Samstag, 22. Februar 2020

"Erschallet ihr Lieder

 
erklinget ihr Saiten, oh selige Zeiten..."   BWV 172

            

Kardinal Cordes warnt vor der modischen Mutter-Erde-Verehrung

Dr. Maike Hickson hat einen Text von Kardinal Paul Josef Cordes über die Gefahren eines Mutter-Erde-Kultes übersetzt und bei LifeSite News veröffentlicht,
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"EXKLUSIV: KARDINAL WARNT KIRCHE DAVOR, IN
DIE ANBETUNG VON MUTTER ERDE ABZUGLEITEN" 
"Das Licht der Offenbarung widerspricht entschieden einer Anbetung die sich nicht auf Gott richtet"

Kardinal Paul Josef Cordes, der frühere Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum und Verteidiger der Dubia-Kardinäle, hat eine Rezension über biblische und andere Quellen mit Bezug zur Beziehung zwischen dem Schöpfer- Gott - und der Erde, dem Kosmos und den Tieren geschrieben. 
Seine für LifeSite News verfaßte Analyse (unten in voller Länge veröffentlicht) zielt darauf ab, die Frage zu klären, ob es für einen Christen paßt "Mutter Erde" zu verehren. Dieses Thema war während der Amazonas-Synode im Oktober in Rom aktuell.

Wie mit Hilfe mehrerer Quellen, nicht zuletzt dem Hl. Paulus, gezeigt wird, wurde die Schöpfung, die in Gottes Augen zuerst "gut"war, nach dem Sündenfall des Menschen zutiefst verletzt.Cordes schreibt: "Beim Hl. Paulus ist der Gegensatz zwischen Gott und dem Kosmos offensichtlich; der Apostel schreibt das der Sünde zu, die durch den ersten Menschen in die Welt kam (Röm, 5:12)."

Der 85-jährige Kardinal, der seit 1980 in Rom lebt, zeigt, daß eine solche "kurze biblische Rezension gegenüber jedem Natur-Mystizismus kritisch ist. Homogene planetarische Religionen, Esoterik und Schamanismus säumen ihren Weg.“
"Nicht die Verehrung kosmischer Mächte sondern die Befreiung von ihnen, ist die biblische Botschaft." 
                                                             *   *   *
Artikel von Kardinal Cordes über "Mutter Erde" 
Mutter Erde wird nicht nur Pachamama genannt. Wie ein Blick ins Internet zeigt, wird sie weltweit auch unter anderen Namen verehrt. 

"Gaia, Du! Trägerin, Geliebte, Ernährerin, Göttliche. Oh du, Mutter alles Seienden, du unserer Erde.
Heilig ist deine Weisheit. Heilig dein Sein. Heilig deine Natur. Heilig deine Vollkommenheit, Heilig dein Herz. Heilig deine Quelle...." (www.myananda.de, 17 February 2020)

Eine neue Göttin? "Mutter Erde" ein Kultobjekt? Hier sind einige Fragen, die im Hinblick auf Gottes Wort nötig sind. 


Fundstück

Regina Einig kommentiert für "Die Tagespost" die Reaktionen der Vertreter des Synodalen Weges auf die Ermahnungen und Erinnerungen an Gebet und traditionelle Frömmigkeitsformen aus Rom
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Unter dem Titel

"IM BLICKPUNKT: NUN DROHT DER OFFENE BRUCH"

beginnt der Artikel so - Zitat:

"Die Brisanz des nachsynodalen Schreibens liegt in der Selbstverständlichkeit, mit
der Papst Franziskus das nördlich der Alpen oft längst Entsorgte fordert: Gebet um 

Priesterberufe, Missionsgeist und eine unverfälscht marianische Haltung der Frauen."
(...)

Quelle : Die Tagespost, R. Einig

Tosatti: 3 Kardinäle wollen das Flüchtlingsproblem lösen....

In einem bei Stilum Curiae veröffentlichten Brief an Marco Tosatti befaßt sich sein Alter Ego Pezzo Grosso mit der von Caritas und Kardinälen unterstützten Flüchtlingspolitik Italiens.
Bei den 3 im Text angesprochenen Kardinälen handelt es sich um Jean Claiude Hollerich, Konrad Krajewski, Almosenier von Papst Franziskus und Michael Czerny.
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"PEZZO GROSSO UND DER MIGRANTISMUS-WAHNSINN DREIER KARDINÄLE" 


Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, während Dank der Regierung und des Innenministers Lamorgese das große Geschäft mit den neuen Sklaven zur Freude der COOP und der Caritas und mit (unserem) Geld des Staates wieder aufgenommen wurde, hatten 3 Kardinäle die geniale Idee, den europäischen Priestern vorzuschlagen, die in Lesbos anwesenden illegalen Einwanderer zu sortieren, wie Sie im Folgenden lesen können. Pezzo Grosso hat diese unzeitgemäße Äußerung zur Kenntnis genommen und über sie nachgedacht. Wir hoffen, daß die Betroffenen einen Weg finden, das zu lesen.

§§§

PG an Tosatti.
Lieber Tosatti,, mein alter spiritueller Leiter (Jesuit) von vor vielen Jahren hat mich gelehrt, immer die "Absicht" der Person, mit der wir uns befassen oder um die wir uns sorgen, "zu berücksichtigen". 
Wenn man den hier verlinkten Text liest, versteht man wovon ich spreche und welche Mühe es mir bereitet, die Absichten dieser hier zitierten geweihten Prälaten zu "retten". 
Aber wenn die Absichten dieser Armen richtig sind, muß ich daraus schließen, daß sie ahnungslos und dumm sind, fast eine Schande für die Katholische Welt, (das sage ich angesichts dessen, daß sich die Katholisch Welt sich sonst nur der Traditionalisten schämt) weil- wie Sie unten lesen können- sie eine falsche Lösung für ein Problem vorschlagen, dessen Ursache und Gegebenheiten sie nicht kennen. Deshalb verschlimmern sie die Situation dieser menschlichen Wesen noch.
Aber sie verschlechtern auch immer mehr den Ruf der Katholischen Kirche, die jetzt auf eine Verteilerin von "warmen Mahlzeiten" in aufgegebenen oder halb aufgegebenen Kirchen reduziert wird, damit Einwanderer sie dann in ein Fast Food (Kebab & Couscous), in Moscheen oder Nachtklubs umwandeln können. 
Drei Kardinäle scheinen Darstellungen aus der Tiefe wörtlich genommen und den übrigen europäischen Klerus gebeten zu haben, die Pfarreien und die Klöster des Alten Kontinents zur Verfügung zu stellen

Freitag, 21. Februar 2020

Zwei Päpste : Manipulation & Instrumentalisierung

Francesco Boezi kommentierte gestern für Il Giornale das Wirken des Papa emeritus zum Wohl der Kirche in Mater Ecclesiae.
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DIE SCHRITTE BENEDIKTS XVI, DIE DIE KIRCHE "GERETTET" HABEN
Jene Schritte Benedikts XVI, die die Kirche "gerettet" haben.
Indem er die Vorwürfe der Konservativen zurückwies, hat er die katholische Kirche vor weiteren Spaltungen bewahrt. Hier der ganze Hintergrund.

Francesco Boezi hat das heute so kommentiert:

"Wenn Joseph Ratzinger das Seine sagt, tut er das in voller Kenntnis der Dinge. Es ist nötig, diese offensichtliche diese Tatsache zu bekräftigen. Bestimmte Narrative- besonders nach der Veröffentlichung von "Aus der Tiefe unserer Herzen" und danach wurde begonnen, eine These zu unterstützen. die mehr oder weniger so klingt: "Benedikt XVI ist das Opfer einer Fankurve, die die Standpunkte des Emeritus gegen Bergoglio instrumentalisiert.

Obwohl sich für  diese Überlegungen eine einfache Grundlage für die greifbare Existenz einer "Ratzinger-Front" finden lassen, lohnt es sich, zu unterstreichen, wie jede von Joseph Ratzinger unterzeichnete öffentliche Äußerung, selbst in diesen siebeneinhalb Jahren seit dem Verzicht, nur
Joseph Ratzinger selbst zugeschrieben werden kann.
Es ist sehr schwierig, einen Theologen dieses Kalibers zu "manipulieren", wie einige der Ultra-Progressiven glauben machen wollen.

