Montag, 25. November 2024

Papst Franziskus & die Bedeutung der Apologetik in der Priesterausbildung

Renato Mambretti berichtet bei La Nuova Bussola Quotidiana über den Brief, den Papst  Franziskus zur Priesterausbildung und die notwendige Erneuerung des Studiums der Kirchengheschichte verfaßt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken 

Der Brief des Papstes
"GESCHICHTE DER KIRCHE, EINE ERENEURUNG DES HASSES AUF DIE APOLOGETIK"

Der Brief von Papst Franziskus zur Erneuerung des Studiums der Kirchengeschichte wurde am 21. November veröffentlicht. Negative Bedeutung für Apologetik, die von den Rednern der Pressekonferenz wiederholt wurde. Und nein zu einer „engelhaften“ Geschichte.

„Das Studium und Erzählen der Geschichte trägt dazu bei, die Flamme des kollektiven Gewissens am Leben zu erhalten “: Im Brief des Heiligen Vaters Franziskus über die Erneuerung des Studiums der Geschichte der Kirche fordert der Papst zu einer Reflexion , die zu einem motivierten Bewusstsein für das eigene Bewusstsein führt Identität mit der Absicht, insbesondere „bei jungen Theologiestudenten eine echte historische Sensibilität“ zu fördern.

Am 21. November überreichten Kardinal Lazzaro You Heung-sik, Präfekt des Dikasteriums für den Klerus, das päpstliche Dokument aus dem Pressebüro des Vatikans; Monsignore Andrés Gabriel Ferrada Moreira, Sekretär desselben Dikasteriums; Professor Andrea Riccardi, Präsident der Dante Alighieri Society, ehemaliger ordentlicher Professor für Zeitgeschichte und in entfernter Verbindung Professor Emanuela Prinzivalli, ehemalige ordentliche Professorin für Geschichte des Christentums und der Kirchen.

Der Brief des Papstes, der für die Ausbildung neuer Priester und anderer Seelsorger bestimmt ist, schlägt eine umfassende Reflexion über die Notwendigkeit vor, den Studien neue Impulse zu geben und eine authentische historische Dimension zu erlangen, um die Geschichte der Kirche zu verstehen und dabei auch ihre

Die verschiedenen Interventionen berührten Themen, die denjenigen, die sich mit der Geschichte der Kirche und der breiten, teilweise kontrastreichen und gegensätzlichen Positionen reichen, erkenntnistheoretischen und disziplinären Debatte darüber bestens vertraut sind. Während der Konferenz wurde die Notwendigkeit bekräftigt, sich von einer apologetischen Geschichte zu distanzieren (im Einklang mit den Ausführungen im Brief wird dem Begriff eine negative Bedeutung zugeschrieben, die mit einer bedingungslosen und vorgefassten Interpretation verbunden ist, die die Geschichte der Kirche in eine apologetische Geschichte umwandelt). eine bloße Stütze für die Geschichte der Theologie oder Spiritualität) und es wurde bekräftigt, wie wichtig es sei, sich nicht auf eine „engelhafte“ Geschichte zu verlassen, die weit von der realen und manchmal prosaischen Entwicklung kirchlicher Ereignisse entfernt sei. Darüber hinaus wird die Nebenrolle der Disziplin m gegenüber der Theologie in traditionellen Lehrfeldern kritisiert.

Der Hinweis auf einen Gott, der „auf Zehenspitzen“ in die Geschichte eintritt und die Menschen in einem Heilsplan zu sich ruft, ist suggestiv. Die Fähigkeit Gottes, die menschliche Dimension zu teilen, wurde stark hervorgehoben, während die Tatsache, dass diese außergewöhnliche Initiative von einem Absoluten gewünscht wird, der sich mit der Endlichkeit der menschlichen Geschichte konfrontiert und sich selbst als den einzigen Weg zur Erlösung vorschlägt, etwas unterdrückt wird. Anschließend unterstrichen die Redner die nicht reduzierbare historische Dimension des Christentums, die teilweise mit der jüdischen Religion geteilt wird, im Gegensatz zu dem, was in den östlichen Religionen oder im muslimischen Glauben geschieht, und erkannten die fortschreitende Aufmerksamkeit an, die die Kirche des letzten Jahrhunderts dieser Dimension gewidmet hat, die auch in der Kirche vorhanden ist die Glaubensformel des Christen.

Fundstück

Peter Winnemöller kommentiert bei kathnet.  in seinem heutigen, wie immer lesenswerten  Montagskick den -nach all den Eskapaden des deutschen "Synodalen Wegs"- mißlungenen Versöhnungsversuch des Bischofs von Hildesheim. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"DER WEG DER VERSÖHNUNG IST KEIN SPAZIERGANG"

beginnt der Montagskick so - ZITAT

"Der Brief aus Rom damals war ein Schock. Man erinnere sich: unmittelbar vor der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe war ein Brief aus Rom eingetroffen, der direkt und unmittelbar in die Tagesordnung der Vollversammlung eingriff. Satzung und Geschäftsordnung des sogenannten „Synodalen Ausschuss“ sollten von den Bischöfen nicht beraten und verabschiedet werden. Nach allerlei Widerständigkeiten der deutschen Oberhirten gegen Rom wurde diesem Brief endlich Folge geleistet. Die Geschichte ist bekannt, den „Synodalen Ausschuss“ gibt es inzwischen. Einen „Synodalen Rat“ wird es nicht geben. Der Abschluss der Weltsynode hat gezeigt, wie gut oder schlecht Synodalität funktioniert. Der Papst wünscht sich eine synodale Kirche, manche folgen, manche machen auf den Versammlungen große Politik. Wie auch immer man persönlich zu Synodalität stehen mag, eines muss man einsehen, Synodalität, wie sie weltkirchlich verstanden wird, unterscheidet sich fundamental vom „Synodalen Weg“ deutscher Art." (...)

