Samstag, 21. März 2020

Lasst uns streben nach der Erkenntnis Gottes......

so lautet ein Vers aus der Lesung des heutigen Tages.
Ein für uns heutige, die permanent von studierten Theologen darüber unterrichtet werden, wie denn Gott sei, bzw. noch permanenter und noch penetranter Gott nicht sei, irgendwie nicht zutreffender Satz, also einer diese Bibelsprüche, die für "andere" gelten, nicht für uns.
Dazu, seien wir ehrlich, auch unsere, internen Diskussionen drehen sich meist darum, nachzuweisen, dass Gott genauso so nicht ist, wie der, den man nicht mag, ihn sich denkt.
Und wie es in solchen  Diskussionen eben so geht, extrapoliert jeder sein eigenes Gottesbild, seine Lebenserfahrungen die er mit Gott meint gemacht zu haben, eben auf alles.
Ich meine was soll man  denn sonst auch machen?

Und auch es ist unsere christliche Praxis unsere Kirchen mit Bilden auszuschmücken, Christusbildern auch bei denen, die sonst den Bildern abhold sind und da Christus nun mal Gottessohn, und somit Gott ist, eben auch mit Gottesbildern.
Es gibt immer mal wieder sogenannte Bilderstreite und sogenannte Bilderstürmer (zuletzt nach dem 2. Vatikanum) die dem biblischen Gebot aus dem Buch Exodus 2,20 " Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist."  zu seinem Recht verhelfen wollen. Und man kann es drehen und wenden wie man will, dieser Satz steht inmitten der 10 Gebote und auch in der Parallelstelle im Buch Deuteronimium findet sich dieses Bilderverbot.
Gut man könnte nun argumentieren, dass  ja dieses Gebot weitergeht mit " Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger (d.h. eifersüchtiger) Gott, der die Verschuldung der Väter heimsucht an den Kindern, ja an den Enkeln und Urenkeln derer, die mich hassen,
10 der aber Gnade erweist an Tausenden von Nachkommen (oder: am tausendsten Geschlecht) derer, die mich lieben und meine Gebote halten"
und ja keiner auf die Idee kommt den Bildern die wir alles so in den Kirchen herumstehen haben, zu dienen oder gar, außer man will drunter putzen, sich vor ihnen niederzuwerfen.
Üblicherweise wird das doch Erlaubtsein der Bilder damit begründet, dass in Christus ja Gott selber in das Bild und Gleichnis Gottes (Gen1,26) , eben die Menschengestalt gekommen ist, und somit Gott selber ja das Bilderverbot aufgehoben hat, weil er, in Christus, ja das vollkommen Bild seiner selbst gezeigt hat.
(die Sache ist ja die, dass Gott nach dem Bericht von Genesis den Menschen nach seinem (Gottes) Bild und Gleichnis schafft und Christus ja der wahre Mensch überhaupt und somit das vollkommene Abbild Gottes ist, man also in Christus Gott angucken kann)
Gut darüber kann man stundenlang streiten und darüber ewig streiten, das will ich hier nicht tun.
Aber die ganze Angelegenheit wird noch dadurch erschwert, dass die ganze Schrift ja voll ist mit Bildern und Gleichnissen die von Gott sprechen.
Gott fordert den Menschen geradezu dazu auf, in der Schrift. im Reden der Propheten sich von ihm,. Gott, ein Bild zu machen.
Er stellt sich vor als der Bräutigam,. als der Herr der Herrscharen, als Richter, als Zorniger, als über allem thronender, als Töpfer, als Hirte, als penibel liturgischen Vorschriften Erlassender, als Schützer als Schöpfer, als Schirm und so weiter.
Im Neuen Testament wird es eher noch schlimmer mit den Gottesbildern, Christus spricht ja fast nur in Gleichnissen von seinem Vater (was übrigens auch wieder so ein Bild ist) redet von dem König, dem Hirten, dem Weinbergbesitzer, der Frau die Brot backt, und fordert damit  ja geradezu dazu heraus sich Bilder zu machen, weil, wie es ebenfalls in der Schrift permanent heißt  man "die Worte im Herzen hin und her bewegen" soll, bzw darüber "nachsinnen bei Tag und bei Nacht"

Ich denke dem Dilemma entfliehen kann man nur, wenn man klar hat, dass man auf dieser Welt Gott nicht begreifen kann, nicht ergreifen kann und man Gott nicht haben kann.
Man kann Glaube nicht lernen wie eine Sprache, die man halt irgendwann man nicht gekonnt hat und wenn man sie einmal kann, halt kann.
Erkenntnis Gottes geht auch nicht wie ein Kochrezept an dem man lange herumprobiert und irgendwann hat man den Bogen raus, und kann den Knödelteig im Halbschlaf machen, während vorher die dummen Dinger entweder zerfallen sind oder als Wurfgeschosse taugten.
Deshalb denke ich gilt die Aufforderung der Lesung immer und man sollte gegen sich selber misstrauisch werden, sobald man meint es begriffen zu haben,wie es dann so en gros und en detail sich verhält mit dem lieben Gott

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