Kardinal Robert Sarah war in dem Moment, in dem er sich mit der Kritik nach dem oben genannten Buch befassen musste - das sich entschieden gegen die Infragestellung des priesterlichen Zölibats ausspricht - irgendwie gezwungen, die "Beweise" der Zusammenarbeit mit Benedikt XVI zu veröffentlichen.
Das ist eine indirekte Demonstration dafür, wie entschlossen bestimmte Angriffe geführt werden.
Besonders hervorzuheben ist die Änderung des Narrativs: Joseph Ratzinger wurde einst als "einziger Papst" bezeichnet. Jetzt ist er aufgrund von Interventionen, die als unbequem angesehen werden, ein ehemaliger Papst geworden, für einige nur ein "emeritierter Bischof", umgeben von konservativen Rändern. 
Eins von beiden also. Ist Ratzinger alleine oder ist er es nicht?
Alles in allem scheint es nicht so. Und wir werden sehen warum. Am Freitag hat Don Filippo Di Giacomo in "Repubblica" die Existenz eines Verdächtigen betont. Einer, der demnach im "Kreis" von Joseph Ratzinger lebt "der es liebt ", Dinge zu organisieren, die er dann nicht handhaben kann". Kurz gesagt, Benedikt XVI wäre nicht der Regisseur des "Brechens des Schweigens", sondern eine gute Symbolfigur für Initiativen, die vielleicht gegen den regierenden Papst ergriffen wurden. Die Gleichen, die am Tisch des "Gefolges" von Benedikt XVI studiert werden konnten. Und deshalb wurde Ratzinger von den Ratzingerianern "gerettet".


Wie werden sich die Ereignisse der vergangenen Woche auf den Synodalen Weg auswirken?

Der Catholic Herald kommentiert das Zusammentreffen der Veröffentlichung der  postsynodalen Exhortation- ohne die erwarteten Änderungen-mit der Rücktrittsankündigung Kardinal Marx´ und die möglichen Auswirkungen auf den Synodalen Pfad.
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"KANN SICH DER DEUTSCHE SYNODALE WEG VON EINER ALBTRAUM-WOCHE ERHOLEN?"

"Deutschlands Synodaler Weg ist letzte Woche ernsthaft vom Weg abgekommen. Dienstag, am 11. Februar sagte Kardinal Reinhard Marx, daß er als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zurücktreten werde. Diese Ankündigung, die zufälligerweise auf den 7. Jahrestag des Rücktritts von Papst Benedikt XVI fiel, hat seine Mitbischöfe schockiert

Man hatte erwartet, daß er als 66-Jährige eine zweite 6-jährige Amtsperiode antreten werde, In einem Statement, daß mehr Fragen aufwarf als beantwortete, sagte der Kardinal, daß er sich stattdessen auf seine Erzdiözese in München und Freising konzentrieren wolle.
"Ich denke, jetzt sollte die jüngere Generation an der Reihe sein, und vielleicht ist es gut, wenn diese Rolle in Zukunft häufiger wechselt" schrieb er.

Das ist seltsam, weil Kardinal Marx relativ jung ist -zumindest was Bischöfe betrifft. Er scheint auch auf dem Höhepunkt seines Einflusses zu sein,. Er ist der einzige Vorsitzende der Bischofskonferenz, aber auch Mitglied des 6-Kardinäle-Rates und Koordinator des vaticanischen Wirtschaftsrates.

Der Kardinal hat seine bemerkenswerten diplomatischen Fähigkeiten dazu benutzt, sicher zu stellen, daß der Synodale Weg abheben konnte, trotz der heftigen Widerstands aus dem Vatican.
Tatsächlich kann man sich kaum einen geschickteren Vermittler zwischen Rom und jenen deutschen Bischöfen vorstellen, die versuchen Lehre und Praxis der Kirche zu ändern.
Kardinal Marx hat keinen offensichtlichen Nachfolger in der jüngeren Generation deutscher Bischöfe, und es wäre eine Überraschung, wenn einer von ihnen, sein Talent hätte, Dinge mit dem Vatican zu regeln.

Zu einer noch dramatischeren Entwicklung sollte es einen Tag später kommen, am Mittwoch den 12. Februar , als Papst Franziskus sein lange erwartetes Dokument zur Amazonas-Synode veröffentlichte.


Donnerstag, 20. Februar 2020

Fr. Hunwicke spricht

Im Hinblick auf die geplante Neu-Weihe Englands an die Gottesmutter Maria befaßt sich Fr. Hunwicke bei liturgicalnotes heute mit einem -inzwischen zerstörten- Gemälde, das König Richard II darstellt, der mit Hilfe des Hl. Johannes des Täufers England der Hl. Jungfrau weiht.
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"MARIAS MITGIFT UND KÖNIG RICHARD II"

"Während wir uns darauf vorbereiten, unser Land erneut Unserer Lieben Frau zu weihen, erkläre ich ein Stück Latein, das in geheimnisvoll verstümmelter Form im Internet kursiert.
Hier ist die Zeile:

DOS TUA I VIRGO PII/ HAEC I EST QUARE I REGE MAIRIA

Das ist ein typisch mittelalterlicher Hexameter; vergessen Sie, was Sie jemals über Längen und Kürzen und Rhythmus wußten. Ich habe die roten Zeichen als metrische Trennungsmittel eingesetzt. 
trennt die Zeile in ihre "sechs Füße"  / ist die Zäsur in der Mittelpause. Wie so oft in solchen mttelalterlichen Versen reimen sich die Silben vor der Zäsur mit denen am Ende der Zeile- in diesem Fall IA.
Weitere Beispiele für diesen Vers-Aufbau erscheinen auf dem Grab von Richard II in Westminster Abbey (diesen Versen wird normalerweise der Begriff "leoninisch"  beigefügt.) 

Eine moderne Zeichensetzung könnte Folgendes ergeben: 

Dos tua, Virgo pia, haec est; quare rege, Maria.

Übersetzt:  O fromme Jungfrau, dieses ist deine Mitgift, deshalb oh Maria, herrsche (darüber). 

Diese Inschrift- so wird berichtet- soll auf einem Bild gewesen sein, das bis zur Napoleon-Episode über einem Altar im Englischen Collegium in Rom hing. Es stellte einen König und eine Königin-beide kniend- dar, die Unserer Lieben Frau England anbieten. Es soll ihre Mitgift werden und das Opfer wird durch die Hände des Hl. Johannes des Täufers vorgenommen (der Schutzpatron König Richards II und einer der populärsten Heiligen, bis der Hl. Joseph ein bißchen in seine Verehrung eingriff). Der Altar, über dem es stand (in dem, was -natürlich- das alte Königliche Hospital war, bis es ins Hochwürdige Englische Kollegium umgewandelt wurde) war der des Hl. Märtyrers Edward- 

(Quelle: Edmund Waterton: Pietas Mariana Britannica (1879) 8nd Bl. Harleian ms 360)


Fundstück

Regina Einig berichtet für "Die Tagespost", wir der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge U. Savino über die postsynodale Exhortation "Querida Amazonia"  und die andauernde Diskussion über den priesterlichen Zölibat denkt.
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Unter dem Titel:

"PAPST FRANZISKUS HÄLT VERHEIRATETE PRIESTER FÜR KEINE ANGEMESSENE LÖSUNG"


beginnt der Artikel so: Zitat

"Der emeritierte Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, hat hervorgehoben, dass die Öffnung des Weiheamtes für verheiratete Männer wegen der geistlichen und theologischen Bedeutung des Zölibats und wegen der praktischen Schwierigkeiten, die mit der Öffnung des Weihe-Amtes für verheiratete Männer verbunden wären, weltkirchlich umstritten ist."
(...)

Quelle: Die Tagespost, R. Einig

S. Magister: Ein deutscher Albtraum, Fortsetzung

Fortsetzung von hier und hier

SANDRO MAGISTER: EIN DEUTSCHER ALBTRAUM
(....)

"Der Versuch von Papst Jorge Mario Bergoglio, die deutsche Synode zu zähmen, fand in mehreren Etappen statt, von denen die erste von Lucas Wiegelmann in einem Ende 2019 in Deutschland in "Herder Korrespondenz“ und in Italien in „Il Regno veröffentlichten Artikel sorgfältig rekonstruiert wurde.

Die erste Etappe geht auf den letzten Frühling zurück. Die kämpferischen Proklamationen aus allen Alpenregionen und die besorgten Berichte des Nuntius Nikola Eterovi in Deutschland, veranlassten einige hochrangige Kurienchefs, Druck auf den Papst auszuüben, um ihn von der Ernsthaftigkeit dessen, was auf dem Spiel steht und der Notwendigkeit Abhilfe zu schaffen, zu überzeugen.

In diese Richtung bewegten sich die Kardinäle Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation, Luis Ladaria, Präfekt der Kongregation Glaubenslehre, Beniamino Stella, Präfekt der Klerus-Kongregation und Pietro Parolin, der Staatssekretär.

Ladaria wurde mit der Aufgabe betraut, sich mit dem Papst zu treffen und ihm einen Warnbrief an die Deutsche Bischofskonferenz vorzuschlagen. Franziskus akzeptierte den Vorschlag, aber statt nur an die Bischöfe beschloss er, einen offenen Brief an das gesamte "Volk Gottes in Deutschland“ zu schreiben.