Quelle: P. Winnemöller. kathnet


Papst Franziskus: was wird von seinem Pontifikat bleiben?

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci über die Bemühungen des aktuellen Pontifikates sicherzustellen, daß seine "Reformen"  nicht mit ihm enden.
Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST FRANZISKUS: UNTERWEGS ZU EINEM NEUEN VATICAN?"

Motus in fine citius, die alten Physiker würden sagen "am Ende beschleunigt sich die Bewegung". Schriftsteller benutzen das, wenn sie auf scherzhafte Weise sagen wollen, daß die Zeit selbst sich zu verdichten scheint und sich deshalb in Krisenzeiten schneller zu bewegen scheint- besonders in Zeiten einer finalen Krise. Wenn das generell zutrifft, paßt diese Maxime auch auf das Pontifikat von Papst Franziskus- wann immer sein Ende kommt. 

Das heißt nicht, daß Franziskus´ Pontifikat sich seinem Ende nähert. Es gibt keine Nachrichten von einem bevorstehenden Tod des Papstes oder von einer möglichenAmtsverzicht. Das wäre Spekultation. Es ist offensichtlich - der Papst hat es fast wörtlich gesagt- daß Papst Franziskus alle notwendigen Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, daß seine Reformen seine Regierungszeit überdauern, wenn sie endet. 

In der Ära nach Franziskus wird alles anders sein. 

Das geht auf Kosten nicht nur von Jahrhunderten Geschichte sondern auch der Struktur des Hl. Stuhls und des Vaticans und gleichzeitig des Papsttums selbst. 

Schließlich hat Papst Franziskus zu Beginn seines Pontifikaters in der Apostolischen Exhortation Evangelii Gaudium und in diversen Statements davor gewarnt. sich hinter "das haben wir immer so gemacht" zu verstecken. Das ist eine gute Methode- oder kann es sein, aber sie muß ausgewogen sein.  Tradition, Strukturen,Gesetze - im Grunde alles, was Papst Franziskus ausdrücklich oder nicht ausdrücklich als Teil des päpstlichen "Hofes" charakterisiert hat. und deshalb zerstört oder zur Zerstörung vorgesehen wurde- sind auch ein Instrument des Schutzes, Wege die der Institution helfen, dem Hl. Vater Einheit, Gelichgewicht und Recht aufrecht zu halten. 

Sonntag, 24. November 2024

Musik am Abend

 G.F. Händel: Orgelkonzert "Der Kuckuck und die Nachtigall" in F-Dur

                

Luther vor 1517

Luisella Scrosati befaßt sich bei La Nuova Bussola Quotidiana mit Luthers Eintritt ins Kloster und seinem theologischen Werdegang vor 1517. Hier geht´s zum Original:   klicken

      "LUTHER VOR 1517, EINE UNREIFE BERUFUNG"

Martin Luther trat plötzlich ins Kloster ein, nachdem er in einer Gefahrensituation ein Gelübde abgelegt hatte. Seine Gelübde, seine Ordination und sein theologisches Studium erfolgten gleichermaßen schnell. Seinen Vorgesetzten, darunter auch von Staupitz, mangelte es an Urteilsvermögen und sie belasteten ihn mit Pflichten,die ihn von seinen religiösen Pflichten abhielten.    

Der vorherige Artikel befaßte sich mit dem Zeitraum 1517-1520, d. h. den Jahren von der Niederschrift von Luthers 95 Thesen bis zur Veröffentlichung seiner drei Schriften, die den offenen Bruch mit der Kirche darlegten. Bei näherer Betrachtung finden wir jedoch bereits in den Jahren 1515–1516, dem zweijährigen Zeitraum, in dem Luther den Brief des Paulus an die Römer kommentierte, alle grundlegenden Elemente seiner Rechtfertigungslehre. Inhaltlich war Luther (1483-1546) also bereits sechs Jahre vor der Exkommunikation ein Ketzer, obwohl er noch keine Geste des offenen Bruchs mit der Kirche vollzogen hatte. 

Versuchen wir daher, etwas mehr über Luthers Leben und Bildung in diesen Jahren vor 1517 zu verstehen. Mit 18 Jahren schrieb er sich an der Universität Erfurt für ein Jurastudium ein, dem das Studium der Geisteswissenschaften vorausgehen musste. Eine besondere Leidenschaft Luthers galt der Philosophie, die in Erfurt, wie auch an vielen anderen Universitäten, inzwischen den realistischen Ansatz aufgegeben hatte und der nominalistischen Instabilität folgte. Nach seinem Abitur begann er 1505, Geisteswissenschaften zu unterrichten, entschloss sich jedoch plötzlich, in das Ordensleben einzutreten. Was war passiert? Am 2. Juli, als er von einem Besuch bei seiner Familie zurückkehrte, wurde er von einem heftigen Sturm überrascht und ein Blitz schlug in seiner Nähe ein; Luther war verständlicherweise verängstigt, rief die heilige Anna an und gelobte, im Falle seiner Rettung in ein Kloster einzutreten. Nur fünfzehn Tage später klopft er an die Türen des Augustinerklosters in Erfurt. Die plötzliche Berufung dürfte für die Verantwortlichen des Ordens nicht besonders scharfsinnig gewesen sein, weil Luther schon nach anderthalb Jahren seine Gelübde ablegen konnte und nur vier Monate nach seiner Profess, am 3. April 1507, zum Priester geweiht werden.

Wenigstens Sonntags...

