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Samstag, 8. Juni 2019

Suor Gertrude schreibt einen Brief an Stilum Curiae und seine Leser.

Marco Tosatti hat heute bei Stilum Curiae den Sorgenbrief veröffentlicht, den ihm die Ordensschwester Gertrude geschrieben hat, nachdem der Sekretär der Ordenskongregation sich mit ihrem Orden befaßt hat.
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"DIE SORGE VON SUOR GERTRUDE: WOLLEN UNS DIE FREUNDE DES PAPSTES SAGEN, DASS DIE KIRCHE SICH 2000 JAHRE GEIRRT HAT?" 

Liebe Stilumcuriale,  Suor Gertrude, deren Kloster bis jetzt auf wundersame Weise vor dem klosterfeindlichen Furor des neuen Groß-Inquisitors, dem Sekretär der Ordenskongregation, Pater Carballo, verschont wurde, der nicht damit zufrieden ist, dem vom Hl. Franziskus gegründeten Orden den größtmöglichen finanziellen Einbruch beschert zu haben, und der jetzt bestrebt zu sein scheint, überall dort Ruin und Zerstörung zu verbreiten, wo die an das konsekrierte Leben gebundenen Berufungen blühen, hat uns einen traurigen Brief geschickt, Und wie könnte man ihr widersprechen? 

Lieber Doktor Tosatti,
nach einer angemessenen Meditation, habe ich beschlossen, mit Ihnen und Ihren Lesern meine Überlegung zu teilen. Unserer Brüder, die in unserer sogenannten westlichen Welt leben, gehen sozusagen auf allen Vieren oder erscheinen sogar wie Zombies. Sie gehen ohne Ziel durch die Welt: sie arbeiten und produzieren nur zu ihrer eigenen materiellen Befriedigung, studieren und lernen nur das, wovon sie  glauben daß es dazu dient,- oft falsche - Ziele zu erreichen. Sie glauben an nichts mehr, obwohl sie viel gelehrter sind als in der Vergangenheit und mehr Wissen haben als zuvor; aber sie haben die Weisheit verloren.

Sie scheinen von Wissenschaft und Technologie fasziniert zu sein und glauben, daß nur die Wissenschaft die Wahrheit bieten kann; aber sie fragen sich nicht, warum die Wissenschaft nicht erklären kann, was das Gute und Böse ist, schön und häßlich, gut und schlecht.

Außerdem regt diese westliche Welt, die den Sinn des Lebens vergessen hat, die Einwanderung von Bevölkerungsgruppen muslimischen Glaubens an und will sie integrieren und weiß nicht, daß sie - im Gegensatz zu denen, die sie beherbergen, fest an etwas glauben, das weder modifiziert noch an das angepaßt werden kann, was dagegen diese westliche Welt glaubt.


Sonntag, 2. Juni 2019

Fundstück

CNA dokumentiert die Predigt, die Professor Stefan Heid am heutigen 7. Ostersonntag in Vorbereitung auf Pfingsten in der Kirche des Campo Santo Teutonico gehalten hat.
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Unter dem Titel

"Vielleicht tut uns manchmal eine Ohrfeige gut um aufzuwachen, wie Papst Bonifaz VIII."

beginnt die heutige Predigt von Prof. Stefan Heid so:

"Wir haben die Schlussworte derJohannesoffenbarung gehört, den allerletzten Abschnitt des Neuen Testaments: "Ich, Johannes, hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Siehe, ich komme bald und mit mir bringe ich den Lohn. Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen. Komm, Herr Jesus! – Maranatha". Damit hört das Neue Testament auf." .....

Quelle: CNA, Prof- Heid

Sonntag, 3. Februar 2019

M. Tosatti zur Armutspolitik des Pontifex: Afrika war auch schon vor Kolonialismus und Sklaverei arm.

Marco Tosatti 

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"ZWISCHEN DEN ARMEN UND DEM MARKT WIRD CHRISTUS GEBRAUCHT. NICHT DIE "POLITISCHE" OPTION DES PAPSTES."

Liebe Stilumcurialisten, ich muß mich bei Agostino Nobile vielmals entschuldigen, der mir am 26. Januar einen sehr interessanten Artikel zur Unterstützung und als Antwort zu den Überlegungen unseres Mars-Beobachters zum Thema Armut und Reichtum, Christentum und Predigten der Kirche geschickt hat. Ich weiß nicht wie und warum mir das vollkommen entgangen ist... gute Lektüre.

                      Zwischen den Armen und dem Markt muß es Christus geben

Ich unterstütze voll und ganz den Artikel "Über die Armen und den Markt" des Osservatore Marziano und möchte etwas hinzufügen. Die von Bergoglio vertretene Theorie, der will, daß die armen Länder arm sind, weil der Westen reich ist, hat keine Basis.
Wie wir wissen sind die Unterstützer dieses mittelmäßigen Scherzes die recykelten demokratischen Marxisten. Ich habe "mittelmäßig" geschrieben, weil- wenn es wahr ist, daß bestimmte westliche -und nichtwestliche- Länder einige arme Länder ausbeuten, ist es andererseits auch wahr, daß das nicht der Hauptgrund für Armut ist. Die armen afrikanischen Länder waren auch schon vor dem wilden Kapitalismus und der Sklaverei arm. Bei dieser Gelegenheit muß man daran erinnern, daß die meisten Sklavenhändler Araber waren , während die selben Afrikaner afrikanische Stämme versklavten, mit denen sie Konflikte hatten. Alles das Jahrhundert bevor die Menschen aus dem Westen in Afrika ankamen. In Asien sind die einzigen Känder, die wirtschaftlich entwickelt sind, diejenigen sind, die das- wenn auch verdorbene euopäische und amerikanische Modell angenommen haben.
Die Frage ist also eine andere. Sein ganzes Leben lang hat Pater Piero Gheddo (1929- 2017) der wahrscheinlich größte missionarische Journalist hat das geschrieben und bezeugt. Er hat sehr viele Missionen in Dutzenden von Ländern besucht und mehr als 80 Bücher geschrieben. Er hat der wahren Armut ins Gesicht gesehen und den sozialen Widersprüchen in diesen Ländern gesehen, und die Mentalität und den fatalistischen  und besonders den Stammescharakter erkannt.
Und warum sind sie dann arm?
Pater Gheddo hat keine Zweifel . In einem während des Pontifikates von Johannes Paul II asugestrahlten Interview fragt der Journalist : "Pater Gheddo, glauben Sie nicht auch, daß die Kirche ärmer werden müßte um den "Letzten" der Welt näher zu sein?"