Das bringt uns zur zweiten Phase. Um diesen Brief zu schreiben, bat der Papst im Juni Kardinal Kasper um Hilfe. Das Treffen der beiden - wie Kasper später in einem Interview mit "Herder Korrespondenz“ berichtete - ist in Bezug auf die Gesamtsituation der Kirche in Deutschland breit ausgelegt.
Bergoglio hat den Brief in seiner Muttersprache Spanisch verfasst und ihn Kardinal Ladaria anvertraut, um ihn ins Deutsche übersetzen zu lassen. Am 29. Juni wurde der Brief veröffentlicht.
Er besteht sehr auf der primären Notwendigkeit, zu "evangelisieren“, anstatt "funktionale“ Modernisierungen zu verfolgen, die wenig oder nichts mit der Mission zu tun haben, die der Kirche eigen ist.

Die Wirkung war jedoch nicht die, die man sich erhofft hatte, wie Kasper selbst besorgt bestätigte: „In Deutschland wurde der Brief sehr geschätzt, aber dann wurde er beiseite gelegt und die Dinge liefen wie geplant weiter. Aber ohne Erneuerung des Glaubens führt jede Strukturreform, egal wie gut gemeint, nirgendwo hin. “

Der Papst gab nicht auf und nahm - dritte Stufe - das Feuer durch Kardinal Ouellet wieder auf. Nachdem er den Entwurf der Statuten für die über den Sommer vorbereiteten Synode gelesen hatte, schickte der Präfekt der Bischofskongregation - im Aufrag von Papst Franziskus- einen sehr strengen Brief , der an Kardinal Marx, als Präsidenten der deutschen Bischofskonferenz gerichtet war, am 4. September datiert, aber am 13. zugestellt.


Msgr. Nicola Bux äußert sich noch einmal zu "Querida Amazonia"

Maike Hickson läßt bei LifeSite News noch einmal Msgr. Nicola Bux mit weiteren Überlegungen und Kommentaren zur postsynodalen Exhortation "Querida Amazonia" zu Wort kommen.
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"VATICAN-THEOLOGE: DIE KIRCHE GLEITET MIT DER AMAZONAS-EXHORTATION IN DEN PANTHEISMUS AB"

Msgr, Nicola Bux hat Papst Franziskus´ "Querida Amazonia" kritisiert weil sie problematische Möglichkeiten enthält, die vielleicht gefährlicher sind, als das Thema Zölibat selbst.

Am 12. Februar hat Msgr. Nicola Bux, ein prominenter Theologe und während des Pontifikates von Benedikt XVI früherer Berater der Glaubenskongregation die neue post-synodale Exhortation "Querida Amazonia"  kommentiert und gesagt, daß das Dokument "problematische Möglichkeiten enthält, die vielleicht gefährlicher sind als das Thema Zölibat selbst." 

In weiteren Kommentaren gegenüber LifeSite News (siehe vollständige Erklärung unten) erklärt der italienische Theologe, daß er in der neuen Exhortation einen Mangel an Konzentration auf Gott selbst und die Rettung der Seelen und stattdessen in dem Dokument die Gefahr sieht, daß die Kirche zulässt, in den "Pantheismus, abzugleiten, ohne es zu merken".



In der am 12. Februar veröffentlichten Exhortation gibt Papst Franziskus Erklärungen zu „indigenen“ Symbolen und „bestimmten religiösen Praktiken“ ab, die als Verteidigung der Verwendung der umstrittenen "Pachamama“ -Statuen während der Synode in Rom im vergangenen Jahr interpretiert werden könnten.

In Abschnitt 78 von Querida Amazonia erklärt Papst Franziskus, daß die Menschen "bestimmte religiöse Praktiken, die sich spontan aus dem Leben der Menschen ergeben, nicht schnell als Aberglauben oder Heidentum bezeichnen sollten“. In Abschnitt 79 fährt der Papst fort, daß es "möglich ist, ein indigenes Symbol auf irgendeine Weise aufzunehmen, ohne es notwendigerweise als Götzendienst zu betrachten“, und fügt hinzu, daß ein "Mythos, der mit spiritueller Bedeutung aufgeladen ist, zum V
orteil genutzt werden kann und nicht immer als heidnischer Irrttum angesehen werden muß."

Monsignore Bux kritisiert im Gespräch mit der italienischen Website Il Pensiero Cattolico das neue päpstliche Dokument und sagt voraus, daß die Bischöfe des Amazonas den päpstlichen Text verwenden werden, um ihre eigene Agenda umzusetzen. Er sagt, daß sie "die zuständige Autorität- den Papst - wie in der Exhortation vorgesehen - aufgrund ihrer besonderen Situation bitten werden, das Abschlussdokument der Synode zu verwenden, um die Bedürfnisse der Gemeinden zu befriedigen, weil es aus kanonischer Sicht möglich ist, das was darin gesagt wird, als Zustimmung  im Lichte der Apostolischen Konstitution Episcopalis Communio vom September 2018 verstanden werden kann. 

LifeSiteNews hatte in ersten Bericht über Querida Amazonia ebenfalls auf diese Konstitution und auf die Möglichkeit hingewiesen, daß Papst Franziskus damit das Schluß-Dokument der Amazonas-Synode zu einem lehramtlichen Text machen kann. In diesem vatikanischen Text von 2018 heißt es: „Wenn es ausdrücklich vom Römischen Pontifex genehmigt wird, nimmt das Schlussdokument am ordentlichen Lehramt des Nachfolgers Petri teil.“

Abgesehen von diesem Aspekt fügte Monsignore Bux in seinem Interview vom 12. Februar hinzu: „In dieser Exhortation gibt es problematische Möglichkeiten, die vielleicht weitaus größer sind als das Thema Zölibat selbst, das die Debatte fast vollständig eingenommen hat und die anderen kritischen Fragen in Bezug auf die Amazonas-Region bei der Synode in den Hintergrund gedrängt hat." 


Mittwoch, 19. Februar 2020

S. Magister: Ein deutscher Albtraum

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo die Reaktionen der DBK und der deutschen Katholiken auf "Querida Amazonia" , die er schismatisch und Albtraum nennt.
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"FRANZISKUS UND DAS DEUTSCHE SCHISMA. GESCHICHTE EINES ALBTRAUMS" 

Die Amazonas-Synode ist die zweite Synode nacheinander, in der Franziskus die Erwartungen derer enttäuscht hat, die vom Papst selbst avisierten Neuerungen erwartet hatten.

In der Jugend-Synode von 2018   war Homosexualität das Thema gewesen,  auf das sich Erwartungen und Kontroversen konzentrierten. Das Arbeitsdokument für die Diskussionen läßt in Absatz 197  ausdrücklich einen möglichen Paradigmenwechsel bei der Beurteilung von "homosexuellen Paaren" zu.

Statt dessen- nichts. Beim Synodentreffen ordnete Franziskus Schweigen zu diesem Thema an und erreichte es. Weder in den Diskussionen der Versammlung noch im Schlußdokument und noch viel weniger in der postsynodalen Exhortation "Christus vivit" wird es erwähnt. 

Im folgenden Jahr bei der Amazonas-Synode und besonders bei dem, was folgte, war die Enttäuschung der Erneuerer noch größer. 

Weil dieses mal die Synodendiskussionen zu der am meisten erwarteten und umstrittenen Veränderung stattfanden, also der Weihe verheirateter Männer. Im Schlußdokument wurde der Vorschlag mit mehr als einer 2/3-Mehrheit angenommen.  Und noch Anfang Januar waren viele sicher, daß Franziskus das in die postsynodalen Exhortation, die jeden Moment erwartet wurde, 
aufnehmen und so autorisieren würde. 

Aber dann kam- in energischer Verteidigung des zölibatären Priestertums als Knalleffekt das Buch des Papa emeritus Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah, das von den Innovatoren als katastrophales Omen betrachtet wurde.

Und tatsächlich erschien kurz darauf die postsynosale Exhortation "Querida Amazonia" wie ein plötzlicher Kälteschauer - mit Franziskus´völligem Schweigen zu diesem Thema. Um einen schwachen, kleinen Hoffnungsschimmer aufrecht zu erhalten, können die Erneuerer sich nur an die wenigen Zeilen der Einleitung klammern, in denen der Papst dazu einlädt, ebenfalls das Schlußdokument der Synode "ganz zu lesen", durch das "bereichert und herausgefordert zu werden"  Gott der gesamten Kirche gewähren möge und empfiehlt, daß die Hirten der Amazonas-Region"es
eifrig" anwenden. 

