Donnerstag, 26. Dezember 2019

Nachgetragene Gedanken zu Weihnachten

Nun ist es also vorbei, das hochheilige Weihnachtsfest, oder das aus Tradition von deren Inhalt man kaum was wissen will, gefeierte Geschenke- und Gutes-Essenfest.
Egal zu welcher Fraktion man gehört, in diesen Tagen hat man viel gehört vom Licht, dass in unsere Finsternis gekommen ist und eigentlich, seit dem, sozusagen permanent im Kommen ist.
Dazu zwei kurz Anmerkungen zum einen damit das Licht in die Finsternis kommen kann, muss es Finsternis geben, und das sollte uns, die wir an den Zuständen in der Kirche und auch in der Welt fast verzweifeln, doch Trost sein.


Es war noch nie großartig anders, zwar anders von den konkreten Umständen, aber von der dahinterstehenden Konstellation ist es, seit dem Sündenfall, immer dasselbe und seit Christi Geburt ist es auch nicht viel besser geworden.
Aber Gott ist nicht Mensch geworden um wie ein Zauberer alles Böse und Schlechte wegzuzaubern, nein er fand es besser da ebenfalls durchzugehen, sich von der Dummheit und Bösartigkeit der Menschen treffen zu lassen und das obwohl er Gottes Sohn war, voll Gnade und Wahrheit, wie es im Prolog des Johannesevangeliums heißt.
Wenn nun dieser menschgewordene Gottessohn, wie gesagt voll Gnade und Wahrheit, die Menschen zwar anrühren, aber nicht bessern konnte, sondern sie so genervt hat, dass sie ihn ans Kreuz geschlagen haben, dann sollten wir nicht darüber verzweifeln, dass Menschen das auch nicht besser hinkriegen.
Wenn das Volk, welches von Gott höchstpersönlich durch Mose, Aaron, die Richter und Propheten über Jahrhunderte hinweg auf das Erscheinen des Messias vorbereitet wurde und dabei grandios abgeloost hat, auch und weil seine religiöse Elite so grandios versagt hat, dann sollten wir nicht verzweifeln, wenn unsere religiöse Elite auch nicht besser ist,. sondern, genauso wie im AT dankbar für die sein, die es schaffen, durchsichtig für Gott zu sein und darauf vertrauen, dass Gott weiß was hienieden los ist, und genau deshalb, weil er es weiß, ist er doch Mensch geworden!

Das andere ist etwas banales, wenn man  vom Licht das in der Finsternis leuchtet, redet, so hat man da automatisch das Bild, einen heimeligen, aufgeräumten, weihnachtsgeputzten Wohnzimmers in dem der schön geschmückte Christbaum leuchtet, so wie es die ganzen romantischen Weihnachtsgedichte und -Lieder ausdrücken. Und die sind ja nicht verkehrt, drücken sie doch die Sehnsucht danach aus, dass alles, alles gut wird,. eben weil Gott sich unser erbarmt.
Faktisch ist es jedoch so, wenn man im Kerzenschein Küche putzt und dann das elektrische Licht wieder geht, so sieht man als erstes den Dreck, den das funzelige Licht der Kerze verborgen hat.
Noch schlimmer wird das Resultat wenn man in der Nacht so ganz ohne Licht  nur mit Hilfe des Gefühls auf die Idee käme, die Küche zu putzen.
Das Licht deckt auf, wo es hängt und ohne das Licht würde man es gar nicht sehen, so einfach ist das.


1 Kommentar:

  1. Grossartige und stärkende Gedanken - und gar nicht altmodisch!

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