Dienstag, 26. Oktober 2021

Fundstück


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Unter dem Titel

" THEOLOGE WEIGEL: BIDEN SOLLTE SICH NICHT ZUR KOMMUNION PRÄSENTIEREN" 

beginnt der Artikel so -ZITAT

..."In unvollkommener Gemeinschaft mit der Kirche

In einem Essay für das US-Magazin „First Things“ schreibt der 70-Jährige Publizist und Papst-Biograf, zwar wisse er nicht, ob Biden, Pelosi und andere katholische Amtsträger, die Abtreibung aktiv befürworteten, sich in "einem Zustand tödlicher Sünde“ befinden würden. "Was ich weiß – da Präsident Biden, Sprecherin Pelosi und diejenigen katholischen Amtsträger, die aktiv für freien Zugang zu Abtreibung eintreten, es mir mit ihrer Taten sagen – ist, daß diese Männer und Frauen objektiv in unvollkommener Gemeinschaft mit der Kirche stehen. Diese Entfremdung sei von solcher Schwere, daß sie sich nicht zur Kommunion präsentieren sollten." (...) 

Quelle: G.Weigel,  FirstThings, Die Tagespost

Montag, 25. Oktober 2021

Christliche Kunst

 Detailansicht vom Genter Altar , Ian van Eyck, 1432 

Der emeritierte Erzbischof von Philadelphia verteidigt EWTN und liest den Höflingen des aktuellen Pontifikates Ivereigh und Faggioli die Leviten

Der emeritierte Erzbischof von Philadelphia Charles Chaput liest bei FirstThings den beiden unermüdlkichen Hofschreibern und Höflingen von Papst Franziskus, Austen Ivereigh und Massimo Faggioli, klar und deutlich die Leviten.
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         "EINE KLEINE WEISHEIT VON BERNARD"

von Charles J.Chaput O.F.M. Cap.

Bernard von Clairvaux, der große Heilige und Kirchenlehrer der 12. Jahrhunderts, der die Tradition des westlichen Mönchstum erneuert hat, warnte einmal, daß "die schmerzlichste Gefahr für jeden Papst die Tatsache ist, daß er - der so von Schmeichlern umgeben ist- nie die Wahrheit über seine eigene Person hört und sie am Ende auch nicht hören möchte."

Jedes Pontifikat hat seine Höflinge. Das aktuelle ist da keine Ausnahme- ganz im Gegenteil. Deshalb kamen mir die Worte Bernards leicht in den Sinn, als ich einen kürzlich von Austen Ivereigh im America-Magazin veröffentlichten Artikel las. Darin behauptet Ivereigth, daß in den vergangenen 8 Jahren eine machtvolle us-amerikanische Medien-Vereinigung ihren ungeheuren Reichtum und ihre Macht dazu benutzt hat, um große Teile des Gottesvolkes gegen Rom und seinen aktuellen Amtsinhaber zu beeinflussen. Und zu großen Teilen gegen die Schlüsselreformen des II.Vaticanischen Konzils. 

Angsteinflößendes Zeug; wo also könnte dieses muskelstarke Böse entspringen? Comcast? Facebook? George Soros´ Offene-Gesellschaft-Stiftungen? Nein, der heutige Geist des Schismas- Mr. Ivereigh beschreibt ihn als den "diabolos" und indem er das als "einem Schwein Lippenstift aufzutragen" nennt, als das Werk dieser sündigen Teufel bei...EWTN. Ja, das ist der von dieser Erzunruhestifterin und Nonne, Mother Angelica gegründete und weitgehend durch zehntausende kleiner Spenden einfacher, gläubiger katholischer Einzelpersonen und Familien finanzierte Sender. 

Um fair zu sein, Ivereighs Artikel läßt sich da einfach über Kommentare aus, die Papst Franziskus vor kurzem gegenüber Jesuiten in der Slowakei gemacht hat. Papst Franziskus hat die kränkende Medienorganisation nicht genannt, aber wie von Journalisten schnell bestätigt wurde, meinte er EWTN. Es überrascht, zu hören daß irgendein Papst so  öffentlich und so persönlich empfindlich gegenüber empfundener Böswilligkeiten weniger Kommentatoren ist -in einem (nach säkularen Maßsäben) bescheidenen Netzwerk, das auf einem anderen Kontinent beheimatet ist. Viele Konflikte - innerhalb und außerhalb der Kirche- kommen auf jeden Bischof mit dem Job zu. Der Bischof von Rom ist von dieser unglücklichen Last nicht ausgenommen. Und Raymond Arroyo von EWTN, den Ivereigh für ein  Spezialwerkzeug des Teufels zu halten scheint, stellt für die Kirche nicht die gleiche beängstigende Bedrohung für die Kirche dar, wie -sagen wir- Chinas Xi Jinping. Oder leitende Personen der aktuellen amerikanischen Führung.

Mr. Ivereigh hat Recht, wenn er jeden überwollenden Kirchen-Kritizismus als Gift für die Einheit der Kirche betrachtet. Aber er sollte sich seine eigenen früheren Worte zu Herzen nehmen. Außerdem ist nicht jede Kritik in einer Familie böswillig oder unloyal oder ungenau. Einiger Ärger, sogar Ärger über die legitime Autorität ist gerechtigt. Die Tugend christlichen Gehorsams wurzelt im Aussprechen der Wahrheit- mit Liebe, aber frei und bestimmt- und wahre Religion hat nichts mit einer Haltung von Servilität zu tun. 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über Politisches, u.a. Vladimir Vladimirovich und westliche Pendants... 
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                       "VLADIMIR VLADIMIROVICH" 

Im internet gibt es einen interessanten Text von VV. Er schlägt vor, daß die "wokery" und Versuche einer kulturellen oder linguistischen Transformation, die in den westlichen Gesellschaften zur Zeit gestartet werden, den gleichen Versuchen ähneln, die zur Zeit der Bolschewistischen Revolution in diesem Land gemacht wurden. 

Ich hoffe, daß ich bzgl, VV nicht naiv bin; ich weiß von seinem Hintergrund. Er könnte tatsächlich Mordkomplize sein, nicht zuletzt in meinem eigenen Land. 

Aber er ist nicht der einzige, der solche Spiele spielt. Osama bin Laden wurde durch eine amerikanische Einheit getötet, die -ohne Zustimmung- auf dem Gebiet eines anderen Landes operierte, Pakistan. 

Es gibt Fotos von Obama und seinen Kumpeln, die die Aktion am Fernsehschirm verfolgen, so daß wir wissen, daß die Operation von höchster Ebene genehmigt war. Russkiland ist nicht er einzige Ort, an dem man entscheiden kann. daß unbequeme Leute aus der Gleichung entfernt werden müssen. 

Und ja- ich nehme wahr, daß VV ein Politiker ist und daß... selbst wenn sie Recht haben-...Politiker eine Agenda für das haben, was sie sagen...

Aber..."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

 

Die vaticanische Gesundheitspolitik und die Finanzen...

In seiner heutige Kolumne in Monday in the Vatican setzt sich A. Gagliarducci kritisch mit den Plänen von Papst Franziskus für die Katholischen Krankenhäuser und ihre Finanzierung auseinander
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"PAPST FRANZISKUS, DAS DILEMMA DER KATHOLISCHEN GESUNDHEITSPOLITIK"

Papst Franziskus´ Beschluss, eine Stiftung für Katholische Krankenhäuser  im Vatican einzurichten, ist wenig diskutiert worden. Dennoch ist es eine wichtige Entscheidung, die verschiedene Konsequenzen haben kann.

Eine der ersten Konsequenzen war die Entscheidung des Hl. Stuhls, den Verkauf des Fatebenefratelli-Krankenhauses in Rom zu verhindern. Das Krankenhaus,  Flaggschiff des katholischen Gesundheitswesens in Rom, hatte seit Jahren schwere wirtschaftliche Probleme.  Wie es bereits anderen römischen Krankenhäusern passiert war, schien sein Schicksal schon besiegelt zu sein. Der Verkauf an die San Donato-Gruppe war beschlossen und San Donato hatte sogar ein Abkommen unterzeichnet, das dem Krankenhaus erlaubte, einige Schulden zu tilgen und andere zu verringern, 

Papst Franziskus jedoch machte schon beim Angelus vom 11. Juli  von einem Fenster der Gemelli-Klinik aus bekannt, daß Katholische Gesundheitseinrichtungen nicht zum Verkauf stehen sollten oder nach Profit streben sollten. Der Kommunikations-Manager des Hl. Stuhls bezieht sich auf diesen Angelus. Der Hl. Stuhl dankte der Donato-Gruppe dafür, dem Krankenhaus geholfen zu haben, gab aber bekannt, daß der Hl. Stuhl von jetzt an selbst dafür sorgen werde.

Daß der Papst seine Aufmerksamkeit den katholischen Finanzen widmete, war andererseits offensichtlich. 2015 hat Papst Franziskus- von einigen Skandalen erschüttert- eine Kommission gegründet. die überwachen sollte, wie und ob die im Besitz der Kongregationen befindlichen Krankenhäuser den Werten ihrer Gründer treu blieben. 

2017, als das Dermopathic Institute der unbefleckten Empfängnis vor dem Bankrott stand, bat der Papst den Päpstlichen Fond das Krankenhaus zu retten und vertraute es dann einer direkt an den Hl. Stuhl gebundenen Stiftung, der Monti-Foundation an.

Auf alle Fälle hat Papst Franziskus persönlich- mit seinem ganzen institutionellen Gewicht- interveniert. Die Katholische-Gesundheits-Stiftung ist keine Ausnahme. Das zeigt tatsächlich den institutionellen Willen, auf diesem Weg weiterzugehen. 

Sonntag, 24. Oktober 2021

Musik am Abend

 Claudio Monteverdi "Confitebor Domini"  

            

Fundstück

José Garcia beschreibt für "Die Tgespost" die Rückeroberung der seit Jahrhunderten von Arabern und Berbern besetzten iberuischen Halbinsel durch die Christen- über die es nur wenige verläßliche Quellen aber umso mehr Legenden gibt und berichtet über das Santo Sudario, das Hl. Schweißtuch, das in der Kathedrale San Salvador in Oviedo aufbewahrt wird
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Unter dem Titel

                     "DIE SCHÄTZE VON EL SALVADOR" 

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Anfang des neunten Jahrhunderts befindet sich so gut wie die gesamte Iberische Halbinsel unter muslimischer Herrschaft, nachdem im Jahre 711 Tariq Ibn Ziyad mit seinem Heer aus Arabern und Berbern den letzten westgotischen König Rodrigo vernichtend geschlagen hatte. Schnell war das gesamte Westgoten-Reich unterworfen, das seit Beginn des fünften Jahrhunderts über die Halbinsel herrschte. Über den Beginn der „Reconquista“, der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch christliche Reiche, die sich bis 1492 erstrecken sollte, vermischen sich die wenigen überlieferten geschichtlichen Daten mit legendenhaften Erzählungen."  (...)

