2. Vatikanum auf Gaudi und Spesen setzen und deshalb die wortwörtliche Fortsetzung der Enzyklika die Trauer, die Unruhe und die Angst auf den Müllhaufen der Geschichte geworden haben.*
Was soll man als anständiger Dunkelkatholik der seit Jahren unter der Macht derjenigen, die für das Spirituelle einfach blind und taub sind, leidet, dazu noch sagen?
Narhallamarsch? Heile heile Gänssche?
Oder auf jede Fassenacht folgt ein Aschermittwoch?



Eins noch, eigentlich, betrachtet man den Beitrag bei Licht, bestätigt der Herr Odendahl, was mich eigentlich selber erstaunt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Allerdings bin ich da schon  leicht irritiert, was das angebliche Lautsein und via Internet in die Wohnstuben und auf die Computerbildschirme der Leute kommen, angeht, hier kann ich, was uns angeht, nur  sagen: Schön wär´s!
Ich kann mich erinnern, dass auf einem Bloggertreffen mal über die Reichweite und die Vernetzung von unsereinem so referiert wurde, also jeder Blog der sich mit der Zubereitung von Runkelrüben befasst, hat eine größere Reichweite hat und besser vernetzt, ist,  als die paar katholischen Blogs, die mehr oder weniger im eigenen Saft kochen.
Allerdings, wenn mich meine Wahrnehmung nicht exorbitant täuscht, geht es dem, was man so Amtskirche nennt, auch nicht viel anders, auch und wenn das bislang noch nicht so richtig "da oben" angekommen ist, was wohl den immer noch sprudelnden, wenn auch immer verhaltener, Kirchensteuereinnahmen geschuldet ist.
So kann man schon verstehen, dass man auf die paar eindrischt, die sich noch in irgendeiner Form für die Kirche interessieren und das kund und zu wissen tun und das sind halt die paar sich noch dezidiert katholisch definierenden Blogs.
Heiliger Rest das ist übrigens ein nettes Kompliment, ich hoffe doch sehr, dass dem wirklich so ist.
Mich würde nur interessieren, wie der Herr Redakteur sein eigenes Portal sieht? Als Sprachrohr unheiliger Fülle?
Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, von daher ein Vorschlag: vielleicht sollten wir uns mal wirklich mit den Freuden und Hoffnungen der Menschen von heute beschäftigen und konstatieren, dass diese oft und oft in Angst und Trauer umschlagen, anstatt dass die Vertreter unserer Kirche auf die einschlagen, die ihnen überhaupt noch zuhören?












* die berühmte Enzyklika Gaudium et spes geht weiter mit  luctus et angor (also Trauer und Angst) der Menschen von heute die der Kirche nicht egal sein können

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