Aber abgesehen von diesem letzten bröckeligen Halt, den Franziskus den Neuerern gelassen hat, was hat den Papst veranlaßt, wiederholt bei Themen, bei denen er zuvor seine Bereitschaft zu Erneuerungen gezeigt hatte, die Bremsen zu betätigen.? 

Die Antwort kann man in Deutschland finden. 


Tweet zum Tage

Anläßlich des 500. Todestages von Raffael werden seine von Papst Leo X in Auftrag gegebenen Tapisserien mit Darstellungen der Apostelgeschichte für eine Woche in der Sixtinischen Kapelle am Originalort ausgestellt.

Dienstag, 18. Februar 2020

Fundstück - ein WIderruf

Domradio.de veröffentlicht den Widerruf  des deutschen, in Peru tätigen Bischofs Reinhold Nann seiner sehr ins Persönliche gehenden Kritik an Erzbischof Georg Gänswein.
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Unter dem Titel:

"KEIN PERSÖNLICHER ANGRIFF" 

beginnt der Beitrag so- Zitat:

"Der in Peru tätige deutsche Bischof Reinhold Nann bittet um Entschuldigung für seine Kritik an Erzbischof Georg Gänswein. "Ich gebe gerne zu, dass ich einen gravierenden Fehler gemacht habe", schrieb der Bischof in seinem neuen Internetblog." 
(...) 

Quelle : domradio. de, KNA 

Sandro Magister läßt Pietro De Marco Querida Amazonia kommentieren.

Sandro Magister läßt bei Settimo Cielo den renommierten Religionsphilosophen und Historiker Prof. Pietro de Marco zur apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" , die so kontroverse Reaktionen hervorgerufen hat, zu Wort kommen. De Marco stellt u.a. fest, daß sich Papst Franziskus hier quasi zum ersten Mal als Papst gezeigt hat.
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"QUERIDA AMAZONIA" WENN FRANZISKUS ENDLICH ALS PAPST HANDELT." 

Ich empfange und ich veröffentliche. Der Autor, der alte Professor für Religionssoziologie an der Universität Florenz und an der Theologischen Fakultät Zentral-Italiens ist ein gebildeter Philosoph und Historiker und ist den Lesern von Settimo Cielo seit mehreren Jahren wohlbekannt.
Sandro Magister

"DIE KEHRTWENDE DER EXHORTATION. PAPST FRANZISKUS ZWISCHEN SYNODEN-DRIFT UND PRIMAT"
Von Pietro De Marco 

"Nachdem ich in diesen letzten Tagen über das umfangreiche Geschehen um die Exhortation "Querida Amazonia" und über ihr europäisches Echo nachgedacht habe, ist in mir die Überzeugung gereift, daß es der erste Akt sein könnte, in dem der Pontifex maximus Franziskus sein "munus" ausgeübt hat. 


Das "munus" der Päpste ist- wie bekannt ist-. als Vikar Christi zu handeln, vom Fundament der Universalen Kirche aus  (“tamquam saxum immobile”  vom Hl. Ambrosius) als Wächter und Lehrer des  glaubens und der Wahrheit. 

Wie auch ich beobachten konnte, hat Franziskus seine  “potestas legifera, iudicialis et exsecutiva” großenteils ausgeübt , meiner Meinung nach maßgeblich zum Aufbau eines bischöflichen Gremiums in der Welt und von Beamten im Zentrum beigetragen haben, dem befohlen wurde, sein Reformprogramm, seine persönliche postkonziliare, ideologische Position unter dem Deckmantel von Pastoralismus und Evangelisierung durchzuführen. Programm und Position, in denen das "bonum ecclesiae" schwer zu sehen war und bleibt, auch wenn es tatsächlich fast systematisch missverstanden und verzerrt wurde.
Das heißt, die Ausübung der "Potestates" schien von den Verpflichtungen des "munus", vom Bewusstsein, dessen Träger zu sein, getrennt zu sein. 


Tweet zum Tage

Schöne Bilder aus Polen - zum Genießen:




Fundstück

Zwischendurch mal etwas Schönes,. nicht Kontroverses. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz kommentiert in "Die Tagespost" die visionäre Dichtung von Papst Johannes Paul II, der zugleich auch ein Dichter war.
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Unter dem Titel:

"GERL-FALKOWITZ ZUM RÖMISCHEN TRYPTICHON" 

beginnt der Artikel so:

" Seit 550 Jahren gab es keinen Papst mehr, der zugleich Dichter war. Seit Pius II in der Mitte des 15. Jahrhunderts hatte Johannes Paul II. erstmals im Frühjahr 2003 wieder einen Gedichtband herausgegeben, ein „Römisches Triptychon“ als reimlose Meditationen. 
Diese „dreiflügelige“ Dichtung hat die Teile: I. Der Bergbach, II. Meditationen über das Buch Genesis an der Schwelle zur Sixtinischen Kapelle und III.  Der Berg im Lande Morija."
(...) 

Quelle: H.B. Gerl-Falkowitz, Die Tagespost 

Montag, 17. Februar 2020

Tweet zum Tage- heute vor 7 Jahren....

"Der lange Abschied  Benedikts XVI. Das Angelusgebet am 17. Februar 2013"

Fundstück.....

Guido Horst kommentiert für "Die Tagespost" die Gemütslage in Vatican nach der Veröffentlichung von "Querida Amazonia" und die Reaktionen -und u.a. den Dankesbrief des Pontifex an seinen Ex-Glaubenspräfekten Kardinal Müller.
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Unter dem Titel:

"KOMMENTAR UM " 5 vor 12" : EINE KOALITION DES AUGENMASSES" 

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Franziskus hat sich bei Kardinal Gerhard Müller für dessen Kommentar zu „Querida Amazonia“ handschriftlich bedankt. Das ausgleichende Wort, das „mir gefallen hat“, wie der Papst schrieb, war in der „Tagespost“ und beim „National Catholic Register“ erschienen – und muss Balsam auf der Seele von Franziskus gewesen sein."
(....) 

Quelle: Die Tagespost, G.Horst

Wird Querida Amazonia für Papst Franziskus zu einer Art Humanae Vitae 2.0 ?

In seiner heutigen Kolumne für "Monday in the Vatican" untersucht A. Gagliarducci, ob und inwiefern "Querida Amazonia" eine Art Humanae Vitae 2.0 für Papst Franziskus werden kann.
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"PAPST FRANZISKUS, IST QUERIDA AMAZONIA HUMANAE VITAE 2.0?"

"Die postsynodale Exhortation Querida Amazonia hat die Möglichkeit in Ausnahmefällen verheiratete Priester zu weihen nicht einmal erwähnt. Ebenso wenig schlägt sie die Möglichkeit vor Diakonissen zu haben oder die Einführung eines "Amazonischen Ritus"
Zum Abschluss der Amazonas-Synode hat Papst Franziskus statt dessen seine Träume für Amazonien beschrieben, die in der Tat Träume für den gesamten Lateinamerikanischen Kontinent.
Er ruft dazu auf, für Berufungen zu beten. Er fordert mehr Missionare. Es gab- nebenbei-nicht den Bruch mit der Tradition der Kirche des Lateinischen Ritus.

Es gibt nur eine Frage: waren die Erfahrungen berechtigt? Papst Franziskus hat den priesterlichen Zölibat in vielen Erklärungen unterstützt und er hat auch klar erklärt, daß er nicht die Absicht habe die Disziplin des Zölibats zu ändern. Im Schlußdokument der Synode ist versucht worden, den Papst in diese Richtung zu drängen: das war das Ziel des Paragraphen, der feststellt, daß der Zölibat keine notwendige Voraussetzung für das Priesteramt ist. Papst Franziskus hat dieses Thema jedoch nicht einmal in Betracht gezogen.

Seit Beginn des Pontifikates hat die Entourage von Papst Franziskus zu einer Änderung der Kirchenlehre gedrängt. Leute in klar definiertem Schwebeflug über dem Papst. Die Agenda war die des sogenannten progressiven Flügels der 1970-er Jahre. Eine alte, größtenteils von der Geschichte überholte Agenda, die ein Echo in den Medien fand und neue Erwartungen schuf.

Benedikt XVI hat diese theologische Agenda klar erklärt, als er sich mit den Schweizer Bischöfen bei ihrem ad-limina-Besuch im November 2006 traf und sagte: "Ich erinnere mich, daß wenn ich in den 80-er und 90-er Jahren nach Deutschland fuhr. und um ein Interview gebeten wurde, ich die Fragen immer schon vorher wußte. Sie betrafen die Ordination von Frauen, Empfängnisverhütung, Abtreibung und andere derartige immer wiederkehrende Probleme."

