Montag, 22. März 2021

Wer spießig ist, braucht keine Regeln, weil er sich den Normen ohnehin fügt, ein Fundstück

 die katholische Bloggerkollegin hat ohne Furcht und Tadel einen Spitzenbeitrag über all diejenigen geschrieben die sich ach so progressiv für alles und jedes ins Zeug legen, aber keine Ahnung vom wirklichen Leben haben, weil sie ihre eigene heile, kleine Welt mit der großen bösen Welt da draussen verwechseln, und leider es noch nie versucht haben ihr kleines, geschütztes Refugium wirklich zu verlassen. 

Gut ich könnte da auch einige seltsame Geschichten anbringen. Wir hatten einen Mann, gutsituierte, die Gattin ebenso, der regelmäßig mit richtigen Tränen in den Augen und entsprechendem Tremolo in den Stimme Fürbitten gegen Ausgrenzung, für mehr soziale Gerechtigkeit und überhaupt gegen Berührungsängste vortrug. Dann trug es ich zum, dass die Post, im Zuge irgendwelcher Rationalisierungsmaßnahmen, ihre Filiale in der Nähe des trauten Heimes, dieses Menschen schloss, und eine andere eröffnete, die es nötig machte, da man ja als engagierter Mensch nicht Auto fährt, zu Fuß durch einige Blocks des sozialen Wohnungsbaus zu laufen, sollte man das Bedürfnis haben Briefmarken zu kaufen, oder ein Päckchen loszuschicken. Ach Gottele was hat der Mann sich aufgeregt, dass er jetzt "da" durch muss..


Gut aber ich will ja auf den Beitrag der Kollegin verweisen und zitiere, um Lust auf den ganzen Artikel zu machen, einmal daraus:


Die modernistischen Spießer von heute gucken verständnislos, weil sie in ihrer überschäumenden Egozentrik und mit ihrem winzigen Horizont nicht verstehen, wieso die Kirche nicht nur sie im Blick hat, sondern vor allem jene, die ihres mütterlichen Rates, Schutzes und Korrektivs bedürfen: Die Lehre der Kirche muss auch mit zerfetzten Segeln auf stürmischer See noch tragen. Unverständlich für jene fantasielosen Menschen, die sich mit ihrem aufblasbaren Paddelbötchen nie übers knietiefe Wasser hinauswagen.
 und noch ein Zitat: 

Ich hege den Verdacht, dass das der Grund ist, warum der immer gleiche Typus von blutleeren, kühlen, temperamentbefreiten weiblichen Wesen, häufig grauhäuptig, die Änderung der katholischen Sexualmoral verlangt. Wer nie oder seit dem Erwachsenenalter nicht mehr in den Abgrund der Realität geschaut hat, weil er ein bürgerliches, behagliches Leben geführt hat, weil er sich von den eigenen Abgründen abgeschottet oder sie aufgeschüttet hat, bis sie nur noch eine seichte Lagune bilden, der versteht natürlich nicht, wieso die Kirche lehrt, was sie lehrt.

Diesen Verdacht hege ich übrigens auch, und ja er bezieht sich nicht nur auf immer noch nominell katholische Leute, die sich einfach nicht trauen, doch endlich mal einfach so zu leben, wie sie es immer fordern! 

Hier also der Link, Spießer brauchen keine Regeln

P.S. Die Kommentare sind auch sehr lesenswert!

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