Sonntag, 14. Juni 2020

Für was ist die Kirche eigentlich gut? Oder: Überlegungen nach dem Gottesdienst

Heute war das erste mal wieder ein halbwegs normale Messe, zwar mit Abstand und "Singen verboten"
aber es war endlich wieder eine der Messen in die man noch gehen kann, was bedeutet dass der Priester ordentlich zelebriert, man von irgendwelchen Mätzchen verschont bleibt und die Predigt, ein Wunder in diesen Zeiten! sich an den Lesungstexten orientiert und nicht versucht einem beizubringen, dass der liebe Gott das ganz anders gemeint hat, als er es hat aufschreiben lassen und das was einem quer kommt sowieso spätere Einschübe, bzw Abschreibefehler sind!

Es war nicht so ganz von dieser Welt, eine schöne Kirche, wo man sich zwar redlich Mühe gegeben hat, sie zu verhunzen, da aber die Bilder an den Wänden und auch der Hochaltar  alle unter Denkmalschutz stehen und wohl auch das Geld nicht so üppig sprudelte, ist das Verhunzen nicht so ganz gelungen, was sehr gut ist.
Dazu eine Schola die wirklich singen kann und sich müht das auch zu tun und wie gesagt der Priester der ausstrahlt an das zu glauben was er tut!

Ja es war wie immer, aber es wurde mir mal wieder klar für was die Liturgie gut ist, sie ist nämlich Gottesdienst , also etwas was man nicht für sich oder andere tut, sondern etwas was Gott, der das aber überhaupt in keinster Weise braucht, erlaubt uns zu tun!

Wie es nämlich zutreffend vor dem Sanctus heißt:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und deine Größe zu preisen. Du bedarfst nicht unseres Lobes, es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir dir danken. Unser Lobpreis kann deine Größe nicht mehren, doch uns bringt er Segen und Heil durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn rühmen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit:

Und indem wir das tun bleibt draußen alles wie es ist, oder wird wie es halt wird, aber die innere Einstellung dazu wird, wenigstens ein bisschen und wenigstens während des Gottesdienstes, sofern der so gefeiert wird, das das möglich ist und sofern man sich drauf einlässt, ein kleines bisschen anders, es ist wie Aussteigen aus dem Hamsterrad und es gehört zu den Dramen der Kirche unserer Zeit, dass sie genau das nicht mehr kapiert.

Beten wir!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.