Montag, 7. Oktober 2019

Kontinuitäten oder warum nicht alles verloren ist

Das Beiboot war auf Wallfahrt und zwar konkret in Altötting!
Es war sehr schön!
Irgendwann stand ich in einem der Devotionalienläden und kaufte von den schwarzen Wetterkerzen und guckte mir den anderen Kram an und es dämmerte mir, dass auch schon meine Oma diese schwarzen Wetterkerzen in ihrem Wohnzimmerschrank ausgestellt hatte.
Schon die Oma war also in Altötting und war da gerne.
Nur als die Oma noch nach Altötting fuhr, war sie jünger, ihr Sohn, also mein Vater mitsamt der Schwiegertochter also meiner Mutter, fand sie dusselig, weil das ja was komplett altmodisches, heute wird man retromäßiges, sei und die Enkeltochter, also ich, konnte damit überhaupt nichts anfangen.
Nun war also ich in Altöttting, fühlte mich dort wohl, und meine Kinder finden sowas einfach komplett altmodisch, oder wie sie sagen retro!
Wir sehen es hat sich eigentlich die letzten 50 Jahre nicht alles geändert.

Die Wallfahrt nach Altötting ist historisch sicher nachweisbar seit 1489, also seit über 500 Jahren.
Ich habe immer das Gefühl es ist viel älter, wahrscheinlich sogar schon vorchristlich, dass die Leute mit ihren Sorgen an diesen Ort kommen.
Von daher, dass die Leute mit ihren Sorgen an diesen Ort kommen auch das ist Kontinuität.
Die Staue der Muttergottes, zeigt, nahe betrachtet, anders als die Kopien auf den Kerzen und Figuren, die man kaufen kann, ein Gesicht voller Sorgen, ein abgeschafftes, und abgesorgtes Gesicht, ein  Gesicht, dem man ansieht, dass es mit Angst, Frucht, Schmerz und eben Sorgen zu tun hat und dennoch ist es nicht verzweifelt, es ist nicht verhärmt, es ist nicht tief betrübt oder gar in tiefer Trauer.
Ich habe das, für mich, so interpretiert, die himmlische Frau Königin weiß was hiernieden los ist, sie sieht es und sie nimmt es an und sie weiß es weiterzuleiten an den, der wirklich was ändern kann, an den allmächtigen, dreifaltigen Gott.
Aber das Gesicht drückt auch aus, dass das nicht so easy peacy ist, wie es manches Lied und mache Predigt zu suggerieren scheint.
Es ist ein Gesicht, das etwas nicht so ganz von dieser Welt habendes hat, und klar das Drumherum der Kapelle bestärkte das auch noch. Aber wenn Menschen sich sowas ausdenken können, so können sie es doch nur, weil es irgendwie die zugehörige Wirklichkeit eines Gottes der Mensch geworden ist,  um uns zu erlösen, gibt.
Das allerdings haben wir zu glauben
Beten wir

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