Donnerstag, 28. Mai 2020

Der immer liebe, auf gar keinen Fall strafende Gott und das Buch Hiob

also fangen wird an: unsere Ober- und Unterhirten sind ja seit Jahrzehnten immer eifriger bemüht den lieben und nicht so lieben Gläubigen eines einzuhämmern, dass der liebe Gott auf gar keinen Fall irgendwelche Unglücke verhängt, bzw zulässt, weil er ja nur immer unser Gutes will und gar nicht anderes wollen kann.
Dass die lieben und nicht so lieben Ober- und Unterhirten sich hiermit in ein logisches Dilemma begeben, scheint ihnen so irgendwie nicht klar zu sein!


Also, man kann es drehen und wenden wie man will, man kommt nicht umhin festzustellen, es gibt das Böse, es gibt das Unglück und es gibt auch das Unglück,  dass die Guten trifft, gehört dieses doch zu den Grundessentials des christlichen Glaubens, dass den  wirklich und allein Guten  das Unglück, die Bosheit der Menschen, die Verknoddelungen der Macht so richtig voll getroffen haben. Dieser Mensch ist  Jesus der Christus, der der wirklich allein Gute und Weise und Gutmeinende, der heilende und lösende, der Heiland im Wortsinn war und ist.
Man muss auch hier, was die Passion angeht festhalten, dass die ja auch deshalb so grausam war, weil Pilatus den Christus ja eigentlich frei bekommen wollte und so das Leiden Christi nur noch schlimmer gemacht hat.
Ich meine zunächst den Gang des gefangenen Christus in der Morgenfrühe zu Herodes, wieder zurück, dazu die Verspottung durch die Soldaten, erst recht die der Kreuzigung vorangehende Geißelung,  all das war Ergebnis des Versuchs des Pilatus Christus freizulassen und Pilatus ist , immerhin der  Statthalters der damaligen alles beherrschenden, römischen Macht  gewesen.
Damit hat der mächtigste Mann in ganz Jerusalem und Umgebung, der eigentlich auf der Seite Christi stand, wenn man so will, das Ganze nur noch schlimmer gemacht, schlimmer als wie wenn er gleich den fordernden Juden nachgegeben hätte Das meine ich mit Verknoddelungen der Macht.

Ein kleiner Einschub, wer jemals in einen Kreis sich superfromm wähnender, meist mit sämtlichen Erscheinungen vertrauter Leute geraten ist, und dort mitbekommen hat, wie die Weltlage eruiert wurde, also der versteht schon, dass unsere Ober- und Unterhirten sich da gerufen fühlen dagegen zu halten.
Ich meine diese Leute die genau wissen wie die Dämonen arbeiten, die genau wissen was die Ursache von allem und jedem  ist, diese Leute die in jedem Ungemach dass sie selber trifft einen "Angriff" sehen und für alles und jedes das passende Gebet, Wässerlein oder Medaillon parat haben, und dabei irgendwie überhaupt nicht realisieren, dass das alles genau nicht hilft, was aber bei mir zumindest, bei allem Unbehagen, doch wieder Bewunderung hervorruft, wie man so stur sein kann.
Es ist so eine Art quicker Bescheidwisserei von Leuten die doch eigentlich von wenig eine Ahnung haben, so ein bisschen "das was wir nicht verstehen, das erklären wir uns halt" , so ein "Schublade auf, Gegebenheit einsortieren, Schublade zu und sich gut fühlen", weil man sich schlauer wähnt ist als alle anderen!"
Nur sind diese Leute sehr wenig, und sehr selten und naja sagen wir mal so, gerade die Verirrten brauchen doch den Hirten und nicht das in die Schmuddelecke gestellt werden und ja es gibt nun mal Sünden die nur auf dem Acker der Frömmigkeit wachsen und es nutzt nichts deshalb den Acker zuzubetonieren.
 Kehren wir wieder zum Ausgang zurück.
