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Donnerstag, 5. Februar 2026

"Erleuchtet durch eine verborgene Herrlichkeit"

Unter diesem Titel stehen die diesjährigen Fasten-Exerzitien der Römischen Kurie. 
Wie Diane Montagna bei substack.com berichtet, hat Papst Leo XIV den Bischof von Trondheim Eric Varden beauftragt, die diesjährigen Fasten-Exerzitien der Römischen Kurie zu leiten.  
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 "PAPST LEO XIV BERUFT EINEN TRAPPISTEN-BISCHOF ZUM LEITER DER FASTENEXERZITIEN DER RÖMISCHEN KURIE" 
Quellen beschreiben Bischof Eric Varden als einen "dynamischen" Prediger, Unterstützer der traditionellen Litrugie, der sehr an aktuellen Themen interessiert ist.

Am 4. Februar 2026 ist Papst Leo XIV für die ersten Fasten-Exerzitien seines Pontifikates zur monastischen Tradition zurückgekehrt -und hat Eric Varden, Trappisten-Mönch und Bischof von Trondheim/Norwegen zum Leiter der Meditations-Woche der Römischen Kurie ernannt. 

Die Exerzitien sollen vom 22. bis 27. Februar in der Paulinischen Kapelle des Aposolischen Palastes stattfinden - was eine Rückkehr zu den traditionellen Fasten-Exerzitien im Zentralgebäude des Vaticans darstellt, nachdem sie in den vergangenen Jahren an verschiedenen Orten oder außerhalb einer Kapelle stattfanden.

Unter dem Titel : " Erleuchtet durch eine verborgene Herrlichkeit. Ein Wegbeschreibung für die Fastenzeit" werden die Meditationen zentrale Themen Christlicher Kontemplation erkunden, und Stille, Hoffnung, Freiheit, Wahrheit und die Integration der Sehnsucht mit dem spirituellen Leben vereinen. Mehrere Treffen werden ihre Inspiration vom Hl.Bernard von Clairvaux, dem Reformer aus dem Zisterzienser-Orden beziehen, dessen Schriften und spirituelles Beispiel den Orden formte, der später zur Entstehung des Trappisten-Ordens führte. 

Bischof Eric Varden ist eine der prominentesten Vertreter der gegenwärtigen monastischen Spiritualität. Am 13. Mai 1974 in Sarpsborg, Norwegen geboren, konvertierte er als junger Erwachsener zum Katholizismus underwarb an der Universität Cambridge einen höheren Abschluss in Theologie, gefolgt von weiteren Studien am Päpstlichen Orientalistik-Institut in Rom. 

Vardens Engagement für den Gregorianischen Choral war prägend für seine spirituelle und akademische Entwicklung. Er studierte Choralgesang bei Dr. Mary Berry, der renommierten britischen Kanonikerin und Musikwissenschaftlerin, deren Arbeit sowohl die technische Meisterschaft als auch die spirituelle Bedeutung des Gregorianischen Chorals im klösterlichen Gebet hervorhebt Varden nennt diese Studien sowie seine spätere Mitbegründung des Chant Forum mit der britischen Choralforscherin Margaret Truran als Faktoren, die sein Verständnis des Chorals als kontemplativen Ausdruck des kirchlichen Gebets und als zentrales Element des klösterlichen liturgischen Lebens vertieft haben.



Varden trat 2002 in den Zisterzienserorden der strengen Observanz (Trappisten) in der Abtei Mount Saint Bernard in England ein und wurde 2011 zum Priester geweiht. 2015 wurde er zum Abt von Mount Saint Bernard gewählt und war damit der erste nicht-britische Abt in der Geschichte der Abtei.

2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Bischof von Trondheim – ein seltener Fall, in dem ein Trappistenmönch in der Neuzeit ein bischöfliches Amt übernahm.

In einem Brief an die Priester vom 21. Dezember 2023, nur drei Tage nach der Veröffentlichung der Erklärung „Fiducia Supplicans“, beantwortete Bischof Varden Anfragen nach einer Klarstellung der Erklärung. Er betonte, dass sie die pastorale Bedeutung von Segnungen erläutere, ohne neue Lehren einzuführen, und erklärte, dass solche Segnungen seelsorgerisch gespendet würden, um Menschen zu begleiten. „Der Segen ist ein Aufruf zur Umkehr“, so Varden. Er forderte die Priester nachdrücklich auf, das Dokument sorgfältig zu lesen und es mit pastoralem Feingefühl und Treue zur Lehre der Kirche anzuwenden.

Im September 2024 wurde er zum Präsidenten der Nordischen Bischofskonferenz gewählt, der Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden angehören.

Bischof Varden ist zudem ein vielgelesener Autor, bekannt für Werke wie „Die Überwindung der Einsamkeit“, „Das zweifache Geheimnis betreten“ und „Keuschheit: Versöhnung der Sinne“, in dem er Zölibat und Keuschheit als Wege zu innerer Freiheit, spiritueller Integration und wahrer Freude darstellt. (Hier finden Sie ein Interview mit Bischof Varden zu seinem letztgenannten Werk.)

