Sonntag, 10. November 2019

Die vergessene Weisheit der Kirche

Die Kirche ist eigentlich weise und deshalb fähig die Menschen zu trösten, besonders die Leidenden und hier gilt eigentlich "Unter jedem Dach wohnt ein ach" oder mehr biblisch ausgedrückt "du sagst, dass du reich bist und dir nichts fehlt? Gerade du bist ärmlich,  erbärmlich und so blind, dass du dein Elend nicht merkst" (frei,. sehr frei nach Offenbarung 3, 17ff)
Dass sie das nicht mehr  kann, das Trösten, liegt nicht an der fehlenden Nettigkeit, Empathiefähigkeit und schon gar nicht an dem mangelnden Willen  ihrer Ober- und Unterhirten, nein das nicht, gerade moderne Ober - und Unterhirten sind da sehr bemüht und so sehr dass sie gar nicht merken wie lächerlich sie daher kommen, aber das ist ein anderes Thema. Nein die Kirche kann trösten, helfen und Last tragen helfen, weil sie, in  ihrer Liturgie, ihren Liedern, Gesängen und Gebeten, das Fenster aufmacht zu dem der alles wenden kann, zu dem der wirklich trösten kann.
Feiert die Kirche ordentlich Liturgie, betet sie ordentlich, so lässt sie einem, mit Mitschwingen, im Mitbeten, eine Ahnung erfahren von dem ewigen Sein bei Christus, der alle Tränen trocknen wird und noch mehr, der alles Leid mitgetragen und damit die Möglichkeit geschaffen hat, wirklich durch die Dunkelheit dieser Welt zu den Sternen der zukünftigen Welt zu gelangen.
Verklärt ist dann alles Leid der Welt, wie es im Lied heißt.
Zu den absoluten Dramata unserer Zeit gehört,. dass die Kirche gerade in ihren Ober- und  Unterhirten genau davon nichts mehr wissen will.

Das Problem der Ober- und Unterhirten ist, dass sie das zukünftige Reich Gottes vorwegnehmen wollen und gar nicht begreifen, dass sie es a) überhaupt nicht können und b) je mehr sie es versuchen,desdo mehr verhindern sie den Leuten eine kleine Ahnung auf das wahrhaft Göttliche zu erhaschen.
Nun kann man einwenden, dieses zukünftige Reich Gottes ist wie die Taube auf dem Dach, das hier und heute sich aufregen und protestieren und sich engagieren ist der Spatz in der Hand.
Nun sagen wir mal ganz einfach, wenn man Texte sozialengegaierter Leute aus den 20ern liest, so muss man konstatieren, dass was die damals forderten ist längst verwirklicht, aber dennoch ist das Leid immer noch da, und nicht zu knapp.
Es scheint als hülfe der Spatz in der Hand nicht, weil er eben nicht die Taube auf dem Dach ist.
Es ist schon richtig zu tun, dem Nächsten zu tun, was man selber geholfen haben will, es ist auch richtig sein Brot zu teilen, und sich nicht vor lauter grenzemlosem Egoismus zu Bewohnern von Laodizäa zu machen, aber das Reich Gottes ist definitiv nicht von dieser Welt.
Eine Kirche die sich nur und ausschließlich um diese Welt kümmert, eine Kirche die sich einbildet auf Liturgie auf das stellvertretende Stehen vor Gott im Gebet, seitens derer, die dafür herausgerufen sind, verzichten zu können, eine solche Kirche verhindert dass das Licht denen die Suchen scheint.
Allerdings ist uns zugesagt, dass die Kirche genau das nicht verhindern kann, weil das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
Die Finsternis kann das Licht nämlich gar nicht ergreifen und erst recht nicht begreifen, weil in dem Moment wo sie das Licht ergreift, ist sie nicht mehr Fisnternis.
Deshalb und nur deshalb ist es zwar schwer bedenklich was man von unseren Oberhirten so hört, aber beten können wir auch ohne sie und das gerade heute, wo jeder lesen und schreiben kann und man sich im Internet selber über alle möglichen alten und neue Gebet schlau machen kann und wenn man will selbst die Psalmen auf Latein und sogar auf Griechisch  finden und beten kann.

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