Donnerstag, 12. Dezember 2019

Über Gottesdienst und Alltag

Äußerer Aufhänger dieses Beitrags ist der Versuch des BdkJ mal wieder zu punkten.
Persönlich bin ich der Ansicht wenn die Frommen sich nicht immer wieder so aufregen täten über das was diese .... so veranstalten, täte das was die veranstalten keiner zur Kenntnis nehmen.
Meiner Ansicht nach weiß nämlich die Welt besser als der BdkJ und  Konsorten was katholisch ist und was nicht und nimmt deshalb die Versuche des BdkJ das was die Welt als gut findet in die katholische Kirche in implantieren als das was sie sind, nämlich nicht katholisch.
Wäre dem anders würde die Welt nicht hämisch grinsen, wenn der Pfarrer sich laisieren lassen täte, weil er Vater geworden ist, und sich die Gattin dann nach einer Weile wieder scheiden lässt, sondern sich freuen, dass auch in der Kirche das gelebt wird, was sie selber als gut findet.
Aber wie stellt schon Jesus der Christus fest: die Kinder des Lichtes sind klüger als die Kinder der Finsternis!
Dennoch heißt es immer wieder und es wird auch von den Kritikern immer wieder betont, dass die Menschen mit ihrem Alltag sich in der Kirche wiederfinden können sollen müssen, oder so.

Ich muss sagen, es nervt mich, seit ich es das erste mal gehört habe, was nun auch schon fast ein halbes Jahrhundert her ist.


Der Oberwitz an der Sache ist, dass diese Forderung von Leuten erhoben wird, die sich selber als sozial engagiert sehen und die zwar nie und nimmer ein Salve Regina singen täten, aber einem beständig erklären was für eine bescheuerte, ungerechte, unsoziale Welt wir hätten und wie schlimm und schrecklich alles wäre .
Wie gesagt würde diese Leute mal ein Salve Regina singen und den Text versuchen zu verstehen, täten sie feststellen, dass die Kirche seit über 1000 Jahren dieses Welt als lacrimarum vale als ein Tal der Tränen sieht und deshalb Maria anfleht uns nach diesem Elende hier endlich das Heil sichbar zu zeigen, Jesus den Christus, den wir, hier in diese Welt, eben nur im Gebet, im Sakrament, zwar wirklich, wie der Glaube lehrt, aber dennoch nur verborgen sehen und erfahren können, ontologisch nicht können.
Also wir halten fest: der Alltag ist für die meisten eben Alltag, grau, mit Sorgen und eben normal, und selbst wenn einer auf der Sonnenseite des Lebens geboren und geblieben ist, so droht auch ihm, wie es im Lied heißt, der bittre Tod, und selbst wenn einer ein Superfliewatüt ist, mit heute hier und morgen New York und übermorgen Tokio und im Urlaub zum Skifahren an den Südpol, so wird auch der noch was zu jammern finden und auch er wird alt und sterben, was ihn bestimmt mehr nervt als einer der eh nix zu verlieren hat.
Und wie schon viele festgestellt haben, alles Glück, alle guten Momente, alle guten Zeiten hier auf dieser Erde sind vergänglich, sind nicht von Dauer, die Rose verblüht sobald sie aufgeblüht ist, und nichts ist auf dieser Welt von Dauer, das schönst Fest hört mal auf und am nächsten Morgen sieht der Partykeller zum Davonlaufen aus, wer kennt das nicht.
Oder aus der Abteilung Haushalt, sobald man es geschafft hat, alles so aufzuräumen, zu putzen,. zu arrangieren und zu renovieren, dass es wirklich gut aussieht, schwupps muss man wieder von vorne anfangen und wenn nur das Kind seinen Kakao über die frisch gestrichene Wand leert oder die Katze beschließt das neue Sofa sei ein fantastischer Kratzbaum und selbst wenn Kind und Katze brav sind, so nagt der Zahn der Zeit eben auch an frisch tapezierten Wänden.

Kirche und Gottesdienst hat in meinen Augen den hauptsächlichen  Zweck das "Fenster zur Transzendenz" offen zu halten, klar zu machen, dass es ein mehr, ein anders, ein ganz anders gibt und das erreichbar ist, zwar nicht in dieser Welt, sondern in der nächsten und dass Jesus der Christus uns den Weg dahin gebahnt hat.
Es mag ja sein, dass wir beim Bodenpersonal zur Zeit zuviele Leute haben, die das genau nicht glauben und sich deshalb in verzweifelte Diesseitigkeit stürzen und in der knapp bemessenen Lebenszeit versucht alles zu erreichen, was sie meinen was gut ist, um dann doch, deshalb, in den Himmel zu dem Gott zu kommen, an den sie doch überhaupt nicht glauben.
Weil diese Leute ja nicht zu den Egoisten gehören wollen, die sagen "Okay ich sehe zu, dass es mir in dem bisschen Leben, dass ich habe gut geht, weil mit dem Tod ist eh alles aus" nein sie wollen zu denen gehören, die für andere das erreichen, was sie denken dass es für diese anderen gut ist,  und das meist ohne mal nachzufragen, mit allem Respekt und aller Feinfühligkeit die für so eine Frage nötig ist.
Nein man will die Leute auch noch in der Kirche in ihrem Alltag gefangen halten, weswegen man die meisten Kirchen so baut, und viele Gottesdienste so hält, dass da die Seele eben genau nicht zu Gott erhoben wird, sondern beständig auf das Jammertal verwiesen, allerdings ohne den Ausblick auf die Hilfe und Fürsprache der milden, süßen und gütigen Jungfrau Maria.
Leider wird auch noch die Mutter Maria versuchsweise aus dem Himmel gezerrt um unter ihrem Label  den Aufstand derjenigen zu proben, die es satt haben zu dienen.
Gut dass man es satt hat zu dienen das kann ich schon nachvollziehen, wie man es aber schafft sich dabei auf diejenigen zu berufen die von sich selber sagt "Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du gesagt" das werde ich nie begreifen; auch und besonders deshalb nicht, weil man wirklich sagen kann, dass der liebe Gott Maria sehr, sehr ernst genommen hat und ihr ein ungemein schweres Leben beschert hat, eines wo sie viel zu tragen gehabt hat und eben viele Wort gehört hat, die sie nicht verstanden, sondern im Herzen bewegt hat.
Um den Gedanken etwas weiter oben, mit denen die nicht wirklich glauben und doch vom Altar leben nochmal aufzugreifen, sooooo originell ist das nun auch wieder nicht, genausowenig wie das non serviam, will selber Chef sein und Gott zeigen was er alles verkehrt macht, irgendwie neu ist. Schon Christus redet von denen die selber nicht durch die Tür gehen, was ja gut ist, es muss ja keiner in den Himmel der das nicht will, da kann man etwaige besorgte Kirchenfeinde ganz beruhigen, das ganz schlimme ist, dass diese Leute die da vor der Tür stehen, was sie ja von den erklärten Atheisten unterscheiden, die sich sofern sie konsequent sind, eben genau nicht mit dem Glauben belasten, auch die nicht durch die Tür lassen, die da hineinwollen.
Deshalb und nur deshalb sollte man sich nicht so sehr mit denen abgeben die vor der Tür stehen und über deren Enge und Antiquiertheit sich auslassen, sondern sich selber mit allen Kräften bemühen durch diese Tür zu gelangen.

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