Fr. John Zuhlsdorf beendet bei  seine Katechese über die sonntage nach Pfnigsten mit einem Beitrag über den 24. Sonntag nach Pfingsten. Hier geht´s zum Original: klicken 

"WENIGSTENS SONNTAGS - DER 24. UND LETZTE SONNTAG NACH PFINGSTEN: SEID BEREIT" 

Mit Ausnahme der liebevollen Barmherzigkeit Gottes und der ewigen Freude des Himmels haben alle guten Dinge ein Ende. Die diesjährige Reihe endet mit einem Einblick in den letzten Sonntag unseres liturgischen Wirbels um die Sonne. Obwohl dieser Sonntag – in diesem Jahr – zahlenmäßig der 27. nach Pfingsten ist, verwenden wir die Texte für den 24. Sonntag. Zu den Zwischenzeitsonntagen zwischen dem 22. nach Pfingsten gehörten das Christkönigsfest am letzten Herrentag im Oktober sowie die Texte vom 4., 5. und 6. Sonntag, die nach dem Dreikönigstag aufgrund der sich ändernden Daten der Septuaginta nicht gebetet wurden, und deshalb Pfingsten. In wenigen – auf der Nordhalbkugel tatsächlich immer kürzeren – Tagen beginnt am 1. Adventssonntag ein neues liturgisches Jahr.

In fünf flüchtigen Wochen feiern wir die Geburt unsers Erlösers, das fleischgewordene Wort, der danach verlangt, uns aus der Sünde ind die himmlischen Seligkeit zu fphren. Paulus in seinen Ketten betont von Rom in unserer aus Kolosser 1-91-14 entnommenen Auswahl: Gott, der Vater, hat-indem er seinen Sohn in diese Welt sandte. Er hat uns für würdig befunden das Erbe der Heiligen im Licht zu
teilen. Er uns vom Reich der Dunkelheit befreit und uns ins Königreich Seines geliebten Sohns gebracht, durch den wir Erlösung und die Vergebung der Sünden haben.

Diese mitreißende Wahrheit sollte in uns den Wunsch wecken, „ … gestärkt mit aller Kraft, gemäß seiner glorreichen Macht, für alles Durchhaltevermögen und Geduld mit Freude zu leben, 12 Danksagung sagend…“.

Apropos mitreißend und aufregend: In britischen Gefilden wird dieser Sonntag nach den ersten Worten der englischen Übersetzung der alten lateinischen Kollekte im anglikanischen Book of Common Prayer „Stir-Up Sunday“ genannt. Er wird auch so genannt, weil an diesem Tag der Brauch besteht, die Zutaten für den traditionellen Weihnachtspudding umzurühren.

Weil ich die Kollekte erwähnt habe, werfen wir einen Blick auf das echte lateinische Gebet, das mindestens auf den Liber sacramentorum Augustodunensis zurückgeht, eine handschriftliche Variante des Liber sacramentorum Romanae ecclesiae aus der Mitte des 8. Jahrhunderts, auch Gelasian Sacramentary genannt. Es wurde in der Nähe von Paris mit Elementen der römischen und gallikanischen (französischen) liturgischen Praktiken zusammengestellt. Es gibt eine Überlieferung, dass das Buch auf Papst Gelasius I. (+492) zurückgeht, der wahrscheinlich einige der Gebete geschrieben hat. Der Liber Pontificalis, eine Chronik der römischen Päpste, die im 3. Jahrhundert begann und zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert zeitweise mit Biografien erweitert wurde, besagt, dass Papst Gelasius „fecit etiam et sacramentorum praefationes et orationes cato sermone“ (… auch in sorgfältiger Sprache Präfationen zu den Sakramenten und Gebeten verfasste). Tatsächlich sind viele unserer Orationen für die Heilige Messe sehr alt.

Wenn Sie uns noch mehr Abschweifung gestatten: In seiner Apostolischen Konstitution Providas Romanorum von 1751, in der er die Freimaurerei verurteilt, zitierte Papst Benedikt XIV. ein Gebet, das einer der größten Liturgiegelehrten seiner Zeit, der heilige Giuseppe Maria Tomasi, Gelasius zuschrieb. Es wurde in einer Messe „contra obloquentes“ verwendet. Obloquor bedeutet „sich gegen eine Person oder Sache aussprechen, unterbrechen, widersprechen, schimpfen, missbrauchen“. Daher könnte das Gebet auch „Gegen die Nörgler“ oder „Gegen die Nörgler“ heißen. Hier ist es, direkt aus meinem praktischen Exemplar des Liber sacramentorum (auch bekannt als Gelasianisches Sakramentar):

Praesta, quaesumus, Domine ut mentium reprobarum non curemus obloquium, sed eadem pravitate calcata, exoramus ut nec terreri nos lacerationibus pateris iniustis, nec captiosis adulationibus implicari, sed potius amare quae praecipis.  Conspirantes, Domine, contra tuae plenitudinis firmamentum, dexterae tuae virtute prosterne; ut iustititae non dominetur iniquitas, sed subdatur semper falsitas veritati.

Wir flehen Dich an, oh Herr, dass wir uns nicht um die bösen Worte derer mit verwerflichen Gedanken kümmern, sondern dass wir, nachdem ihre Verderbtheit beiseite geschoben wurde, beten sollen, dass Du uns weder Angst vor ungerechten Angriffen noch in betrügerische Schmeicheleien verstricken lässt, sondern dass wir die Dinge lieben, die Du befiehlst. Wirf, oh Herr, durch die Macht Deiner rechten Hand diejenigen nieder, die das Firmament Deiner Vollständigkeit neu planen; damit die Ungerechtigkeit nicht über die Gerechtigkeit herrscht, sondern die Falschheit immer der Wahrheit unterworfen wird.