Antwort: "Aber die Kirche ist den Armen schon nahe.In vielen afrikanischen Ländern  sind die Priester, die Schwestern, die freiwilligen Laien, die christlichen Gemeinschaften, die Bischöfe dem Volk schon nahe, sie leben mit diesen Leuten. Ein islamischer Chirurg in Pakistan hat mir einen Brief für den Papst mitgegeben, in dem er ihn bittet, mehr katholische Missionare, Schwestern, Priester und Laien zu schicken, die heute knapp werden, damit sie das Werk der Zivilisation weiterführen, das zum Wachstum dieser Gebiete, die weit von den Städten entfernt sind nötig ist. Viele Gegenden werden von der Regierung nicht erreicht. oder sie sind zu korrupt oder bevorzugen nur die Städte. In Mato Grosso, in Amazonien, wo wir von Pime arbeiten wäre niemand, wenn es die Kirche nicht gäbe. Also zu sagen, daß die Kirche bei den Armen sein müßte erscheint mir lächerlich und auch ein wenig absurd."


Father Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes weiter über Annibale Bugnini
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"ANNIBALE BUGNINI...  VON CHIRON (2) "
Fortsetzung....

"Die Chiron-Biographie von Bugnini berichtet, daß während des präkonziliären Entwurfs für das Dekret "Sacrosanctum Concilium" zu keiner Zeit einer der Teilnehmer (Mitglied oder Berater) -zumindest öffentlich- je das Hinzufügen weiterer Kanons zu denen des einzigen, damals gebräuchlichen Römischen Kanons vorgeschlagen hat. Einige haben aber angemerkt, daß darin Änderungen vorgenommen werden sollten.

Ha- ich höre Sie schreien! Die Ratten haben also schon daran genagt.....

Wahr. Aber wie tief haben diese Nagetiere gebissen? Einer von ihnen, ein Mann namens Vagaggini- sollte später ein großer Befürworter der Verbreitung des Eucharistischen Gebets werden. Welches waren 1961 seine gewagt radikalen, erderschütternden Vorschläge?

"Die Möglichkeit zugestehen, ein oder zwei örtliche Heilige zu den im Kanon aufgezählten, hinzuzufügen." !!!

Wenn doch nur!
Ein kühner österreichischer Jesuit- namens Hofinger- sagte, es solle kein Verbot für irgendwelche
Änderungen am Kanon geben. Das führte zu einer sofortigen Erwiderung des bedeutenden und gelehrten Kirchenrechtshistorikers J.A: Jungmann.
Sein zweibändiges Lehrbuch "Geschichte des Römischen Ritus" ist immer noch normativ. Er war ein
Kollege und früherer Lehrer des kühnen Jesuiten.
"Aber diese Änderungen sollten nur aus schwerwiegendsten Gründen erfolgen" sagte er. 

Wir müssen uns daran erinnern (1), wie schnell sich die gesamte Landschaft verändern sollte. Weniger als ein Jahrzehnt nach dieser vergleichsweise zurückhaltenden, gelehrten Debatte, wurde der Römische Kanon auf keine Weise mehr benutzt und einige zwei-oder dreihundert hausgemachte "Eucharistische Gebete" waren zur großen Bestürzung des Hl. Pauls VI im Umlauf. Und (2) daß 1961 weder die Avantgarde noch die Nachhut, die Lefebvristen, die geringste, entfernteste, kleinste Vorstellung davon, wohin das alles, wie wir jetzt wissen, führen würde.

Chirons Bugnini-Biographie ermöglicht es Ihnen, in der Zeit zurückzugehen und als "Experte" eine Fliege an der Wand zu sein....wenn Sie mir gestatten, weiterhin meine Metaphern zu mischen...-die sich blindlings durch den Nebel vorwärts in den Treibsand schiebt.

Ich werde ab und zu noch mehr Gebrauch von Chiron machen.  

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Samstag, 2. Februar 2019

Fundstück

Paul Badde hat zum Fest Mariae Lichtmess für CNA einen ein bißchen wehmütig stimmenden Artikel über das Leben, das der Papa Emeritus in Mater Ecclesiae führt, geschrieben.
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und das beginnt so:

"Der Kreuzweg in der Mater Ecclesiae: Zum Fest Mariä Lichtmess"

Auf das Leben! Benedikt XVI. könnte noch 100 Jahre alt werden im letzten Rastplatz des 264. Nachfolgers vom Apostelfürsten Petrus auf dem langen Weg ins Paradies." (…)


Quelle: CNA, Paul Badde

Freitag, 1. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes über Annibale Bugnini, der heute bei Freund und Feind für alle realen oder angenommenen Folgeerscheinungen des II. Vaticanischen Konzils als Sündenbock herhalten muß.
In einer Buchbesprechung bringt hier Father Hunwicke eine fällige Richtigstellung. Up-date.
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"ANNIBALE BUGNINI, REFORMER DER LITURGIE" (1)
"Das ist der Titel eines Buches von Yves Chiron, das 2018 von Angelico Press veröffentlicht wurde eine Übersetzung von "Annibale Bugnini. Reformateur de la Liturgie." 2016. Der Übersetzer hat einige wenige aber sehr nützliche Erklärungen hinzugefügt.

                                                   -   -   -   -   -  -

"Wir alle wissen, daß Bugnini ein Gauner war---oder?  aber plante er diabolisches und freimaurerisches Böses?

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, denke ich, daß er ein Gauner war, aber nicht so, wie wir vielleicht in der Vergangenheit angenommen haben. Wir haben vielleicht dazu geneigt, das was aktuell seit den postkonziliären Jahrzehnten mit der Liturgie geschieht, auf Bugnini zurück zu projizieren und ihn als den Schurken im Stück zu betrachten.
Dieses sorgfältige Buch- gut geschrieben und gut übersetzt- hat das große Verdienst uns zu ermöglichen, zu sehen, wie die Dinge zu einer bestimmten Zeit dieser Periode waren - ohne die Verzerrung durch den Rückblick. Wenn Sie die Seiten umblättern, besuchen Sie eine Welt, wie sie damals war.

Das Hauptthema des Buches könnte so zusammengefaßt werden: Bugnini war ein äußerst harter Arbeiter und ein kluger Netzwerker und das sind die Leute, die in großen Bürokratien bei den Ereignissen ihre Spuren hinterlassen.

Manchmal lenken Leute unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß nur vier der Väter gegen das Konzils-Dekret "Sacramentum Concilium" gestimmt haben. Was tatsächlich eine subjektive historische Tatsache ist. Aber manchmal wird ein Sprung dahin gemacht, festzustellen, daß jeder, der das, was direkt und formal durch das Konzil angeordnet wurde, kritisiert als  "Konzilsgegner" bezeichnet wird. Das ist ein sehr großer Irrtum.

Erzbischof Lefebvre hat das Dekret unterschrieben. Er hat viel Zeit seines bedeutenden Lebens damit verbracht, dem Neo-Modernismus der nachkonziliären Jahrzehnte Widerstand zu leisten, aber 1965 waren seine Ansichten folgende:

"Es gab etwas, was reformiert und neu entdeckt werden mußte. Klarerweise mußte der erste Teil der Messe, der dazu dient, die Gläubigen zu unterrichten und den Gläubigen dazu ihren Glauben zu bezeugen, klarer und sozusagen einsehbarer werden, um dieses Ziel zu erreichen. Meiner bescheidenen Meinung nach warfen dazu zwei Reformen nützlich: die der Riten in diesem ersten Teil und einige Übersetzunen in die Landessprache.

