Freitag, 2. April 2021

Karfreitagsgedanken

 Heute ist Karfreitag, ein Karfreitag der nach allem was so am Horizont dräunt, ein Osterfest einleitet, das auch nicht das ist, was es mal war.

Nein es soll hier nicht um die staatlichen Vorschriften gehen, es soll mir darum gehen, dass mir und wie ich im Gespräch meine herauszuhören, den anderen Frommen so um mich herum, durch die Maßnahmen der Gottesdienst noch mehr verleidet wird, als ohnehin schon!

Schon lange tue ich und andere das, was eigentlich nicht katholisch ist, wir gehen dahin, "wo  man noch hingehen kann!" und diese Orte werden seltener und seltener. Es ist als sei da schon lange eine Quelle abgedreht, versiegt und die ganze Zeit floß das noch das Wasser aus früheren Zeiten und jetzt kommt halt nichts mehr nach.

Gut es gib viel Streit darüber wann die Quelle versiegt ist, vor 8 Jahren, vor 60 Jahren, vor 100 Jahren, vor 1500 Jahren oder auch nicht, auch darum soll es nicht gehen. Weil die eigentliche Frage ist, "was machen wir nun?"

Ich bin schon lange zu der Überzeugung gelangt, dass die Kirche auch nicht besser ist, als das alte Israel, das über Jahrtausende hin, von Gott persönlich gelenkt und geleitet wurde und es irgendwie nicht begriffen hat, wie wir heute am Karfreitag ja bedenken sollten.

Wir sind alle leider soweit, dass wir alles und jedes meinen beurteilen zu können und genau meinen Bescheid zu wissen, was wer wann verkehrt gemacht hat, nur leider bekommen wir es auch nicht besser hin.

Die Kirche sinkt demnächst  ins Grab und  hängt noch röchelnd, zu Recht wie man so meint, am  Kreuz und wenn man die Kommentare in den Zeitungen folgt, freut es eine ganze Menge Leute, weil die Kirche ja zu Recht dort hängt.

Warum eigentlich ist das so? Ist es nicht die Enttäuschung darüber dass auch die Kirche, "das Reich der Wahren, Schönen, Guten, nicht aufgebaut hat!" die Enttäuschung darüber dass das bisschen Taufwasser über den Kopf und all der andere Kram den die Kirche so im Sortiment hat, den Menschen  nicht wirklich gut gemacht hat? 

Ist es die Enttäuschung darüber dass in 2000 Jahren Christentum hier immer noch nicht das Paradies ausgebrochen ist, trotz all derjenigen die mit und ohne Segen der Kirche, anstatt zu beten das kämpfen angefangen haben? Wobei ich hier kämpfen sehr umfassend meine, auch im sozialen Bereich, also als Krankenpflegeorden, usw.

Das ist bestimmt einer der Gründe für die sprungbereite Feindseligkeit und von daher nichts besonders originelles, weil schon die Jünger, die doch immerhin mindestens 2 Jahre lang mit Christus persönlich unterwegs waren und von ihm persönlich all seine Gleichnisse erklärt bekommen haben, wie die Schrift berichtet, also diese Jünger waren dennoch davon überzeugt das "Er, der Christus deshalb gekommen ist um all die Verheißungen aus dem AT, von wegen Löwe neben dem Lamm und Land angefüllt mit der Erkenntnis des Herrn usw."  endlich zur erfüllen. 

Diese Verheißungen haben sich nicht erfüllt! Punkt aus fertig und wenn man sich die Sache richtig überlegt, können sie sich auch nicht erfüllen, weil dazu ist Christus nicht gekommen. 

Meines Erachtens hat die Kirche, also einzelne, viele, was weiß ich, auch ein gerütteltes Maß an Schuld an der Häme die sie derzeit von allen Seiten erhält, weil sie sich selber auf das rein innerweltliche, das soziale kapriziert hat. Und es ist nun mal so,. wenn man das tut was man nicht kann, dann wird das nichts. Und je mehr man selber davon überzeugt ist, das zu können was man nicht kann, desdo  schlechter reagiert man auf Kritik und desdo wütender verteidigt man das was einem nicht gehört.  Mittlerweile hat es sich doch herumgesprochen, dass das nichts geworden ist mit dem Reich der Guten, dem Reich das die Bösen gut macht, wie auch immer und das Netz ist voll mit Überlegungen dass  das alles mit dem 2. Kommen Christi endlich was wird.   Dazu beruft man sich auf einen Vers aus der Offenbarung des Johannes (Offb 20) 

Da kann man viel drüber streiten und wer es will, der tue es, das Netz ist, wie gesagt,  voll mit entsprechenden Betrachtungen. Aber ich persönlich denke das 2. Kommen Christi wird ähnlich gegen all unsere Vorstellungen verlaufen, wie das 1. Kommen, Auch dafür gibt es Bibelstellen, z.B "Weh denen die den Tag des Herrn herbeisehnen, denn Finsternis ist er, nicht Licht!"

Finsternis herrscht derzeit obwohl alles so hell ist, draußen die Frühlingssonne scheint und überall elektrisches Licht zu haben ist. 

So bleibt nur der Satz von Bonhoeffer: "Wer Ostern kennt, der kann nicht verzweifeln!" aber auch der Auferstandene hat das "Reich für Israel"  nicht hergestellt und wir müssen uns darüber im Klaren sein,, dass alle Reiche dieser Welt des Teufels sind, wie uns das Evangelium vom 1. Sonntag der Fastenzeit erzählt.

Nur sollten wir bei aller wohlfeiler Kritik an dem was nun mal Welt ist , nicht vergessen dass wir nun mal in der Welt sind und uns diese Welt realer erscheint, als Gott und sein Wirken. Weiter hört sich eine Existenz die ganz auf Gott vertraut sehr nett an, die Idee, des Armen der doch reich ist, die Idee dessen der nichts braucht, besungen in zahlreichen Liedern, aber hat man so eine Existenz in Wirklichkeit so sieht die Sache doch gleich ganz anders aus. Die arme Kirche der Armen, ach wie hört es sich gut an und wie bitter ist es, wenn man jeden Cent umdrehen muss und permanent immer nur das billigste nehmen muss,  

Wir sind immer noch blind!

Beten wir


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