Mittwoch, 15. Mai 2019

Frauen in der Kirche, ein Rundumschlag

Also die katholischen Frauen, die es geschafft haben, die so heiß ersehnte mediale Aufmerksamkeit zu erhalten, rufen also zum Kirchenstreik auf.
Sie tun das, weil sie nicht mehr mit der dienenden Rolle der Frau in der Kirche zufrieden sind, sondern um endlich, endlich ordiniert oder wenigsten diakoniert zu werden.
Ja meine Damen, wo lebt ihr denn? Möchte man da erstaunt ausrufen!



1. um den Klugscheißermodus einzuschalten:
Ordination kommt von dem lateinischen Wort "Ordo" und das meint nun mal Dienst und was das diakoniertwerdenwollen angeht, wird es etymologisch nicht besser, ist auch hier die Wurzel das Wort "diakonia" und auch das heißt Dienst,  also von der reinen Wortbedeutung her, wollt ihr nicht mehr dienen um dienen zu dürfen. Das verstehe wer will!

Im Reallife habe ich das auch schon öfter diskutiert und da wurde mir geantwortet, dass ja auch Minister von ministrare also bedienen, aufwarten käme und so ein Minister doch was anderes wäre, als der Diener des Volkes.
Dazu ist zu sagen, nach der Theorie hat ein Minister genau das zu sein, und wenn er es nicht ist, so ist das eigentlich schlimm.

2. frage ich mich immer in welchen Paralleluniversum diese Frauen leben, und wo sie den autoritär die Gemeinde beherrschenden, selbstherrlich entscheidenden Priester verorten.
Soweit ich das überblicke sind die Pfarrer nix wie die Labbeduddel ihrer Gemeinden und werden von den zahlreichen Gremien und den aktiven aller Couleur wirklich permanent unter Druck gesetzt und leben wie auf dem Präsentierteller.
Dazu zwei Anmerkungen, wenn die Priester wirklich die autoritären Alphamännchen der Gemeinde wären, als die sie dargestellt werden, warum wollen diese Frauen dann auch so werden?
Da es aber die Priester genau nicht sind, sondern wie jeder weiß, permanent damit beschäftigt die unmögliche Kunst, es allen Leuten recht zu machen, auszuüben, warum nur unterstellt man ihnen dann das Gegenteil?
Und warum will man auch so werden?

3. neulich war hier Anbetung, rund um die Uhr, auch Nachts, 24 Stunden. Ich selber kam spät abends dazu und bin dann müde nach Hause entfleucht. Am nächsten Tag, nach dem Mittagessen, sind wir nochmal vorbei gefahren, und da waren zwei Frauen die noch da waren, als ich in der Nacht gegangen war. Die erste habe ich, halb spöttisch, gefragt ob sie immer noch da sei. Das hat die Frau,. zu meinem großen Erstaunen bejaht, Darauf habe ich die andere, etwas vorsichtiger, gefragt und auch die war die ganze Zeit da gewesen.
Ich halte sowas für heroisch und bewundernswert und beide Frauen sind überhaupt keine Fans von irgendwelchen Ämtern für Frauen in der Kirche, sind aber immer da, wenn wer gebraucht wird.
und nun sind wir bei

4. meiner Erfahrung nach fehlt es überall an denen die zupacken, die die Arbeit, die keiner sieht machen, es fehlt an Kandidaten für den Pfarrgemeinderat, es fehlt an Leuten die Kaffeekochen auf dem Gemeindefest,. es fehlt an solchen die Kommunionsunterricht geben, es fehlt an solchen die die Kirche putzen, es fehlt an denen die die Geburtstagskarten zu den Alten tragen, es fehlt an denen die diejenigen besuchen die nicht mehr kommen können. Es fehlt an denen die die Stühle für den Fronleichnamsgottesdiesnt stellen und es fehlt an denen die in der Osternacht die Kerzen an die Leute verteilen.
Von daher frage ich mich schon nach was die Frauen streben, danach Herrin dieser Trümmer zu sein?

5.  ich lebe ja auch in dieser Welt und von daher begreift ich schon, dass man meint auch in der Kirche endlich sein zu können müssen wollen, wie alle Welt.
Alleine biblisch ist das nicht, aber was mich an der ganzen Sache ernsthaft ärgert ist die Berufung auf  Maria.
Alles was es da theologisch zu sagen gibt, ist tausendmal gesagt worden, und jeder ernsthafte ökonomische Dialog  kommt irgendwann auf die Frage, "wie in aller Welt ihr Katholiken Maria so groß denken könnt, das ist doch nicht biblisch!"
Es ist hier nicht der Raum das aufzudröseln, aber gerade das reine sich an der Schrift orientieren, zeigt, dass das Verhältnis Christus zu Maria, eher von Zurückweisung,  genau nicht um sich haben wollen geprägt ist, denn von "dich meine Mutter will ich mit wichtigen, und supertollen Aufgaben betrauen".
Maria hat sich das gefallen lassen und hat einfach geglaubt, in einer Zeit, als noch keiner sonst glaubte, wie Guardini einmal sagte, und  ist  nun mit Titeln überhäuft, die sonst keiner hat.
Also die Sache ist die, der höchste Posten in der katholischen Kirche den hat eine Frau, aber dieser Posten ist schon besetzt.

von daher ist es schon verwunderlich, dass das gleiche Klientel, dass noch bis neulich jedem, der es wissen wollte oder auch nicht, um die Ohren schlug, dass das Konzil von Ephesus, mit dem Titel der Gottesgebärerin nur an die alte Verehrung der Arthemis, also einer Inkarnation der alten, klassischen Muttergottheit, anknüpfte und alle Marienverehrung genau das sei, nichts anderes, als sich wieder in die Kirche eingeschlichen habende Verehrung der Urmuttergottheit, die doch nix wie peinlich sei, dass also das gleiche Klientel nun plötzlich nicht genug kriegen kann, von der gestern noch am liebsten aus den Kirchen verbannten Muttergottes.

P.S und bei der ganze Diskussion wird komplett vergessen, dass auch nicht jeder Mann einfach so mir nix dir nix Priester werden kann, sondern nur der, der berufen ist und auch hier erzählt die Schrift von welchen die gerne zum Kreis der Apostel gehören wollen, die aber von Christus selbst nicht gerufen werden, im Gegenteil wieder heimgeschickt werden, und von denen die auf den Ruf nicht hören.
Und das geht auch in der Apostelgeschichte weiter.
Davon noch mal abgesehen besteht die eigentliche christliche Kür nicht darin sich für was besonders zu halten. sondern darin das gewöhnoliche außergewöhnlich gut zu tun, wie die kleine Therese es einmal formuliert hat


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