"Der Priester kommt den Gläubigen näher: er kommuniziert mit ihnen; er betet und singt mit ihnen und steht deshalb auf der Kanzel; er liest das Tagesgebet, die Epistel und das Evangelium in ihrer Sprache; der Priester singt zusammen mit den Gläubigen das Kyrie, das Gloria und das Glaubensbekenntnis in den göttlichen, traditionellen Melodien: das sind so viele und gute Reformen, die diesem Teil der Messe seinen wahren Endzweck wiedergeben." (…)

Fr. Hunwicke setzt diesen Beitrag morgen fort....

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke 

p.s. auf den zugegeben etwas unfreundlich gehaltenen Hinweis einer Leserin haben wir die -ebenfalls zugegeben -schlechte Übersetzung eines Teils von Father Hunwickes Beitrag nach ihren Vorschlägen verbessert. Wir bitten unsere  Unzulänglichkeit zu entschuldigen. 







Dienstag, 18. Dezember 2018

A. Gagliarducci zum Stand der Kurienreform

In seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A.  
Gagliarducci den Stand der Dinge bei der Kurienreform und ihren offensichtlichen Stillstand.
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"PAPST FRANZISKUS - DIE REFORM AM SCHEIDEWEG" 

"Es ist offiziell: das letzte Treffen des Kardinalsrates, wo wie Papst Franziskus ihn ursprünglich gestaltet hat, fand im September statt. Es gab eine Reihe von Hinweisen: in der letzten Pressseveröffentlichung des Treffens wurde vom "fortgeschrittenen Alter" einiger der Mitglieder und der Notwendigkeit weiterhin über die Zusammensetzung des Rates nachzudenken, gesprochen; die Ernennung von Msgr. Marco Mellino zum Bei-Sekretär des Rates; und die Schlußmitteilung, dieden Fortschritt der Reform zeigte.

Wie es in diesem Pontifikat üblich ist, wurde das Ende des "alten" Kardinalsrates nicht durch eine institutionelle Entscheidung getroffen, sondern durch eine innere Entscheidung. Der Kardinalsrat ist eine Tatsache und wird wahrscheinlich in die neue Apostolische Konstitution "Praedicate Evangelium" aufgenommen, die die Struktur und die Kompetenzen der Römisschen Kurie neu definieren wird.  Ihre zukünftige Zusammensetzung aber muß erst noch festgelegt werden. Wird sie alle Kontinente repräsentieren? Wird es eine spezifizierte Quote von Kardinälen aus Rom geben, um einen kleinen Rat zu haben, der sich schnell versammeln kann, um in Kollegialität mit dem Papst Entscheidungen zu treffen? Werden die Kardinäle des Rates neun sein, oder wird die Zahl der Mitglieder erweitert?  Bis jetzt ist nichts entschieden worden. Papst Franziskus hat einfach drei der Mitglieder des Kardinalsrates für die Arbeit gedankt, die bisher gemacht worden ist: Laurent Mosengwo Pasinya, der dieses Jahr auch als Erzbischof von Kinshasa zurückgetreten ist, weil er die Altersgrenze überschritten hat;

Javier Franciscco Errazuriz überwältigt vom Mißbrauchsskandal in Chile; und George Pell, der vor einem Jahr nach Australien zurückkehrte, wo er sich einem schwierigen Prozess stellt. 

Kardinal Pell wurde an der Spitze des Wirtschaftssekretariates nicht ersetzt. Das ist ein Zeichen dafür, daß Papst Franziskus ihm vertraut. Kardinal Pell hat die Altergrenze überschritten, man hatte erwartet, daß er bis zum Alter von 77 Jahren im Amt bleiben würde, aber wahrscheinlich wird er nicht ersetzt, bevor nicht zumindest der erste Teil der juristischen Situation geklärt ist. Ihn jetzt zu ersetzen, würde bedeuten, daß der Hl. Stuhl an die Vorwürfe gegen ihn glaubt, oder sie zumindest als legitim akzeptiert. Am Ende zeigt der Papst Vertrauen in Kardinal Pell. 

Montag, 3. September 2018

"Das Viganò -Thema" - Was will Erzbischof Viganò? "

A. Gagliarducci analysiert und kommentiert in Monday in Vatican das Viganò-Zeugnis.Das Ergebnis, zu dem er kommt, muß man nicht teilen, lesenswert ist es allemal. Wenn er die vier Kardinäle und ihr Vorgehen bei der Formlierung und Übermittlung der Dubia lobt und für Viganò als Beispiel hinstellt, kann man nicht umhin, zu bemerken, daß sie bis heute keine Antwort bekommen haben und wohl auch nie bekommen werden.
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                      "DAS  VIGANÒ -THEMA"  
Die Veröffentlichung von Erzbischof Carlo Maria Viganòs Zeugnis stellt für viele einen Atemzug frischer Luft dar. Der frühere Botschafter in den USA hat mutig aufgeschrieben, was jeder vermutete: die Anwesenheit einer Lobby innerhalb der Kirche, deren Ziel die Änderung ihrer Lehre zu Homosexualität ist und ebenso das Vorhandensein einer Lobby in den höchsten Rängen der Kirchenhierarchie, die diverse Mißbrauchsfälle vertuschten, beginnend mit dem jetzt früheren Kardinal McCarrick, von dem bekanntermaßen alle wußten.

Diese Veröffentlichung rief auch Zweifel hervor und brachte Erzbischof Viganò wegen einiger Dinge in der Vergangenheit Angriffe ein, wie eine behauptete Vertuschung bzgl. eines mißbrauchenden Priesters, als er Nuntius in den USA war und auch und vor allem seine Verwicklung in den ersten Vatileaks-Skandal, als seine Briefe als erste erschienen.
Außerdem wurden Erzbischof Viganòs Familienprobleme ausgegraben, insbesondere ein Familienstreit über ein Erbe und über seine Beziehung zu einem seiner Brüder, einem Priester, Fr. Lorenzo, der sagte daß Erzbischof Viganò nicht die Wahrheit sagte, als er darum bat, Rom nicht verlassen zu müssen, weil er sich aus Gesundheitsgründen um ihn kümmern müsse, während die anderen Geschwister den Erzbischof verteidigten. 

Diese ganze Diskussion dreht sich um eine Frage: ist das Zeugnis von Erzbischof Viganò zuverlässig oder nicht? Die gesamte Diskussion drehte sich um das Gefühl einer Verschwörung.
Eine Verschwörung gegen den Papst, in Erzbischof Viganòs Fall -unterstützt von den Storys der italienischen Journalisten Aldo Maria Valli und Marco Tosatti. Oder einer Verschwörung gegen die Kirche, wie sie Erzbischof Viganò beklagt, der erklärte, er spreche aus Liebe zur Kirche.