Als Papst Franziskus gewählt wurde, gab es viele Erwartungen an eine neue lehramtliche Welle. Diese Erwartungen wurden größer als er über "eine arme Kirche für die Armen" sprach und eines der Schlagworte der Befreiungstheologie benutzte. Seither ist jede Entscheidung, die Papst Franziskus getroffen hat, als Beginn einer Revolution in der Kirche beschrieben. Diese Revolution hat niemals stattgefunden.

Einige Beispiele.

Die beiden Kommissionen für Finanzen und das IOR haben im Wesentlichen zur Bestätigung 
des vaticanischen Rahmenwerkes geführt. Die jüngsten Entwicklungen hatten sogar eine
privilegierte beiderseitige Beziehung mit Italien zur Folge.


Marco Tosatti hat nach der Amazonas-Synode und der Reaktion auf die postsynodale Exhortation einige Fragen an die deutsche und die brasilianische Kirche

Nach der Veröffentlichung der postsynodalen Exhortation stellt Marco Tosatti bei Stilum Curiae der deutschen und der brasilianischen Kirche einige wichtige Fragen
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"WENN DIE KATASTROPHEN-KIRCHEN SICH AN DIE DIE SPITZE DER PROZESSION SETZEN" 

Liebe Stilumcurialisten, mir sind nach der Veröffentlichung der Apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" einige sehr interessante Meldungen aufgefallen. Ich teile sie Ihnen mit so wie sie mir einfallen. Der Pontifex hat sich im Gespräch mit den amerikanischen Bischöfe beklagt, daß die Synode und die Exhortation auf eine einzige Zeile reduziert worden sind- auf die Tatsache, daß der Zölibat nicht verändert wurde, obwohl  es weder bei der Synode noch in der Exhortation um den Zölibat ging- betonte Papst Bergoglio.

Die zweite Beobachtung: das größte Stöhnen und  Lamento, weil sich im Gegensatz zu den Erwartungen aus dem deutschsprachigen Raum, in der Exhortation sich die Tore und Türen für die viri probati und weiblichen Diakone nicht erfüllte. Wir haben kämpferische Positionen Deutschlands gesehen, in denen bekräftigt wurde, dßs die deutsche Synode noch zu diesen Themen sprechen würde; In Linz, Österreich, sagte Bischof Scheuer, er habe "eine schlaflose Nacht" wegen dieser "großen Ernüchterung" verbracht. 
Aber war es nicht eine Amazonas-Synode? Aber stimmte es dann- wie viele sagten -, daß der Motor des Geschehens deutsch, deutsch-deutsch und brasilianisch eingebürgertes Deutsch war? Und daß die Synode die Spitze des Keils für die ganze Kirche werden sollte? Und daß das Dokument des Papstes - im Gegensatz zum Schlußdokument, lehramtlich ist. wie der Direktor des Pressesaales hervorhob - die Hoffnungen der Ultra wie Luftballons platzen ließ. 

Mal abgesehen von innerkirchlichen Debatten, erscbienen mir zwei weitere Meldungen interessant. Weil sie die deutsche und die brasilianische Kirche betreffen. 

Brasilien: eine Umfrage bestätigt, daß 50% der Brasilianer Katholiken sind, 31% Protestanten. 2000 waren 73,6% der Bevölkerung katholisch, Protestanten 22,2%. 
Muß man zu dieser pastoralen Katastrophe etwas sagen? 
Daß sich die Bischöfe vielleicht fragen sollten, ob das Modell der Kirche, das sie vertreten,
das in Politik und Gesellschaft so präsent ist, den Menschen nicht das gibt, was sie brauchen und was sie bei den Evangelikalen finden? Da das aber die Ursache des Ausblutens ist- sollten sie sich da nicht ein oder zwei Fragen stellen? 

Dann haben wir gesehen, daß im deutschen Bundesland NRW 2019 weitere 120.000 Menschen die Katholische und die Protestantische Kirche verlassen haben. 2018 waren es mehr als 88.000. Auch hier sehen wir uns -das ist offensichtlich- einer pastoralen Katastrophe von epischen Proportionen gegenüber. Die Katholische Kirche, der nach dem Staat zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland, sehr reich, leert sich von innen heraus- während sie vom theologischen Standpunkt nach außen hin immer aggressiver wird, so sehr, daß mehr als nur ein Kommentator von Protestantisierung und einem möglichen Schisma spricht. 

Aber finden Sie es nicht ein bisschen seltsam, daß es zwei so schwer beschädigte Kirchen gibt, die sich, wie man in den Jahren meiner verrückten Jugend sagte, erlauben, die Spitze der Prozession zu übernehmen? Um sie wohin zu führen? Das kann man sich angesichts der brillanten Ergebnisse, die sie zu Hause haben, zu Recht fragen ... Und in wessen Namen? 

Quelle: Marco Tosatti, Stilum Curaie

Sonntag, 16. Februar 2020

Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes über verletzte und wütende Opfer von "Querida Amazonia" :
Hier geht´s zum Original:  klicken 

"VERLETZT UND WÜTEND"  
Ich habe in dem, was wohl das Organ von Bobbie Mickens ist, gelesen, daß die "meisten Progressiven, Reformer und Vatican II-Typen... über die Amazonas-Exhortation zutiefst enttäuscht sind."

Er fährt dann damit fort, zu sagen, daß die "Frauen verletzt und wütend" sind.

Ich glaube aber nicht, daß alle Frauen "VERLETZT UND WÜTEND" sind. Ich habe meine Frau und meine Tochter sorgfältig angeschaut und sie sahen überhaupt nicht  V & W aus. Ich glaube, daß ich normalerweise sagen kann, wenn sie es sind. Das erfordert eine Form von Unterscheidungsvermögen, die ein Kerl zu lernen beginnt, wenn er ein Krabbelkind ist und erkennen muß, ob und wann Mama  V & W ist. Man verfeinert diese Fähigkeit während des Lebens- vielleicht und wenn sie immer noch nötig ist mit Hilfe der Enkelinnen oder Urenkelinnen- Vielleicht hat Mickens nicht genug Zeit mit Frauen verbracht.

Oder vielleicht sind meine nicht die richtige Sorte Frauen. Ehrlich gesagt,  müßte ich zugeben, daß sie keinerlei Anzeichen dafür aufweisen, daß sie überhaupt über Vatican II nachdenken. Sie scheinen mehr am Leben interessiert zu sein. Aber es sei fern von mir, anzudeuten, das Vatican II-Frauen wahrscheinlich humorlose alte Tanten seien. Mickens weiß es wahrscheinlich am besten nach den ganzen langen Jahren, die er für The Tablet gearbeitet hat.

ICH JEDENFALLS BIN VERLETZT UND WÜTEND
Mittwoch Abend  habe ich einen Beitrag über die postsynodale Exhortation geschrieben und die Aufmerksamkeit auf die Passage gelenkt, in der PF ausdrücklich erklärt hat, daß der Vorsitzende bei der Eucharistiefeier ein Mann sein muß.
Weil die "Weihe" von Frauen unmißverständlich der ultimative  Ehrgeiz der "Progressiven und Reformer" ist, erschienen diese Worte mir eine Bestätigung der Lehre des Hl. Pauls VI (Inter Insigniores) und besonders des Hl. Johannes Pauls II in Ordinatio Sacerdotalis zu sein, die Rom zum Bestandteil der unfehlbaren Ordentlichen Universalen Lehramtes  erklärt hat.

Das mag manchem Lesern als eine Sache von geringer Bedeutung erscheinen- verglichen mit der Agonie um all diese viri probati, über die wir hören, und den genauen Charakter "weiblicher Diakone".

Ich denke, daß es wichtig ist und das werden auch Sie, glauben Sie mir, in 10 oder 20 Jahren finden, in denen die Kampagne für "weibliche Priester" weitergeht und an Fahrt gewinnt. Und sogar noch bösartiger und schriller wird. Schrill?  Sie wissen noch gar nicht, was dieses Wort bedeutet.

Gerade Mittwoch habe ich um Informationen zur Bedeutung der Worte, die für "Mann" in den verschiedenen Sprachen, in die die Exhortation übersetzt wurde, gebräuchlich sind.....besonders in Arabisch, Polnisch und Chinesisch (§ 101). Abgesehen von einem freundlichen Spanischsprecher : bekam ich absolut gar nichts.


Neues aus der Kirche des Dialogs.

Andrea Zambano berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana  über ein Ereignis in Apulien, das man wohl getrost als skandalös bezeichnen kann, das aber ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Situation in der Kirche wirft. Hier geht´s zum Original:  klicken

KARDINAL BURKE DURFTE IN OSTUNI / ITALIEN DIE HEILIGE MESSE NUR HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN FEIERN

"Hier ist sie die Kirche der Brücken und der Barmherzigkeit. Kardinal Burke wurde gezwungen, eine Messe in Ostuni abzusagen: der Pfarrer hat die Feier hinter geschlossenen Türen angeordnet. Seine Ankunft in Ostuni hatte der oberen Ebene der Diözese von Ostuni nicht gefallen. Und die Zeitungen haben ihn als Feind des Papstes angegriffen.