Quelle: J. Garcia, Die Tagepost

EIn Protestant verurteilt die Verweigerung der Sterbesakramente aus angeblichen forensischen Gründen

Peter Hitchens kommentiert in der Daily Mail  kritisch die Entscheidung der Polizei von Essex einem Sterbenden die Sterbesakramente zu verweigern. 
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"PETER HITCHENS: WER HATTE DAS RECHT, EINEM STERBENDEN MANN DEN TROST EINES PRIESTERS ZU VERWEIGERN?"

Respektieren wir in Britannien den Glauben anderer nicht mehr? Ich war schockiert darüber, wie wütend ich war, als ich erfuhr, daß einem römisch-katholischen Priester von der Polizei gesagt wurde, daß er das Gebäude nicht betreten dürfe, in dem Sir David Amess erstochen wurde, um ihm die Sterbesakramente zu spenden.

Ich selber bin ein sehr protestantischer Protestant und erwarte oder wünsche nicht, daß ein Priester in meiner Todesstunde anwesend ist. In meiner Kindheit, in meinem Stück Britannien, wurden Katholiken immer noch als Außenseiter betrachtet, etwa so wie heute anscheinend Muslime, nur noch mehr. Aber in jener Zeit- da bin ich absolut sicher- hätte die Polizei nicht so gehandelt.

Wir waren wegen der Katholiken nervös, weil wir den christlichen Glauben ernst nahmen und das taten sie auch. 

Jetzt ist- von allen Religionen der Welt- ist das Christentum diejenige, die vom britischen Staat und unserer nationalen Kultur am wenigsten respektiert wird. 

Menschen, die z.B. sagen, sie sind Buddhisten, werden als bewundersnwert und mutig betrachtet. Christen werden als ein bißchen spleenig und seltsam angesehen und man rät ihnen, an ziemlich vielen Arbeitsplätzen über ihren Glauben zu schweigen. 

Ich werde nicht versuchen, zu erklären, warum die letzten Riten den Katholiken so viel bedeuten. Aber es ist absolut offensichtlich, daß sie ihnen sehr viel bedeuten. Einer der bewegendsten Beiträge bei der Debatte zur Feier des Lebens von Sir David im Unterhaus. war der eines Labour-Abgeordneten, Mike Kane. Er sagte mit ganz einfachen und machtvollen Worten: "Katholiken glauben, daß die letzte Ölung,dabei hilft, nach dem Tod die Seele zu Gott zu führen." 

Er hat ein "Amess-Novelle" vorgeschlagen, damit -ganz gleich wo sie gebraucht und gewünscht werden- die Sakramente nicht verweigert werden. Ich denke, daß das eine gute Idee ist. Aber als ich letzte Woche in den sozialen Netzwerken den Ausschluss des Priesters kritisiert habe, ist mir eine erstaunliche Explosion von Feindseligkeit begegnet. 

Zuerst wurde versucht, zu behaupten, daß der Vorfall nicht passiert sei,  dieser Fälschung bin ich mit dem eigenen Tweet des Priesters begegnet, in dem er sagt, daß ihm der Zutritt verweigert und ihm nicht erlaubt wurde, Sir David am Ende beizustehen" Dann sagte die Polizei von Essex, daß das alles etwas mit der größten Wichtigkeit, die Integrität des Tatortes zu bewahren, zu tun hatte.

Nun ist das ein allgemeines Problem und könnte leicht passieren. Ich hätte denken können, daß das ein besseres Argument war.. Aber ich habe vergeblich nach irgendeinem Beipiel gesucht, wo eine Staatsanwaltschaft erfolglos bliebt, weil ein Priester den Tatort kontaminiert hatte, indem er die Sterbe-Sakramente spendete. Ich sage nicht, daß das nie passiert ist, sondern nur, daß das kein häufiges Ereignis ist. 

Ich habe einen früheren Ermittler gefragt, der sagte, daß es riskant sei, mir zu sagen, was genau das Risiko war. Er konnte kein Beispiel geben. 

Ich habe ein Beispiel für einen angeblich durch Sanitäter kontaminierten Tatort in Shoreham-by-Sea in West-Sussex im Jahr 2019 gefunden. Aber der Prozess nahm seinen Verlauf und der Angreifer wurde schuldig gesprochen und zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Ich denke, daß die Tatort-Behauptung nur eine Entschuldigung war, um nein zu  sagen. 

Ich verstehe, daß viele Menschen in unserer Gesellschaft, einschließlich der Polizei. nicht an Gott glauben oder an irgendeine Religion. Aber Sir David Amess hat das getan.

Für ihn (und ich vermute für seine Familie) war der Trost eines Priesters im Augenblick des Todes genau so wichtig wie die Notfallversorgung. Vor nicht allzu langer Zeit wäre das ohne Fragen akzeptiert worden. Jetzt nicht. Viele, die das zurückweisen, tun das mit großer Bitterkeit, Verachtung und Gift, während andere nur indifferent sind, 

Aber in beiden Fällen frage ich mich. ob wir als Zivilisation noch ine große Zukunft haben, wenn wir leben und denken und handeln, als ob es keine Ewigkeit gibt. Ich glaube ganz fest daran, daß das, was wir hier tun, woanders wichtig ist, oft auf eine Weise, die wir nicht ganz verstehen. Und daß. wann immer wir das vergessen, wir uns ernsthaft irren. "

Quelle: P. Hitchens, Daily Mail

Fr. Hunwickes Wort zum Sonntag

befaßt sich bei liturgicalnotes mit der Bedeutung des "te igitur".
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"WEN SPRECHEN WIR IM TE IGITUR AN?" 

Bitte beachten Sie, daß ich nicht "im Eucharistischen Gebet" sage.

Weil die  Eucharistischen Gebete anderer Riten und die neueren Römischen Eucharistischen Gebete andere Theologien als der Römische Kanon haben können. 

Vor mehr als einem halben Jahrhundert hat Dom Eizenhofer (Sacris Erudiri, 1956, 75 enthält die lateinische Zusammenfassung) -meiner Meinung nach endgültig- bewiesen, daß das Wort "communicantes"  grammatikalisch und theologisch zum Ende des "te igitur" gehört (Memento - es ist ursprünglich ein Einwurf des Diakons) Die Grammatik ist: "una cum ...sommunicantes". Und daß die Theologie des Gebetes bedeutet. daß unser Opfer dem Vater anempfohlen wird und das akzeptiert wird, weil wir es in der und für die Kirche in Einheit mit ihrem [irdischen] Oberhaupt - dem Bischof von Rom- darbringen. Er hinterlegt das mit einer Menge zeitgenössischem Latein, was zeigt, daß diese Sprache die Theologie des Römischen Stuhls dieser Zeit ausdrückt, den in seiner gegenwärtigen Form erworbenen Kanon: daß die Kommunion mit dem Römischen Stuhl, der Prüfstein der Katholischen Kommunion ist. 

Natürlich akzeptiert nicht jeder diese Deutung. Aber was Eizenhofers Beweis zeigt, macht klar, daß es nicht richtig wäre, den Römischen Pontifex durch einen anderen Prälaten zu ersetzen, außer man wäre auch bereit, zu behaupten, der sei nicht einfach ein katholischer Bischof, nicht nur das Oberhaupt einer Communio, sondern der aktuelle Prälat, dessen Communio die eigene Katholizität garantiert.

Deshalb ist der alte anglikanische Trick, den Erzbischof von Canterbury zu nennen, oder die Praxis des orthodoxen "Westlichen Ritus" einen Patriarchen zu nennen, unzulässig, außer man glaubt wirklich, daß die Kommunion mit diesem Prälaten der universale Prüfstein dafür ist, ob jemand in voller Kommunion mit der Katholischen Kirche ist. 

Es ist auch wert, festzustellen daß diese Nennung kein Gebet für den Römischen Bischof ist. Es ist wahr, daß wir für ihn beten sollten ; aber das ist nicht das, was wir hier tun. 

Wir drücken unsere Kommunion mit dem Nachfolger Petri aus. Ich denke, daß es der Hl. John Henry Newman war, der über die Soliditas Petri sprach...in Kommunion mit ihm wissen wir, daß wir in der Einen Herde des Erlösers sind (wieder Newman).

Ich finde, es ist in diesem katastrophalen Pontifikat leicht. mit jenen zu sympathisieren, die sich fragen., ob Bergoglio wirklich Papst sein kann. Aber diese Dinge können Sie und ich nicht entscheiden. Die Konstitution der Kirche ist kein Do-it-yourself-Spiel, das jeder spielen kann. Unsere Pflicht ist es, Zeugnis abzulegen gegen die groben Fehler dieses Pontifiktes, gleichzeitig aber niemandem zu erlauben, unsere Finger von der Kommunion mit dem Nachfolger Petri zu lösen. 

Deshalb nenne ich Franziskus jeden Morgen im Messekanon und deshalb, lieber Leser, tut Ihr getreuer Priester dasselbe. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Samstag, 23. Oktober 2021

Christliche Kunst

"Geburt der Jungfrau" , Fra Angelico, 1434

Dorian Bergoglio Gray?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen von A.M.Valli wiedergegebenen Artikel von Paul Joseph Watson über den geistigen Gesundheitszustand des amtierenden Pontifex´.  Vorsicht -harter Tobak!! Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS BILDNIS DES DORIAN BERGOGLIO GRAY, GEZEICHNET VON MSGR. ICS...UND NICHT NUR."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Msgr. Ics hat die Botschaft des amtierenden Papstes an die Mächtigen in Silicon Valley (soz. Big Tech)gelesen. Mal sehen, was Sie denken...gute Lektüre.

§§§

Lieber Tosatti, bevor Sie den erforderlichen Kommentar abgeben, möchte ich Sie bitten, diesen von A.M.Valli wiedergegebenen Artikel zu lesen, geschrieben vom konservativen amerikanischen Schriftsteller und Fernsehmoderator Paul Joseph Watson, der bekannt dafür ist, geschrieben zu haben, daß Hillary Clinton an diversen "gesundheitlichen Problemen" litt. 