Die ganze Diskussion endete in einer Art Kampf zwischen den Parteien; da waren die Bischöfe, die öffentliche Statements abgaben, die das Zeugnis des ehemaligen Nuntius unterstützen, andere die seine Worte hart angriffen, während Kardinal Daniel Di Nardo, Präsident der us-amerikanischen Bischofskonferenz eine Untersuchung zur Feststellung der Wahrheit forderte.

Jeder Gesichtspunkt kann richtig sein oder auch nicht, solange keine Dokumente und Beweise vorliegen. Erzbischof Viganòs Zeugnis enthält Fakten, die nur er und Papst Franziskus selbszt kennen können, z.B. die, die ihre privaten Gespräche betreffen.
Andere Fakten drehen sich um Themen, die weiterer Beleuchtung bedürfen, wie z.B. die Sanktionen, die Benedikt XVI gegen McCarrick verhängt wurden, sie hätten öffentlich sein sollen, damit seine Brüder im Bischofsamt hätten prüfen können, ob McCarrick sie befolgte, Aber die Sanktionen wurden nicht öffentlich gemacht und McCarrick selbst lebte ein öffentliches Leben und enttäuschte so die überlieferten Anordnungen Papst Benedikts XVI, die am Ende nur als moralischer Druck betrachtet werden können.

Das Zeugnis beinhaltet auch einige zweifelhafte Vorwürfe, wie die gegen Kardinal Tarcisio Bertone, der angeblich bekannte Homoexuelle befördert haben soll, mit dem Ziel die Lehre der Kirche zu ändern. Ja, es waren Homosexuelle unter denen, die mit der Unterstützung Kardinal Bertones befördert wurden und es ist möglich, daß der Kardinal persönliche Fehler machte, als er sie
beurteilte, Andererseits ist es schwer, sich Kardinal Bertone als aktiven Unterstützer der Schwulen Lobby vorzustellen: er hat immer an der Seite Benedikts XVI gestanden, der ihn immer verteidigt hat, und außerdem war er der einzige Staatssekretär, der 2010 während einer Reise nach Chile den sexuellen Mißbrauch mit Homosexualität in Verbindung brachte.

Am Ende müssen alle Vorwürfe von Erzbischof Viganò auf die Fakten hin überprüft werden. Ihre Wirkung war dagegen- so wie es jetzt immer ist- die Auslösung einer polarisierten Diskussion: an ist entweder für Franziskus oderr gegen Franziskus- ohne jede wirkliche Diskussion der Tatsachen und ohne die Ursachen für das aktuelle Übel zu verstehen.

Die Debatte wird auch dadurch beschädigt, daß sie mit einer säkularen Botschaft geführt wird, unfähig die Kirche wirklich zu verstehen. Die Debatte scheint am Ende mehr den Bedürfnissen der Welt als der Kirche entgegenzukommen. Das selbe gilt für das Zeugnis von Ezrbischof Vignò und die Diskussion die folgte, das ist eine Konsequenz der Diskussion über den kirchlichen Mißbrauch, die aus dem McCarrick-Fall entstand.

Bei Letzterem gibt es zwei Hauptthemen: die bei Behauptung, daß es zur Zeit eine Homosexuelle Lobba gibt und den Vorwurf der Nichtbefolgung der Vorschriften für Fälle sexuellen Mißbrauchs durch den Papst und seine Mitarbeiter.

Wenn man über die Mißbrauchsdebatte spricht, ist Tatsache, daß Papst Franziskus sich zum Thema und den Fragen zur Homosexualität in den Seminaren nicht klar geäußert hat. Erzbischof Viganòs Zeugnis brachte dieses Thema ins Zentrum der Diskussion gebracht. Keiner will jedoch offen darüber sprechen.

Die Kirche hatte immer einen klaren Standpunkt zur Homosexualität: die Persönöichkeitsstörung muß zurückgewiesen, die Person muß akzeptiert werden. Das wurde klar ausgedrückt im Brief der Glaubenskongregation von 1986 zur Pastoral für Personen mit homosexueller Orientierung.
Die Instruktion Benedikts XVI von 2005 über die Zulassung zu den Seminaren folgte der gleichen Linie. Die Instruktion sperrte Schwule oder Unterstützer der Schwulenkultur  vom Zugang zu den Seminaren aus. Papst Franziskus hat diese Instruktion im Mai 2018  bei einem Treffen mit den italienbischen Bischöfen hinter verschlossenen Türen verteidigt.

Die säkulare Welt hat diesen Standpunkt immer angegriffen. Das Endziel ist, die Lehre der Kirche zu ändern, oder sie zumindest den Wünschen einer Gesellschaft zu beugen, die Menschen zunehmend nach ihrer sexuellen Orientierung beurteilt. Die Kirche hat das nie getan. 


Samstag, 28. Juli 2018

Die Zeremonie der Degradierung eines Bischofs. Father R. Blake spricht...

nach allzu langer Pause und anläßlich der aktuellen Entwicklung in der Causa McCarrick in seinem st.marymagdalenblog über den Ritus zur Degradierung eines Bischofs (oder Erzbischofs).
Danke Fr. Blake!
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"RITUS DER DEGRADIERUNG EINES BISCHOFS (ODER ERZBISCHOFS)"

Milingos Schritt ins Schisma, der seine automatische Exkommunikation zur Folge hatte, hat viele websites zum Schwirren gebracht, über den "Ritus der Degradierung eines Bischofs", der auf Anordnung eines anderen Benedikts, Benedikts XIV, 1862 gedruckt wurde.
Obwohl man einige Namen nennen könnte, scheinen selbst jene, die qualifiziert wären, nicht bereit zu sein, sich öffentlich dazu zu bekennen, degradiert worden zu sein, deshalb weiß ich nicht, wann er zuletzt angewandt wurde.

RITUS ZUR DEGRADIERUNG EINES BISCHOFS

Wenn der zu Degradierende (degradandus) ein Erzbischof ist, nimmt ihm der degradierende Prälat das Pallium ab und sagt:
"Wir nehmen Euch die Rechte und Pflichten der Bischofswürde, die in diesem Pallium symbolisiert sind, weil Ihr sie mißbraucht habt."

Dann, wenn der Degradandus einfacher Bischof ist, nimmt ihm der degradierende Prälat die Mitra und sagt:
"Wir entblößen Euren Kopf von der Mitra, dem Enblem der Bischofswürde, weil Ihr sie durch eine schlechte Führung besudelt habt."