Papst Leo XII. zitierte dieses auch in seiner eigenen Enzyklika gegen die Freimaurerei von 1825: Quo graviora.

Genug der Abschweifung. Wärmen wir unsere Kollekte für diesen Sonntag auf 

Excita, quaesumus, Domine, tuorum fidelium voluntates: ut, divini operis fructum propensius exsequentes; pietatis tuae remedia maiora percipiant.

In unserem stets spannenden Lewis & Short Dictionary heißt es, dass excito „aufrichten, trösten; erregen, erwecken, erregen, anregen, stimulieren, beleben“ bedeutet. Propensius ist ein Komparativadverb von propendeo, was also „williger, bereitwilliger, mit Neigung“ bedeutet. Wenn es Gott zugeschrieben wird, ist pietas weniger „Frömmigkeit, Pflicht“ als vielmehr „Gnade“. Exsequor bedeutet „bis zum Ende folgen, verfolgen, folgen; ausführen, vollbringen, erfüllen“. Percipio bedeutet „erhalten, erlangen und empfangen“.

WÖRTLICHE ÜBERSETZUNG

Wir flehen Dich an, o Herr, erwecke den illen Deiner Gläubigen, damit sie, indem sie je eifriger sie nach den Früchten des göttlichen Werkes streben, um so mehr die Heilmittel Deiner Barmherzigkeit erlangen. 

Im lateinischen Original stellen die beiden Komparative, propensius und maiora, eine proportionale Beziehung zwischen unserem gnadenvollen Streben und dem Ausmaß der Wirkung des Heilmittels her. Je größer unsere Ernsthaftigkeit ist, die, wie Paulus an die Kolosser schrieb (oben), selbst durch Gottes Werk in uns angeregt wird, desto mehr werden wir seine Barmherzigkeit empfangen.

EINE GLATTERE ÜBERSETZUNG:

Wir beten, oh Herr, erwecke den Willen deiner Gläubigen, damit sie, indem sie eifriger nach den Früchten deines göttlichen Werkes streben, in größerem Maße die heilenden Wirkungen deiner Barmherzigkeit finden.

Beachten Sie diese „Frucht“. Im Brief für diese Messe fordert Paulus die Kolosser auf, „in jedem guten Werk Früchte zu tragen“ (V. 10 – in omni opera bono fructificantes).

Das Geheimnis bittet Gott, uns von irdischen Wünschen (cupiditates) zu befreien, und die Postkommunion bittet um Heilung von allem, was auf Laster abzielt (medicatio). Dies ist ein passendes Thema für das Jahresende und die Schwelle zum Neuen.

Unsere frühesten christlichen Vorfahren sehnten sich nach der Wiederkehr Christi. Am Ende des 1. Korintherbriefs finden wir das komplizierte aramäische Wort maranatha, das mehrere Interpretationen zulässt, aber am häufigsten als „Komm, Herr!“ verstanden wird. Dies wird wahrscheinlich am Ende der Offenbarung 20 widergespiegelt: „Amen! Komm, Herr Jesus!“ Es steht auch in Didache 10:14. In diesem Gebet steckt eine Sehnsucht. In seinem Werk Das Gnadenjahr der Kirche stellt Pius Parsch fest, dass die Sehnsucht nach der Wiederkunft des Herrn im Mittelalter von Furcht begleitet war, wie das Dies Irae des Requiems mit seinen kraftvollen Bildern des Gerichts veranschaulicht:

… Meine Gebete sind nicht würdig: aber Du, der Du gütig bist, gewährst gnädig, dass ich nicht im ewigen Feuer verbrenne. … Demütig kniend und gebeugt bete ich, mein Herz zermalmt wie Asche: Sorge für mein Ende.

Wenn die Zeit gekommen ist, und sie wird kommen, sei es kollektiv oder individuell, wird alles in Ordnung gebracht werden, ob wir es vorher in Ordnung gebracht haben oder nicht.

Parsch fährt fort, dass wir in unserer Zeit weder die Wiederkehr des Herrn herbeisehnen noch fürchten, was in der Gesellschaft insgesamt sicherlich zutrifft. Parsch schreibt: „Uns fehlt sowohl die kindliche Begeisterung für die alte Kirche als auch der naive Realismus des Mittelalters. Was bleibt uns zu tun?“

Pace Parsch, ich bin mir nicht so sicher, ob der mittelalterliche Realismus nicht Weisheit war. Parsch beantwortet seine Frage jedoch selbst:

Was bleibt uns zu tun? Öffnen Sie unser Neues Testament und meditieren Sie über die letzten Dinge, die unser Erlöser uns aufgetragen hat: Seien Sie stets bereit; leben Sie Ihre Tage im Licht der Wiederkunft. Ich bin sicher, dass dies der Geist der Kirche gemäß der Liturgie ist. Indem die Kirche unseren Blick auf die Wiederkunft Christi lenkt, erinnert sie uns daran, wie wir reich werden können an den Früchten guter Taten und an der Zunahme von Geduld und Ausdauer (Brief). Wir dürfen nie vergessen, dass sie möchte, dass den Worten Taten folgen. Im heiligen Opfer bringt sie uns den Herrn in seiner Wiederkunft auf mystische Weise nahe – ja, die heilige Messe ist eine Wiederkunft, wenn auch natürlich auf ihre eigene Weise durch die Gnade. „Ich denke an Gedanken des Friedens, nicht an die Strafe.“ Die heilige Messe ist auch ein Gericht, das Strafgericht, das er im Tod auf sich genommen hat und das er jetzt erneut verwirklicht. Das Kreuz hat er für sich selbst gewählt, doch zu uns sagt er: „Kommt, Gesegnete meines Vaters …“

