Samstag, 25. Januar 2020

Zur Erinnerung: Anbetung in Frankfurt, während dieser seltsamen Synode

Es gibt, so seltsam es manchen Ohren klingen mag, auch noch so Leute wie wir, die nix anderes wollen, als einfach katholisch zu sein.
Möglicherweise liegt es daran, dass es sich bei unsereinem um Leute handelt, die nicht leichtfüßig auf dem mainstream surfen können oder wollen, warum auch immer.
Weiterhin ist es so, dass es die Lamentos in unseren Kreisen, so seltsam da auch manche Leute sind, das sei auch gesagt, schon mindestens ein ganzes Jahrhundert gibt. Auf jeden Fall lässt sich das anhand der  Heftchen beweisen, die man im Bücherregal der als fromm, gar frömmelnd, einem als man selber jung und dumm war, erschienenen Großmutter findet.
Ich hege den Verdacht, dass es seit den Zeiten Kaiser Konstantins noch nie großartig anders war, dass es also auf der einen Seite die gibt, die die Schrift mit den Augen des jeweiligen Zeitgeistes lesen und damit dann das eine auf ein Podest stellen, und anderes nicht wahrnehmen und dazu noch das, was auf dem Podest steht, zwar verehren, aber damit eben genau nicht leben, was auch so ein Problem ist.
"Wir haben ja die Heiligen, die haben damals gemacht, die werden für uns bei Gott schon bitten, dass er wieder macht" so ähnlich wird gesagt und damit entbindet man sich selber von der Aufgabe, selber zu machen, und sei es zu beten, so sagen die, die zwar nicht gut finden, was geschieht sich aber nicht positionieren wollen oder meinen zu können.
Für die anderen hat man Christus schon immer falsch verstanden, was zwar stimmt, aber auch sie sind nur wieder die Jünger derjenigen, die das immer falsch verstehen und deshalb immer wieder christuswärts aufbrechen, nicht wahrhaben wollen und meinen, Gott begreifen, gar ergreifen zu können, ihn sozusagen fein säuberlich seziert im Schrank zu haben, wo man bei Bedarf herausholt, was man gerade braucht.


Da, fast witzigerweise, sozusagen als Kontrapunkt zum obigen Lamento meinerseits , das Beten mehr oder weniger das einzige ist, was unsereinem geblieben ist, sollten wir das eben tun.
Wobei man natürlich auch zuzusehen hat, dass man selber nicht von anderen das Wassertrinkenpredigen und -tun erwartet, und dabei drauf spekuliert selber in Champagner baden zu können.
All das ist ein weites Feld, und so sei mir die karikaturenhafte und überzeichnete Darstellung verziehen und das Statement gestattet, dass ich selber mehr oder weniger hilflos, ratlos und fassungslos vor dem Abrisskommando unserer Kirche stehe, dass sich dennoch generiert als handele es sich bei ihm um die Restauratoren und das wohl auch selber glaubt.

So sei hier einfach nur nochmal auf die stille Anbetung im Frankfurter Dom während der ersten Tagung des synodalen Weges verwiesen und die, die eben nicht kommen können, denen sei vorgeschlagen in diesen Tagen den Kirchenbau vor Ort aufzusuchen  und dort dem Herrn im Tabernakel das eigene Unbehagen und die eigenen Sorgen vorzutragen.
Es ist scheinbar mal wieder so weit wie in dem berühmten Sonett von Rheinhold Schneider, dass "in dem Dom die Beter sich verhüllen, derweil Menschenhochmut auf dem Markt sich feiert" solange bis "Gott aus unseren Opfern Segen wirkt" und dann die Brunnen die schon zu lange nur noch eine lästige Delle in der Landschaft waren, wieder sprudelndes Wasser führen.

Hier der Text des Sonetts, 

Und um im Bild zu bleiben, es erschreckt auch die Vorstellung, dass nun die Brunnen aus denen doch das Wasser fließen sollte, zugeschüttet wurden und werden mit allem möglichen Müll und man sich fragt, wie das jemals wieder schön werden soll mit dieser Kirche, es muss ja das Wasser, wenn es denn wieder fließt erst mal den ganzen Dreck auflösen.
Und weil ich nun nicht weiter denken mag, sei einfach hier noch mal auf die Anbetung verwiesen, mitsamt Link zur zugehörigen Webside 



F R A N K F U R T 30.1.1.2.2020

Während ca. 400 Meter weiter die 1. DBK/ZdK-Versammlung tagt, beten Katholiken im Bewusstsein, dass sehr viel auf dem Spiel steht, für die katholische Kirche, den Leib Christi in unserem glaubensschwachen Land. Bete mit!

Bildquelle: pixabay.com


Eucharistische Anbetung während der Ersten Synodalversammlung des Synodalen Weges

Ort: Dom St. Bartholomäus (Wahlkapelle) Frankfurt am Main

Zeit: 30. 01. 2020, von 8.30 bis 16.30 Uhr
31. 01. 2020, von 8.30 bis 18.00 Uhr
01. 02. 2020, von 8.30 bis 16.30 Uhr

Kommt, lasset uns anbeten!


Bildquelle: Pixabay.com

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