Also wenn der liebe Gott auf gar keinen Fall strafen kann, und auch nicht die Strafe verhängen kann, damit der Gestrafte sich bessert, wenn alle Krise nur Chance ist, dann fragt man sich schon, warum die Kirche, die selbiges permanent verkündende Ober- und Unterhirten hat, in so einem desolaten Zustand ist?
Man könnte auf die Idee kommen, dass der liebe Gott denen, die so dummes Zeug über ihn erzählen einfach nicht den Erfolg ihrer dummen Ideen zukommen lassen will.
Das heißt natürlich nicht, dass jedes Unglück Strafe Gottes ist und war und wenn man so ein bisschen zuviel  süßsaure fromme Literatur gelesen hat, die eben genau weiß was und warum und wieso wann und wo und wem geschehen ist, kann  man, wie gerade festgestellt, auf die Idee kommen,  dass die Ober- und Unterhirten auch zuviel solcher Literatur gelesen haben und nicht sehen wollen, wie wenig verbreitet selbige ist.
Allerdings fallen sie, meiner Meinung nach, auf der anderen Seite vom Pferd, indem sie in allem Geschehen genau nicht das Tun Gottes verorten, den sie, und das gehört mit zur schizophrenen  Verkündigung, dann in den ortsüblichen Fürbitten doch wieder bitten, was zu tun, meist besteht die Fürbitte darin, dass Gott denen die blablubber doch nahe sein solle.
Wobei man sich dann schon fragt, was das denen denn helfen soll?
Oder wenn dann der liebe Gott doch um etwas konkreteres gebeten wird, so fragt man sich schon, was das soll.
Ich meine wenn der liebe Gott mit Krankheit, Unglück, Krieg, schlechtem Wetter, und all dem Kram der schief laufen kann und es auch tut, nichts zu tun hat, wie soll er denn dann was dagegen machen können?
Irgendwie steckt in diesen Fürbitten eine ernsthaft tiefgreifende Widersprüchlichkeit, man ruft Gott an um Hilfe oder Beistand, oder er möge doch diesen oder jenen an den Schalthebeln der Macht beibringen was  sie tun oder besser lassen sollen, also man ruft ihn an als den Allmächtigen, den Allwissenden, der aber irgendwie nicht mitzukriegen scheint was los ist.
Auch von Gottes Allmacht scheint man wenig zu halten, weil es immer darum geht, dass da Menschen sich bessern sollen, was schon richtig ist, nur gehört genau das zu den Dingen wo Gott selber seine Allmacht nicht ausübt. Und das kann Gott, weil er nicht einfach ein Prinzip ist, sondern eine Person und zu dem Personsein gehört etwas nicht tun zu können, was man von seinem Sein her  tun könnte.
Auch das gehört zu den geheimnisvollen Stellen in der ganzen Schrift. Gott bringt den Menschen nicht dazu an ihn zu glauben, indem er sich als der Allmächtige zeigt. Ja bei Licht betrachtet, bezeugt das  die Schrift permanent, wenn man die ganzen Kinderbibelvorstellungen bzw die ganzen frommen Vorstellungen, wo man genau sieht wer der Heilige ist, weil er ja mit dem Heiligenschein herumläuft, beiseite stellt, also wenn man das tut und Schrift liest, wie sie sich präsentiert, so haben die Wunder Gottes alle etwas beiläufiges, nicht zwingendes, leises, etwas was man fast übersehen kann, und es auch tut, sofern man nicht hinguckt.
Es ist zwar in der Offenbarung des Johannes und den Visionen des Ezechiel die Rede von dem Donnern der Stimme Gottes und dergleichen mehr, aber defacto in der Realität hört man Gott eben sowenig donnern, dass unsere Ober- und Unterhorten zu der Einstellung gelangt sind, er könne das gar nicht tun, weil er es nicht tut.
Gut könnte jetzt einer sagen, dann guck mal bei 2 Mose 19 ff die Erscheinung des Herrn auf dem Sinai, da hast du Feuer und Beben und den Schall einer sehr starken Posaune, das ist doch nicht so nebenbei, sondern schwer beeindruckend, und widerspricht dem was du da so sagst.