Quelle: Fr. J. Zuhlsdorf

 
 

 

Samstag, 23. November 2024

Joachim Heimerl spricht Klartext

Paterr Joachim Heimerl veröffentlicht bei Stilum Curiae  seine deutliche Kritik am Vorgehen von Papst Franziskus gegen seine Kritiker und Gegner.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ABSURD: PAPST FRANZISKUS ´EXKOMMUNIZIERT´ SEINE GEGNER UND MISSBRAUCHT DAMIT SEINE PÄPSTLICHE MACHT."  Joachim Heimerl

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Pater Joachim Heimerl, dem wir von ganzem Herzen danken, stellt Ihnen diese Überlegungen zum Verhalten von Papst Bergoglio zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen und Teilen.  MARCO TOSATTI                                                        

§§§

"Absurd: Papst Franziskus exkommunziert seine Gegner und mißbraucht damit seine päpstliche Macht."

Darf der Papst seine Gegner exkommunizieren?

Sollten Sie diese Frage jetzt mit selbstverständlichem Kopfnicken beantworten, möchte ich Ihnen sagen: Nein, er darf es natürlich nicht, und er darf es schon gar nicht einfach so, um sich missliebige Kritiker vom Halse zu schaffen.

Vermutlich werden Sie nun einwenden, der Papst habe als Nachfolger des Heiligen Petrus von Christus die Binde- und Lösegewalt empfangen, und könne sie gebrauchen, wie es ihm gefällt.

Doch auch das ist ein Irrtum, denn Petrus hat diese Gewalt zuvorderst als positive und eben nicht als negative Gewalt erhalten; sie ist, anders gesagt, immer Teil seines Auftrags, die Herde Christi zu weiden, und dient keineswegs dazu, jemand aus dieser Herde „auszuschließen“. Dies übrigens schon gar nicht, wenn keine Apostasie vorliegt, also kein Abfall vom Glauben an Christus, oder – und dies wäre eine weitere Möglichkeit, die sich biblisch begründen ließe – kein schwerer Fall von Unzucht oder von Blutschande (vgl. 1 Kor. 5, 5).

Doch auch dagegen gibt es einen Einwand, nämlich den, der eine oder andere habe sich ja selber von der Herde Christi getrennt, er habe zum Beispiel ein Schisma hervorgerufen, etwa dadurch, dass er behauptet habe, Franziskus sei nicht der legitime Papst. Deshalb würde derjenige nicht mehr zur Gemeinschaft der Kirche gehören, und der Papst selbst stelle dies mit der Verhängung der Exkommunikation lediglich fest.

Aber auch hier würde ich vorsichtig sein, denn NIEMAND, der den Glauben der Kirche teilt, kann sich zugleich von ihr trennen, auch nicht durch die bloße Meinung (nichts anderes ist es) , Franziskus sein nicht der legitime Papst. Stattdessen steht diese Meinung jedermann frei, und Franziskus ist nicht der erste Papst, der sich – berechtigt oder nicht – einer solchen Meinung stellen muss.

Anders ausgedrückt: Die Legitimität eines einzelnen Papstes in Frage zu stellen, ist selbstverständlich KEINE Form der Apostasie, KEINE Häresie und auch KEIN Schisma.

Historisches.... Hl. Jahr 1949

 Papst Pius öffnet zu Beginn des Hl. Jahres 1949  die Hl. Pforte

Verleihung des Ratzinger-Preises 2024

Veronica Giacometti berichtet bei ACI stampa über die Verleihung des Ratitinger-Preises 2024 im Vatican. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ÜBERREICHUNG DES RATZINGER-PREISES 2024 AN DEN THEOLOGEN CYRIL O´REGAAN UND DEN BILDHAUER ETSURO SOTOO"

In der Sala Regia im Vatican wurde gestern der Ratzinger-Preis 2024 an die beiden Preisträger, Professor Cyril O´Regan, Theologie-Professor an der Notre Dame-Universität und den Bildhauer Herrn Etsuro Sotto überreicht.

Die direkt übertragene Zeremonie wurde von Kardinal Pietro Parolin, Staatsekretär Seiner Heiligkeit, begleitet von Pater Federico Lombardi, Präsidenjt der Vaticanischen Joseph-Ratzinger-Benedikt XVI  Stiftung geleitet - untermalt von musikalischen Zwischenspielen des Ensembles Falonieri (Musica Antica).

Der Ratzinger-Preis ist eine der  Hauptinitiative der Ratzinger-Stiftung. Er wird gemäß der Satzung der Stiftung an „Wissenschaftler verliehen, die sich durch besondere Verdienste um Veröffentlichungen und/oder wissenschaftliche Forschung hervorgetan haben“.

Pater Federico Lombardi, Präsident der Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger-Benedikt XVI., hat während der Preisverleihung gesprochen und an die Anwesenden daran erinnert, dass heute zweifellos „der höchste und bedeutsamste Moment auf dem Weg dieser Stiftung“ sei. Lombardi erinnerte daran, dass sich die Herkunft der Gewinner heute auf 18 verschiedene Länder ausgeweitet hat, die über fünf Kontinente verteilt sind. Und dass die willkommene Anwesenheit zahlreicher Gewinner früherer Ausgaben auch heute noch beweist, dass sie gewissermaßen eine „Gemeinschaft“ bilden.

Erzbischof Salvatore Fisichella, Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung, und Kardinal Gianfranco Ravasi, emeritierter Präsident des Päpstlichen Rates für Kultur, stellten im Rahmen der Veranstaltung die beiden diesjährigen Preisträger vor.