Das ist sie also die Kirche der Barmherzigkeit, die Kirche der offenen Türen und die Kirche, die hinausgeht. So offen, so barmherzig und si herausgehend, daß für unbequeme Kardinäle heimliche Messen vorgesehen sind. Das ist in Ostuni in Apulien so geschehen, so wie es in China geschieht, dem Land in dem gemäß dem vaticanischen Kanzler Sorondo die Soziallehre der Kirche umgesetzt wird.

Das ist ein beunruhigendes Zeichen, das uns Brindisi-Report in diesen Stunden liefert und das Kardinal Leo Burke betrifft, der freundlich vor die Tür gesetzt wurde - mit reinem erbärmlichen und demütigenden Verhalten, zu dem nur der dominierende Klerikalismus fähig ist.
"Der Kardinal ist den Priestern nicht willkommen" titelte gestern die Tageszeitung "Puglia Catenaccio" : Die geplante Messe des hochrangigen amerikanischen Prälaten wurde abgesagt-
Die Pfarrer sollen wegen der Stellungnahme gegen Papst Franziskus ihre Verlegenheit zum Ausdruck gebracht haben.

Übrigens: was soll die von Burke ausgesprochene Stellungnahme gegen Papst Franziskus sein? 

Vielleicht weiß auch er nicht mehr, wie er es sagen soll, zwischen Emotionen und Zittern, daß alles, was er für die Kirche tut, sagt und anbietet, vor allem in Achtung und Respekt  geschehen muß, weil die Wahrheit auch beinhaltet, Dinge klar zu sagen . Aber für einige Schriftgelehrte aus der Provinz, die von eifrigen Priestern des Dialogs zum Schreiben von dummen Zeug angeleitet werden sind solche Konzepte Böhmische Dörfer.

Was ist also wahr an den Thesen des Artikels? Viel, aber nicht alles. Einige Informationen wurden nicht gegeben, vielleicht weil sich der Journalist nur auf eine einzige Quelle stützte, sicherlich von der Kurie, die ihn "bewaffnet" hat. Sicher ist es wahr, daß Burke in der Diözese Brindisi nicht willkommen war, genauer in Ostuni, wo er gestern eine Messe in der außerordentlichen Form in der Co-Kathedrale der Stadt feiern sollte. Aber nicht beim gesamten Rat des Presbgteriums, sondern höchstens bei zwei oder drei Priestern, die immer in der Lage sind von einer Minderheitsposition ausgehend das Streichholz anzuzünden und das Feuer zu entzünden.

Und sicher ist die Tatsache, daß irgendein Priester eingegriffen hat, um diese Feier zu verhindern.


Tosatti: Zwei Päpste.....?

Marco Tosatti hat heute bei Stilum Curiae den Kommentar eines seiner Leser zu einem Artikel von Prof. Ureta zu "Querida Amazonia" und zur Lage der Kirche im aktuellen Pontifikat veröffentlicht.
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"WENN BENEDIKT SICH NOCH ALS PAPST FÜHLT. UND DER ANDERE PAPST...."

Gestern hat einer der regelmäßigen Leser von Stilum Curiae den Artikel von Prof. Ureta über die Apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" kommentiert. Der Kommentar stammt von Roth, den die Stilumcurialen gut kennen. Hier ist er:

Lieber Ureta, Ihre Überlegungen sind wie immer perfekt. Wer von Prof. Plinio C. De Oliveira geschult wurde, zeigt, daß er einen einzigartigen Überblick über alle Probleme hat, die das menschliche Geschöpf schädigen können. 
Glückwünschen beiseite- wäre ich Ihnen für einen Kommentar zu der folgenden Hypothese dankbar. Papst Bergoglio gibt mit dieser Exhortation, die einen idiotischen Titel wie aus einem Weihnachtsfilm trägt, vor, die Demütigung, daß er seine Absichten aufgeben mußte, weggesteckt zu haben, eine doppelte Demütigung. 
Erstens weil ihm die Revolutionierung des Zölibats nicht möglich war. Zweitens - eine noch größere. weil sie von Benedikt XVI kam, einem erwachten Papst, der sich selbst als Papst bestätigt und seinen unklaren teilweisen Amtsverzicht bereut. 
Gäbe es das Konklave nicht, das Bergoglio wählte, hätte ich keinen Zweifel an der Erklärung von den zwei Päpsten, wie sie Gänswein damals erklärt hat. Benedikt XVI sieht sich immer noch als Papst, das zeigt er und Bergoglio hat das (teilweise) verstanden. Ende des bergoglianischen Traums?
Oder Beginn eines echten Krieges? "

§§§

Wir haben diesen Kommentar Prof. Ureta übermittelt, der so freundlich war, mit einer langen Überlegung zu antworten, die wir unten im englischen Original wiedergeben. Inzwischen haben wir hinter den Vaticanischen Mauern mit einer sehr hochgestellten Persönlichkeit gesprochen, die uns über ihr wohldurchdachtes Urteil zu den Ereignissen um die viri probati, den Zölibat und die Exhortation unterrichtet hat- die laut Don Nicola Bux nach der Veröffentlichung des Buches von Benedikt XVI und Kardinal Sarah geändert wurde. 
Laut Don N.Bux gibt es drei Schlüsselelemente: 
1. Benedikt fühlt sich als - nicht eremitierter- Papst.
2. Das hat er unter diesen Umständen gezeigt-
3. Papst Bergoglio hat das verstanden und hat Angst,
Was wird diese völlig beispiellose Situation bewirken? 
Es gibt jene, die die Möglichkeit sensationeller Entwicklungen nicht ausschließen.
Aber hier die Überlegungen von Prof. Ureta 

§§§

Lieber X.....
In der Argumentation von Siscoe und Salza ist der Kern des Problems nicht die sichtbare Handlung sondern das Minimum. das erforderlich ist, damit die Absicht des Handelnden der der Kirche entspricht und die Handlung so gültig wird (Sakramente oder ein Rücktritt) Und ob ein die Natur dieser Handlung betreffender Fehler diese Gültigkeit beeinflußt. Ihre Schlußfolgerung ist- daß das nicht der Fall ist., 

Mehr allgemein gesprochen- stimme ich mit Ihnen überein, daß die Grenze im Grad des Leidens und der Scham der Kirche liegt, die Gott zuläßt. Trotz der Tatsache, daß sie unsterblich ist und das Versprechen hat, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden. 

Auch wenn die Unvollkommenheit der Kirche nicht zu ihren Aussagen gehört und noch kein offiziell erklärtes Glaubensdogma ist, wird sie niemals eines ihrer essentiellen Bestandteile verlieren, d.h. den Glauben, die Sakramente oder die Hierarchie, Selbst wenn alle abtrünnig würden und nur ein Bischof und ein Gläubiger katholisch bleiben würden (es sind mindestens zwei Personen erforderlich, um eine Gemeinschaft zu bilden) würde es immer noch die Katholische Kirche sein. 

Aber dieses Minimum ist reine Theorie, weil die Kirche, um ihre Mission erfüllen zu können, sichtbar sein muß, damit die Menschen guten Willens sie als die einzige wahre Kirche des einzigen wahren Gottes erkennen können. 

Bisher haben wir- Gott sei Dank- diesen Tiefstpunkt noch nicht erreicht. Weil es ein Minimum an Prälaten, eine gute Zahl von Klerikern und eine nicht kleine Minderheit von Menschen gibt, die die Häresien der Modernisten zurückweisen und wissen, wie die wahre Kirche ist. Außerdem haben sie- indem sie alle modernen Möglichkeiten der sozialen Medien nutzen- eine Art unsichtbare "Familie der Seelen" gegründet, die sich gegenseitig unterstützt und für fehlgeleitete Katholiken für traditionelle Positionen anziehend macht. 

Die Modernisten selber helfen bei der Sichtbarmachung der wahren Kirche, indem sie unaufhörlich beteuern, daß ihre Kirche eine "Neue Kirche" sei, die sich entwickelt hat, usw.
So daß Außenstehende daraus schließen, daß die altmodische Kirche die richtige ist (sogar um sie dann zu verfolgen). 

Solange die Minderheit der gläubigen Katholiken den Glauben behält und um einige gute Hirten gesammelt bleibt (und so das Überleben und die Sichtbarkeit der Kirche sichert) gibt es praktisch keine Grenze, bis zu welchem Grad der Abgrund des modernistischen Wundbrands die Hierarchie befallen kann. Wie Pater Santiago Martin kürzlich in einem seiner Videos sagte, "Sie werden nicht aufhören, bis sie eine Lesbe auf den Stuhl Petri gesetzt haben!" 