Dann bringt einer der Ministranten das Evangelium zum Degradandus, das der degradierende Prälat aus seinen Händen entgegen nimmt und sagt:
"Gib uns das Evangelium zurück! Weil Ihr die Gnade Gottes verschmäht habt und Euch des Predigtamtes unwürdig gezeigt habt, nehmen wir Euch dieses Amt. "

Dann zieht der degradierende Prälat den Ring vom Finger des Degradandus und sagt:
"Zu Recht ziehen wir den Ring von Eurem Finger, das Zeichen der Treue- weil Ihr so kühn wart, der Braut Gottes, der Kirche, Gewalt anzutun."

In diesem Moment bringt ein Ministrant dem Degradandus einen Krummstab, den der degradierende Prälat ihm aus der Hand nimmt und der sagt:
"Wir nehmen Euch den Hirtenstab, damit Ihr von jetzt an keine Macht mehr habt, das Amt der Maßregelung auszuüben, das Ihr in Unordnung gebracht habt"

Dann nehmen die Ministranten die Handschuhe des Degradandus und der degradierenede Prälat kratzt leicht über Daumen und Hände mit einer Messerklinge oder einer Glasscherbe und sagt:
"Hiermit nehmen wir Euch dank unserer Vollmacht- die Gnade des spirituellen Segnens und der sakramentalen Salbung, sodaß Ihr das Amt der Heiligung und des Segnens und ihrer Wirkung verliert."

Mit der selben Messerklinge oder Scherbe kratzt der degradierende Prälat über den Kopf des Degradandus und sagt:
"Wir tilgen die Weihe, Segnung und Salbung, die Euch gewährt wurde und entfernen Euch aus dem Rang eines Bischofs, aus dem Ihr unbekleidet zurückkehrt. "

Der Ministrant nimmt dem Degradandus dann die Schuhe weg. Und so endet die Zeremonie.
Er wurde dann den zivilen Autoritäten zur weltlichen Bestrafung übergeben. mit der Bitte, daß kein Blut vergossen und daß er nicht mißhandelt werde.

Ein diözesaner Liturgie-Beauftragter sollte das Zeremoniar dafür immer bereit halten, da muß etwas mit weltlicher Poesie, schwimmenden Kerzen, Fahnen und großer Beteiligung von Laien dabei sein.
Fragen Sie Ihren [Liturgiebeauftragten] .

Quelle: st.marymagdalen.blog, Fr. R. Blake

Dienstag, 17. Juli 2018

Ein alter Priester klagt.....

Marco Tosatti läßt uns heute bei Stilum Curiae den kleinen, melancholischen Feriengruß lesen, den ihm Abt Faria geschickt hat.
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"ABT FARIA UND DIE KIRCHE: SIE IST JETZT EINE INSTITUTION DER LINKEN GEWORDEN...." 

"Abt Faria ist im Urlaub, aber er vergißt eine Freunde- und die Feinde- von Stilum Curiae nicht.
Aber auch in der Kühle des Waldes und im Flüstern der Windes verliert er die Kirche nicht aus den Augen. Und er hat uns ein kleines melancholisches, entschlossenes Billett geschickt.

"Es ist warm in diesen Tagen und ich suche ein wenig Erleichterung von der Hitze an einem Ort in der Nähe Rom, wo ich die Folgen des zunehmenden Alters auskuriere. 
Morgens treffe ich einen amerikanischen Priester namens Donald, den alle Don nennen. 
Als ich mit Don Don sprach (ich weiß, daß das seltsam klingt) hörte ich ihn folgende Bemerkung machen: "Lieber Abt, die Katholische Kirche ist jetzt eine Institution des Linken. Schauen Sie sich Italien an -wie sie sich jetzt in allem dem progressistischen Kampf anschließt: der unkontrollierten Einwanderung, dem schwachen Familienkonzept, der Situationsmoral, dem Pauperismus.....
Auch bei uns in den USA hat die liberale Mentalität weite Teile der Kirche erobert.
Tradition, Konservatismus sind jetzt anstößige Worte."

Das hatte ich so nie gedacht, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, muß ich wirklich sagen, daß diese Beobachtung nicht falsch ist. 
Die Sympathie für die linken oder kommunistischen Regime ist dermaßen offensichtlich, daß es wenig nützen würde, sie zu leugnen. 
Auch die jüngsten Ernennungen favorisieren Männer, die aus linken politischen und kulturellen Umfeldern kommen.  Die Übereinstimmung mit den Befürwortern der Globalisierung, mit den Architekten der Philosophie des schwachen Denkens, ist evident. Kurz gesagt: täuschen wir uns nicht, die Kirche hat sich jetzt seit Jahrzehnten entschieden nach links gewendet.
Aber ich- ein armer Priester mit einem Fuß im Grab- weigere mich, ihr dahin zu folgen. 
Abt Faria"

Ergreifend oder? Und wegen der Dinge, die ich innerhalb und außerhalb von Stilum Curiae lese, glaube ich, daß Abt Faria nicht der einzige ist, der in seinem Herzen diese Schlußfolgerungen hegt."

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti



Sonntag, 15. Juli 2018

Gotti Tedeschi: "Es war alles geplant"

Diane Montagna läßt für LifeSiteNews Ettore Gotti Tedeschi, den früheren umd von Papst Franziskus entmachteten Chef der IOR zur aktuellen Krise in Wirtschaft, Politik und Kirche zu Wort kommen, der überzeugt ist, daß die von den Vertretern des globalen Einheitsdenkens geplant waren.
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"FRÜHERER CHEF DER VATICAN-BANK: DIE AUTOREN DES DEMOGRAPHISCHEN KOLLAPSES DER NEUEN WELTORDNUNG BEEINFLUSSEN DEN VATICAN" 

"Der demographische Kollaps des Westens in den letzten Jahrzehnten war geplant- um die notwendigen Voraussetzungen zur Etablierung einer Neuen Weltordnung zu schaffen und die Autoren dieses Kollapses beeinflussen jetzt den Vatican in seinen höchsten Ebenen-" hat der frühere Präsident der Vatican-Bank gesagt.

Und Diane Montagna berichtet weiter:

"Als er bei der ersten internationalen Konferenz der "Johannes-Paul II-Akademie für das menschliche Leben und die Familie" sprach, sagte der italienische Bänker und Wirtschaftsfachmann Ettore Gotti Tedeschi, daß die Bemühungen der Globalen Eliten, die Weltbevölkerung zu vermindern, eine Reihe von vorhersehbaren und gewollten wirtschaftlichen, geo-politischen und sozialen Katastrophen in Gang gesetzt haben, die die Menschen rund um die Welt davon überzeugen sollten, eine "globale politische Vision" zu akzeptieren, die die nationale Souveränität eliminiert und eine "Umwelt-Gnosis" als "universale Religion" einsetzen soll.