Nun ja, würde ich da sagen, wenn wir da weiterlesen, so gibt Gott dem Mose da die 10 Gebote und einige andere Vorschriften, mit denen wir so unsere Schwierigkeiten haben, ich sage nur 2 Mose 21, 4 und 21.7ff z.B oder auch diese ganzen Opfervorschriften, die doch dem widersprechen was Gott später durch Jeremia (7,22) sagen lässt: Denn ich habe zu euren Vätern nichts gesagt und ihnen nichts befohlen in bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer am Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte. Aber das führt jetzt erstmal zu weit weg vom eigentlichen Thema, obwohl diese Fragen auch sehr spannend und auch verwirrend sind.
Also zurück zum Punkt: Gott gibt die 10 Gebete nebst einigen anderen, Mose steigt hinab, das Volk ist begeistert, und dann steigt Mose, so steht es in 2. Mose 24 mitsamt Aaron und 70 Ältesten wieder auf den Berg, wo  diese dann Gott sehen!
Danach steigen alle wieder herunter und Mose steigt alleine auf den Berg (mitsamt Joshua) und dorthin kommt wiederum Gott in einem Feuer das alle sehen, so steht es in 2 Mose 24,17.
Aber all das hindert die Leute nicht daran, nach noch nicht einmal  40 Tagen (2 Mose  24, 18) nach anderen Göttern zu verlangen und dafür ihren Schmuck herzugeben  (2 Mose 32).
Also all die beeindruckenden Dinge, vom letzten Monat, also Feuer, Posaune,  Erdbeben, und das Sehen der Anwesenheit Gottes durch Aaron und 70 Älteste, also durch die Chefs sozusagen, beschrieben in 2 Mose 24,9ff ist irgendwie nicht nachhaltig, zwingt nicht und bringt keinen der Zeugen dazu dem Volk zu erklären, dass es gerade dabei ist was verkehrtes zu tun, als es selbstgemachte Götter haben will.
Gott zieht sich zurück hat ein alter Theologe mal, fast frustriert, zu mir gesagt, er drängt sich nicht auf, er überlässt den Menschen das Feld, so fuhr er fort.
Dennoch ist er der Herr, und dennoch ist er derjenige der all unsere Not enden und all unser Unglück wenden kann, wie wir im Adventslied singen.
Es bleibt also die gute, alte Theodizee, also die Frage woher das Leid kommt, wenn doch alles von einem guten Gott gut geschaffen wurde, und damit haben sich schon viele abgeplagt.
Interessanterweise findet sich das Problem auch in der Schrift und dort wird vielfach berichtet dass der liebe Gott den Menschen doch die eine oder andere Strafe aufbrummt und das in Fällen wo man sich ernsthaft fragt, was das soll.
So gibt Gott dem Mose die Vorschrift alle 7 Jahre die Felder nicht zu bestellen und nur das zu ernten was halt so wächst, die Vorräte aufzuessen und das im 7ten 7ten Jahr gleich zwei Jahre lang, weil jedes 50, Jahr ein Jubeljahr ist, wo die gleichen Vorschriften gelten.(2 Mose 23,11) und (3 Mose 25,11) wobei man in einem Jubeljahr noch nicht mal ernten soll was von selber wächst.
Sowas widerspricht aller bäuerlichen Lebenserfahrung und von daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Leute nicht so recht daran gehalten haben. Und ich vermute mal unsere Ober- und Unterhirten würden auch nichts davon halten, wenn ihre Schäfelein, also wir, alle 7 Jahre frei machen würden und wir, die Schäfelein würden es zwar schon nett finden, alle 7 Jahre ein Jahr frei zu haben, aber es dürfte ja klar sein, das funktioniert überhaupt nicht.
Dennoch meint Gott genau das ernst und erklärt durch Jeremia, was allerdings nur in  2 Chronik 36,21 und bei Dan 9,2 steht, dass die babylonische Gefangenschaft sein muss, damit das "Land seine Sabbate halten kann!"
Wenn man dann sich überlegt wie intensiv moderen Landwirtschaft ist, wo mittels Folie und Bewässerung die natürliche Vegetationszeiten verlängert werden, und der Boden ausgelaugt wird, dann kann es einem schon mulmig werden, aber auch das führt zu weit.