Ich habe die Verbreitung des Buches von A.Xavier de Siveira über die theologische Hypothese eines häretischen Papstes sehr unterstützt, um den normalen Katholiken erkennen zu lassen, daß ein Papst sich irren und die Herde in die Irre führen kann, damit sie sich nicht verpflichtet fühlen, den Häresien von Papst Franziskus zu folgen. 

Meiner Ansicht nach sollten wir, anstatt weiter unsere Gedanken zum Kochen zu bringen und zu versuchen, das theologisch-kanonische Problem eines häretischen Papstes  (die Positionen von Cajetan und Bellarmin dazu)  zu lösen oder wie weit die öffentliche Häresie des Papstes gehen kann (oder sogar das schwerwiegendere Problem zu wissen, bis zu welchem Ausmaß die Mehrheit der Hierarchie vom Katholischen Glauben abfallen kann...) uns darauf zu konzentrieren, den Glauben dieser "Seelenfamilie"  wahrer Katholiken und die Treue einer guten Anzahl von Hirten und Geistlichen zu erhalten,. 

Das wäre der Haltung einer Frau und von Kindern gleich. die physisch oder psychisch vom Ehemann und Vater angegriffen wurden, und anstatt sich darüber zu quälen, ob ihre Ehe gültig ist oder nicht und ob sie noch mit ihm verheiratet ist, lieber vorsichtige Schritte unternimmt, sich und ihre Kinder räumlich vom Ehemann zu trennen, um den Rest der Familie zu bewahren und sie vereint zu lassen, während sie anerkennt, daß der eheliche Bund gültig bleibt oder gültig bleiben kann. Diese Haltung seitens der angegriffenen Ehefrau ist vom Kirchenrecht immer zugelassen worden. 

In diesem Sinn, fürchte ich, daß die vereinte Front jener Katholiken, die gläubig bleiben, durch nebensächliche Diskussionen. wie z.B. ob Benedikt XVI auf das Papstamt verzichtet hat oder ob Papst Franziskus noch Papst ist ( falls seine Wahl gültig war) gespalten werden können. Wir haben bereits die Risiken durch den ewig fließenden Lavastrom der Sedisvakantisten erlebt, der nirgendwohin führt. 

Ich setze nebensächlich in Anführungszeichen, weil mir bewußt ist, welch dramatische Schäden ein häretischer Papst in der Kirche verursachen kann (und das war der Grund, aus dem Der Hl. Robert Bellarmin den Gedanken bevorzugte, daß Gott so etwas nie geschehen lassen werde) 
Aber wir sind Zeugen der Tatsache geworden, daß der Hl. Geist bei einigen Gläubigen und einigen guten Hirten gewirkt hat und sie darin bestärkt hat, Widerstand gegen die Zerstörung durch diesen sehr sehr schlechten Papst zu leisten. Deshalb müssen wir darauf vertrauen, daß diese Hilfe des Hl. Geistes in gleicher Stärke zunehmen wird, wie die Intensität der Prüfung (weil die Kirche an Weisheit und Heiligkeit zunimmt, wie ihr Göttlicher Gründer). 

Wenn die andere Seite eine lesbische Frau auf den Thron des Hl Petrus setzen wird- um Fr. Martins lebhaftes Bild im Van-Gogh.Stil zu benutzen- werden viel mehr Menschen guten Willens feststellen, daß die "mainstream"-Kirche  definitiv nicht die wahre Kirche ist. Viele von ihnen werden bereuen, zumindest teilweise zugelassen zu haben, daß das modernistische Zeug die Kirche infiltrierte, das in einen solchen Abgrund führte. Und sie werden sich der "Familie der Seelen" jener anschließen, die treu geblieben sind und ausgestoßen wurden. " 

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, Prof. Ureta 

Samstag, 15. Februar 2020

Fundstück

Peter Winnemöller kommentiert bei katholon.de die doch sehr gegensätzlichen Reaktionen auf die postsynodale Exhortation "Querida Amazonia"
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"AMAZONIEN IST (VIELLEICHT DOCH NICHT) ÜBERALL"

beginnt der Kommentar so:

"Früher, als die Welt noch europäisch in Unordnung war, floss der Rhein in den Tiber. Zuweilen konnte man in jüngster Zeit denken, schwappte auch mal ein wenige Isarwasser in römische Gefilde. Heute aber, spätestens seit der Amazonassynode, ist völlig klar, dass der Tiber reinstes Amazonaswasser führt. Wie sonst wäre übrigens zu erklären, dass ein Fluss, der sonst gar nichts wieder ausspuckt, Pachamama sofort wieder trocken gelegt hat?"
(....)

Quelle: P. Winnemöller, katholon.de


 

Amazonas-Priester kritisiert die Synodenväter massiv.

Jeanne Smits hat  für LifeSiteNews das Interview wiedergegeben, das ein im Amazonas-Gebiet tätiger Priesters dem Info-Vaticano-Journalisten Fernando Belteràn zur Amazonas-Synode vor Veröffentlichung der postsynodalen Exhortation gegeben hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"AMAZONAS-PRIESTER: DIE SYNODENVÄTER HABEN DIE INDIGENEN VÖLKER BENUTZT UM DEN KATHOLISCHEN GLAUBEN ANZUGREIFEN" 

Pater Ignacio Maria Doñoro sagte: die Amazonas-Bewohner hungern nach Gott und wollen heilige, zölibatäre Priester.

"Die Menschen im Amazonasgebiet hatten überhaupt kein Interesse an der Amazonas-Synode und sagten im Gegenteil, sie würden von ihr "benutzt, um den katholischen Glauben anzugreifen".

Pater Ignacio Maria Doñoro sollte es wissen. Er gründete ein Heim für Jugendliche - Jungen und Jugendliche - am Rande der Gesellschaft. Im peruanischen Amazonasgebiet und sagte kürzlich in einem Interview mit Infovaticana, einer großen spanischsprachigen katholischen Website, wonach die Armen nach Gott dürsten.

Ignacio Maria Doñoro ist ein ehemaliger „Pater“ - wie Armeekapläne genannt werden -, der von der Unterstützung von Opfern des ETA-Terrorismus zu verschiedenen internationalen Missionen gewechselt ist. Er war in den letzten 10 Jahren im peruanischen Amazonasgebeit, einem Teil der Prälatur von Moyobamba. Er nannte seine Institution "Hogar Nazaret" - "Heimat von Nazareth", die sozial ausgegrenzte Risiko-Kinder und Jugendliche aufnimmt. 
Hier ist die Website von Hogar Nazaret.

Im Interview hat Pater Doñoro ist sich sehr klar darüber geäußert, was der Amazonas braucht: engagierte, zölibatäre Priester, die ihr Leben vollständig Gott gegeben haben und „Heilige des Volkes“ sind. "nach Gott sind Priester alles", sagte er zu Infovaticana und zitierte den Heiligen Jean-Marie Vianney.

Auf die Verehrung der Pachamama in Rom angesprochen, sagte er dem Interviewer, daß die Jungen von Hogar Nazaret unseren Herrn und die Jungfrau Maria so sehr lieben, daß sie sicherlich wie die "jungen Leute," Alexander Tschugguel und eine andere Person reagiert hätten, die in Santa Maria in Traspontina eintraten und die "dämonischen Statuetten" in den Tiber warfen. 

Doñoro fügte hinzu, daß er selbst "geweint" habe, als er sie "im Herzen unserer Kirche der Heiligen Mutter, über den heiligen Überresten von St. Peter und St. Paul" sah.

Im Folgenden finden Sie eine Übersetzung des Teils des Gesprächs des Infovaticano-Journalisten Fernando Beltrán mit Pater Doñoro, das direkt seine Arbeit im Amazonas betrifft. Es fand  statt vor der  online-Veröffentlichung der Apostolischen Ermahnung „Querida Amazonía“ online, bleibt aber sehr aktuell.

Fernando Beltrán:
"Was sind die größten Schwierigkeiten bei der Evangelisierung im Amazonasgebiet?"

Ignacio Maria Doñoro:
"Schwierigkeiten? Da sind keine. Es ist wunderbar, hier zu sein und mit ihnen über Gott zu sprechen, von dem sie noch nie gehört haben. Diese Menschen sind wirklich hungrig nach Gott. Sie sind bewegt. In El Salvador ist mir etwas sehr Lustiges passiert. Ich feierte eine Messe, die 45 Minuten dauerte. Die Leute waren sehr wütend und fragten mich, wie es so kurz hätte dauern können; Sie waren nicht stundenlang unterwegs gewesen, um eine so kurze Messe zu hören. Sie sagten, sie wollten sich mehr am Herrn erfreuen und sie wollten mehr wissen. Und daß ich ihnen mehr erzählen sollte, daß die Messe länger dauern sollte. Die nächste Messe dauerte anderthalb Stunden, und für sie erschien auch das sehr kurz ...