Die wiederkehrenden Themen des aktuellen Pontifikates sind Armut, Immigration und die Umwelt und wir sollen glauben, daß diese durch "die Gier der Bänker" verursacht wurden.
 "Krieg gegen den Menschen" und "Krebs der Natur" sagte er. Aber das sind- nach Gotti Tedeschi-"fake news".
Für ihn ist der Grund hinter all diesen Plagen der "Zusammenbruch der Geburtenzahlen".
Die Leute, die diese fake-news befördern, sagte er, sind "gnostische Propheten",so wie die Bevölkerungswachstums-Kontroll-Protagonisten Paul Ehrlich, Jeffrey Sachs und Ban Ki-moon, die-indem sie das Naturgesetz und den göttlichen Schöpfungsbefehl verwerfen, versuchen, in der Welt Proselyten für ihre "Antikatholische Gnosis" zu machen.

Nach Gotti Tedeschi ist der "größte Feind" der Neuen Weltordnung die Familie, weil sie "Erziehung, Autonomie und Unabhängigkeit" vom Staat ermöglicht. Der zweite Feind ist die Katholische Kirche, sagte er, und dennoch schreiben diese gnostischen Propheten "die Genesis in den Hallen des Vaticans neu".

Montagna fährt dann bei Life-Site-News so  fort:

"Es war geplant"
Der demographische Kollaps war ohne Zweifel geplant" sagte Gotti Tedeschi.
"Es ist undenkbar, daß die Entscheidungsträger in den USA und weltweit nicht wußten, was sie auslösen würden, wenn sie Leben und das Natur-Recht ablehnen."


Dienstag, 10. Juli 2018

Noch ein Fundstück

Peter Hahne berichtet in der Tagespost von einem Erlebnis in einem bundesdeutschen Krankenhaus
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Titel:

"WENN KULTUREN ZUSAMMENSTOSSEN"

Samstag, 7. Juli 2018

Marco Tosatti zum Stand der Priesterweihen in Frankreich

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die Nachrichten über den Stand der Priesterweihen in Frankreich. Hier geht´s zum Original: klicken


"FRANKREICH. BERUFUNGEN IM GANZEN LAND UNTEN. 58 DIÖZESEN AUF DEM TROCKENEN. EINER VON FÜNF NEUEN PRIESTERN IST TRADITIONALIST...."

"Gut 58 Diözesen in Frankreich werden in diesem Jahr keinen neuen Priester bekommen, Um ganzen Land gibt es 114 Ordinationen- im Vergleich mit dem vergangenen Jahr mit 133 Weihen mit einem Trend nach unten. Nach dem Bericht von La Croix sind 82 von diesen neuen Priestern Diözesanpriester, von denen ein Dutzend aus einer neuen Gemeinschaft oder Gesellschaft des Apostolischen Lebens stammen. Von denen gehören sechs zur Gemeinschaft Emmanuel und vier zum Neokatechumenalen Weg.

Bordeaux und Paris haben die höchste Zahl an Weihen- sechs.
2017 sind in der Hauptstadt zehn und 2015 elf neue Priester geweiht worden. Es folgen Lyon, Versailles und Fréjus-Toulon mit je fünf neuen Priestern und dann Evry mit vier.

Auch die Diözese ders Heeres und die Prälatur der Französischen Mission werden je einen Priester ordinieren, drei kommen aus den Auswärtigen Missionen von Paris (MEP) und werden ihr Amt in Kirchen Asiens antreten.

In diesem Jahr werden 32 Priester aus Religiösen Kongregationen oder Gemeinschaften geweiht. Unter diesen ragt die Gemeinschaft von San Martino mit acht ordinationen heraus, zu denen jene neun Diakone hinzukommen, die im ungefähr in einem Jahr Priester werden.

Wie schon im vergangenen Jahr haben die traditionalistischen Gemeinschaften, in denen die Priester die Hl. Messe Dank Summorum Pontificum auch nach dem Vetus Ordo zelebrieren, eine hohe Zahl an Ordinationen beibehalten.
Allgemein kommt ein Priester von fünf ausdrücklich aus einer dieser Gemeinschaften. L´Institut Le Bon Pasteur" wird drei neue Priester haben, die Petrus-Bruderschaft und das Christ-König-Institut je zwei.


Freitag, 8. Juni 2018

Der Papst zwischen Orthodoxen, Katholiken und Unierten in der Ukraine

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo Reden und Handeln des amtierenden Pontifex in Fragen des Verhältnisses zwischen Russisch-Griechisch-Orthodoxen und den Unierten Griechischen-Katholiken und den Befindlichkeiten des Moskauer Patriarchen.
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"ZWISCHEN ORTHODOXEN UND KATHOLIKEN IN DER UKRAINE STELLT FRANZISKUS SICH AUF DIE SEITE MOSKAUS" 

"Offensichtlich sollten die Worte, die Papst Franziskus am Mittwoch den 30. Mai an die Delegation des Moskauer Patriarchates richtete, vertraulich bleiben.
Aber am 2. Juni hat das Pressebüro des Hl. Stuhls eine Mitschrift der Rede veröffentlicht. Die blieb zu diesem Zeitpunkt nicht länger geheim, weil die website Rome Reports sofort ein Video mit den Schlüsselpassagen daraus postete und darüber hinaus die offizielle website des Moskauer Patriarchates sie an prominenter Stelle behandelte- mit vollkommener Zufriedenheit über das, was der Papst gesagt hatte.

Eine verständliche Befriedigung, wenn man sieht, wie Franziskus die Gedanken des Moskauer Patriarchates übernommen und statt dessen- mit sehr harschen Worten- die Positionen der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche verurteilt hat.

Hier nun das, was Franziskus der von ihrem mächtigen "Außenminister", dem Metropoliten Hilarion von Volokolamsk, angeführten Delegation des Moskauer Patriarchates gesagt hat:

"Ich möchte vor Ihnen, mein lieber Bruder und vor Ihnen allen, auf spezielle Weise noch einmal daran erinnern, daß die Katholische Kirche niemals zulassen wird, daß in ihrem Volk eine Haltung der Teilung entsteht. Wir werden es auch uns niemals erlauben, ich will das nicht.
In Moskau -in Rußland- gibt es nur ein Patriarchat: Ihres. Es wird kein anderes geben.
Und wenn einige katholische Gläubige -seien sie Laien, Priester oder Bischöfe- das Banner des Uniatismus aufziehen, den es  nicht mehr gibt und der vorbei ist, dann schmerzt mich das.
Die mit Rom unierten Kirchen müssen respektiert werden, aber Uniatismus als Weg zur Einheit ist heute ungültig."