„Er ist eine sehr gute Wahl“, sagte eine Quelle, die Bischof Varden seit Jahren kennt. „Seine Mönche waren sehr bestürzt über seine Ernennung zum Bischof, da sie einen hervorragenden Abt verloren, der den Geist seines Ordens verkörperte und das Kloster zu neuem Leben erweckte“, sagte der.

Eine weitere Quelle aus den nordischen Ländern beschrieb Bischof Varden als der traditionellen römischen Liturgie gegenüber aufgeschlossen, als einen dynamischen Prediger, der den Glauben liebt, sich intensiv mit aktuellen Themen auseinandersetzt und allgemein respektiert und gemocht wird.
 
Die Wiederherstellung der Fastenexerzitien der Kurie

Papst Leo XIV. führt die Fastenexerzitien 2026 wieder in ihre historische Form zurück, nachdem sie mehrere Jahre lang an anderen Orten oder individuell stattfanden.

Seit 2020 waren die Fastenexerzitien sowohl durch pandemiebedingte Einschränkungen als auch durch Kontroversen um frühere Prediger beeinträchtigt.

Im März 2020 wurde Pater Marko Ivan Rupnik, ein slowenischer Priester und Mosaikkünstler, eingeladen, die Exerzitien in der Sala Clementina des Apostolischen Palastes zu leiten. Anfang des Jahres war er automatisch exkommuniziert worden, weil er einer Frau, mit der er eine sexuelle Beziehung hatte, die Absolution erteilt hatte. Er wurde jedoch erst im Mai 2020 über die Strafe informiert. In der Folge meldeten sich mehrere Frauen mit glaubwürdigen Anschuldigungen wegen psychischen, spirituellen und sexuellen Missbrauchs, der sich über Jahrzehnte erstreckte.

Rupnik wurde 2023 aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen, nachdem er gegen Auflagen verstoßen und die Zusammenarbeit mit den Ermittlungen verweigert hatte. Sein Fall wurde vom Dikasterium für die Glaubenslehre wieder aufgenommen, und im Oktober 2025 wurde ein Tribunal aus fünf Richtern eingesetzt; das kanonische Verfahren ist noch anhängig.

Von 2021 bis 2024 wurde das traditionelle Format der Fastenexerzitien geändert. Vatikanische Mitteilungen besagten, dass Kardinäle und Dikasterienleiter eingeladen waren, die Exerzitien individuell abzuhalten. Offizielle Stellungnahmen nannten die anhaltenden gesundheitlichen Bedenken im Zusammenhang mit der Pandemie und pastorale Erwägungen als Gründe für die Anpassung des Formats.

Das gemeinschaftliche Format wurde 2025 wieder aufgenommen. Pater Roberto Pasolini OFM Cap., der neu ernannte Prediger des Päpstlichen Hauses, leitete die Meditationen in der Audienzhalle Paul VI. im Vatikan, während Papst Franziskus die Exerzitien während seines Krankenhausaufenthalts im Gemelli-Krankenhaus aus der Ferne verfolgte.

Die Exerzitien 2026 beginnen am ersten Fastensonntag. Nachfolgend finden Sie die Übersetzung des Exerzitienprogramms, das vom Vatikan in Italienisch veröffentlicht wurde.  klicken
 
PRÄFEKTUR DES PÄPSTLICHEN HAUSES

SPIRITUELLE EXERZITIEN 2026

ERLEUCHTET DURCH EINE VERBORGENE HERRLICHKEIT

Ein Wegweiser durch die Fastenzeit

Die Meditationen werden in der Paulinischen Kapelle von Seiner Exzellenz Bischof Eriv Varden aus dem Zisterzienser-Orden der Strengen Observanz (Trappisten) und Prälat von Trondheim, Norwegen abgehalten. In Rom residierende Kardinäle und die Leiter der Dicasterien sind zur Teilnahme eingeladen. 

Programm und Meditationen

Sonntag, 22. Februar
17:00 Vesper
Meditation: Eintritt in die Fastenzeit

Montag, 23. Februar
9:00  Gebet
Meditation : Der Hl. Bernard, der Idealist

17:00  Meditation: Gottes Hilfe
Eucharistische Anbetung und Vesper

Dienstag, 24. Februar
9:00  Gebet
Meditation: Frei werden

17:00 Meditation: Die Pracht der Wahrheit
Eucharistische Anbetung, Vesper

Mittwoch, 25. Januar
9:00 Gebet
Meditation: Tausende werden fallen

17:00 Meditation: "Ich will Ihn rühmen"
Eucharistische Anbetung, Vesper

Donnerstag, 26. Februar
9:00 Gebet
Meditation: Die Engel Gottes

17:00 Meditation: Der Hl.Bernard, der Realist
Eucharistische Anbetung, Vesper

Freitag, 27. Februar
9:00 Gebet
Meditation: Zur Betrachtung

17:00 Meditation: Die Hoffnung teilen
Eucharistische Anbetung, Vesper

Quelle: D. Montagna, substack
    

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