Donnerstag, 20. Juni 2019

Preiset Zungen das Geheimnis, zur Lage der Kirche

Bei aller berechtigten Sorge um die Kirche, wobei ich manchmal das Wort Sorge als viel zu euphemistisch empfinde, sollten wir eins nicht vergessen, ES IST SEINE KIRCHE!
Und deshalb können wir, auch und wenn es einem oft und oft im Halse stecken bleibt, IHN loben, preisen und ehren.





Und das können wir, weil er in seiner Passion mit uns in den Untergang durch die zuständigen religiösen Führer die sich mit der weltlichen Macht verbunden hatten, gegangen ist und somit in jeden Untergang den Menschen erleben gegangen ist.
Und er ist, das müsste man jetzt lang und breit ausführen auch nicht so, wie man ja oft und oft versucht ist, dass man die Menschen so fein säuberlich scheiden kann in dort die Bösen und hier die Guten, sondern es bleibt dass "in Adam alle gesündigt haben" und "Gott alle in den Ungehorsam eingeschlossen hat um sich aller zu erbarmen" und "auch der Gerechte siebenmal am Tag fällt"
Aber er ist auferstanden und in der Eucharistie in seinem ganzen gottmenschlichen Sein bei uns.
Diese sein Sein ist ein Sein welches anders ist als das Sein als der Mensch Jesus der auf dieser Erde vor 2000 Jahren gewandelt ist, es ist ein Sein das sich auf einen fast möchte man sagen mathematischen Punkt reduziert,
Aber dieser Punkt ist gleichzeitig der feste Punkt den Archimedes forderte um die Welt aus den Angeln zu heben, nur dass Gott diesen Punkt gesetzt hat  um die Welt in den Angeln zu halten.

Neuevangelisation beginnt auf den Knien und ja es kommt einem dumm vor, wo scheinbar es überall brennt und man doch was tun müsste, wie man meint, sich einfach aufs beten zurückzuziehen.
Man muss auch sehen, dass das Beten den Ruch hat * von wegen Feigheit, Bigotterie, und die ganzen Diskussionen der letzten Jahrzehnte um, wie es damals noch hieß, den Vorrang der Orthopraxie vor der Orthodoxie, wobei man unter Orthopraxie nicht die richtige Liturgie und das gottesdienstliche (im Wortsinn) Tun verstand - diese Diskussionen sind auch nicht spurlos an uns vorübergangen.
Dazu kommen noch abschreckende Beispiele, von, ich karikiere, irgendwelchen bösen, verbitterten, alten Tanten, die sich wirklich aufführen wie aus einem antikirchlichen Kitschroman,  also beten, auf den Knien herumrutschen, wie mein Onkel es auszudrücken pflegte und dabei einfach niemandem was gönnen und den praktizierten Geiz für eine Tugend halten und auch eine verbitterte, verhärmte, missgünstige, freudlose Ausstrahlung haben, dass man sich, so als Zuschauer denkt: Na vielleicht hast du ja recht, aber so werden will ich wirklich nicht!
Gut es war jetzt karikiert und ich meine auch zu bemerken dass diese Leute mittlerweile am Aussterben sind und es mag auch sein, dass hinter diesem merkwürdigen Verhalten, Lebensbrüche steckten, von denen ich keine Ahnung habe.
Aber es ist wirklich so, dass das reine Beten, irgendwie einen schlechten Ruf hat und wie wir an dem römischen Umgang mit den kontemplativen Orden sehen, hat sich dieser schlechte Ruf bis in die Spitzen der Kirche gefressen.
Aber dennoch ist es das was wir tun sollten, einfach weil nun, seit Jahrzehnten der Fokus auf dem innerweltlichen Tun liegt und die Resultate doch schwer mager sind, um es mal wieder sehr vornehm auszudrücken.
Und bei aller Verstörung, die ich immer noch, über den Rücktritt Benedikts habe, muss ich sagen, genau das ist es was er uns vorgemacht hat.

* hier hat die Bloggerkollegin Nolite timere das im unteren  Drittel ihres Artikels sehr gut beschrieben

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