Praktisch können wir ihn als einen Experten für mentale Probleme von Führungspersönlichkeiten betrachten...Unter diesen ist auch der, der sich selbst für den Pontifex der Römischen Kirche hält. 

Haben Sie ihn gelesen? Stellt sich Ihnen nicht auch die natürliche Frage: wie es mit der psychischen Verfassung des Papstes ist? Um das ein wenig besser zu verstehen, schlage ich vor, noch einmal Oscar Wildes "Portrait des Dorian Gray" zu lesen. Aber in der Zwischenzeit stellt man beim Lesen des von Valli wiedergegebenen Artikels fest, daß Bergoglio anscheinend Satan anruft, um Satan zu kritisieren" und man nimmt wahr, daß er seine amerikanischen Davos-Anhänger dazu aufruft, aufzuhören Geschäfte und Profite zu machen,- nach all den Investitionen, die sie zu ihrer Absicherung getätigt haben. Er fordert sie auf, nicht von den menschlichen Schwächen zu profitieren und dafür zu sorgen, keine falschen Nachrichten und Manipulationen zu verbreiten.

Er bittet sie, ihren Job nicht zu machen, aber Vorsicht!  das ist ihnen Dank des Pontifikates von Bergoglio gelungen, der in acht Jahren mit der von ihm geschaffenen moralischen Verwirrung den fruchtbaren Boden bereitet hat, auf dem sie gedeihen. Omne regnum diviso contra se desolabitur?)

Aber unsere Verantwortlichkeit ist es, nach einer ernsthaften Untersuchung, seine psychische Gesundheit zu bewerten, daher schlage ich die Ähnlichkeit mit Dorian Gray vor, beides Narzissten. Maurizio Blondet hat am 15. September 2017 einen Artikel geschrieben und ich lade Sie heute nach diesen neuesten bergoglianischen Äußerungen laut Valli ein, sie noch einmal zu lesen. Der Artikel trug den Titel "Bergoglios Credo. Ein klinischer Bericht? ”, Und ja- hier werden direkt und indirekt die narzistischen Störungen seiner Persönlichkeit beschrieben.

Er hat eine Erklärung eines berühmten argentinischen Journalisten, Horacio Verbitsky wiedergegeben, aus dem annus horribilis 2013 zur Wahl auf den Thron : "Vertraue Bergoglio nicht, er ist ei n großartiger Schauspieler."

Bah...großartig? War Dorian Greay großartig?
In seinem Artikel berichtet Blondet auch über Informationen, daß 1990 die Führer der Gesellschaft Jesu Bergoglio aus Buenos Aires vertrieben und ihn nach Cordoba schickten, weil er-wie man sagte.- geisteskrank war.

Man sagt tatsächlich, daß er nach seiner Wahl nicht nach Argentinien zurück gekehrt ist, weil er die Gesellschaft Jesu zerstört hat und sie quasi in ein Schisma getrieben hat. Ich glaube das nicht. Wenn es so war (d.h. Bergoglio wüßte, wie man ein Schisma verursacht) würde es den Jesuiten, die ich kenne. schlecht gehen. Etwas was nicht der Fall ist.

Weiterhin zitiert Blondet einen früheren Jesuiten (Miguel Debussy) - Opfer des unsrigen in dieser argentinischen Zeit,- der elf Jahre lang mit ihm zusammengelebt hat. Das Opfer sagt, "Bergoglio war ein Manipulator, er hat Menschen manipuliert, sie verführt, bedroht, bestraft…“, er habe psychopathische Züge.

Und dann?? (Denken Sie an das Bildnis des Dorian Gray...)

Hier eine Art Porträt von Dorian Bergoglio Gray, einem selbstbewußten Reformator der Kirche, der in seinem Porträt die Folgen seiner Unausgeglichenheit sieht und die Verantwortung dafür dem Porträtmaler (den Giganten von Silicon Valley) gibt. Er will sie treffen, aber indem er sie trifft, trifft er sich selber. "

Msgr. Ics

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. ICS
 

Pater Markus predigt über die Ehe...

CNA hat die Predigt des Dominikaner-Paters Markus zur Ehe veröffentlicht. Dankbar für seine Begleitung auf meinem Weg in die Kirche verlinke ich hier den Text seiner Predigt:  klicken

"MANN UND FRAU UND EHE SIND NICHT EGAL" 

Die Predigt beginnt so - ZITAT

"Jesus und das Neue Testament sind eindeutig, wenn es um das Konzept der Ehe geht: Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau. In Anschluss an diese und andere Aussagen der Heiligen Schrift hält die katholische Kirche daran fest, dass nach dem Willen  Gottes eine Ehe darin besteht, dass ein Mann und eine Frau aus freien Stücken ihr Ja  zueinander sagen, um in Treue einander zu helfen, zu achten und zu ehren bis dass der Tod sie  scheidet. Und auch die Bereitschaft, Kindern das Leben zu schenken und im Glauben zu  erziehen, gehört zu diesem Bund. Freilich, in unserer heutigen Gesellschaft wird dieses Ehe Konzept nicht mehr allgemein anerkannt. Und auch innerhalb der katholischen Kirche besteht  eine gewisse Verunsicherung. So manche fragen sich, was nun richtig ist: die Auffassung des  Neuen Testaments und der Kirche – oder die Ideen, die unsere neueren gesellschaftlichen  Entwicklungen mit sich bringen." (...) 

Quelle: Pater Markus Langer, OP, CNA 

Benedikt XVI, die Einsamleit des Hirten...

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Kommentar von Americo Mascarucci zum Kondolenzbrief des Papa Emeritus zum Tod seines Freundes und Kollegen Gerhard Winklers, der großes Aufsehen erregt hat. 
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"BENEDIKT XVI. DER TOD EINES FREUNDES, DIE EINSAMKEIT DES HIRTEN" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Americo Mascarucci war von den Worten der Botschaft sehr betroffen, die Benedikt XVI an den Abt eines österreichischen Zisterzienser-Klosters geschickt hat und bietet uns diese Überlegung an. Gute Lektüre. 

 §§§

Benedikt XVI, die Einsamkeit des Hirten 

Es hatte eine bestimmte Wirkung den Brief zu lesen, den Benedikt XVI an Reinhild Dessl, den Abt der Zisterzensier-Abtei  Wilhering in Österreich, in der Diözese Linz, geschickt hat, in dem er sein Beileid zum Tod des 91-jährigen Kollegen, Professor in Regensburg, Gerhard Winkler, ausdrückt, auch er ein Zisterziensermönch. Ein sehr berührender Brief - in dem die Einsamkeit des emeritierten Pontifex durchscheint. 

Der Brief ist auf Papier mit Briefkopf abgebildet und Avvenire weist auf die Worte "Benedictus XVI. Papa emeritus“ hin,  um zu unterstreichen, daß Ratzinger sich selbst nicht mehr als legitimen Papst betrachtet- anders als Don Minutella und alle diejenigen, die seinen Rücktritt für ungültig halten. Aber jenseits der mehr oder weniger legitimen Reden über den blockierten Stuhl, über die beiden Päpste, über mehr oder weniger ungültigen Rücktritte, scheint die Einsamkeit Benedikts offensichtlich, der in dem Brief über seinen vermissten Kollegen schreibt: "Die Nachricht des Todes hat mich tief getroffen. Von allen meinen Kollegen und Freunden stand er mir am nächsten. Seine Fröhlichkeit und sein tiefer Glaube haben mich immer angezogen. Jetzt hat er das Jenseits erreicht, wo sicherlich viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, daß ich mich ihnen bald zugesellen kann“

Sie werden sagen. daß der Papa emeritus 94 Jahre alt ist, ernste Gesundheitsprobleme hat, bei klarem Verstand ist, aber in seinen Bewegungen eingeschränkt ist und in seinem Herzen erwartet, sein irdisches Dasein so schnell wie möglich zu beenden, um sich mit seinen engsten Freunden zu vereinen.  Aber im Gegenlicht gelesen, kann einem die Einsamkeit eines großen Theologen nicht entgehen, der damals das Privileg hatte, Papst zu sein, der den bitteren Kelch der Entsagung trinken mußte, weil er erkannte, daß er nicht herrschen konnte, der um sich herum die Wüste sah. Er hat seine engsten Freunde und aufrichtigsten Mitarbeiter gehen sehen, und jetzt einen, den er als "mir am nächsten stehend" definiert hat. 

Benedikt fühlt sich jeden Tag immer mehr alleine in einer Kirche, die seit fast 8 Jahren alles das, was er und vor ihm auch Johannes Paul II gerade erst aufgebaut hatten, demoliert. Ihre Idee von einer identitären Kirche basierend auf den Glaubenswerten, die nicht in der weltlichen Logik verfangen ist -sondern authentische Zeugin des Evangeliums. Eine Kirche, die versucht hat, in der Welt zu bleiben, ohne "von der Welt" zu sein und die in jedem politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen Umfeld die Zentralität des Evangeliums und seiner Prinzipien und Moral bekräftigt. In den vergangenen 8 Jahren hat Benedikt im Inneren der Kirche Christi jene selben modernen und säkularisierenden Tendenzen triumphieren sehen, die er und sein geliebter Vorgänger hatten eindämmen können.

Obwohl uns immer wieder gesagt worden ist, daß es zwischen Benedikt und Franziskus immer eine starke Übereinstimmung gegeben habe, wurde das durch die Fakten sehr schnell widerlegt. Während der Familien-Synode wurde über die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener diskutiert, in einem Band, der zeitgleich erschien und seine Hauptwerke enthielt, hatte Ratzinger genau den Teil, der sich auf die wiederverheirateten Geschiedenen bezieht, überarbeitet und das nicht, um sie dem Standpunkt Bergoglios anzupassen, sondern vor allem, um die Unterschiede zu unterstreichen und zu argumentieren, daß nur im Falle einer Annullierung durch die Sacra Rota eine zweite Ehe als rechtmäßig angesehen werden könne. Dann im Jahr 2018 der diplomatische Zwischenfall bei der Veröffentlichung der Reihe "Die Theologie von Papst Franziskus", der zum Rücktritt des damaligen Präfekten des Sekretariats für Kommunikation Dario Edoardo Viganò führte; ein Brief, der als Versuch Ratzingers präsentiert wurde, die volle Kontinuität zwischen seinem Pontifikat und dem von Bergoglio hervorzuheben. In Wirklichkeit enthielt der Brief etwas anderes, nämlich die Weigerung, eine Rezension zu schreiben, in dem er bekräftigte, daß er keine Zeit  habe, diese Bücher zu lesen, aber vor allem, weil zu den Autoren der Reihe Professor Peter Hünermann gehörte, "der sich während meines Pontifikats ins Licht sezte, weil er antipäpstliche Initiativen geleitet hat". Hinzu kommen die Distanzierung Benedikts von der Abschaffung des priesterlichen Zölibats und der Frauenordination, das gemeinsam mit Kardinal Robert Sarah veröffenlichte Buch, das in den heiligen Palazzi für so viel Ärger sorgte, während sich die Tore weit für heidnische Riten und Monstrositäten anderer Art öffneten, gab es seine andauernden  Wohlwollensbekundigungen gegenüber traditionalistischen Gruppen und Kritik an den ultramodernistischen Abweichungen des deutschen Episkopates. 