Prof. Cyril O'Regan, geboren 1952, ist Professor für Systematische Theologie am Institut für Theologie der University of Notre Dame (Indiana, USA). Autor zahlreicher Artikel und mehrerer Werke, darunter: The Heterodox Hegel (1994); Gnostische Rückkehr in die Moderne (2001); Theologie und die Räume der Apokalyptik (2009); Anatomie des falschen Erinnerns: Balthasars Antwort auf die philosophische Moderne (2 Bde.); Newman und Ratzinger (Veröffentlichung in Bearbeitung). Er übt eine intensive Lehrtätigkeit aus, die von den Schülern wegen der Aufmerksamkeit des Lehrers gegenüber den Schülern sehr geschätzt wird. Er widmete mehrere wichtige Artikel der Figur und Lehre von Joseph Ratzinger-Benedikt XVI.

In seiner Rede anlässlich der Preisverleihung drückte der Theologe seinen besonderen Dank aus. Alle Menschen, die ihn unterstützt haben, seine Kollegen, die Stiftung, die Theologen, seine Frau, aber vor allem „die Freiheit, eine theologische Stimme zu haben, die bereit ist, Danke zu sagen“.

Sotoo ist der erste Ostasiat und der erste Bildhauer, der mit dem Ratzinger-Preis ausgezeichnet wurde. 1953 in Japan geboren, schloss er sein Studium der Bildenden Künste an der Universität Kyoto (Japan) ab und unterrichtete zunächst in Kyoto und Osaka. Als er 1978 Barcelona besuchte, war er vom Bau der Basilika „Sagrada Familia“ sehr beeindruckt und bat darum, dort als Bildhauer zu arbeiten, beginnend mit der Geburtsfassade, nach den Anweisungen von Antoni Gaudí. 2015 schuf er den Ambo der Kathedrale von Florenz in Santa Maria del Fiore.

In seiner Rede während der Preisverleihung betonte der Bildhauer die Schönheit und Bedeutung der Arbeit für ein Werk wie die Sagrada Familia, fast wie eine „göttliche Absicht“, und erinnerte an die Weihe der Sagrada Familia durch Papst Benedikt XVI. am 7. November 2010.

Heute Morgen wurden die Gewinner von Papst Franziskus in einer Audienz empfangen. Um 7.15 Uhr wurde auch in den Vatikanischen Grotten, in der Nähe seines Grabes, die monatliche Messe zum Gedenken an Benedikt XVI. gefeiert. Den Vorsitz führte Erzbischof Georg Gänswein, Apostolischer Nuntius in Litauen, Estland und Lettland.

Kardinal Parolin überreicht den Anwesenden den für diesen Anlass vorbereiteten Text und beschränkt sich auf eine besondere Begrüßung. "Wir haben einen sehr intensiven Moment im Gedenken an Papst Benedikt erlebt. Mit Benedikt XVI. ist heute vor allem Monsignore George Ganswein verbunden, und wir haben seine Anwesenheit sehr lebendig gespürt. Ich überlasse Ihnen den Text, Sie können ihn lesen ...“ Der Kardinal entlässt die Anwesenden mit seinem Segen.

Quelle: V. Giacometti, ACIstampa

Freitag, 22. November 2024

Kardinal Müller über die synodale Tragödie

Firstthings veröffentlicht Gedanken von Kardinal Ludwig G. Müller über die Synodalitäts-Synode , die er -nicht nur- als Tragödie bezeichnet. Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE SIEBEN SÜNDEN GEGEN DEN HEILIGEN GEISSTG: EINE SYNODALE TRAGÖDIE"

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt“ (Offb. 2,11). Diese Passage aus der Heiligen Schrift wird häufig zitiert, um eine sogenannte „synodale Kirche“ zu rechtfertigen, ein Konzept, das dem katholischen Kirchenverständnis zumindest teilweise, wenn nicht sogar vollständig widerspricht. Fraktionen mit Hintergedanken haben das traditionelle Prinzip der Synodalität – d. h. die Zusammenarbeit zwischen Bischöfen (Kollegialität) und zwischen allen Gläubigen und Hirten der Kirche (basierend auf dem gemeinsamen Priestertum aller Getauften) – gekapert, um ihre progressive Agenda voranzutreiben. Durch eine 180-Grad-Wende sollen Lehre, Liturgie und Moral der katholischen Kirche mit einer neo-gnostischen „Woke“-Ideologie vereinbar gemacht werden. 

Ihre Taktiken ähneln bemerkenswert denen der antiken Gnostiker, über die Irenäus von Lyon, der von Papst Franziskus zum Kirchenlehrer erhoben wurde, schrieb: „Mithilfe ihrer geschickt konstruierten Plausibilitäten [verführen sie] die Gedanken der Unerfahrenen und nehmen sie gefangen ... Diese Menschen verfälschen die Orakel Gottes und erweisen sich als schlechte Interpreten des guten Wortes der Offenbarung. Mit Hilfe trügerischer und plausibler Worte verleiten sie die Einfältigen auf listige Weise dazu, [ein zeitgemäßeres Verständnis] zu erforschen“, bis diese nicht mehr in der Lage sind, „Lüge von Wahrheit zu unterscheiden“ ( Gegen die Häresien , Buch I, Vorwort). Die direkte göttliche Offenbarung wird als Waffe eingesetzt, um die Selbstrelativierung der Kirche Christi akzeptabel zu machen („alle Religionen sind Wege zu Gott“). Die direkte Kommunikation zwischen dem Heiligen Geist und den Synodenteilnehmern wird herangezogen, um willkürliche Zugeständnisse in der Lehre („Ehe für alle“, Laienvertreter an der Spitze der kirchlichen „Macht“, die Weihe von Diakoninnen als Trophäe im Kampf für die Rechte der Frau) als Ergebnis einer höheren Einsicht zu rechtfertigen, die alle Einwände der etablierten katholischen Lehre überwinden könne.

