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Montag, 22. April 2024

Er ist nicht vergessen - Erinnerungen an Benedikt XVI

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae Gedanken von Benedetta de Vito über Papst Benedikt XVI und ihre australische Freundin Jane Burns. Hier geht ´s zum Original: klicken

"ERINNERUNG AN PAPST RATZINGER, BENEDIKT XVI"

Benedetta De Vito.

Liebe  Freunde und Feinde von Stilum Curiae, unsere Benedetta De Vito teilt mit Ihnen diese gefühlvolle Erinnerung an Joseph Ratzinger, Benedikt XVI 

§§§

Oh, wie konnte ich den Geburtstag Benedikts XVI vergessen! Das fragte ich mich, als ich morgens von der Hl. Messe zurück kam und ich weiß wieso. Seit Tagen erscheint mir der Hl. Vater leuchtend, lebendig, strahlend im Halbschlaf und ruft mich mit einem schönen Lied von Don Marco Frisina zu sich, ich knie vor ihm und er reicht mir die Heilige Hostie, die mich rettet.

Oh, wie konnte ich Papst Ratzinger vergessen, der mir half durch die Dunkelheit dieser dunklen, grimmigen Jahre zu gehen! Und es interessiert mich verdammt wenig, wenn viele Leute mir erzählen, daß auch er ein Modernist war und auch ein so-und-so-Theologe des novus ordo usw.usw. Ich weiß, daß er, Joseph, seit er ein Kind war, zum Herrn gehörte und sein ganzes Leben lang mit Ihm ging. Trotz Stolperns und Stürzens.

Und warum ich es vergaß, weiß ich, weil mein Kopf von den Trivialitäten der Welt schwirrte, der gewöhnlichen Ungerechtigkeit mit der wir im Gegenteil in die Welt geworfen sind, in der jene die Unrecht haben, ihre falschen Argumente zur Schau stellen, die dann- gewaltsam-zu Gesetzen werden. Ich mache nicht weiter und kehre zu meinem "Benni"  zurück (ich weiß, daß manche beunruhigt sind, wenn man ihn so nennt, aber so nenne ich ihn unserer Wüste -tu per tu-und so mache ich weiter-sorry) 

Und gerade als ich mich entschieden habe, weiterzumachen, gehe ich an einem roten Regenschirm hängend hinunter, weil mich ein anderes Gesicht anlächelt, das seit kurzem nicht mehr auf dieser Erde ist, sondern dort oben im Himmel Seele atmet. Und es ist das Gesicht von Jane Burns, der jungen Dame aus Australien, die mehr als drei Jahre lang meine echte Mutter war und die auf eine lustige Art und Weise mit Benedikt verbunden ist, von der ich Ihnen jetzt erzählen werde, aber mit einem Sprung ans Ende der Geschichte und dem Ende.

Sie sollten wissen, daß Jane, eine große Expertin für Aborigines-Kunst und Gründerin des Craft Council Australia (einer Unterart des Kunstministeriums), so lange sie lebte, über das Internet in Kontakt mit mir blieb, sie, die ich seit meiner Kindheit so sehr liebte. Vor vielen Jahren besuchte sie uns einmal hier in Rom, und mein Mann bot ihr, der Melomanin, die sie war, einen Platz im Parkett an, um gemeinsam "Der Barbier von Sevilla“ zu sehen. Wir beiden waren so stolz auf die Einladung und sie war so glücklich. Aber in der zweiten Hälfte merkte ich, daß er einnickte...

In einer unserer E-Mail-Korrespondenzen schickte ich ihr die Vorhersage über den zukünftigen Papst von Arcangelo Paglialunga, dem damaligen Vatikan-Korrespondenten beim Gazzettino (wo ich auch arbeitete), und schrieb ihr Folgendes: "Es wird Kardinal Ratzinger sein.“ und sein Name wird Benedikt XVI. sein. Aber sie glaubte es nicht und sagte den Menschen um sie herum nichts. Als also alles so geschah, wie Arcangelo (der Bennis Freund war) es vorhergesagt hatte, kaute sie – so erzählte sie mir mit ihrer üblichen "blauen" Ironie – auf den Ellenbogen herum, weil sie bei Verwandten, Freunden und Bekannten keinen guten Eindruck gemacht hatte. So ist die Welt, und ich grüße fröhlich Jane und Benedikt, die dort oben sind und, da bin ich sicher, in den Reihen der Gemeinschaft der Heiligen wandeln."

Quelle: Benedetta de Vito, M.Tosatti, Stilum Curiae

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