Dienstag, 17. September 2019

Mein Senf zu dem synodalen Prozess oder alte Hüte werden auch nicht neu

Im Grunde werden, wieder mal, die alten Langeweile-Themen verhackstückt und man könnte die Sache abhaken wie das obligatorische Dinner for one an Sylvester,
Es ist wirklich nichts Neues.
Ich habe mir die Mühe gemacht und ein bisschen in unserem eigenen  Blog gestöbert, und bin da auf einen alten Beitrag von mir von 2012 (das ist nun  7 Jahre her) gestoßen.
Hier reflektierte ich auf eine Rede des damaligen Freiburger Oberhirten, des keinerlei konservativer Anfechtungen verdächtigen Robert Zollitsch, wo er genau das feststellt, worüber sich neulich alle beim emeritierten Papst aufgeregt haben, indem er sagte  "Der Glaube ist keine Selbstverständlichkeit mehr"
Weiter ging es damals, also 2012, um einen großartig angelegten Dialogprozess der deutschen Bischöfe, über die immer gleichen Langeweile-Themen wie Zölibat. Streichung nicht nur des 6. sondern, wenn wir ehrlich sind, auch des 9. und 10 Gebotes unter Negierung des allerersten, bereichert um das allbekannte:  Frauen in die Produktion.
Um das mal mit den  Geboten vom einer anderen Sicht zu beleuchten, 1. sind die, darauf reitet ein Scott Hahn  immer  herum.,  ein Bundesangebot Gottes. Also man muss es nicht annehmen, völlig banal, der Bäcker macht mir das Angebot, wenn ich vorbei komme, Geld dort lasse, dann verkauft er mir Brötchen, wenn ich nicht vorbeikommen will, nicht bezahlen will, ich muss ja keine Brötchen kaufen! So seh ich das mit dem Bundesangebot Gottes auch, ich muss mich da ja nicht drauf einlassen und wenn ich die Gebote dieses Gottes sowieso daneben finde, dann will ich ja sowieso mit so einem Gott keine Gemeinschaft haben, und schon gar keine ewige, denke ich mit zumindest.
Von daher verwundert es mich schon immer, dass da Leute, die die Gebote Gottes unmöglich finden und seine Kirche sowieso, dennoch so gesteigerten Wert drauf legen Gemeinschaft mit diesem Gott zu haben!
Nicht dass es mir absolut unverständlich wäre, dass man damit so seine Schwierigkeiten hat,  Chesterton hat das mal so ausgedrückt, dass die Kirche der Beichtstühle sich von niemandem darüber belehren lassen muss, was Sünde ist, nee mich nervt einfach, um noch ein anderes Bild zu bemühen, dass man irgendwie den Anspruch erhebt, zwar für sich selber nicht den Wegweisern bzw den Anweisungen des Navis Folge zu leisten, wofür es durchaus ja Gründe geben kann, aber dennoch erwartet als vorbildlicher Folgeleister des Navis im nächsten ADAC Heft gelobt zu werden.


Ich  meine, man kann  sich das schon vorstellen, man gibt ein : "A-Dorf Kneipe zur Linde", das ist da wo sie so leckere Schnitzel mit Pommes haben, folgt brav dem Navi, und gelangt so nebenbei, weil man irgendwie die eine Abbiegung verdummbeutelt hat,   nach B-Dorf und sieht dort eine Eisdiele an einem Park. "Oh" denkt man" Eis wäre auch was, ist wirklich hübsch hier" , steigt aus, bestellt sich den Supereisbecher und setzt sich. Das Navi quäkst derweil "Bitte wenden" "Bitte demnächst wenden" man denkt "du dummes Ding, ich will mich jetzt amüsieren nicht erst in 30 Minuten und überhaupt ist der Parkplatz bei der Linde unten am Hang, da muss ich dann auch noch hochlaufen..."
Aber anstatt jetzt dazu zu stehen, dass man halt Eis isst, erwartet man von dem Navi dass es einem erklärt man wäre bei der Linde und das Eis wäre Schnitzel.

So kommt es mir immer vor, wie in dem Heinz  Erhard Gedicht über die Zitronen

Gut, Sünde, um die es ja  bei den 10 Geboten geht, ist etwas anderes als Schnitzel versus Eisbecher,  aber vielleicht hilft es, wenn man  die Moralinplatte mal weglegt und versucht einen anderen Blickwinkel einzunehmen

