Donnerstag, 23. April 2020

Theologische Dünnbrettbohrer

ein Theologe hat sich mal wieder geäußert, zur gegenwärtigen Lage von Kirche und Nation. Vollmundig verkündet er, dass das mit der Eucharistie eh nicht so wichtig sei und überhaupt dieses ganze Gottesgedäns eh nur so richtig zum Zuge komme  in der gelebten Nächstenliebe die, das sagt er aber nicht, das sagen alle anderen, zur Zeit darin sich manifestiert, dass ich dem Nächsten nur nicht zu nahe komme.
Es widerstrebt mir den Herrn auch nur zu verlinken, aber er hält den derzeitigen Anblick leerer Kirchen für einen realistischen Blick in die Zukunft!


Nun  damit hat er wohl so Unrecht nicht, das haben auch schon andere gesehen, so der immer wieder von mir zitiertet Romano Guardini im Jahre de Herrn 1951! und zwar in "Das Ende der Neuzeit" folgendermaßen:

Die Einsamkeit im Glauben wird furchtbar sein. Die Liebe wird aus der allgemeinen Welthaltung verschwinden (Mt 24,12). Sie wird nicht mehr verstanden noch gekonnt sein. Um so kostbarer wird sie werden, wenn sie vom Einsamen zum Einsamen geht; Tapferkeit des Herzens aus der Unmittelbarkeit zur Liebe Gottes, wie sie in Christus kund geworden ist.

Guardini sieht darin eine winzige Chance, dass nämlich darüber der Glaube wirklich echt und  nur uns ausschließlich auf Christi gegründet noch einmal oder wieder seine eigentliche Leuchtkraft entfalten kann, die die ersten Christen dazu brachte sich zu freuen "Schmach für den Namen der Herrn erlitten zu haben" wie es in der Apostelgeschichte heißt und "mit Freude den Verlust all ihrer Güter erduldet zu haben"  wie Paulus an die Hebräer schreibt.
Aber dass es automatisch so komme, das sieht Guardini nicht.

Es ist dieses Hanswurstigkeit moderner Theologen die mich so ärgert,
Es ist eins wenn man jemandem der gerade in einer schweren Krise steckt, versucht damit aufzuhelfen, dass man  ihm erklärt dass jede Krise auch eine Chance sein kann und man auf Gott vertrauen sollte, der wenigstens weiß was er treibt.
Aber diese unsensible anscheinend von keinerlei Sinn für die Probleme der Leute getragene, und die Probleme der Leute nicht ernst nehmende Art die macht mich fassungslos.

So sieht der Herr Theologe die Aufgabe der Kirche der Zukunft nicht im Gottesdienst, weil da kommt ja eh keiner und Eucharistie ist sowieso nur teilen (ich frage mich da immer wie man ausgerechnet darauf kommt) und deshalb ist es die Aufgabe der Kirche im Teilen von auf gar keinem Fall der Eucharistie, die Leute zu verbinden.
Für was zu was? das ist doch komplett unwichtig!

Gut ich kann schon verstehen, dass so einem angestellten Theologen aufgrund der nicht erst seit gestern anstehenden Entwicklung (wie gesagt das Guradini Zitat ist von 1951! Vorarbeiten zum Thema finden sich in den  Briefen vom Comer See, die sind von 1927!) also dass da einem Theologen Angst und Bange wird um seine Zukunft, weil auch der Theologe muss seinen Brötchen bezahlen und wird keine großartige Lust haben beim Jobcenter vorstellig zu werden, Wie gesagt die Existenzangst ist nachvollziehbar,aber dann bitte nicht so über die Empfindungen von Leuten, denen der Glaube wichtig ist, hinwegbügeln!
Und auch bitte bedenken dass man selber seinen Job nur deshalb hat weil es eben Leute gibt die der Ansicht sind, dieser Gott sei wichtiger  als die Welt einfach weil es diesen Gott schon vor der Welt gegeben hat und das Ziel des Lebens ist, wenn diese Welt nicht mehr ist, bei Gott der dann immer noch ist, zu sein.
Es soll Leute geben die die Schrift ernst nehmen, es soll Leute geben die sich um Gotteserkenntnis bemühen und deshalb sich mühen zuerst das Reich Gottes zu suchen.
Nun ist es so, dass die Theologen sozusagen die Experten für den lieben Gott sind, es gibt Stimmen die das für verkehrt halten und wenn man dann lesen muss, dass hauptamtliche Theologen finden, das mit dem Gott wird einfach überbewertet., dann kann man auf die Idee kommen, dass diese Stimme so unrecht nicht haben.

3 Kommentare:

  1. Viele Theologen sind hat Staatsbeamte. Da wundert es mich nicht, wenn sie zum Gegenstand ihrer "Forschung" ein ähnliches Verhältnis haben wie die Virologen.

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    1. Ja so ist es wohl. Hauptsache das Geld fließt regelmäßig!

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    2. Die Abschaffung der Kirchensteuer würde da viel Gutes bewirken.
      Dann müsste sich die Kirche wieder um ihre Gläubigen kümmern, die den meisten Hirten derzeit ja ziemlich egal sind. Das würde auch bewirken, dass staatsfinanzierte Theologen von der Kirchenführung zurechtgestutzt würden. Vielleicht muss es wirklich schlimmer werden, bevor es besser wird.

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