Abgesehen von den ungeschickten Versuchen, Bergoglio in Kontinuität zu Benedikt und sogar zu Johannes Paul II abzubilden, ist Walter Kasper einer der Hauptinterpreten des Traditionsbruchs des II. Vaticanischen Konzils. Das hat sich bei der jüngsten Liturgiereform und dem motu proprio Traditionis Custodes, mit dem Bergoglio Benedikts Summorum Pontificum widerrief,  das das Zelebrieren nach dem alten Ritus liberalisiert hatte, gezeigt. Eine nicht allzu originelle Hermeneutik der Diskontinuität, die Ratzinger als Theologe und Papst bekämpft und mit einem motu proprio endgültig zu begraben versucht hatte, um eine Kontinuität zwischen dem Konzil von Trient und dem II. Vaticanischen Konzil zu besiegeln. Bergoglio dagegen hat auch die Funktion gekippt, die Johannes Paul II den Bischöfen zuerkannt hat, als Hüter des alten Ritus, und sie effektiv in Unterdrücker der Tradition verwandelt. Ein Geschenk an die Progressisten in der Kirche, die den Krieg gegen Benedikt XVI entfesselt haben und ihn zum Rücktritt zwangen- mit der Messe in Lateinischer Sprache, die inzwischen die Funktion eines Skalps hat, der seinen Feinden von Bergoglio überreicht wird. Und wenn der Autor auch das II. Vaticanische Konzil sowohl in seiner Kontinuität als auch in seiner Diskontinuität für ein Übel hält, ist nicht zu leugnen, daß heute die pastoralen Fehler, die sowohl Wojtyla als auch Ratzinger korrigiert hatten, in der Kirche wieder dominieren. 

Ein Benedikt XVI der sich darauf vorbereitet, sich sehr schnell seinen Freunden im Jenseits anzuschließen, erweckt das Gefühl des Aufgebens von einem, der sich bewußt wird, daß er der Kirche nicht mehr geben kann. Dieser Hinweis auf wahre Freunde, die bald erreicht werden sollen, ist vielleicht der Beweis für das Bewußtsein, für eine Kirche nicht mehr nützlich sein zu können, die außer den heuchlerischen bergoglianischen Wertschätzungsbekundungen, alles von ihm geleugnet hat und in der er jetzt nur noch Feinde hat. Aber vielleicht gibt es auch die Hoffnung zu sterben, bevor man sie in Trümmern enden sehen kann? "

Americo Mascarucci

Quelle: M. Tosatti, Stilum Curiae, A. Mascarucci

Freitag, 22. Oktober 2021

Heute vor 43 Jahren

feierte der Hl. Papst Johannes Paul II seine Inaugurationsmesse, bei der er den Gläubigen sagte:   Habt keine Angst! Heiliger Johannes Paul II bitte für uns! 

Wenn Blinde Blinde führen....interessante Zeiten

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae zwei Artikel zum Gleichnis der Blinden, dem gleichnamigen Gemälde von Pieter Bruegel d.Ä., seinem Bezug zur damaligen und zur heutigen Zeit, zur Bedeutung der Blindheit,  zur Covid-19-Pandemie und - etwas exotisch- zur wahren Herkunft und Person "William Shakespeares". 
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"DIE PEST DER ZEIT, WENN DIE VERRÜCKTEN DIE BLINDEN FÜHREN. DAS PASSIERT HEUTE"

Liebe Stilumcuriale, es erscheint mir interessant, zwei Artikel, die bei Korazym org. , das Sie gut kennen, erschienen sind, wiederzugeben; auch weil ich- wie Sie sehen werden, dafür ein persönliches Motiv habe....gute doppelte Lektüre.

                                                             §  §  §

                  "Es ist ein Zeichen der Zeit, wenn die Verrückten die Blinden führen"

                                                         von Vik vam Brantegem 

                                     

Pieter Bruegel der Ältere, «De Vlaamse spreekwoorden» (Die Flämischen Sprichwörter) 1559, Öl auf Holz 117 × 163 cm, Gemäldegalerie, Berlin.


Die Parabel wurde von Pieter Bruegel d.Ä. in Bilder umgesetzt -indem er die Konzeption der Blinden von zwei auf sechs vergrößert- alle gut gekleidet, so wie sie auf dem Bild "Das Gleichnis von den Blinden" in Tempera auf Leinwand, datierbar ins Jahr 1568, im Nationsalmuseum der Meisterwerke in Neapel, dargestellt sind. Bruegel zitiert das Gleichnis vom Blinden, der die Blinden führt auch in seinem Meisterwerk "Die Flämischen Sprichwörter von 1559, auf dem er die verschiedenen Sprichwörter der flämischen Kultur vereinigt und diejenigen warnt, die als Führer ein unwissende Person wählen, "Durch dieses Werk will Pieter Bruegel zeigen, wieviel Gleiches im menschlichen Leben es gibt." (Arnold Hauser)

In 16. Jahrhundert wurde Europa zur Bühne tiefgreifender sozialer  Veränderungen: der von Martin Luther ausgelösten protestantischen Reformation, des Humanismus und Empirismus, der Machtergreifung des Mittelstandes. Es war auch eine Epoche voller Entdeckungen, die der heliozentrischen Theorie des Kopernikus und des Buchdrucks mit beweglichen Lettern von Johannes Gutenberg. Die Kartographie von Ortelius beeinflusste die Landschaftsdarstellung stark, während mit der Begründung der modernen Anatomie durch Andreas Vesalius ein stärkeres Augenmerk der Künstler auf eine realistische Wiedergabe der Körper gelegt wurde. Kunst wurde nun auf den Märkten gekauft, und um sich zu profilieren, mussten Künstler auf andere als traditionelle, mythologische und biblische Themen zurückgreifen. Nicht umsonst entsteht die Genremalerei aus diesem Kontext, die als Thema Szenen und Ereignisse  aus dem täglichen Leben bezogen hat. 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die schwierige Frage, ob die Himmelsbewohner auf etwas neidisch sein könnten, was die Erdbewohner besitzen. 
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                                                              "SI QUID EST"

-Wenn es etwas gibt-

Meine Handkopie des alten Missale ist wunderschön- in rotes Leder eingebunden, mit echtem Blattgold an den Blattseiten, aus der Druckerei Mechliniae e Typographia Haniquinana MDCCCXL. Manchmal öffnet es sich von selbst beim Dekret Urbans VIII - eines großen Latein-Stilisten, obwohl ich Ihnen immer wieder sage, daß er seine horazianischen Hände von den Hymnen des Offfiziums hätte lassen sollen. 

Hier eine Wiedergabe des Beginns: ich betrachte den als wunderbares Rhetorik-Beispiel, das 1634 noch natürlich war und das wir zu unserem eigenen Nachteil völlig vergessen haben. "Wenn es in den Angelegenheiten der Menschen etwas offensichtlich Göttliches gibt, um das uns die Bewohner des Himmels (wenn sie Neid erleben würden) beneiden könnten, so ist es sicherlich das Heiligste Messopfer, durch dessen Gabe die Menschen in gewisser Vorahnung den Himmel auf Erden besitzen, wenn sie den Schöpfer des Himmels und der Erde selbst vor Augen haben und mit ihren Händen ergreifen können. Aus diesem Grund sollten die Sterblichen umso mehr danach streben, die ihm gebührende Anbetung und Ehre zu erweisen und sich vor den Engeln- die Nachlässigkeit hassen- hüten, die mit uns in der Verehrung wetteifern."

Etwas später bezieht er sich auf den Brevier und das Missale -als die Flügel mit denen der Priester, wie die Cherubim der antiken mystischen Bundeslade, sich täglich zumn waqahren Gnadenthron der Welt ausstreckt. Übrigens benutzt Therses von Lisieux die gleiche Trope (in Bezug auf die Leiden ihres nun seliggesprochenen Vaters, die für seine Familie eine spirituelle Gelegenheit waren "qui doit causer une sainte jalousie aux Anges de la Celeste cour"). Ich gehe davon aus, daß die erfahrenen Leser weitere Beispiele liefern können."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Fundstück

zu einem Mißvertsändnis. Wie kathnet berichtet. hat Erzbischof Msgr. Gänswein den Eindruck korrigiert, der Papa Emeritus habe in seinem Kondolenzschreiben zum Tod Pater Gerhard Winklers  Todessehnsucht durchblicken lassen
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unter dem Titel:

"GÄNSWEIN: BENEDIKT XVI TROTZ HIMMELS-SEHNSUCHT "LEBENSFROH" 

beginnt der Beitrag so-ZITAT

"Benedikt XVI. (94) ist nach Angaben seines Privatsekretärs Georg Gänswein weiter "absolut lebensfroh". Seine kürzlich in einem Beileidsschreiben zum Tod des österreichischen Theologen und Ordensmanns P. Gerhard Winkler angedeutete Himmelssehnsucht sei nicht so zu deuten, dass der frühere Papst "keine Lust mehr hat, zu leben. Im Gegenteil", sagte der Erzbischof der "Bild"-Zeitung (Donnerstag)." (...)

Quelle: kathnet

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über das Fest Santissimo Redentore, das von Papst Pius VIII als Dank für das Ende der Pestepidemie von 1576 eingerichtet wurde.
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"SANTISSIMO REDENTORE UND DAS CORONAVIRUS" 

Der Anhang pro aliquibus locis im Altar-Missale, das ich täglich benutze, sieht eine Messe für den 23. Oktober....für unseren Allerheiligsten Erlöser vor. In einigen Tagen werde ich es, denke ich, benutzen, nicht zuletzt weil diese besondere besondere Verehrung auf die Große Pest in Venedig 1576 zurückgeht...was es...Sie wissen, was ich meine...für unsere Tage aktuell macht.

