Freitag, 12. März 2021

Eine Leseempfehlung oder Chestertons Zaun

 Über diesen Beitrag http://invenimus.blogspot.com/2021/03/chestertons-zaun.html hier bin ich bei meinem  Spaziergang durchs Internet gestoßen und ja er erklärt sehr gut woher mein Unbehagen mit all den  Stimmen in Kirche und auch Welt die Taten, Taten und nochmals Taten fordern herrührt.

Da ist was was mich stört und dann muss es weg, und man geht davon aus, dass das pure Entfernen von dem was mich stört mein Wohlbefinden erhöht. Nun denn so originell ist das alles auch wieder nicht, gibt es doch einen uralten Streit um den Sinn von Regeln und Ordnungen, das was die ollen Griechen die Polis nannten.

Nun  ist es keineswegs besonders neu und originell dass diese Polis, also die Gemeinschaft mit ihren geschriebenen und mehr noch mit ihren ungeschriebenen Regeln keineswegs immer nur angenehm ist und dem einzelnen mit seinen Macken, Fähigkeiten, Wünschen und Ideen nur förderlich ist, aber auch das ist Thema der Theoretiker und Praktiker seit der Antike. Ich vermute dass schon  die Neandertaler in ihren Höhlen drüber diskutiert haben, dass es besser wäre die Wände wären weg, und irgendso eine alter Neandertalerspassbremse hat dann darauf hingewiesen, dass es draussen ungemein unangenehm ist und es so große Höhlen leider nicht gibt. (Ja ich weiß die haben nicht in Höhlen gewohnt, es geht aber um das Klischee das so schön passt). Und genau hier sind wir beim Problem. so eine Wand die engt ein, aber ist sie weg, so ist man eben Wind und Wetter, Regen und Schnee  schutzlos ausgesetzt und das mag im Urlaub ja ganz nett sein, wenn man mal das Wetter erleben kann, wobei man ja meist dann in Urlaub fährt, wenn es nett warm ist. Aber so auf Dauer ist es halt nichts, Selbst die Tiere, so sagt Christus selber, leben nicht einfach so in der Natur, sondern haben ihre Höhlen (gegraben) und ihre Nester gebaut, also Wände bzw. Zäune errichtet, wenn man so will.

Auf jeden Fall ging es den ollen Griechen um den Weg zum Wahren, Schönen, Guten und es gab da im wesentlichen zwei Fraktionen, Die eine sah in der Polis, also in den Regeln, Ordnungen, und Vorschriften, den Weg dahin, Wobei der Streit darum ging, und im Grunde immer noch geht, wie diese Polis denn beschaffen sein soll und muss. Das ist, wie wir alle wissen ein endloser Streit und es hat sich da, wie ein einfacher Blick in die Geschichtsbücher zeigt, noch keine wirklich befriedigende Lösung ergeben, um es mal sehr zurückhaltend und fast euphemistisch auszudrücken. So ist es nicht verwunderlich, dass es schon immer die andere Fraktion gibt, die all die Mängel der Polis sieht und deshalb zu dem einfachen Schluss kommt "Einfach weg damit, alles fort, alles Niederreißen, dann wird alles, alles gut, und das Reich des Wahren, Schönen Guten bricht automatisch an. 

Wichtig ist, dass es beiden Fraktionen um das "Wahre, Schöne, Gute" geht, und man letzter Fraktion durchaus verstehen kann, ich zumindest, alleine es ist nun mal so, dass wir hier in der Wildnis, der Verbannung sind und nicht mehr im Paradies 

Diese Erde auf der wir sind, ist nicht mehr der Ort wo alles was wir brauchen auf Bäumen wächst und der so geschützt ist, dass wir kaum was brauchen, noch nicht mal Kleider, wenn wir Genesis 3 richtig lesen. Diese Erde ist zwar der Ort den Gott, wenn man so will, aus dem Chaos, herausgeholt, herausgeschaffen, wie immer man das sehen will, ist,. Aber er, Gott, hatte im Ursprung eben in dieser zwar geordneten, aber dennoch wilden Erde einen Ort geschaffen der als der Garten Eden bekannt ist. Wichtig ist, dieser Garten Eden wurde von Gott angelegt ,bepflanzt und  auch begrenzt. 

Nun sind wir da nicht mehr und wenn man will, kann man alle Bemühungen der Menschen um Reformen, um Verbesserung der Lebensumstände, all die Forscherei udn Politisiererei durchaus interpretieren als der immer wieder vergebliche Versuch den Garten Eden hier auf dieser Erde zu errichten. Es wird nur einfach immer wieder nichts und es gehört zu dem Drama der Kirche unsere Zeit und in diesen Breitengraden, dass sie meint es diesmal doch schaffen zu können, anstatt das der Welt zu überlassen und sich bereit zu halten dann die zu verbinden die sich an dem Flammenschwert der Kerubs verletzt haben.

 Also langer Rede kurzer Sinn, einfach mal auf den Link hier klicken und sich Gedanken machen.

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