Auf jeden Fall um noch eins drauf zu setzen findet sich in der Schrift auch das Buch Hiob und dieser Hiob tut nichts böses, er ist zwar Heide, aber lebt Gott sehr, sehr wohlgefällig und dennoch lässt Gott alles mögliche Unglück über ihn kommen, ja gibt diesen Hiob dem Teufel in die Hand.
Und ja es kommen dann die Freunde Hiobs und versuchen ihm gut zuzureden, dass er doch dem lieben Gott seine Schuld bekennen solle, Gott wäre schon gnädig, Nur hat Hiob keine Schuld zu bekennen was die Freunde einfach nicht einsehen. Hiob ist also ein unschuldig geplagter und zwar, so steht es in der Schrift von Gott persönlich dem Teufel in die Hand gegeben, nur sein Leben darf der nicht nehmen, sonst alles und das tut er auch, die Gesundheit, das Vermögen, ja sogar die Kinder und die Solidarität der Ehefrau.Gott redet am Ende sogar mit Hiob und erklärt ihm die Schöpfung und fragt den Hiiob ob er sie denn gemacht haben, und Hiob sagt :Siehe, zu gering bin ich! Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund. 5 Einmal habe ich geredet, und ich will nicht mehr antworten[2]; und zweimal, und ich will es nicht wieder tun. Gott redet dann noch einmal mit dem Hiob und führt ihm die Urschöpfung, die sogenannten Chaosmächte,  den Behemot und den Leviathan vor Augen (Hiob 40,6 ff) 
Hiob sagt dann
 Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist[1]. 3 "Wer ist es, der den Ratschluss verhüllt ohne Erkenntnis?" 
So habe ich denn meine Meinung mitgeteilt und verstand doch nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte. 4 Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen![2] 5 Vom Hörensagen[3] hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. 6 Darum verwerfe ich mein Geschwätz und bereue in Staub und Asche.

Eigentlich erklärt Hiob jetzt das was seine Freunde ihm die ganze Zeit versucht haben beizubringen, dennoch kommen sie nun total schlecht weg, weil Gott ihnen nun erklärt,. sie hätten nur dummes Zeug geschwätzt (Hiob 41,7 ff). Also das was Hiob von sich selber sagt,
Nun opfern die Freunde Gott das was er fordert und Hiob, immer noch elend, immer noch krank, legt für die Freunde Fürsprache bei Gott ein (Hiob 42;8ff) und deshalb erst ändert Gott das Geschick Hiobs, so steht es in der Schrift.
Dennoch und das ist wichtig, geht es dabei nicht um eine Kausalität, Hiob bittet für seine Freunde und deshalb wird ihm das Heil geschenkt, auch und wenn man  das so interpretieren könnte.
Mich fasziniert an dem Buch Hiob, dass es irgendwie die klassischen Denkschemata, für die es auch in der Schrift genug Belegstellen gibt, "der Weg der Frevler führt in den Abgrund, für die Witwen und Waisen sorgst du o Herr, wie wir am Beispiel des Eliah sehen" , dass schon das Buch Hiob diese Denkschemata durchbricht, wie es dann später Christus selber tut. "Viele Witwen gab es zur Zeit des Eliah, aber nur zu einer wurde dieser, der noch weniger hatte, als diese, geschickt....."
Ich denke es geht definitiv um das Gott wohlgefällige Verhalten, aber es geht nicht darum sich Gott wohlgefällig zu verhalten, damit es einem im Sinne Gottnichtwohlgefälligsichverhaltender gut geht, auch und wenn Gott weiß  was wir brauchen und uns den Bedingungen dieser Welt, die nun mal eine materielle und dem Wachsen und Vergehen unterworfene Welt ist, ebenfalls unterworfen hat, auch und wenn das nun wieder aufzudröseln hier wiederrum zu weit führen würde.
