Dienstag, 1. Oktober 2019

unpassende Gedanken über Armut und Reichtum im Evangelium

üblicherweise werden, heutzutage, die Perikopen wo es um die Armen und die Reichen geht, rein materiell gedeutet und das hat auch seine Begründung.
Heißt es doch dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass einReicher in das Himmelreich kommt.
An anderer Stelle stellt Jesus der Christus fest, dass der Mammon, also der Besitz von zuviel Geld per se ungerecht ist, und stellt genauso unmissverständlich fest, dass Geld Sache dieser Welt ist, die vergeht.
Dennoch und das fasziniert mich, weil es eine ungeheure Einsicht in die praktischen Verhältnissen und Lagen der Armen zeigt, empfiehlt Jesus der Christus jedem, der sich von dem Reichtum frei machen will, diesen zu verkaufen und den ERLÖS den Armen zu geben.
Damit bleibt der Besitz in der Klasse, wenn man den alten marxistischen Begriff, hier mal zutreffend, verwenden will, aber die Armen die haben so richtig was davon, was ich gut finde.



Ich weiß ich steh da weit und breit innerhalb der gutmeinenden und auch engagierten katholischen und christliche privat was Gutes tun Wollenden, aber mir rollen sich regelmäßig die Fußnägel hoch, wenn ich mitkriege, wie einer sich nicht traut den alten Mantel, der mal viel Geld gekostet hat, auch noch seinen Zweck erfüllt, aber total aus der Mode gekommen ist, nicht einfach wegwerfen kann, sondern krampfhaft jemanden sucht, dem er das Teil aufdrängen kann und von dem er dann auch noch tiefe Dankbarkeit erwartet, das gleiche beim Verschenken, Verkaufen von Geschirr, Möbeln und Sonstwas.
Nicht damit man mich falsch versteht, ich plädiere nicht dafür den ollen Krempel wegzuwerfen und in der Tat gibt es Leute, für die die alte Truhe der Tante Erna, die überhaupt nicht mehr zu der neuen Wohnzimmereinrichtung passt, eine wirklich passende Ergänzung der Dielenmöbelierung darstellt.
Auch wenn der eigene Kirschbaum im Garten beschlossen hat, zu tragen wie doof muss man die Kirchen nicht vergammeln lassen, nein es ist nett, wenn man die kirschbaumlose Nachbarschaft damit versorgt.
Was mich nervt ist einfach, dass man meint damit, dass man sein Zeug, das man definitiv nicht mehr brauchen kann, haben will und was einem nur den Weg versperrt, dass man das also jemandem aufdrängt,. damit einen besonderen Platz im Himmel verdient zu haben.
Weil, sofern jemand wirklich arm ist, braucht er das was er braucht und nicht das was andere meinen dass er das braucht.
Und um herauszufinden was der Mensch wirklich braucht, muss ich ihn kennen, und das tu ich nicht, wenn ich ihm das aufdränge was ich selber nicht brauchen kann, find ich immer von der inneren Logik her fast absurd.
Wie gesagt mir gefällt da immer sehr Christi Realismus der sagt "Verkauf deinen Besitz, dann gib den Erlös den Armen, und dann komm und folge mir nach.
Ich stell mir dann immer einen der Kandidaten., die  ich so im Blick habe vor, wie er zu Christus sagt "Aber die kaufen davon nur Chips, Cola, Bier, Zigaretten und gehen zum Burgerschnellfress"
ich seh dann immer Christus der guckt und versucht den Gedanken in den Kopf zu bringen, der da lautet: "aber was ist denn eigentlich mit mir? Ich kaufe  vegane, biologisch dynamische, handgebratene  Gemüsechips, hab mir  gerade eine neue Kapselkaffemaschine gekauft, war neulich im Rheingau Lagenwein direkt beim Winzer einkaufen, hab schon 100mal das Rauchen aufgehört, rauche jetzt  Ökotabak und gehe dreimal die Woche essen, natürlich im angesagten Restaurant mit den Bioprodukten aus der Region.  und als ich  noch Student war fand ich Burgerbratereien richtig gut!"
Aber das alles nur nebenbei,
Am Sonntag war das Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus dran, auch das wird, heutzutage, üblicherweise, rein materiell gedeutet, und das ist auch nicht verkehrt, aber man kann diese Stelle auch anders deuten und dann bekommt sie für uns eine Aktualität, die fast mehr erschreckt als die übliche Deutung.
Man kann den Reichtum den der Reiche hat, auch als den geistigen Reichtum sehen, der Reiche ist reich an der Kenntnis von Gottes Sein und Gebot.
Ich denke immer darauf deuten sowohl der Purpur, alsauch das Linnen  hin.
In reines Linnen gekleidet ist, nämlich im AT der Hohepriester und Purpur ist die Farbe der Könige.
Da nun die Schrift ja gesamt gilt, können wir die beständig und ausdauernd, um endlich, endlich die Frauen und Laien an den Altar zu bringen zitierte Stelle anführen,  wo es darum geht, dass wir alle, als Christen, ein auserwähltes Geschlecht ein königliches Priestertum sind.
Das ist der wahre Reichtum von dessen Überfülle wir geben sollen, nur und hier wird das Gleichnis  wirklich bedrängend, sehen wir ja gar nicht mehr den Armen der vor unserer Tür liegt und Hunger nach Gott hat!

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