Die Menschen hier sind hungrig nach Gott. Deshalb ist die Gegenwart Gottes hier sehr groß. Seine Worte erklingen am Amazonas mit großer Kraft.

Hier finden Sie Gemeinden, die nur einmal im Jahr eine Messe halten und sich freuen, den Priester begrüßen zu können. Sie lieben Priester sehr! Du gehst die Straße runter und jeder begrüßt dich, sie bitten um deinen Segen ...

Normalerweise habe ich mehrere Rosenkränze in der Tasche und verteile sie den ganzen Tag über. Daß ein Priester ihnen einen Rosenkranz geben sollte, ist für sie eine Liebkosung ihres Herzens durch Gott. Was diese Menschen wollen und brauchen, sind heilige Priester, die sich mit Leib und Seele engagieren."

Freitag, 14. Februar 2020

Ein theologischer Kommentar zu "Querida Amazonia"


Der Freiburger Dogmatiker Prof. Helmut Hoping gibt in "Die Tagespost" sein Urteil über die Auswirkungen der postsynodalen Exhortation zur Amazonas-Synode u.a. auf den "Synodalen Weg" ab. Die Synodalen werden es nicht gern hören.
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Unter dem Titel:

"NICHT MAL EINE FUSSNOTE LÄSST EINEN TÜRSPALT OFFEN"    
beginnt der Artikel so:

"Keine "viri probati", keine Frauenweihe: Der Freiburger Dogmatiker Professor Helmut Hoping wertet das nachsynodale Schreiben des Papstes als große Ernüchterung für den Synodalen Weg. Geweckte Hoffnungen seien schon zu Beginn des Weges zerstoben."

Quelle: Prof. H. Hoping, Die Tagespost 

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über den anglikanischen Theologen und Thomisten Eric Lionel Mascall, und Mitglied des zölibatären "Oratory of the Good Shepherd" und seine geistige Nähe zum Katholizismus
Hier geht´s zum Original:  klicken

Eric Mascall


Heute am 14. Februar ist der 27. Jahrestag des Todes von Eric Mascall, Priester und Gelehrter.
Fr. Aidan Nichols hat geschrieben, daß das Katholische Revival in der Church of England  im 20. Jahrhundert eine ausgewählte Reihe von gelehrten Patristikern und Theologen inspiriert hat.
...in solchen Zahlen, daß die orthodoxen Katholiken mit wenig Mühe die von der Katholischen Kirche "getrennten Kirchenlehrer" anerkennen können. Zu dieser auserwählten Schar zählt er auch Eric Mascall. Mascall war in der Tat einer der klügsten Köpfe beim Erkennen und in der Analyse der
Täuschungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ist es jetzt, nachdem die von Mascall repräsentierte Tradition formal und organisiert in den Ordinariaten in die volle Gemeinschaft mit dem Stuhl Petri eingetreten ist, zu...aufdringlich..zu hoffen, daß unsere Mitkatholiken diese Personen als auch zu ihnen gehörend ansehen?
Genau so -wie ich sicher bin- daß sie uns nicht übelnehmen, daß ihre eigenen Heiligen und großen Männer jetzt auch unsere geworden sind....die Märtyrer des Elizabethanischen Zeitalters; Bischof Challoner und seine Mit-Bekenner?

Ist es das, was der Ausdruck "Einheit der Kirche" bedeutet?

Quelle: Fr. J.Hunwicke, liturgicalnotes

Fundstück

Rudolf Gehrig kommentiert für CNA im Gespräch mit Pfarrer Regamy Thillainathan aus dem Erzbistum Köln die Rezeption der postsynodalen Exhortation "Querida Amazonia" .
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel;

"Querida Amazonia: "Die Diskussion auf Zölibat und Frauenweihe zu reduzieren ist unfair"

beginnt der Artikel so:


"Pfarrer Regamy Thillainathan, Leiter der Berufungspastoral im Erzbistum Köln, hat vor einer Instrumentalisierung des nachsynodalen Schreibens Querida Amazonia von Papst Franziskus gewarnt. "Die ganze Rezeption, die hier geschieht, bezieht sich immer nur noch auf die 'typisch deutschen' Themen", kritisiert Thillainathan im Interview mit dem Kölner "Domradio" und verweist darauf, dass das Kirchenoberhaupt vor allem die prekäre Lage der Menschen in der Amazonasregion in den Vordergrund rücken wolle."
(...)

Quelle: R. Gehrig

Es tut uns wirklich sehr leid ....

.... aber unser Hofkomponist hat uns im Stich gelassen.
Eigentlich hatte er uns für heute ein Top-Musical zum berühmten Text

"Querida Amazonia"
versprochen, mit dem wir unseren 

3.000.000 Besucher



standesgemäß begrüßen wollten. Er ist wohl nicht fertig geworden mit der Komposition, es waren zu viele zu berücksichtigende Elemente, die er musikalisch darstellen musste. Beim nächsten Mal klappt's sicher ...
.... und wir greifen sehr gerne auf Großes und Bewährtes zurück!




Wir bedanken uns nicht nur bei unserem Dreimillionsten Besucher, sondern bei allen Lesern, die uns seit 8 Jahren die Treue halten.

Und wir bedanken uns bei den Autoren, die es uns erlaubt haben, ihre Texte zu übersetzen und ins Beiboot zu stellen.





Donnerstag, 13. Februar 2020

Tweet zum Tage

Benedikt XVI - VOR SIEBEN JAHREN DER LANGE ABSCHIED
13. Februar 2013, Bußprozession, Hl.Messe, Segen und Auflegung der Aschekreuze

Roberto de Mattei zu "Querida Amazonia"


Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana die ausgebliebene Revolution in der gestern veröffentlichten postsynodalen Apostolischen Exhortation.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"QUERIDA AMAZONIA: DIE FOLGEN EINER WENDE,  DIE NICHT STATTFAND"

"Vollbremsung bei den „viri probati“. Die Amazonasynode ist gescheitert. Jetzt gibt es einen offenen Konflikt mit den deutsch-amazonischen Bischöfen. In diesen drei Punkten kann die Dynamik zusammengefaßt werden, die durch das heute vorgestellte nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus ausgelöst wird.
Mit dem Apostolischen Schreiben, das den Schlußpunkt unter die Amazonas-Synode setzt, die vom 6.–27. Oktober 2019 in Rom stattfand, waren große Erwartungen verbunden. Sowohl das Instrumentum laboris vom 17. Juni 2019 als auch das Schlußdokument vom 26. Oktober 2019 legten eine pantheistische Kosmologie vor, deren sichtbarer Ausdruck die in den Vatikanischen Gärten verehrten und in Prozession durch den Petersdom getragenen Pachamama-Figuren waren, bevor sie von Alexander Tschugguel in den Tiber geworfen wurden. 
Diese kosmologische Vision bleibt der skandalöseste Aspekt der Amazonas-Synode, die aber noch andere ehrgeizige Ziele verfolgte, angefangen mit der Einführung der viri probati, also der Zulassung verheirateter Männer zum Priestertum, obwohl Johannes Paul II und Benedikt XVI diese Möglichkeit kategorisch ausgeschlossen haben, die von den progressivsten Kräften der
Kirche seit der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils vertreten wurde. 
Der Paragraph 111 des von der Synode gebilligten Schlußdokuments hat in den vergangenen Monaten eine starke symbolische Bedeutung erhalten. Darin wurde vorgeschlagen, „geeignete und anerkannte Männer der Gemeinschaft als Priester zu weihen, die ein fruchtbares ständiges Diakonat ausüben und eine angemessene Ausbildung für das Priestertum erhalten, und eine rechtmäßig konstituierte und stabile Familie haben können“.
Während Papst Franziskus am endgültigen Wortlaut seines Schreibens arbeitete, sandte Kardinal Claudio Hummes, der Generalrelator der Amazonas-Synode und Vorsitzende der REPAM, am 13. und am 29. Januar 2020 allen Bischöfen sub secreto zwei Briefe, um sie auf die bevorstehende Veröffentlichung des Textes von Papst Franziskus vorzubereiten. Im zweiten Brief schickte der brasilianische Kardinal einen Link zum Paragraphen 111 des Schlußdokuments der
Amazonas-Synode mit, was darauf hindeutete, daß der Teil des nachsynodalen Schreibens werden würde.
Die Einführung der viri probati sollte in einigen Regionen des Amazonasbeckens begonnen und dann auf die Weltkirche ausgeweitet werden. Es sollte nicht nur eine „kirchliche Disziplin“ eliminiert werden, sondern ein Gesetz der Kirche, das auf ein Gebot göttlichen und apostolischen Ursprungs zurückgeht.