Um also wieder auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, ja es ist unbiblisch und verkehrt die Geschehnisse in der Welt im Sinn von Gottes Lohn für die Frommen und Gottes Strafe für die Nichtfrommen zu sehen, es ist aber ebenfalls verkehrt diese Kategorien noch mehr zu verweltlichen, es kommt eigentlich darauf an, und das lehrt und das Buch Hiob und auch die Geschichte Jesus des Christus die Kategorien der Welt zu übersteigen, und das tun unsere Ober- und Unterhirten viel zu selten.
Ganz im Gegenteil sie sind viel zu fixiert auf die Kategorien dieser Welt, und kommen daher nicht auf die Ideen eines Paulus, der schreibt:

Ich halte nämlich dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. 19 Denn das sehnsüchtige Harren[8] des Geschaffenen[9] wartet auf das Offenbarwerden (der Herrlichkeit) der Söhne[10] Gottes. 20 Denn der Nichtigkeit[11] ist die ganze Schöpfung unterworfen worden – allerdings nicht freiwillig[12], sondern um dessen willen, der ihre Unterwerfung bewirkt hat –, jedoch auf die Hoffnung hin, 21 daß auch sie selbst, die Schöpfung, von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden wird zur (Teilnahme an der) Freiheit, welche die Kinder Gottes im Stande der Verherrlichung besitzen werden. 22 Wir wissen ja, daß die gesamte Schöpfung bis jetzt noch überall seufzt und mit Schmerzen einer Neugeburt harrt. 23 Aber nicht nur sie[13], sondern auch wir selbst, die wir doch den Geist als Erstlingsgabe bereits besitzen, seufzen gleichfalls in unserm Inneren beim Warten auf (das Offenbarwerden) der Sohnschaft, nämlich auf die Erlösung unsers Leibes. 24 Denn wir sind zwar gerettet worden, aber doch (bisher) nur auf Hoffnung hin. Eine Hoffnung aber, die man schon (verwirklicht) sieht, ist keine (rechte) Hoffnung mehr; denn wozu braucht man noch auf etwas zu hoffen, das man schon (verwirklicht) sieht? 25 Wenn wir dagegen auf das hoffen, was wir noch nicht (verwirklicht) sehen, so warten wir darauf in Geduld. 26 Gleicherweise kommt aber auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe; denn wir wissen nicht, was wir so, wie es gerade not tut[14], beten sollen. Da tritt dann aber der Geist selbst mit unaussprechlichen[15] Seufzern für uns ein; 27 der aber, der die Herzen erforscht[16], versteht die Sprache des Geistes, weil dieser in einer dem Willen Gottes entsprechenden Weise für Heilige[17] eintritt. 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken[18], nämlich denen, welche nach seinem Vorsatz[19] berufen sind. 29 Denn die, welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch im voraus dazu bestimmt, (einst) dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden: dieser sollte eben der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein. 30 Und die, welche er vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen; und die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; und die er gerechtfertigt hat, denen hat er auch die (himmlische) Herrlichkeit verliehen. (Joh 17,22) 31 Was folgt nun hieraus? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? 32 Er, der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle (in den Tod) dahingegeben hat: wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles (andere) schenken? 33 Wer will[20] Anklage gegen die Auserwählten Gottes erheben? Gott ist es ja, der sie rechtfertigt. 34 Wer will[21] sie verurteilen? Etwa Christus Jesus, der doch (für uns) gestorben ist, ja, mehr noch, der auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes sitzt und auch für uns eintritt? 35 Wer will[22] uns von der Liebe Christi scheiden? Etwa Trübsal oder Bedrängnis, Verfolgung oder Hunger oder Mangel an Kleidung, Gefahr oder Henkerbeil? 36 Wie geschrieben steht (Ps 44,23): »Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag gemordet; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« 37 Nein, in dem allem[23] siegen wir weitaus[24] durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin dessen gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten[25], weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Mächte, 39 weder Höhe noch Tiefe[26] noch sonst irgendetwas anderes Geschaffenes imstande sein wird, uns von der Liebe Gottes zu scheiden, die da ist in Christus Jesus, unserm Herrn.







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