Es gab eine furchtbar große Zahl von Pestopfern,  und so schworen der Doge und der Senat, daß ....der Rest schreibt sich wie von selbst, oder? 

Das Hauptfest in Venedig mit diesem Titel - was , wie ich denke, die Leser wissen, wird am dritten Sonntag im Juli gefeiert. Ich glaube, daß da immer noch eine Menge passiert, auch wenn ich denke, daß es einige Jahre her ist, daß die armen Dinger einen Dogen (Doge und Duce können etymologisch identisch sein) hatten. 1830 hat Papst Pius VIII sein kurzes Pontifikat damit gekennzeichnet, daß er das Fest auch auf Rom ausweitete, wo es am 23. Oktober gefeiert wurde, Leser, die so glücklich sind, eine Kopie des wunderbaren Kalenders zu besitzen, der jedes Jahr von der Redemptoristen-Gemeinde Papa Stronsay in der Nähe des Nordpols veröffentlicht wird, werden bemerkt haben. daß Sanctissimo Remdeptoris mit größerer Feierlichkeit am 3. Sonntag im Juli begangen wird, aber auch am 23. Oktober auiftaucht.

Diese Messe- wie so viele Neuheiten der Gegen-Reformation- ist voller überschwänglicher Freude über die Wunder unserer Erlösung... mehr im triumphalistischen Geist, das Rubens zu seinem "Triumph der Eucharistie" inspirierte, Der Introitus beginnt mit Gaudens gaudebo... aus Isai 61 und der Psalm dieses Introitus ist die majestätische, architektonische Eröffnung von Psalm 88: Misericordias Domini in aeternum cantabo: in generationem et generationem annuntiabo Veritatem tuam in ore meo. Dieser Psalm wird auch in der Votivmesse der Passion benutzt und in der Sarum (und Ordinariats-) Messe der Fünf Wunden. Und er ist auch da in der Messe des Allerheiligsten Blutes...und ich denke, in einer gewissen Anzahl anderer Messen, die unseren Erlöser feiern. 

Und das Offertorium ist- höchst passend- Salus populi...ich bin die Rettung/das Heil der Heiden, aus welcher Drangsal sie mich anrufen, ich werde sie hören; und ich werde für immer ihr Gott sein: Halleluja.
Ein herrliches Wortspiel!

Die beste Antwort auf das Coronavirus für diese Nation wäre gewesen, unserem Erlöser eine der großen Neo-Palladianischen Basiliken zu bauen, die vielleicht an Stelle jenes bizarren Denkmals für die völlige, krasse Sinnlosigkeit, den "Millennium Dom", errichtet werden könnte.

Tschaikowksy hat etwas geschrieben, was in Verbindung mit seiner feierlichen Weihe hätte gespielt werden könnenStellen Sie sich nur einmal vor, wie von der Artillerie, des Towers of London  das Echo flußabwärts klingt..."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. Hunwicke

Verhinderter Anschlag auf Notre Dame de Paris

Andrea Morandini berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana von einem verhinderten weiteren Anschlag auf Notre Dame de Paris und urteilt über die Beweggründe der vielen Angriffe auf Kirchen in Frankreich und benennt klar ihre Ziele. Ein Artikel, der so in keiner deutschen Zeitung erscheinen könnte. Hier geht´s zum Original:  klicken

"NOTRE DAME TREFFEN, BEDEUTET - EIN SYMBOL ZU TREFFEN: EIN VERHINDERTES ATTENTAT"

Ein geistesgestörter Mann wurde gestoppt, als er plante, sich mit seinen Flugzeug in die Kathedrale von Paris zu stürzen, die bereits von dem schrecklichen Feuer vor zwei Jahren verwüstet worden war. Notre-Dame ist ein Symbol für Glauben und Geschichte, aber auch für diejenigen, die antichristlichen Hass hegen und für den radikalen Islamismus. 

Es scheint keinen Frieden für die Kathedrale von Notre Dame auf der Ile de la Cité in Paris zu geben. Nach dem zerstörerischen Feuer vom 15. April 2019 hat am vergangenen 7. Oktober ein 50-jähriger pensionierter Linienflug-Pilot auf Tahiti und früher bei Air Liberté im Einsatz, hat geplant, sich mit seiner Cessna, einem kleinen, einmotorigen, viersitzigen Touristenflugzeug, auf die Überreste der Mutterkirche der Erzdiözese zu stürzen. 

Laut den Berichten der Tageszeitung Le Parisien hat ein Familienmitglied den Alarm ausgelöst, indem er die Grenzpolizei von Hendaye in den Niederlanden von dem wahnsinnigen Vorhaben informierte, und so die Verhaftung des Mannes ermöglichte, der am Ausgang seines Hotels im Arrondissement Saint Sulpice gestellt wurde. In einem offensichtlichen Rauschzustand überrascht,. schien es, als leide er an schweren psychischen Problemen -deretwegen er im Krankenhaus überwacht wurde. Die Tore der Psychiatrischen Klinik werden sich jetzt wahrscheinlich für ihn öffnen. Gegen ihn ist ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden, das auf jeden Fall das Ziel betrifft. Warum immer Notre Dame?

Sie ist sicherlich ein Symbol für den Glauben und die Geschichte nicht nur von Paris sondern ganz Frankreich, das 1862 zum historischen Monument ernannt wurde und 1991 von der Unesco zum Weltkulturerbe. In dieser Kathedrale hat sich 1804 Napoleon zum Kaiser gekrönt und wurde 1920 Johanna von Orleans kanonisiert. Aber darüber hinaus scheint Notre Dame auf viele eine einzigartige Anziehungskraft auszuüben.

Zunächst für diejenigen, die (und das sind leider viele, vor allem jenseits der Alpen) einen militanten Hass gegen das Christentum hegen. Nur wenige haben darüber gesprochen, so daß die Sache ihnen vielleicht entgangen ist, aber das verheerende Feuer hat einen erheblichen Teil von Notre-Dame in einem historischen Moment verschlungen, der von zahlreichen, wiederholten Angriffen auf katholische Sakralbauten geprägt ist: In Frankreich gab es 2017 878 ​​Profanierungen, 1063 im Jahr 2018 und im Februar 2019 wurden neun Kirchen in nur zwei Wochen zerstört. Unter Berücksichtigung von Denkmälern und Friedhöfen kommen wir laut Regierungsstatistik- also offiziell- auf die Rekordzahl von durchschnittlich drei vandalistischen Angriffen pro Tag.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Christliche Kunst

 "Das Urteil Salomos"  Raphael,  1519

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über Griechenland -oder besser GRIECHENLAND-  seit der Antike und durch die Jahrhunderte....bis heute.
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      "NUR ZWEI JAHRUNDERTE GRIECHENLAND?" 

Griechenland feiert dieses Jahr den zweihundertsten Jahrestag der Wiedererlangung seiner Freiheit. Ich wünsche ihm Glück. So vieles in meinem Leben....seit ich 12 Jahre alt war...habe ich aus dieser sprühenden Zivilisation aufgenommen. 

Aber jedes mal wenn ich Giechenland ironischerweise durch Abbilder der Athener Akropolis repräsentiert sehe, stöhne ich...oder zucke zusammen. 

Ein wirklich offensichtlicher Grund dafür ist, daß Athen nicht Griechenland ist. Das klassische Hellas war in viele "poleis" - unabhängige Stadtstaaten-aufgeteilt und sehr oft mörderisch miteinander im Krieg. Die Akropolis in Athen ist -ganz einfach- kein Symbol für die Majestät Hellas´, sondern eine Bestätigung der polis von Athen. 

Aber da ist noch mehr als das. 

Es dauerete bis zur Ära von Lord Byron - daß die Griechen von den postchristlichen, westlichen, europäischen Intellektuellen gelehrt wurden, daß ihr Ruhm und das Zeichen und Symbol ihrer Identität in der vorchristlichen Antike gefunden werden müsse- oder eher in der idiosynkratischen Rekonstruktion des von der "Aufklärung" bevorzugten Klassischen Griechenlands. Von der Ankunft der Christen bis zur osmanischen Invasion war im Gegenteil die hellenistische Identität mit der byzantinischen Christenheit (dieser bewunderswürdigen Zivilisation, die Aphrodisias in Stauropolis  umbenannte und tausende von Tempeln in Kirchen umwandelte) identisch. Bis die Türken den Parthenon zur Moschee und dann zu einem Arsenal machten. Für viele Jahrhunderte (mehr Jahrhunderte als er den heidnischen Kulten der glaukopis Athene und dann Mahomets diente) war er eine der Himmelskönigin, der Jungfräuzlichen Gottesgebärerin geweihte Kirche gewesen. Viele der Statuen waren wegen ihrer heidnischen Natur von den Grtiechen selbst entstellt worden, besonders am östlichen Ende, wo eine liturgische Apsis gebaut werden mußte. Ich würde gern zu einem Fond zur Wiederherstellung des Parthenons  beisteuern, damit er wieder für die Göttliche Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos genutzt werden könnte. 

Aber das wäre wahrscheinlich sinnlos.. Es gäbe keine Gemeinde, die dort Gottesdienst feiern könnte. Der Akropolis-Hügel war bis zu seinem gezielten Abriß ein Levantinischer Irrgarten aus kleinen Straßen und Alleen,  aus fränkischen, osmanischen und griechischen Gebäuden, Häusern, Basaren und Kirchen. Die malerische Szene eines einsamen, fast nackten Felsens - mit einigen beschädigten Steinresten-wie ein offener Mund , dem ein manischer Zahnarzt den nuklearen Krieg erklärt hat, ist ein grässliches Symbol einer Kultur, die sich an farblose, antike Ruinen klammert und das menschliche verachtet, gar nicht zhu reden vom wirklich Göttlichen, das der Ruhm des Hellenismus war, als er Christus und seiner Mutter treu war. 

Die gegenwärtige Szene ist nur für die Vorliebe der Aufklärung für nostalgische Erinnerungen an eine lange-vergangene heidnische religiöse Kultur und der passenden Verachtung des Christentums ikonisch. Es ist tatsächlich die gleiche Vorliebe die sich in dem infamen Entwurf für eine europäische Verfassung zeigt, der einen wirklich olympischen Weitsprung vom Antiken Griechenland und Rom  zur Aufklärung machte, indem er die dazwischenliegenden Jahrhunderte des Christentums zum verächtlichen Vergessen verurteilte. 

