Freitag, 3. April 2020

Humor ist wenn man trotzdem lacht, oder hinter manchem Witz steckt viel Tiefsinn

Bloggerkollege Pulchra et Luna hat den Link in einem Beitrag verarbeitet, und ich bin ihm gefolgt und muss sagen: Genial!
Es geht um eine ältere Comicgeschichte unter dem Titel "Maskenmenschen"  die wie gesagt schon einige Jahr alt ist, aber irgendwie doch aktuell passt.
Sehr interessant an der Comicgeschichte ist, dass der liebe Gott zwar den Menschen hinter die Maske gucken kann, und somit den Menschen, besser kennt als der sich selber, weil der Mensch sich maskiert wie er sich nun mal hat, ja sogar haben muss, für sein eigentliches Ich hält.


Sehr interessant auch die Überlegung dass wir ja schon seit Jahrhunderten, wohl richtig seit Jahrtausenden mit Ideen konfrontiert sind, die den Menschen mittels diversen Techniken verändern wollen.  (Erziehung vulgo Pädagogik, Hinweisen zur Selbstoptimierung und diversen eigentlich uralten Versuchen sich dahin hin zu  entwickeln wo man gerne wäre, bzw wo einem andere einreden dass man dort sein haben zu wollen hat, dann das ganze weite Feld der Religionen und das irgendwie entgegengesetzte des Drills, dazu das Feld der zahlreichen Versuch den Menschen dahin zu bringen zumindest edel und gut sein zu wollen)
Dazu natürlich der uralte Traum der ewigen Jugend, für den die Leute bereit sind einiges springen zu lassen und über den man nur spötteln kann, solange man seine weißen Haare ignorieren kann und die Alterszipperlein ebenfalls. 
Und auch diese permanente Sehnsucht, die sich schon in antiken, vorchristlichen Texten findet nach dem vollkommenen Menschen und wo man eben schon seit der Antike versucht hinzukommen, bzw die Menschheit (was man halt im jeweiligen Kontext darunter verstand) dazu zu bringen so zu werden, wie man meint dass diese zu sein hat, auch das soll nicht pauschal als dusselig gebrandmarkt werden, sondern es ist eben die uralte Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Das aber nur als Nebenbemerkung und damit man mich nicht falsch versteht.
Die theologisch spannende Frage ist nun, wie weit kann das gehen mit der Verinnerlichung, also dem Verwachsen mit der Maske?
Nun, wir halten fest,. der Mensch ist, so lehrt es uns die Schrift, ursprünglich gut, sogar sehr gut, geschaffen worden, er ist Bild und Gleichnis Gottes, sagt die Schrift!
Nur hat er dieses Bild und Gleichnis sowas von dermaßen versaut, dass Christus kommen, lehren und leiden musste, damit der Mensch überhaupt erst wieder in die Lage versetzt wurde, gerettet werden zu können, wenn er das denn will.
Allerdings ist das wohl wirklich so, dass er, so sagt es Paulus, den neuen Menschen anziehen kann, und den alten Menschen ausziehen kann.
Paulus schreibt das so:

 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. 23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Interessante Stelle! Es geht also nicht darum das eine nicht mehr zu tun, und dafür was anderes zu tun, nein, man muss sich zuerst erneuern und erst dann kann man so werden, wie man von Gott ursprünglich geschaffen wurde.
Also der Mensch kann sich durchaus ändern, sagt Paulus aber er hat dafür nur zwei Möglichkeiten, entweder weg von dem wie Gott ihn ursprünglich geschaffen hat, oder darauf hin.
Soweit hört sich das alles ja ganz sinnvoll an, wenn nur nicht die Karikatur eine ganz andere Dimension noch ansprechen würde, weil wie Gott denn nun eigentlich ist, darüber streiten sich die Leute seit Jahrtausenden!
Der Mensch soll sich also Richtung eines Gottes erneuern, von dem er eigentlich nicht wirklich weiß wie er ist, und wenn wir mal nicht davon ausgehen, dass der, der ein anderes Gottesbild als ich habe, kein Idiot ist., sondern es genauso ernst meint, wie ich, dann müssen wir konstatieren, dass es ja wirklich nicht so einfach ist, herauszufinden, wie er denn nun mal ist, der liebe Gott.
Dazu kommt noch, dass die Schrift uns gebietet "du sollst dir kein Bild von Gott machen".
Es hat auch hier viel Streit darum gegeben, wie das nun zu verstehen ist, und es gibt welche die das Gebot einfach wortwörtlich nehmen, kahle Wände allerhöchstens Ornamentik, alles andere ist Blasphemie und dann gibt es die, die erklären dass keiner behaupten würde die Bilder die unsere Kirchen schmücken, entsprächen der Realität.
Man kann auch hier ganze Bibliotheken vollschreiben, aber die Schrift ist hier klar und doch gibt es den Auftrag "über die Weisung des Herrn nachzusinnen bei Tag und bei Nacht" und "die Worte  bewegen im Herzen, wie Maria" all das führt dazu dass man sich Bilder macht. "So ist Gott!" "so ist Gott doch nicht" usw.
Man soll also etwas tun, was man nicht tun soll, so ähnlich könnte man sagen.
Nun ist Gott doch nicht jemand, (man beachte das Bild) der den Menschen in den Wahnsinn treiben will, sondern er will doch den Menschen dazu bringen sich zu ihm, Gott, auf den Weg zu machen (auch schon wieder ein Bild).
Nun mir scheint  es einfach so zu sein, dass wir hier auf dieser Welt nicht zu Gott kommen können, aber uns immer wieder nach ihm ausstrecken sollen, ja sogar müssen,
Man hat Gott nicht einfach irgendwann erkannt und dann ist gut, sondern man ist eben immer unterwegs.
Und hier, finde ich, haben die  Modernisten sogar recht, obwohl sie, in meinen Augen das Kind mit dem Bade ausschütten.
Und jetzt sind wir bei dem angelangt was ich schon immer sage "Im Grunde müssen wir die Ökumene wirklich mal leben und zwar innerhalb der Kirche!"



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