Zu dem unerträglichen, dass die Laien, die Laien und noch mal die Laien, die in der Vorstellung der Berufsoberlaien und den Berufsobernichttlaien scheinbar den ganzen Tag vor lauter Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen und anscheinend in  Vorstellungen dieser Leute wirklich auch rein gar nix zu tun haben und deshalb besonders Sonntags und nach Feierabend beschäftigt werden müssen, habe ich mich, ebenfalls vor 7 Jahren hier schon mal ausführlich ausgelassen.
Ich glaube das beständige Gefordere, dass die Laien und hier besonders die weiblichen doch alles mögliche in der Kirche tun sollen, geht mir gewaltig auf den Wecker, weil es so unrealistisch ist, und wie gesagt in meinem Kopf es nun mal so ist, dass es ja die Laien sind, die den ganzen Laden am Laufen halten und deshalb entlastet gehören und nicht mit noch mehr Aufgaben zugeschüttet werden müssen.
Meines Erachtens leisten sich die Gemeinden, weil Gott es so gewollt hat, einen Priester, der eben irgendwie, wegen dem  Zölibat, genau nicht wirklich dazu gehört, dass da einer sozusagen herausgenommen ist, aus der Gemeinde,  damit der für die Gemeinde vor Gott steht.
Jeder Mensch der mal wirklich massive Probleme, sei es materieller, sei es geistiger, sei es sozialer Natur gehabt hat, weiß dass in so einer Situation nichts schlechter ankommt, als ein Strahlemann, der sagt "Also ich, ich mach das so und so, Alles easy" das ist so ungemein hilfreich (das ist jetzt zynisch gemeint).
Es ist nun mal so, dass man ab und an mit Problemen anderer Leute konfrontiert wird, die scheinbar ganz einfach zu lösen sind, aber wo der Teufel dann in irgendeinem Detail steckt, so dass die einfacher Lösung eben genau nicht machbar ist.
Es liegt nun mal in der Natur eines Gemeindevorstehers, was so ein Priester auch ist, dass er mit genau solchen Problemen konfrontiert wird, der Zölibat verhindert nun die Strahlemann-Attitüde, auch und wenn es genug Priester gibt und gab und geben wird, die sich genau darum bemühen.
Der Zölibat ist nämlich zunächst ein Mangel, etwas was eben nicht normal ist und damit steht der Priester dann da, wo doch die Modernisten eigentlich immer sein wollen, nämlich auf Augenhöhe mit den armen, geplagten  Würsten dieser Welt!
Aber irgendwie scheint das keiner mehr zu begreifen!

Bleiben wir aber bei dem ehemaligen Erzbischof Zollitsch, der hat, damals, als er Erzbischof war, verschiedenes angestoßen, so hat er kaum Erzbischof geworden, angefangen irgendwelche Beraterfirmen zu engagieren und die ganzen Frommen Hühner mussten sich durch irgendwelche merkwürdigen Texte quälen, das wurde dann aufgenommen, gefiltert irgendwie besprochen und noch mal besprochen, frei nach Chesterton "Manchmal sitzen sie und denken und manchmal sitzen sie nur" das war alles so in 2012, 2013 und im Bistumsblättchen berichtete ein Leser in einer Zuschrift, dass  bei einer dieser Sitzungen ein ziemlich angetrunkener Mensch in die zum Sitzungssaal umfunktionierte Michaelskirche getorkelt sein muss und gesagt habe "Kümmert euch um Gott und zeigt das auch!"
Der Leserbriefschreiber schreibt damals über die euphorische (nach dem inoffiziellen Bischofsmotto Aufbruch im Umbruch) begonnene Diözesanversammlung unter dem "Titel alte Klagen"
.....Was war das jetzt eigentlich, diese Versammlung der Badisch-Katholischen Landeskirche?
Eine Veranstaltung die stattfinden musste, obwohl mit dem Rücktritt des Heiligen Vaters das Grundübel allen Reformstaus sich selbst aus dem Weg geschafft hat?
Natürlich, ich weiß es, es sind Absprachen getroffen worden, und die werden ob sinnvoll oder nicht, planmäßig durchgeführt . Beweglichkeit einer Rätekirche.
Also trifft man sich und spricht über Dinge die man gar nicht ändern kann, um neuen Grund zu alten Klagen zu haben. 
Es herrscht Reformbedarf. Ich höre mir das seit 40 Jahren an.........  

Wir sehen also: es ist das alles sowas von dermaßen antiquiert, dass  man sich ob dem immer gleichen Gejammer der immer gleichen Leute eigentlich beruhigt zurück lehnen kann und der alten Karikatur aus dem Kulturkampf gedenken sollte, wo der Teufel die Herren freundlich fragt, was sie da treiben, die ihm antworten, dass sie die Kirche endgültig zerstören werden und der Teufel resigniert sagt "Ach das, das versuch ich schon seit fast 1900 Jahren."
Es gibt noch eine Version des gleichen Themas, aber als geflügeltes Wort, da kommt nicht der Teufel vorbei, sondern ein Bischof, fragt genauso, kriegt die gleiche Antwort, lächelt und sagt "Ach das, das haben noch nicht mal wir geschafft!"
Dennoch oder gerade deshalb sollten wir beten, und Gott anflehen zu helfen.

Wir leiden unter der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet.

sagte Papst Benedikt bei seiner Amtseinführung, auch das ist schon wieder über 14 Jahre her, aber es stimmt immer noch.

Dazu ist heute der 17. September und betreffs der Amazonasyndoe wo die gleichen Themen durchgekaut werden wie bei den deutschen Bischöfen haben  ja Kardinal Burke und Bischof Schneider zu einem 40 tätigen Gebetskreuzzug  aufgerufen, das passt ja ausgezeichnet,

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