Mittwoch, 6. Juni 2018

Fundstück

Gefunden in der "Tagespost": -in einem Interview äußert sich der Fuldaer Bischof  H.J.Algermissen unter dem Titel:
"BISCHOF ALGERMISSEN: KIRCHE DARF NICHT UM JEDEN PREIS MODERN SEIN."
zur aktuellen Lage der Kirche.
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Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sieht ein Problem der katholischen Kirche im 21. Jarhundert darin, dass viele Gläubige nicht den Mut hätten, zur Kirche zu stehen und 

sich zu ihrem Glauben zu bekennen. „Es gibt eine weit verbreitete Form von Feigheit“, so Algermissen im Gespräch mit der „Tagespost“, in dem er auf die Herausforderungen der Zukunft eingeht, aber auch auf seine Amtszeit als Bischof zurückblickt. „Man will um jeden Preis modern sein und schämt sich für das katholische Proprium“, kritisiert der  Fuldaer Oberhirte. Das katholische Profil dürfe jedoch nicht der Beliebigkeit weichen.

Sonntag, 22. April 2018

M. Tosatti zur causa Alfie Evans

"In den möglicherweise letzten Stunden im Leben des kleinen Alfie Evans meldet sich noch einmal Marco Tosatti bei Stilum Curiae zu Wort und zitiert aus dem Brief eines Priesters, der einen ähnlcihen Fall betreut hat.
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"ALFIE. EIN PRIESTER SCHREIBT UNS: NUR DER VATICAN KANN IHN RETTEN."

"Es könnten die letzten Stunden im Leben von Alfie Evans sein.Wenn nicht irgendetwas Aufsehenerregendes geschieht, das dem Kleinen die Möglichkeit gibt, woandershin gebracht zu werden- weit weg vom Alder Hey-Krankenhaus.
Das -im Gegensatz zu dem, was die Bischöfe von England und Wales schreiben und denken (aber ist es nicht besser zu schweigen, als schwarz auf weiß ) nicht so aufmerksam dabei zu ein scheint, dem "besten Interesse" des Kleinen zu dienen.
Jedenfalls nach dem, was man in diesem Artikel lesen kann.

In diesen Stunden haben wir einen Anruf aus weiter Ferne erhalten, von einem Priester, der sich in der Vergangenheit -mit glücklichem Ausgang- um einen ähnlichen Fall wie den von Alfie Evans gekümmert hat. Sicher in jenem Fall gab es die Vorurteile, Interessen und Prinzipien, die Alfie Evans Fall jetzt umgeben noch nicht.

Die Meinung dieses Priesters ist sehr einfach. In der aktuellen Situation ist die einzige Möglichkeit die Hand, die Alfies Leben beenden will, zu hindern, ein Eingreifen des Heiligen Stuhls,
Der könnte in einem autonomen Akt, dem kleinen Alfie und seinen Eltern Kate und Thomas Evans die Vaticanische Staatsbürgerschaft verleihen.
Und als Konsequenz natürlich diplomatische Schritte einleiten, um sich aktiv um diese seine drei Bürger, die zur Zeit in Groß Britannien leben, zu kümmern.
Auch eine laizistische Regierung - nehmen wir Italien- können das tun: aber das müßte der Ministerrat tun, es müßte interpretiert werden und das würde lang dauern und die Dinge noch mehr komplizieren.
Und wurde gesagt, ich weiß nicht auf welcher Grundlage- daß innerhalb der Leoninischen Mauern über diese Möglichkeit gesprochen wurde.

Das wäre sicher eine aufsehenerregende, verstörende Geste, außerhalb jeder bürokratischen Praxis. Aber wer, wenn nicht dieses Pontifikat. das sich so außerhalb der Schemata und der starren Regeln präsentiert- fern von überkommenen Gewohnheiten, könnte den Mut haben, das zu tun?"

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti
 

Freitag, 13. April 2018

Der Fall Alfie Evans und warum ist die Kirche irrelevant geworden.....

Marco Tosatti analysiert und kommentiert bei "Stilum Curia" den Kampf um Alfie Evans Leben, der auch uns alle betrifft, Auch die Kirche, die -obwohl die Eltern Evans sich wiederholt an die Nuntiatur und schriftlich an den Vatican direkt (mit der Bitte um Asyl) gewandt haben, auch sie übrigens ohne Antwort - sozusagen lauthals schweigt.
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"HOFFEN FÜR ALFIE; HOFFEN FÜR ALLE. AUCH FÜR UNS. EINE IRRELEVANTE KIRCHE?"

Sie wissen es nicht, oder vielleicht doch, aber in diesen Stunden findet eine entscheidenden Schacht für Ihr Leben statt. Eine Schlacht die vielleicht offiziell das Recht eines einstmals demokratischen, sogenannten demokratischen , formal demokratischen Staates (sie dürfen wählen) sanktioniert, u entscheiden, ob einer seiner Bürger -schuldig krank zu sein- auf Grund der Entscheidung und des Wollens irgendwelcher Bürokraten getötet werden kann- auch gegen den Willen derer, die Blut von seinem Blute sind und ihn lieben. Genau wie im Rußland Stalins, wie im Deutschland Hitlers oder im China Mao Tse Tungs.

Wenn- was Gott verhüten möge- Alfie Evans erstickt wird, sind wir hier: hilflos angesichts eines Staates, der sagen kann, daß dein Leben "unnütz" ist, wenn die Menschen, die dich lieben, in diesem Fall die Eltern- das Recht haben, dich anderswo behandeln zu lassen und zu hoffen.

Wenn - Gott bewahre - Alfie Evans erstickt wird, werden wir dort sein; wehrlos vor einem Staat, der sagen kann, ob dein Leben "zwecklos" ist, wenn die Leute, die dich lieben - die Eltern in diesem Fall - das Recht haben, dich anderswo zu heilen und zu hoffen. Wehrlos und bereit, selbst Opfer zu werden, mehr als wir bereits sind. Wehrlos und bereit,  Opfer zu werden, mehr als wir es bereits sind.

Nicht, daß das in der Realität und an der Substanz viel ändert. Schon jetzt gibt es ein "Recht" das Leben menschlicher Wesen im Leib der Mutter zu unterdrücken, Aber -jedenfalls bis jetzt- haben fast alle-fast alle Praktizierer und  Anhänger dieser Form des Mordes die Tatsache anerkannt, daß man- wenn man einmal das Licht der Welt erblickt hat, das Recht hat, zu leben und zu versuchen, weiterzuleben.
Wenn Alfie Evans -nach Charlie Gard-vom Alder Hey Krankenhaus mit den Richtern als Komplizen ermordet wird, werden diese Grenzen dauerhaft aufgehoben.

Während ich das schreibe, hoffen wir noch, daß Alfie und seine Eltern aus dem Krankenhaus fliehen können; dessen Verhalten erscheint von Stunde zu Stunde fremdartiger.
Warum lassen sie das Kind nicht weggehen?
Vielleicht aus Angst, daß andernorts Fehler oder Versäumnisse aufgedeckt werden könnten?