Wer aber unter Berufung auf die persönliche und kollektive Inspiration des Heiligen Geistes die Lehren der Kirche mit einer offenbarungsfeindlichen Ideologie und der Tyrannei des Relativismus in Einklang bringen will, macht sich in mehrfacher Hinsicht einer „Sünde gegen den Heiligen Geist“ schuldig (Mt 12,31; Mk 3,29; Lk 12,10). Dies ist, wie im Folgenden in sieben verschiedenen Aspekten erläutert wird, nichts anderes als ein „Widerstand gegen die erkannte Wahrheit“, wenn „der Mensch sich der Wahrheit widersetzt, die er erkannt hat, um freier zu sündigen“ (Thomas von Aquin, Summa Theologiae II-II, q. 14, a. 2).

1. Den Heiligen Geist als göttliche Person betrachten

Es ist eine Sünde wider den Heiligen Geist, wenn man ihn nicht als die göttliche Person bekennt, die in der Einheit mit dem Vater und dem Sohn der eine Gott ist, sondern ihn mit der anonymen numinosen Göttlichkeit der vergleichenden Religionswissenschaft, dem kollektiven Volksgeist der Romantiker, der volonté générale eines Jean-Jacques Rousseau, dem Weltgeist eines Georg W. F. Hegel oder der historischen Dialektik eines Karl Marx und schließlich mit politischen Utopien, vom Kommunismus bis zum atheistischen Transhumanismus, verwechselt.

2. Jesus Christus als die Fülle der Wahrheit und Gnade betrachten

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn man die Geschichte des christlichen Dogmas als eine Entwicklung der Offenbarung umdeutet, die sich in fortschreitenden Bewusstseinsebenen in der gesamten Kirche widerspiegelt, anstatt die unübertreffliche Fülle der Gnade und Wahrheit in Jesus Christus, dem fleischgewordenen Wort Gottes, zu bekennen (Johannes 1,14–18).

Irenäus von Lyon, der „Doctor Unitatis“ , hat im Gegensatz zu den Gnostikern aller Zeiten ein für alle Mal die Kriterien der katholischen Hermeneutik (das heißt der theologischen Erkenntnistheorie) festgelegt: 1) die Heilige Schrift; 2) die apostolische Tradition; 3) die Lehrautorität der Bischöfe kraft der apostolischen Sukzession.

Selig sind die, die das Wort des Herrn hören und bewahren - Der Ruf zur Makellosigkeit

Peter Kwasniewski veröffentlicht bei Rorate Caeli einige Überlegungen zu Maruia, Vorbild der Eremiten und Berufung zur Makellosigkeit. Hier geht´s zum Original:  klicken

"UNBEFLECKTE MARIA, VORBILD DER EREMITEN: EINE BERUFUNG ZUR MAKELLOSIGKEIT" 

„Wer darf auf den Berg des Herrn steigen, und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen? Der unschuldige an den Händen und reinen Herzens ist.“ (Psalm 23:3-4)

Die Heilige Jungfrau sagte zu der Heiligen Bernadette in Lourdes: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“ Wer sonst kann diese erhabene Reinheit beanspruchen? Wer sonst kann immer rein sein – immer frei von Sünde?

Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort des Lebens, damit er sie sich selbst als eine Gemeinde darstelle, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas dergleichen habe, sondern heilig und tadellos sei“ (Eph 5,25-27).

Unsere Liebe Frau wurde durch die vorangegangenen Verdienste ihres göttlichen Sohnes vor der Sünde bewahrt. Mit anderen Worten, sie war „vorher erlöst“. Der Rest von uns muss jedoch bis zur Geburt warten, um die Gnade Gottes zu empfangen, die uns in d er Taufe in Fülle gewährt wird.

Christus reinigte die Heilige Jungfrau – das perfekte Vorbild und Bild seiner Braut, der Kirche – durch das „Wort des Lebens“. Was ist dieses „Wort des Lebens“ anderes als er selbst? Im letzten Evangelium des traditionellen römischen Ritus erklärt der Evangelist Johannes: „ Et Verbum caro factum est, et habitavit in nobis“ (Johannes 1:14). „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Eine andere Übersetzung könnte lauten: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte in uns.“ Gott, der Herr des Universums, nahm die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur an und entschied sich, im reinen Schoß einer demütigen Jungfrau zu wohnen!

Donnerstag, 21. November 2024

Christliche Kunst

 Die Anbetung der Könige (Detail) , Andrea Mantegna 

Bischof von Rom und Vikar Christi ...oder?

José Arturo Quarantino kritisiert die Amtsführung von Papst Franziskus mit sehr harschen Worten, Marco Tosatti veröffentlicht sein vernichtendes Urteil bei Stilum Curiae 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, José Arturo Quarrascino, dem wir herzlich danken,empfiehlt Ihrer Aufmerksamkeit seine Überlegungen zue Lage der Kirche an. Gute Lektüre und Weiterverbreitung.

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 BISCHOF VON ROM UND VIKAR VON ...LUZIFER? 

