Samstag, 13. März 2021

Ungewollte Realsatire zur Fastenzeit oder der ganz normale Wahnsinn in der Kirche vor Ort

Neulich stand im Gemeindeblättchen "Donnerstag Abend Bußgottesdienst" 

fragte ich jemanden: "Gehst du da hin?" 

Bekomme ich zur Antwort "Nein! für mich ist ein normaler Sonntagsgottesdienst schon Buße genug!"


Ja so schaut es aus, man fühlt sich nach dem Gottesdienst mit dem ganz normalen Irrsinn, wie den Laien, den Laien, den Laien und vielleicht noch einem eingebauten Event, sowie einer maingestreamten Predigt, die im Grunde nicht aufbaut, sondern frustriert. Man hat nicht das Gefühl, Kraft zu erhalten, sondern das Gefühl mal wieder eine lästige Pflicht erfüllt zu haben und selbst gestandene Kirchgänger, die wirklich hart im nehmen sind, bzw waren, gehen nur noch sehr selektiv zur Messe, einfach weil sie es nicht aushalten, dieses unspirituelle Getue.

Der Witz an der Sache ist, dass die Kirche nun vor lauter Gedöns ihre Gottesdienste so gestaltet hat, dass man wirklich seine Zeit absitzt, sich gedanklich abwendet, und somit genau das tut, was die Liturgiereform verbessern bzw abschaffen wollte

1 Kommentar:

  1. Auf den Punkt getroffen. Oft bekommt man von „ganz normalen“ Zeitgenossen einfach geniale, weil genial einfache Zusammenfassungen, die einer Horde „Intellektueller“ auch nach tagelangem Brainstorming nicht einfallen würden - so auch hier.

    Für gläubige Katholiken ist der Besuch eines durchschnittlichen Gemeindeanimations-Events mit belanglosem Geschwätz und aufgesetzter Wichtigkeit der Laiendarsteller eine derart seelenqualvolle Bußübung, dass das Tragen eines Bußgürtels demgegenüber eine heitere Angelegenheit wäre...

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