Die Schlacht von Tom, Kate und Alfiue spielt sich zur völligen Indifferenzt der Großen ab.
Der Massenmedien, Regierungen, Politiker, der Kirchen. Verteidigt haben ihn die einfachen Leute in den sozialen Netzwerken und in den Straßen Liverpools, vor dem Krankenbaus.
Massenmedien, Regierungen und Politiker interessieren sih für ganz andere Dinge, das wissen wir.
Die Kirche theoretisch nicht. Vielleicht bin ich hoffnungslos romantisch.
Es würde mich freuen, den Erzbischof von Liverpool vor diesem Krankenhaus beten zu sehen. Es würde mich freuen, wenn der Papst ...aber was schreibe ich. soll er tun?

Es wird also nichts passieren, wovon ich vielleicht träume. Was Msgr.Paglia, der "Mann für das Leben" Papst Franziskus wohl gesagt haben mag?
Was er in dem unglücklichen Interview sagte? "Die getroffene Entscheidung beabsichtigt nicht, das Leben zu verkürzen, sondern eine Situation therapeutischen Übereifers zu beenden. "
Dann wacht die Kirche eines schönen Morgens auf, schaut in den Spiegel und sagt: "Weiß jemand warum ich irrelevant bin?"  Ja, man weiß warum."

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti 


 

Dienstag, 3. April 2018

Was erwartet uns bei der kommenden Jugend-Synode?

 A. Gagliarducci fragt sich in seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican", was uns bei der kommenden Jugend-Synode erwartet.Seine Antworten können niemanden beruhigen.
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"DIE JUGEND-SYNODE, WIE WIRD SIE AUSSEHEN?"

"Die letzte Woche der Fastenzeit endete mit einem Prä-Synodentreffen junger Leute, das die Synoden-Väter für die für kommenden Oktober geplante Synode mit der Ansicht der Jugend von Kirche versorgen sollte. Am Ende des Treffens wurde ein Dokument erstellt, das alle zur Diskussion stehenden Themen beinhaltete. Das Dokument hat in der Tat ein Problem. Und das Problem liegt in den Fragen, die gestellt wurden,

Das Dokument ist dreiteilig und repräsentiert tatsächlich die Ziele der Jungen.
Diese Ziele werden jedoch durch die Angebote und die gestellten Fragen gefiltert,
Das Dokument ist wohl nicht vorformuliert worden, aber es scheint de facto, daß die Mission zur Evangelisierung der Kirche abgelöst wird.
Einerseits präsentiert das Dokument alle Sorgen der jungen Menschen: ihr Gefühl "zur Kirche zu gehören" und nicht im Gegensatz zu den Erwachsenen zu stehen, ihre Zuversicht, Leitungsverantwortung übernehmen zu können, ihre Forderung nach Transparenz und Glaubwürdigkeit der Kirchenführer und die Notwendigkeit einer attraktiven Kirche.

Aber das Problem liegt hinter diesen Themen. Sowohl die Lineamente als auch die Vorbereitungen zur Jugendsynode sind in soziologischem Vokabular formuliert. Und das war auch die Prämisse für die Prä-Synode und die Formulierung des Dokumentes.

Man liest darin, daß "Pfarrgemeinden manchmal kein Treffpunkt mehr sind", daß "einige Menschen die Religion als Privatthema betrachten", während "das Heilige vom täglichen Leben getrennt zu sein scheint" und "daß die Kirche oft zu streng scheint und mit einem exzessiven Moralismus assoziiert wird."

Und dennoch  interessieren und beschäftigen sich die jungen Menschen "zutiefst mit Themen wie Sexualität, Sucht,Scheitern von Ehen, zerbrochenen Familien"  ebenso mit den großen sozialen Themen wie "organisiertes Verbrechen, Menschenhandel, Gewalt, Korruption, Ausbeutung, Frauenmord, jede Form von Verfolgung und Verschlechterung der natürlichen Umgebnung."

Das Dokument fährt dann fort - indem es kurz Bezug  auf den vorsichtigen Umgang mit neuen Technologien, bioethische Themen und die Kirchenskandale, die die Bedingungen für das Vertrauen der Jungen bilden, und kommt dann zu den Kernthemen.


Sonntag, 25. Februar 2018

Diktator oder Saboteur?

Sein geheimnisvoller Mitarbeiter Pezzo Grosso hat Marco Tosatti seine sehr lesenswerte Meinung über das von dem immer noch nicht enttarnten "Marcantonio Colonna" verfaßte Buch "Der Diktator-Papst" mitgeteilt. Der veröffentlicht sie bei "Stilum Curiae".
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"PEZZO GROSSO HAT "DER DIKTATOR-PAPST" GELESEN. ER HAT EINE ANDERE MEINUNG. ER HÄLT IHN MEHR FÜR EINEN SABOTAGE-PAPST"

"Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, erinnern Sie sich an "Der Diktator-Papst", das unter dem Pseudonym geschriebene Buch von Marcantonio Colonna?  Wir haben vor einiger Zeit darüber gesprochen. Auch Pezzo Grosso hat es gelesen und hat dabei interessante Eindrücke und Überlegungen gewonnen. Hier sind sie.

"Lieber Tosatti,
ich habe endlich das Buch "Der Diktator-Papst" von Marcantonio Colonna gelesen. Es ist nicht leicht, es zu verstehen; man würde sagen, es wurde "zu mehreren Händen" geschrieben und bezieht sich bei mehreren Gelegenheiten auf Quellen, die nicht gut informiert sind (es würde genügen, in Kapitel 2 den Abschnitt "Ein Papst tritt zurück" zu lesen, oder die Bezugnahme auf Vatileaks oder die Fälle APSA und IOR, Vatican-Finanzen etc)
Was sicher ist, ist das aus dem Buch nicht ein Diktator-Papst erscheint, sondern ein anderer - es erscheint die Figur eines "Unzurechnungsfähigen" (Achtung, ich sage, daß das aus der Lektüre des Buches stammt). Das, was als "St. Gallen-Mafia" definiert wird, wollte nicht einen Progressisten auf den Thron Petri bringen, der die Restaurierungsarbeiten Benedikts XVI unterbricht, sie hatten einen ganz anderen ausgesucht, einen, dem (wie mir gesagt wurde) besonders Kardinal Martini mißtraute, der erklärte, daß wenn ein solcher Papst ernannt würde, die Jesuiten noch "einmal für 200 Jahre unterdrückt würden".


Montag, 8. Januar 2018

Fundstück

Matthias Matussek setzt sich in einem Artikel der Tagespost mit den um sich greifenden Lügen in Politik und Medien auseinander.
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                      Titel: "GUTGEMEINTE LÜGEN?"

hier ein Ausschnitt:

"Manchmal habe ich das Gefühl zu ersticken. Dann wird das, was Sloterdijk den „Lügenäther“ im politischen Raum genannt hatte, dieses sinnenbetäubende Gemisch aus Verfälschung und ausgesparter Wahrheit und Sprachregelung so dicht, dass ich die Fenster aufreißen und schreien möchte. Doch ein Schulterschluss aus Politik und verbrüdertem Journalismus bildet einen Riegel, der schwer zu durchstoßen ist."