In den 1980-ern erwies sich der damaliger Direktor für Antiquitäten als genau durch diesen anti-christlichen Geist gehirngewaschen:  er verkündete stolz. daß die Akropolis endlich von allen barbarischen Eingriffen gereinigt wurde.  Beinahe 2000 Jahre griechischer Geschichte und Kultur als "Barbareien" abgeschrieben! Was für ein Grieche! Wer braucht Türken, wenn man einen solchen Griechen haben kann!

Ich denke nicht, daß ich heute den Parthenon besuchen möchte- sogar umsonst und sogar wenn er einfach nur zu meinem Vergnügen und meinder Bequemlichkeit völlig von den wogenden Massen von Touristen befreit wäre. 

Liebe Leser: nur für einen sinnlosen aber magischen Augenblick: stellen Sie sich vor, wie es gewesen wäre, bergauf zu keuchen, dann um eine Ecke zu gehen- in eine enge, schmuddelige kleine Starße und plötzlich eine Teilansicht des Parthenons sich majestätisch vor Ihnen erheben zu sehen.und -von innen- dem Klang des breitbrüstigen Diakons das ektene intonieren zu hören. 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. Hunwicke

Sandro Magister: Der Papst und Greta in der postreligiösen Welt

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"IN GLASGOW WIRD FRANZISKUS SICH NICHT ZEIGEN. AN SEINER STELLE WIRD GRETA DA SEIN."

Bei der vom 31. Oktober bis zum 12. November in Glasgow stattfindenden UNO-Klimakonferenz wird Franziskus nicht anwesend sein. Er hat diese Reise aus seinem Terminplan gestrichen. Aber wenn er nicht hinfährt- das hat Fr. Thomas Reese, der frühere Herausgeber der Wochenzeitschrift der Jesuiten "America"  seinem Mitbruder Papst vorgeschlagen- warum dann nicht Greta Thunberg in die vaticanische Delegation aufnehmen? Warum nicht ihr- und niemand anderem- den Sitz des Papstes geben? Nicht außerhalb der Konferenz bei Demonstrationen mit den von den Politikern unterdrückten Menschen ein leeres blah-blah-bla demonstrieren, sondern drinnen- von Angesicht zu Angesicht mit den Mächtigen der Erde ihnen alles ins Gesicht sagen, was gesagt werden muß.

Es ist kein Geheimnis, daß Franziskus, Autor der Umwetl-Enzyklika Laudato Si´ die junge schwedische Aktivistin bewundert, die er am 17. April 2019 kurz auf dem Petersplatz getroffen hat. Aber es ist ebenso wohlbekannt, daß Greta ihm als Bezugsfigur für die Verteidigung der Natur weltweit auf der öffentlichen Bühne Konkurrenz macht.

Angelo Panebianco, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bologna und einer der renommiertesten Analytiker der Gegenwartgesellschaft, hat  im "Corriere della Sera" vom 8. Oktober den Focus auf das Greta-Phänomen gelegt, speziell auf das Zweigespann Greta-Franziskus, eine Frage von großer Bedeutung.

"Ist Greta vielleicht der Beweis für die Tatsache, daß sogar post-religiöse Gesellschaften - wie es die meisten westlichen Gesllschaften, voran die in Europa jetzt sind- Propheten und Prohezeiungen brauchen? "

Dienstag, 19. Oktober 2021

Aus dem Archiv...

    
Der erste Mensch, der je gefilmt wurde; Papst Leo XIII (1810-1903) -restaurierte und kolorierte Fassung

               

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Ermordung des englischen Parlamentsabgeordneten Sir David Amess und die Berichterstattung der BBC u.a.  
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                                 "SIR DAVID AMESS" 

Sonntag Morgen war ich mit einem halben Ohr bei einem Programmteil namens "Sonntag" der Beeb (BBC) . Dessen -und das ist das richtige Wort - Anchor war diese Woche -wenn ich recht gehört habe- eine Emily Buchanan..

Die Lady klang absolut charmant, . obwohl Englisch anscheinend nicht ihre Muttersprache ist. Das nehme ich ihr nicht übel! Ein Ausrutscher als Beispiel: sie sagte, daß jemand, dessen Buch sie rezensierte, "zusammengeflochten ist ...". Natürlich kein schrecklicher Fehler. Wenn sie sich in unserem Land niedergelassen hat, wird sie sicher die englische Sprache verstehen und sie viel besser sprechen als die meisten von uns geborenen Briten.

Ich war eher ... ernsthaft ...verärgert über einige andere Merkmale des Programms, die meiner Meinung nach an denen liegen, die das Programm zusammengestellt haben, und nicht an Frau Buchanan selbst. Sie hatte mit dem tragischen Tod eines Abgeordneten namens Sir David Amess zu tun, der für einen Wahlkreis in meiner Heimat Essex stand. Ein Essex-Landsmann zu sein, gibt mir ein Beschützergefühl gegenüber seinem Andenken, ganz abgesehen von der Tatsache, daß er ein Mit-Katholiken war. 

Sein Katholizismus löste- wie ich fühlte- einige Verlegenheit aus.

Nach einem Tod und mehr noch nach dem Tod jemandes, der furchtbar von einem möglichen Terroristen erstochen wurde, ist es unser Brauch nil nisi bonum de mortuis zu sagen.

Das bedeutete, daß die Mehrheit der Kommenatoren Sir Davids starke Opposition gegen die Abtreibung peinlich umgangen haben. 

Aber es ging noch weiter im Sonntags.Programm. Buchana fragte, ob die Tatsache daß er Katholik war, bei dem Dienst, den er seiner andersgläubigen Wählerschaft leistete, "irgendeinen Unterschied machte". 

Vielleicht bin ich da überempflindlich. Aber mir schien, daß diese Frage eher in dem Sinn von "Hat sein Katholizismus ihn gegenüber seinen nicht-katholischen Wählern unfairer gemnacht" als "Hat ihn sein Katholizismus zu einem noch besseren Parlamentsmitglied für seine gesamtge Wählerschaft -einschließlich der Katholiken- gemacht?"  zu verstehen ist. 

Ja, ...vielleicht bin ich ein bißchen unfair, tatsächlich wurde der Einfluß der Katholischen Soziallehre auf seine Arbeit erwähnt...

Aber noch seltsaner- es wurde um einen Kommentar des Anglikanischen Bischofs von Chelmsford nachgesucht. 

1. Ich habe ihre Ladyschaft deswegen nicht beschuldigt. Sie hat ganz klar gemacht, daß sie ihre Diözese erst vor kurzem übernommen hat und Sir David nicht kenne. Sie hat Phrasen wie "was ich gehört habe, ist..."  wiederholt. Es wäre total unfair von mir oder jedem anderen, sie zu kritisieren, Aber...warum sollte Sir Davids eigenem Bischof, dem Katholischen Bischof von Brentwood, Bischof Alan, nicht das Wort erteilt werden? Oder - wenn er nicht erreichbar war- dem örtlichen katholischen Priester. Fr. Jeffrey Woolmough (ein Mirfield-Mann), der am vorherigen Abend in einem kurzen Clip sehr gut, bewegend  und wie ein Hirte während des Requiems in der katholischen St. Peters-Kirche gesprochen hat.

Wenn ein prominenter Anglikaner unter Umständen gestorben wäre, die einen bischöflichen Kommentar erforderten, bezweifle ich stark, daß das Kommentariat zum katholischen Ortsbischof gerannt wäre- außer es würde sehr spezielle Gründe  (z.B. wenn sich die beiden besonders gut gekannt hätten) dafür geben. 

Schließlich: ich finde es nicht leicht, über die (ungeheuer entlarvenden) Gründe glücklich zu sein, die die Polizei dafür angegeben hat, Fr. Woolnough die Erlaubnis zu verweigern, Sir David die Letzten Sakramente der Kirche zu spenden.

Das läuft auf die Feststellung hinaus. daß solche Dinge nicht zählen. Diese Art schnöden Benehmens trägt wenig dazu bei, den Rufe der Polizei bzgl. ihres Respekts gegenüber religiösen Menschen gleich welcher Religion oder Kultur zu verbessern. Und es ist eine Zeit, in der die Polizei ziemlich viel Verbesserung gebrauchen könnte. Als ich- in den frühen Siebzigern- Kurat in einer rauhen Gegend der Süd-Londoner Innenstadt war, fanden Polizei und Klerus es möglich, sich gegenseitig und ihre jeweiligen Rollen zu respektieren.

Es wäre so schön, wenn wir nur ein bißchen weniger von dem, was wie Anglikanischer Imperialismus, Beeb-Unsensibilität und Polizei-Arroganz aussieht, sehen könnten.

Kardinal Nichols hat übrigens am Vorabend im Fernsehen mit seiner üblichen Trittfestigkeit und Sensibilität gesprochen, taktvoll, respektvoll, hat er sanft auf die Methodistische Kirche verwiesen, in deren Räumlichkeiten Sir David ermordet wurde.

Cuius animae propitietur Deus."

"Möge Gott seiner Seele gnädig sein".

Quelle: liturgicalnotes, Fr.Hunwicke

Tosatti: Msgr. ICS fährt schweres Geschütz auf

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen beißenden Kommentar von Msgr. ICS  zur Videobotschaft des Papstes anläßlich des 4. Welttreffens der "Volks-Bewegungen"

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"MSGR. ICS : EINE SURREALE BOTSCHAFT VON BERGOGLIO, EIN MEISTERSTÜCK DER HEUCHELEI" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, nach fast einem Tag des Black-outs (laut dem web-master Problemen des Providers geschuldet) funktioniert diese Seite wieder. Und Msgr. Ics bietet uns diese mit einer Botschaft des amtierenden Pontifex verbundene Überlegung an...gute Lektüre. 

§§§

Mons ICS an Tosatti.

Liebe Leser von Stilum Curiae, ich schalge Ihnen vor, ein surreales Dokument von Bergoglio zu lesen, das -wie Sie im link lesen können- an die "Schwestern, Brüder, liebe soziale Poeten!" gerichtet ist. Welch ein Humorist unser Bergoglio doch ist! 