Die letzten Aktionen und Ernennungen von Jorge Mario Bergoglio und das Privileg, das er Präsenz und der Förderung der Homosexualität einräumt, zeigen klar, daß der alte Vikar Christi, der sich auf den Thron des Herrn gesetzt hat, und sich wie der oberste Chef der neuen Synodalen Kirche fühlt oder wahrnimmt, die er gegründet hat und vollendet so die vom Hl. Paulus angekündigte Prophezeiung: "Laßt euch von niemand und auf keine Weised täuschen! Denn zunächst muß der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles hinwegsetzt. was Gott heißt oder Gottverehrung und sich schließlich selbst in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott."  (2 Th 2, 3-4) 

Nach den offiziellen Statistiken des Hl. Stuhls ist Jorge Mario Bergoglio der 266. Pontifex der Katholischen Kirche . Aber au fer Zielgeraden seines Mandats hat der argentinische Papst - besonders seit dem Tod Benedikts XVI- sich den Titel "Vikar Luzifers" verdient, durch seine praktische Ablehnung der Offenbaruing als Ganzes-  der Manipulation und Verzerrung der Texte des Heiligen Die Heilige Schrift bezeichnet die Tradition als „Indietrismus“ und gewährt ihrem eigenen „Lehramt“ Exklusivität zum Nachteil des zweitausend Jahre alten päpstlichen und kirchlichen Lehramts.

Aber es ist die von Don Jorge Mario vorgenommene Verdrängung der Person Jesu Christi und seiner realen und wirksamen Präsenz im Leben der Kirche während seines gesamten Pontifikats und die Umwandlung der Heiligen, Katholischen, Apostolischen und Römischen Kirche in eine „Synodale“. Kirche" - in der das "Gespräch mit dem Geist" Vorrang hat, und die hierarchische Auflösung des Leibes Christi, umgewandelt in eine demokratische Versammlung -, die das teuflische Wesen dieser institutionellen Monstrosität zeigt durchdrungen von einem Jesuitismus ohne Christus.

Wie wir analysiert haben, gab es im Jahr 2020 zwei Momente, in denen der Bischof von Rom seine Distanzierung von Jesus Christus als Oberhaupt der Kirche öffentlich kundtat, um seine politische Rolle als politisches Oberhaupt der Institution „anzunehmen“ und zu verschärfen Der Dienst an den wahnhaften und finsteren Plänen der Besitzer des Internationalen Geldimperialismus, deren Ziel die Unterwerfung ist.

Änderung der Begräbnisordnung für Päpste

Hannah Brockhaus berihctet bei CNA über die Änderung der in  der Ordo Exsequiarum Romani Pontificis festgelegten Begräbnisordnung für Päpste.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel: 

"VATICAN VEREINFACHT BEGRÄBNISORDNUNG FÜR PÄPSTE"

beginnt der Bericht so - ZITAT

Der Vatikan hat das liturgische Buch, das den Begräbnisritus der Päpste regelt, aktualisiert und auf Wunsch von Papst Franziskus einige Rituale vereinfacht.

Die zweite Ausgabe des Ordo Exsequiarum Romani Pontificis („Begräbnisordnung für römische Päpste“) ist eine Überarbeitung der im Jahr 2000 veröffentlichten Version, die für die Begräbnisse von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2005 und Papst Benedikt XVI. im Jahr 2023 verwendet wurde." (...)

Quelle: H. Brockhaus, CNA

Erinnerung an einen großen Christen

George Weigel erinnert bei firstthings an einen großen Christen- den vor 80 Jahren verstorbenen Metropoliten Andreas Scheptyzki. Hier geht´s zum Original:  klicken

"EIN IM WESTEN ZU WENIG BEKANNTER GROSSER CHRISTLICHER ZEUGE"

Der Ehrwürdige Andrej Scheptyzki, der vor achtzig Jahren am 1. November 1944 starb, war eine der herausragenden Persönlichkeiten des Katholizismus des zwanzigsten Jahrhunderts, dessen bemerkenswertes Leben und sein heldenhafter Dienst als Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche erstreckte sich über 43 Jahre, zwei Weltkriege, fünf Pontifikate, Stalins Hungersnot (den „Holodomor“, bei dem mindestens sechs Millionen Ukrainer vorsätzlich verhungerten  ) und ein halbes Dutzend Regierungswechsel in den Gebieten, in denen er diente. Inmitten dieser Unruhen wurde Scheptyzki zu einer entscheidenden Figur bei der Verfeinerung der nationalen Identität der modernen Ukraine, während seine kulturellen, ökumenischen, interreligiösen und pastoralen Initiativen die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Kirche der Neuevangelisierung vorwegnahmen. Daher sollte an diesem 80. Jahrestag des Übergangs von Metropolit Andrew zu seiner gegenwärtigen, erhabenen Position in der Gemeinschaft der Heiligen unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet sein.

Graf Roman Aleksander Maria Szeptycki wurde 1865 in einem Dorf in der Nähe von Lviv im damals österreichischen Galizien als Sohn einer Familie ruthenischer und polnischer Adeliger geboren. Über anderthalb Jahrzehnte führten ihn seine Studien nach Lviv, Krakau und Breslau (das heutige Wrocław); er reiste auch nach Kiew, Moskau und Rom, wo er 1888 Papst Leo XIII. traf. Wenige Monate nach dieser Begegnung trat Sheptytsky, der die ukrainische Schreibweise seines Nachnamens angenommen hatte, dem griechisch-katholischen Basilianerorden des Heiligen Josaphat bei und nahm den Ordensnamen Andreas an – der Bruder des Heiligen Petrus und der große Förderer des Ostkatholizismus. Er wurde 1892 zum Priester geweiht, promovierte in Theologie und gründete 1898 eine religiöse Gemeinschaft auf der Grundlage der Regel des Heiligen Theodor Studitus mit dem Ziel, das ukrainisch-griechisch-katholische Mönchstum zu reformieren. Ein Jahr später wurde er zum Bischof ernannt und Ende 1900 willigte Leo XIII. in seine Ernennung zum Metropoliten von Halitsch, Erzbischof von Lwiw und Bischof von Kamjanez-Podilskyj ein. Diese Ämter trat er im Januar 1901 im Alter von 36 Jahren an.