Samstag, 27. Juni 2020

DIe Theologie hat den Glauben ausgehöhlt Teil 2

Gestern schrieb ich über eine Theologie die den Glauben so sehr aushöhlt, dass sie den Glauben untergräbt und zum Zusammenbrechen bringt.
Ich endete mit der klassischen Geschichte*, die beleuchtet, dass die Theologie nicht dazu da ist dem alten frommen Mütterchen vorzuschreiben was es zu glauben hat, sondern dazu da ist, den nicht alten, frommen Mütterchen und stolzen Intellektuellen begreifbar zu machen, was sie nicht wissen, frei nach dem Wort Christi
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.



Theologie ist quasi die Krücke für die, die  vor lauter Wissen nicht  wissen was sie alles nicht wissen, die Krücke für die Verkopften und darauf auch noch Stolzen und eigentlich, bis neulich, haben die das sehr wohl gewusst.
Mittlerweile haben die Theologen es soweit gebracht, dass die alten, frommen Mütterlein noch nicht mal im Dom mehr sich betend verhüllen, sondern es gibt sie kaum noch.
Es sei der Seitenhieb gestattet, dass diverse Frauen die sich engagieren gegen die Männerkirche und zum Sturm auf die berühmten 3 Meter um den Altar geblasen haben, zwar das Alter der vormaligen alten, frommen Mütterleins haben, aber leider, leider genau davon nichts wissen wollen.
Ich habe ja den Verdacht das liegt daran, dass man sich von all dem klugen, belesenen, schlauen, sophistischen Theologengeschwalle, das seit Jahrzehnten auf uns hereinprasselt so hat narrisch machen lassen, dass man es auch noch glaubt, dass man den Glauben machen kann.

Nun ist es so, dass man zwar die alten, frommen Mütterlein aus der Kirche vertreiben kann, aber die Sehnsucht nach der Wahrheit die  Christus ist,  nicht.
Und einer der klug, belesen und gebildet und dennoch einer ist, der den Glauben der alten, frommen Mütterlein seinesgleichen erklären wollte, war Kardinal Ratzinger.
Er sagte in Salz der Erde es ginge bei der Kirche auch darum den Glauben der Kleinen zu schützen und (da sage jetzt ich) nicht mitzumachen beim Halali der Welt auf den Glauben der Kleinen und Einfachen.
Gut auch er hat resigniert, aber kurz vorher hat er in Freiburg noch einen bemerkenswerten Satz gesagt, der das Drama in dem wir stecken tief beleuchtet:
Dieser Satz lautete:
Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz davon berührt wäre, vom Glauben. Eigentlich ist das ein Verriss des kirchlichen Apparates und der darin tätigen Theologen der sich gewaschen hat, bei Licht betrachtet.

Weil er damit, im Gegensatz zu früher, wo kluge, gebildete, eloquente und sehr intellektuelle  Theologen noch wussten, dass die alten frommen Mütterlein näher bei Gott sind, als sie selber. Ist es nur soweit gekommen, dass ein Papst Benedikt, öffentlich feststellt, dass Agnostiker die suchen, näher bei Gott sind, als die die genau wissen warum die alten, frommen Mütterlein aus der Kirche zu verschwinden haben


*Bruder Ägidus  besucht den großen  Gelehrten Bonaventura und fragt erstaunt:
Sag mal Bruder Bonaventura, muss man all diese Bücher gelesen und verstanden haben, um Gott nahe zu kommen?"
Sagt Bruder Bonaventura, "Nein ein altes, frommes Mütterlein, das noch nicht mal lesen und schreiben kann, kann Gott näher sein, als der gelehrteste Theologe"
Reißt Bruder Ägidus das Fenster auf und ruft "hört ihr Leute, ein altes frommes Mütterlein kann näher bei  Gott sein, als der gelehrte Bruder Bonaventura\"
 

1 Kommentar:

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