Ich ziehe es vor, keine  Schlußfolgerung aus diesem Meisterwerk der Heuchelei zu ziehen. Ich bitte Sie nur darum, zu bemerken, die unendlich oft er Gott erwähnt. Sehen Sie selber, ob das absichtlich oder unabsichtlich passiert.

Was zu unterstreichen und zu bedenken mir aber wichtiger erscheint, ist die Tatsache, daß Bergoglio in dieser exemplarischen neo-evangelischen Rede nicht von WERTEN spricht, sondern von PRINZIPIEN. Eine merkwürdige und revolutionäre Tatsache, die sofort die Aufmerksamkeit von Gustavo Zagrebelsky auf sich gezogen hat, der in voller Erregung und Begeisterung über die Verwendung von "Prinzipien" anstelle von "Werten" zum Bergoglianer wird. 
https://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/2008/02/22/valori-diritti-nei-conflitti-della-politica.html

Warum spricht Bergoglio nicht mehr über WERTE sondern über PRINZIPIEN? 

Weil Werte objektiv sind, Frucht einer religiösen Glaubenskultur, sie sind absolut und (so sagt man) wollen sich aufzwingen, deshalb schaffen sie Spaltungen. Spaltungen, die Bergoglio gegenüber den Abtreibungsbefürwortern nicht schaffen will,  sondern im Gegenteil gegenüber den grimmigen konservativen Traditionalisten. 

Prinzipien dagegen sind subjektiv und niemand erwartet von anderen, daß sie sie anwenden, man versucht nur sanft und leise, andere von ihrer Güte zu überzeugen. Bergoglio spricht in dieser Videobotschaft nur von Prinzipien. Was gerade Zagrebelsky aufregt… Sie werden sehen, daß Eugenio Scalfari, -eifersüchtig auf Zagrebelsky, - bald antworten wird.

Fundstück

Katholisch.de berichtet, daß der Erzbischof  von Vaduz, Wolfgang Haas,  der Teilnahme seiner Diözese am synodalen Prozess  eine Absage erteilt hat. 
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unter dem Titel:

"ERZBISCHOF HAAS: NEHMEN AM SYNODALEN PROZESS NICHT TEIL" 

beginnt der Artikel so:  ZITAT

" Das liechtensteinische Erzbistum Vaduz wird sich nicht am weltweiten synodalen Prozess beteiligen. "Ich bin der Auffassung, dass in unserem kleinen Erzbistum von der Durchführung eines solch komplexen und mitunter gar komplizierten Verfahrens, das in unseren Breiten Gefahr läuft, ideologisch verzweckt zu werden, aus guten Gründen abgesehen werden kann", teilte Erzbischof Wolfgang Haas am Freitag auf der Homepage des Erzbistums mit.   (...)

Quelle: katholisch.de 



 

Montag, 18. Oktober 2021

Christliche Kunst

"Madonna der Demut"!  Fa Angellico,  1418

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über einen englischen Bischof burgundischer Herkunft in Exeter im 14. Jahrhundert, über den man in England immer noch spricht.
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      "EIN BURGUNDISCHER EDELMANN IN EXETER"

Am Tag des hl. Lukas, Sonntag, dem 18. Oktober 1327, kam eine große Menge von
Kardinälen, Bischöfen und Adligen in der Dominikanerkirche von Avignon zusammen, in der
während des päpstlichen Exils oftmals große Zeremonien – sogar Krönungen – stattfanden.
Vorstehender Bischof an diesem Tag war Pierre des Prez, Kardinalbischof von Praeneste
und einer der Männer aus dieser Stadt, die Papst Johannes XXII von Cahors mitgebracht hatte.
Und so erteilte der Kardinal einem anderen Günstling aus dem inneren Kreis des Papstes
die Bischofsweihe, der -wie er selbst vorher Kaplan der päpstlichen Kapelle gewesen war.
Der 35-jährige burgundische Edelmann war gerade kürzlich erst von einer internationalen
diplomatischen Mission im Auftrag des Papstes zurückgekehrt, und der Bischofssitz, für den
er geweiht wurde, wäre nicht vakant gewesen, wenn der Papst ihm nicht Platz geschaffen
hätte, indem er die Wahl eines Konkurrenten durch die Domherren und deren königliche
Bestätigung überging.
Der junge Bischof war Jean de Grandisson (von den Engländern als „Grahns‘n“
ausgesprochen). Die Gewänder, die er bei seiner Weihe trug, waren aus weißem Tuch und
Gold mit eingewebten weißen Vögeln und mit Streifen (Ophreys), die mit Medaillons mit
Bildern und Perlen geschmückt waren. Sie wurden später in den Inventaren der Kathedrale
aufgeführt, und sie waren nur der Anfang seiner Spenden. Eine der Inventarlisten berichtet "von
den Geschenken Bischofs John de Grandisson – all die Chorbücher, Gewänder in jeder
Farbe, Schmuck, Kostbarkeiten in Gold und Silber und anderes, dessen Zahl wegen ihrer
Größe weder hier noch anderswo aufgezeichnet ist und die während seines Lebens und
danach ohne Zahl vermehrt wurden. Nur Gott, der alles weiß, kennt sie.“

Grandisson war ein tatkräftiger Bischof, der viele Bereiche des Lebens in seiner Diözese und
nicht zuletzt den Gottesdienst reformierte. Er verfolgte einen bemerkenswerten Häretiker und
als ein Erzbischof von Canterbury als Metropolit seine Diözese visitieren wollte, erteilte er
ihm eine Abfuhr. Selbst nach den Verwüstungen durch die Zeit und die Tudors wurde er
noch 1987 durch einen eignen Bereich in einer Ausstellung der Royal Academy gewürdigt."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Das Problem des Papstes beim Umgang mit den Mißbrauchsfällen

A. Gagliarducci befaßt sich in seinem heutigen Kommentar für Monday in the Vatican mit dem Problem des Papstes, adäquat auf das Mißbrauchs-Problem zu reagieren. 
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"PAPST FRANZISKUS: DAS PROBLEM  AUF DIE MISSBRÄUCHE ZU ANTWORTEN" 

In dieser Wochen haben zwei wichtige Fakten zum Thema Mißbrauch beim Hl. Stuhl eingeschlagen. Fakum Nr.1 ist, daß der Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki seine spirituelle Auszeit begonnen hat und sich praktisch bis zum März selbst von der Leitung seiner Erzdiözese supsendiert hat. Das zweite Faktum ist, daß ein Regierungsbericht in Frankreich feststellt, daß angeblich in der Periode von 1950-2020 um die 216.000 Minderjährige von ungefährt 3000 Priestern mißbraucht wurden. 

Die beiden Nachrichten sind wichtig, weil sie auch zeigen, wie sich die Art, wie der Hl. Stuhl auf den Mißbrauch antwortet, sich geändert hat. Und sie beleuchten einige Probleme, die zu unterschätzen falsch wäre.

Kardinal Woelki hat einen 6-monatigen spirituellen Rückzug angetreten- mit einer Entscheidung, die vom Hl. Stuhl geteilt wird, weil - wie ein Statement der Nuntiatur erklärte.-anerkannt wurde, daß er einen Kommunikationsfehler gemacht hatte. Der Sturm gegen Kardinal Woelki begann, als der Kardinal selbst sich weigerte, zu berichten, wie seine Untergebenen mit den Mißbräuchen umgegangen waren. Laut einiger Berater enthielt der Bericht methodische Fehler. Die Erzdiözes gab dann einen weiteren Bericht in Auftrag.

Papst Franziskus hat auch eine vom Stockholmer Bischof Kardinal Anders Arborelius geleitete Inspektion geschickt, um die mögliche Verantwortung Kardinal Woelkis beim Vertuschen der Fälle zu untersuchen.  Es wurde festgestellt, daß es nichts gab, was gegen den Kardinal spricht. In der Tat hatte der Kölner Erzbischof die Fälle gut- ohne jegliche Vertuschung- bearbeitet..

Es wurde jedoch beschlossen, ihn zu bitten, für eine Weile aus dem Sichtfeld der Öffentlichkeit zu verschwinden. Diese Entscheidung muß als Versuch betrachtet werden, Kardinal Woelki zu schützen, der von einer Lawine der Kritik überschüttet wurde. Anstatt den Kardinal dem Medien-Sturm ausgesetzt zu lassen, wurde beschlossen, ihn aus dem Sturm und dem Zentrum der Aufmerksamkeit zu entfernen. 

Das war eine Entscheidung des gesunden Menschenverstandes. Aber in der Realität war die Wirkung eine ganz andere. Zuerst entstand der Eindruck, daß Kardinal Woelki für den Kommunikations-Fehler bestraft wurde und es ist leicht, einen Kommunikationsfehler mit Vertuschung zu verbinden. Die Öffentliche Meinung konnte frei -im negativen Sinn- über die Lage in der Kirche-spekulieren.

Die gleiche Möglichkeit zur Spekulation bekam die Öffentliche Meinung in Frankreich. Der sog. CIASE-Bericht, den die Französische Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hatte, beruht nicht auf einer juristischen Untersuchung sondern auf einer Schätzung. Er beruht auf Vorwürfen, die telefonisch, per e-mail und Post eingingen und nur zum Teil aus den Archiven der Diözesen und Gemeinden stammen. 

Die Zahle,. so durchtbar sie sind, müssen aus der richtigen Perpsektive gesehen werden: das sind 4 Prozent der Mißbräuche, die in ganz Frankreich von 2,8% der Priester begangen wurden. Es ist aber auch wichtig, über den Kult der Denunziation, der geschaffen wurde, nachzudenken. 

Aus Angst wegen früherer Fehler, als Vorwürfe nicht objektiv angehört wurden, wird jetzt jede Beschuldigung zur Wahrheit, die nicht ignoriert werden kann. Das Ergebnis ist, daß den angeblichen Opfern Recht gegeben wird, bevor bewiesen ist, daß sie mißbraucht worden sind. 

Nicht nur. Die Kirche hat nicht einmal mehr das Recht, zu sprechen. Der CIASE-Bericht hat auch eine Art Aufhebung des Beichtgeheimnisses in Mißbrauchsfällen vorgeschlagen, um dem Französischen Recht zu entsprechen, das die Pflicht zum Bericht vorsieht. Das ist keine neue Situation: bis jetzt ist in aller Welt von vielen Staaten vorgeschalgen worden, das Beichtgeheimnis abzuschaffen- von Australien bis zu den USA. Als jedoch Erzbischof de Moulins-Beaufort, Präsident der Französischen Bischofskonferenz betonte, daß das Beichtsiegel nicht angetastet werden kann, waren die Reaktionen heftig. 

