Dienstag, 23. März 2021

Warum die kirchliche Verkündigung so dahinsiecht

 es ist im Grunde ganz einfach, weil ihre Verkünder ausstrahlen, dass das was sie verkünden nicht glauben.

Was verkünden sie aber eigentlich?

Nun wie wir alle seit Jahren beklagen nicht das, was man jahrhundertelang, ja jahrtausendelang unter christlich verstand, sondern einen Wohlfühlgott. einen Gott der alles und jedes verzeiht und alle und jeden liebt und das so sehr, dass er dafür sorgt, dass "alle, alle in den Himmel kommen, obwohl sie gar nicht so brav sind."

Nun, bei näherem Hinsehen glauben das diejenigen die das so verkünden nun genau nicht, weil sie in ihren Predigten ja permanent am Moralisieren sind, auch und wenn sich der Inhalt der Moralpredigten gewandelt hat. aber moralinsauer geht es immer noch zu, nur halt betreffs, Energiesparen, Wassersparen, usw, usw usw, wir kennen das.


Besonders deutlich wird dieses seltsame Phänomen bei Beerdigungen, Gilt hier klassisch "In den Gräbern liegen keine Reichen, in den Gräbern liegen keine Mächtigen, sondern nur die sterblichen Überreste armer, gerichteter  Seelen"., So liegen trotz der Tatsache, dass die Pastoren, Pfarrer und sich für selbige haltende Damen, permanent am Klagen sind über den Zustand der Welt, der Kirche und überhaupt, heutzutage in den Gräbern nur tief betrauerte, gute, sehr gute, richtig gute Menschen. 

Wir fassen zusammen, also der liebe Gott ist schon lieb, nett, bereit alles und jedes gutzuheißen (Wortbedeutung von Benediktion, üblicherweise als Segen übersetzt) aber nur das was die Welt als Gutzuheißend ansieht. Für all das was die Welt als nicht gutzuheißend ansieht, ist der liebe Gott nicht zuständig und es gibt weder von der Welt, noch von dem verküdeten Gott her gesehen, eine wie auch immer geartete Möglichkeit der Umkehr, der Reue und der Buße.

Weil und hier wird es ja dann wieder absurd, solche Ideen wie Buße, auch stellvertretende Buße, das hauen uns die modernen Pfarrersleut ja permanent um die Ohren, das ist voll retro auch mit Leid verbunden und das kann und will Gott ja nicht. Weswegen, aber das sprechen sie noch nicht so aus, der leibe Gott auch seinen Sohn überhaupt nicht geopfert haben kann, der auch nicht diesen Weg gegangen sein kann, weil es dem Grundaxiom moderner Verkündigung diametral widerspricht. 

 Wie wäre es wenn man sich einfach mal wieder auf die Grundbotschaft des Christentums besinnen würde die besagt dass Christus gekommen ist um uns von unseren Sünden zu erlösen!

Das bedeutet dass wir es selber nicht können und alle nötig haben!

Es gibt einen evangelischen Pfarrer der genau diesen Weg des sich irrens und wiederbekehrens gegangen ist (nein er ist nicht katholisch geworden)  nämlich Friedrich von Bodelschwings. 

Um es kurz zu machen von Bodelschwing leistet den Treueid, als er noch nicht nötig war, und legte sich mit allen seinen wichtigen Mitevangelischen Pastoren an, weil er für das Zwangssterilisationsprogramm der Nazis war. (Auch interessant die damalige Diskussion, es wurde argumentiert, dass kein Kind entsteht ohne Gottes Wilen und man da nicht rumfuchteln dürfe, ach ja lang,. lang ist es her). Als dann das T4 Programm anlief, wechselte er die Fronten und gehörte ab da zur bekennenden Kirche.

Auf jeden Fall hat er dann dieses Lied gedichtet, das für mich das Geheimnis Christi besingt.

Und ja es ist so:

 Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,
ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah,
dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor;
und die sonst des Todes Kinder, führt zum Leben er empor.


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