Freitag, 27. September 2019

In Deutschland nichts Neues, oder Rom und der Papst sind weit

Wir hören verschiedenes vom synodalen Weg der deutschen Bischöfe und wenn ich ehrlich bin, interessiert es mich nicht die Bohne, was irgendwelche Bischöfe, denen ich, nach allem was man so mitkriegt, komplett egal bin, mal wieder an ollen Kamellen raushauen.

Man ist aus deutschen, angeblich katholischen  Landen,  ja schon seit Jahrzehnten gewöhnt, dass je progressiver sich die katholischen Ober- und Unterhirten gebärden, desdo mehr leben sie in der Vergangenheit und zwar einer, die mittlerweile  897 Jahre vorbei ist.
Man schüttelt verwundert den Kopf und fragt sich, wie es kommt dass unsere Bischöfe noch nie was vom Gang nach Canossa und dem Investiturstreit gehört haben und es sich, nach mittlerweile 897* Jahren  nicht zu ihnen herumgesprochen hat, das sie nicht vom Kaiser, sondern vom Papst in ihr Amt eingeführt werden, und somit der Kirche verpflichtet sind und nicht dem heiligen römischen Reich deutscher Nation.


Man könnte nun wirklich denken, dass Carl Amery in seinem satirischen Kurienroman "das Königsprojekt" doch recht hat, dass für die Kirche und ihre Großkopferten gilt "Wir hier, wir denken hier in Jahrhunderten! aber selbst wenn man das zugrundelegt, müssten unsere Bischöfe doch mitgekriegt haben, dass das heilige römische Reich deutscher Nation schon lange, lange perdu ist.

Selbst wenn man großzügig ist, müssten die deutschen Bischöfe  wissen, dass das letzte deutsche Kaiserreich preußisch dominiert war, und der zugehörige Kaiser evangelisch und somit überhaupt nicht zuständig für die Einführung und Benennung irgendwelcher katholischer Bischöfe. Und es müsst sich auch zu ihnen herumgesprochen habe, dass es damit seit über 100 Jahren vorbei ist.

Man kann es drehen und wenden wie man will, für die seit Jahrzehnten praktizierte Haltung deutscher katholischer Bischöfe, Rom und der Papst sind weit, was nebenbei ein Schlachtruf der Reformation war, gibt es keine theologische Begründung.

Warum ich mich dennoch für die Synode interessiere ist, dass es scheinbar unter den deutschen Bischöfen einige gibt, die nicht mit den Wölfen heulen, sondern auf der Konferenz klar gegen den synodalen Weg gestimmt haben.
Dazu öffentlich stehen tun Kardinal Wölki aus Köln und Bischof Vorderholzer aus Regensburg und auch Weihbischof Schwaderlapp aus Köln bekennt sich zu seinem "Nein"
Man hat wirklich den Eindruck im Kölner Ordinariat ist Kardinal Meisner mitsamt der heiligen Ursula und ihren 11.000 Jungfrauen erschienen, was ich nur gut finde.
Der Rest der Bischöfe hüllt sich in Schweigen, Bischof Oster tut so als habe er dafür gestimmt.
Was sicher zu sein scheint ist, dass 12 Bischöfe dagegen gestimmt haben und einer sich enthalten haben soll. Hier die Meldung
Ich möchte mich nun ungern in Kaffeesatzleserei versuchen, wer, warum, wieso und wer nicht und warum nicht und weshalb doch, oder doch nicht zu welcher Fraktion gehört.
Fakt ist aber auf der Konferenz waren 64 stimmberechtigte Bischöfe (da sind immer auch die Weihbischöfe dabei) und wir haben somit 51 Bischöfe die dafür gestimmt haben. Sagen wir so auf dem 2 Vatikanum war die Zustimmung bedeutend höher, immer über 97%,  .
Von daher, auch und wenn eine Schwalbe keinen Sommer macht, es scheint als würde langsam die Starre sich auflösen, langsam.
Und man bedenke dazu auch noch, dass es sich um deutsche Bischöfe handelt.
Also beten wir weiter!

*  am 23. September 1122 wurde das sogenannte Wormser Konkordat unterzeichnet  und damit der Investiturstreit zugunsten der Kirche beendet)

1 Kommentar:

  1. Ja, es gibt einige Bischöfe die rechtmäßige Nachfolger der Apostel sind und dann gibt es viele recht mäßige Bischöfe!

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