Von Innenminister Darmanin einbestellt, reagierte Erzbischof de Moulins Beaufort mit einem Statement, daß das Engagement der Französischen Kirche für Minderjährige beonte und unterstrich, daß seine Äußerungen ungeschickt gewesen waren. Auch hier ein totales Zugeständnis an die Öffentliche Meinung, die der Realität der Ergeignisse nicht gerecht wird. 

Damian Thompson: Ist der Papst Protestant? Fortsetzung...

 von hier und hier

"...Franziskus mag eine liberale politische Agenda verfolgen, die aber auch schrullig und inkohärent ist. Das kann gewollt sein. Er ist im abwertenden Sinne des Wortes jesuitisch und ändert ständig seine Position, um sowohl seine Gegner als auch seine Anhänger auf Trab zu halten. Aber seine Führung hat keine der positiven Eigenschaften seines Ordens: Sie hat ein intellektuelles Durcheinander geschaffen, das ordentlich gesinnte Jesuiten, einschließlich liberale, entsetzt.

Erlaubt sein weitschweifiges Apostolisches Schreiben Amoris Laetitia von 2016 geschiedenenen wiederverheirateten Katholiken die Teilnahme an der Kommunion? Niemand weiß es, Franziskus wird es nicht erklären,und so variiert die Anwendung der kirchlichen Lehre von Diözese zu Diözese. Hat er heimlich die Gültigkeit der anglikanischen und lutherischen Regeln anerkannt? Möglicherweise weil mehrfach protestantischen Geistlichen gesagt hat, sie mögen sich nicht bemühen, zu konvertieren. Diese Woche habe ich bekannt gegeben, daß Dr. Michael Nazir-Ali, der ehemalige Bischof von Rochester, dem Ordinariat beigetreten ist, das Benedikt XVI für ehemalige Anglikaner eingerichtet hat. Es wurde berichtet, daß es von "höchster Ebene" des Vaticans Versuche gab, ihn davon abzuhalten. 

Aber es gibt einen Aspekt, in dem Franziskus´ Umarmung liberaler protestantischer Ideen nachhaltig ist. Er liebt seine sinnlosen Synoden. Diesen Monat hat er die erste Phase der lächerlich "Synode zur Synodalität"!genannten Synode gestartet, eine "planetarische Konsultation" zu einem vagen Konzept wie Kommunion, Mission, strukturelle Veränderungen und zum "zuhören". Das ist von den Ortskirchen mit einem Gähnen begrüßt worden. Der Vaticanist Raymond de Souza sagt voraus, daß diese Konsultationen  mit dem gesamten Heiligen Volk Gottes mit Konsultationen kirchlicher Laien-Bürokraten in den reichen Ländern enden wird, zusätzlich mit verschiedenen offiziellen Beratern auf Pfarrei-und Diözesan-Ebene. 

Franzisus´ zunehmend paranoide Sicht auf Konservative, Traditionalisten und freie Märkte haben zu den beiden umstrittensten- um nicht schändlichsten Entscheidungen geführt, die er als Papst getroffen hat. 

Die erste ist ein Pakt mit Peking, der 2018 unterzeichnet wurde und der Chinesischen Kommunistischen Partei die Autorität zur Ernennung und Weihe bon Bischöfen überträgt, dessen Legitimität von Rom anerkannt wird. Obwohl die Trennung zwischen den dem Vatican treuen "Untergrund-Katholiken"  und denen der kathiolischen Marionetten-Kirche der CCP verwirrend unklar.ist . ist Franziskus´  de facto Abschaffung der Untergrundkirche ein klarer Verrat an den Untergrund-Gläubigen. 

Die zweite ist die erneute Unterdrückung der traditionellen Lateinischen Messe durch Traditionis Custodes, einen von Franziskus im Juli promulgierter Apostlischen Brief. Dieses wegen seiner Grausamkeit und pauschalen Behauptungen bemerknswerte Dokument -unterstellt auf Basis einer geheimen Umfrage, daß traditionelle Katholiken die Freiheit mißbrauchen, die ihnem von Benedikt XVI gewährt wurde, indem sie die Spalutng fördern. Deshalb gewährt Franziskus den Diözesan-Bischöfen das Recht, die Traditionelle Lateinische Messe zu verbieten und einige haben bereits schöne Gottesdienste abgeschafft,  die für eine unangemessene Zahlen junger Leute .attraktiv sind.

Das bringt uns auf die Demographie. Die Katholische Kirche ist zu groß, um von einer Klippe zu stürzen, aber sie schrumpft im Westen sehr schnell. Die einzigen Zentren von Wachstum und Erneuerung sind jargon-freie Oasen traditioneller Anbetung. Etwas Ähnliches passiert in der Church of England und auch im Judentum, Franziskus ist darüber entsetzt- und identifiziert träge die neuen Traditionalisten mit den obsessiv rigiden Konservativen seiner Jugend. Und so startete er m selben Jahr eine "planetarische Konsultation" mit dem "ganzen Volk Gottes", er benutzt das Mittel der Autorität, um Katholiken zu verfolgen, die jung genug sind, um seine Enkelkinder zu sein.

Einige dieser neuen Traditionalisten und ihre orthodoxen katholischen Freunde, die es vorziehen, in Englisch zu zelebrieren, tun sich schwer damit, ihre Loyalität zum Hl. Vater mit der Gemeinheit seines Geistes , ihrer Liebe zur alten Liturgie zu versöhnen: vor kurzem sagte er, daß ihre Liebe zur Alten Liturgie "etwas verbirgt, Unsicherheit oder etwas anderes". Andere schauen auf ihn und die anderen verwundeten Dinosaurier, die ihn umgeben und denken,daß auch das vorüber geht. Oder wie es einer von ihnen bei Twitter ausdrückte: "Tatsache ist, daß für uns als  jüngere Katholiken soricht, daß wir viel länger merkwürdig und unsicher dem Alten Ritus verbunden bleiben können als diese Burschen am Leben bleiben." 

Quelle: D. Thompson, Spectator

Sonntag, 17. Oktober 2021

Welche Lehre erteilen uns die geheimen Priesterweihen, die die Kardinäle Wojtyla und Slipyj -gegen das ausdrückliche Verbot durch den Vatican - während des Kalten Krieges vorgenommen haben?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Artikel, den Prof.Peter Kwasniewski für OnePeterFive über die heimlichen Priesterweihen der Kardinäle Wojtyla und Slipyj zur Zeit des Kalten Krieges - und welche Schlussfolgerungen wir aus ihnen ziehen können, geschrieben hat. 
Hier geht´s zum Original:  klicken

 "KWASNIEWSKI: HEIMLICHE WEIHEN. DIE LEKTIONEN VON WOJTYLA UND SLIPYI" 

LIebe Stilumcuriale, es erscheint und interessant, Ihrer Aufmerksamkeit diesen von Carlo Schena übersetzten, bei OnePeter Five erschienenen Artikels von Prof. Peter Kwasniewski, dem wir danken, zu empfehlen. Gute Lektüre. 

                                                                  §§§

                         Kirchenrecht und geheime Weihen
                             Die Lektion von Kardinal Wojtyla und Kardinal Slipyj
                                                     Peter Kwasniewski, PhD


Eine der  am erinnerungswürdigsten Episoden im Leben von Karol Wojtyla ist ein Ereignis, aus dem wir heute viele Lehren ziehen können. Es hat sich während seimer Zeit als Kardinal-Erzbischof von Krakau ereignet.  Ich finde es überraschend, daß dieses Ereignis trotz dnr ganzen Aufmerksamkeit  die Johannes Paul II gewidmet wurde, nur wenig Aufmerksamkeit und noch weniger Kommentare erzielt hat. Das gleiche kann man auch für eine Episode im Leben des großen Kardinals Slipyj sagen. 

Geheime Priesterweihen 

Für jene Leser, denen der Begriff Ostpolitik nicht vertraut ist,-wir verstehen darunter die Strategie des Vaticans während des Kalten Krieges, einigen Forderungen des ostueropäischen Kommunisten im AUstausch gegen vorgebliche Duldung einer minimalen kirchlichen Existenz nachzugeben. George Weigel war ein offener starker Kritiker des Ostpolitik, ein Thema, auf das er erst vor zwei Wochen in einem Artikel über den großen Architekten dieser Politik, Kardinal Agostino Casaroli, zurückgekommen ist. Weigels maßgebliche Biographie "Zeuge der Hoffnung"  präsentiert die wichtigsten Fakten genau, wenn auch etwas gesüßt:

Kardinal Wojtyla hat nie an den guten Absichten Pauls VI mit seiner Ostpolitik gezweifelt und er war sich sicherlich der persönlichen Qual des Papstes bewusst, hin- und hergerissen zwischen dem Instinkt seines Herzens, die verfolgte Kirche zu verteidigen, und dem Urteil seines Geistes, daß es notwendig sei, die Politik der "Rettung dessen was zu retten ist" zu verfolgen . er sagte einmal zu Erzbischof Casaroli, das sei keine "Politik des Ruhmes". Der Erzbischof von Krakau sah sich auch verpflichtet, sich mit einem verfolgten und zutiefst verletzten Nachbarn, der Kirche in der Tschechoslowakei, in der sich die Lage in den Jahren der neuen vatikanischen Ostpolitik verschlechtert hatte, zu solidarisieren  

Und so weihten Kardinal Wojtyla und einer seiner Weihbischöfe, Juliusz Groblicki, heimlich Priester für den Dienst in der Tschechoslowakei, obwohl (oder gerade weil) der Hl. Stuhl den Untergrundbischöfen dieses Landes verboten hatte, solche Weihen zu spenden. Heimliche Weihen in Krakau fanden immer mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Vorgesetzten des Kandidaten, eines Bischofs oder bei Ordensangehörigen ihres Provinzials statt. Dazu mußten Sicherheitssysteme entwickelt werden. Bei den Salesianer-Patres wurde ein zweigeteiltes Karteisystem verwendet. Das Zertifikat, das zur Weihe autorisierte, wurde halbiert. Der Kandidat, der über die Grenze geschmuggelt werden mußte, nahm eine Hälfte davon mit nach Krakau, die andere wurde per Geheimkurier zum Superior der Salesianer nach Krakau geschickt. Die beiden Hälften wurden dann zusammengesetzt und die Weihe konnte dann in der Kapelle des Erzbischofs in der Franciszkanska erfolgen.