Sonntag, 12. Januar 2020

Zum heutigen Festtag der Taufe des Herrn, oder seit Jahrtausenden immer dasselbe

Heute ist der Tag der Taufe des Herrn, der Taufe im  Jordan,
Wie uns die Schrift belehrt, taufte Johannes am Jordan mit Wasser und alle die zu ihm kamen, bekannten! ihre Sünden und dann wurden sie, als Zeichen ihrer Umkehr und Buße!, getauft.
Wenn man so will, dann haben die zuerst gebeichtet.
Und wie uns die Schrift weiter belehrt, kamen auch viele der damaligen offiziellen religiösen Führer, also die damalige Kirche, wenn man so will zu Johannes und wurden von ihm getauft, haben also vorher auch gebeichtet, nehm ich zumindest an.
Soweit ist alles wunderbar.
Wenn man den Text aber versucht zu lesen, so wie er dasteht, waren die Pharisäer und Sadduzäer wohl der Ansicht´,jetzt sei auch gut, mit dem bisschen  Jordanwasser über den Kopf.
Johannes sagt ihnen aber, was eigentlich immer noch gilt: man muss nun weitergehen, man muss sich der Taufe würdig erweisen, egal was man so beruflich macht  und wie schlau man ist.


Mich persönlich trösten diese quergelesenen Bibelstellen ungemein, weil sie mir zeigen, dass es um die  Kirche seltenst besser bestellt war als heute, und dass es wohl schon immer so war, dass es zwei Sorten religiöser Führer gab, die sich zudem noch spinnefeind waren, die Konservativen, das sind die Pharisäer und die Progressiven die den jeweiligen Zeitgeist als Quelle der Offenbarung sehen, in dessen Licht man die Schrift zu interpretieren hat, das sind die Sadduzäer.
Dem gemeinen Volk ist aufgegeben, sich zu bekehren und den religiösen Führern auch, von daher, seit über 2000 Jahren wahrhaftig nichts neues unter der Sonne.
Man hört ja in ortsüblichen Predigten oft den Grundtenor, also früher, in den Zeiten des AT, zur Zeit Jesu war das soundso, die jeweiligen Gruppen, die gerade auf die Nuss kriegen, waren ja einfach  blöd und das ganze garniert mit dem Subtext "Aber wir, besonders ich, wir sind ja soooooooo viiiiiiiiiiiel weiter und so schlau".
Man betrachtet die Schrift als eine Erzählung, die einen negativen Spiegel darstellt, der es einem erlaubt, sich selber ach so klasse vorzukommen.
Das halte ich schon immer für verkehrt.
Man sagt ja gerne abwertend, dass die Schrift eine Märchensammlung wäre, und vergisst dabei, das Märchen keine Unterhaltung sind, wie irgendwelche Serien und  Shows, nein Märchen sind Archetypen, sie erklären die Welt und deshalb ist die Bibel durchaus ein Märchenbuch, eigentlich das Märchenbuch überhaupt.
Die Schrift ist für uns geschrieben, um uns zu zeigen, wo es bei uns hängt und nicht um uns zu zeigen, wo es bei anderen hängt.
Es liegt nun in der Natur der Sache, dass religiöse Führer damit so ihre Schwierigkeiten haben, von daher versteh ich nicht, dass diese ganzen Frauen so danach geiern,  auch noch diese Schwierigkeiten zu bekommen.
Aber was versteh ich schon?
In diesem Sinne lassen wir uns nicht entmutigen, lesen wir die Schrift und beten wir,

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