Posts mit dem Label Selige werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Selige werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 18. September 2019

Tweet zum Tage

Heute vor 9 Jahren : Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI nach Groß-Britannien- zur Seligsprechung von Kardinal Newman - Gebetsvigil im Hyde-Park.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Die Märtyrer von Damaskus


Am 10. Juli 1860 erlitten 8 Franziskanische Minderbrüder und 3 maronitischen Laien in Damaskus im Paulus-Kloster in Damaskus den Märtyrertod.

                          "DIE MÄRTYRER VON DAMASKUS"

CNA berichtet. Hier geht´s zum Original:  klicken
Nachdem bereits Zehntausende Christen von Drusen mit Unterstützung türkischer Soldaten getötet worden waren, wurden auch sie vor die Wahl gestellt, zum Islam zu konvertieren oder zu sterben. Als sie sich weigerten, wurden sie auf grausame Weise ermordet.
Die 3 leiblichen Brüder Franziskus, Mooti und Rafael Massabki  und die Minderbrüder  Emmanuel Ruiz, Pedro Soler, Nicanor Ascanio, Carmel Volta, Nicola Alberca, Francisco Pinazo, Jaime Fernández und Engelbert Kolland  wurden am  10. Oktober 1926 von Papst Pius XI selig gesprochen,

SELIGE MÄRTYRER VON DAMASKUS BITTET FÜR UNS!

Dienstag, 2. Juli 2019

Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes über das Papstamt und den Primat des Papstes
Hier geht´s zum Original: klicken

                     "DER PETRINISCHE PRIMAT"
"Ein interessanter Text von Erick Ybarras blog über die byzantinische Perspektive des Petrinischen Primats. Er beendet ihn damit, sich zu fragen, was der. Hl. Maximus der Bekenner (vielleicht der päpstlichste der Väter des Ostkirche) über PF gesagt haben würde:

Als die Väter in Chalzedon riefen "Petrus hat durch Leo gesprochen"  glaube ich keinen Augenblick, daß sie damit meinten, "Was für eine aufregende neue Lehre! Wie klug von Leo, sie sich auszudenke!" Ich denke, daß sie etwas ganz anderes meinten - wie "Leo hat die petrinische Pflicht erfüllt, uns vor häretischen Ketzereien zu verteidigen."

Sowohl im Osten als auch im Westen wollte das Papsttum zumindest als Hindernis vor doktrinalen Neuerungen schützen. Der Selige John Henry Newman - dessen bevorstehende Kanonisierung gestern bekannt gegeben wurde, nannte diese Funktion "eine "remora" -eine Barriere sein.
Das I. Vaticanische Konzil hat glücklich bestätigt, daß der Hl. Geist dem Nachfolger Petri nicht zugesichert wurde, damit er durch Seine Inspiration eine neue Doktrin lehren konnten. Dr.Trevor Jalland, einer meiner Vorgänger in meiner letzten Anglikanischen Stellung- hat seine monumentale Brampton-Vorlesung genutzt um genau auf diesen Punkt hinzuweisen.

Der Ultrapapalismus der Bergoglianer ist nicht etwas Katholischeres; es ist sehr viel weniger.
Die Clique um PF hat uns das Papsttum genommen, auf das wir ein Anrecht haben, ein Papsttum, das von Gott eingerichtet und dazu gedacht wurde, das, was uns übergeben wurde sorgfältig zu hüten und weiterzugeben. Statt dessen hat sich eine "aggressive und freche Fraktion" (Newman drückt die Dinge so kurz und bündig aus) bemüht und bemüht sich noch, uns ein falsches Papsttum aufzuzwingen, das das I. Vaticanum  ausdrücklich ablehnte und das als unermüdlicher Motor für doktrinelle Innovation, Zweideutigkeit und Unordnung fungiert, getarnt als Inspiration des Heiligen Geistes.


Mittwoch, 12. Juni 2019

Festtag des Hl. Leo III

"Der 12. Juni ist der Tag des Hl. Papst Leo III. der im Jahr 800 den Sel. Karl den Großen -bis dahin König der Franken und Lombarden zum Kaiser der Römer (Augustus Imperator) und gründete so das Heilige Römische Reich Deutscher Nation"

Freitag, 3. Mai 2019

Fundstück

katholisch.de berichtet, daß auf dem Friedhof Perlacher Forst die bisher verschollenen Gräber von vier seligen polnischen Priestern gefunden wurden,
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"Gräber von vier seligen polnischen KZ-Priestern entdeckt"
beginnt der Artikel so: 

"Sie waren im Konzentrationslager Dachau inhaftiert und wurden später als Märtyrer sekig gesprochen- ihre sterblichen Überreste hingegen galten als verschollen. Doch jetzt wurden die Gräber der vier polnischen Priester wiederentdeckt. (...) "

Quelle: katholisch.de 

Mittwoch, 6. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die gemeinsame Erklärung von Abu Dhabi zur Religion und wie der Sel. J.H. Newman sie wohl beurteilt haben würde....und er ist gar nicht amused.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE VIELFALT DER RELIGIONEN IST VON GOTT GEWOLLT. " DR. NEWMAN KOMMENTIERT."

"Darauf hat sich PF mit einem muslimischen Kleriker geeinigt, daß religiöser Pluralismus und Vielfalt von Gott gewollt sind.

Mich interessiert eher, was andere muslimische Gelehrte dazu sagen. Einige von ihnen sind ziemlich vernünftige Burschen, wenn es um die Irrrtümer des Relativismus geht.

Father Zed hat eine charakteristisch feine und intelligente Interpretation von PFs Worten geliefert.
Wie auch einige andere.
Nachdem ich sie durchgesehen habe,interessiert mich auch, was einige Teile des Jüdischen Gemeinschaft über irgendeine Behauptung   über seinen "zulassenden Willen" halten.

Was Father Zed und andere gemacht haben ( und das ist keine Ironie, das denke ich wirklich), ist absolut essentiell, wirklich notwendig. Bzgl. der großen Aufgaben, die ein zukünftiges Pontifikat erben wird, nämlich das Päpstliche Lehramt nach den Katastrophen dieses Pontifikateswieder auf die Füße zu stellen, wäre es nicht gerecht zu sagen: "Dieser Mann hat sich wiederholt und furchtbar geirrt:"
Weil die offensichtlich logische Folge daraus ist, daß jeder Papst sich furchtbar irren kann. Die Position des Nachfolgers Petri wird zum Wohl der Kirche wiederhergestellt werden müssen,für den Rest der -wie immer langen Zeit auch immer vor dem Ende.
Man wird sicher sagen müssen, daß es Zweideutigkeiten in seinen Schriften gibt, die sorgfältig und maßgebend interpretiert werden müssen, um sie und ihn vor scheinbaren Häresien zu retten.

Aber ich denke wirklich, daß es empörend ist, daß Hirten und Akademiker ihre Zeit damit verschwenden sollten, diese oder jene Interpretationen von PFs Desastern auszudenken. Hat man übrigens Kardinal Ladaria diesen Text gezeigt?

Montag, 28. Januar 2019

Fundstück oder solange die Kirche noch solche Bischöfe hat....

CNA Deutschland berichtet über die Predigt, die Bischof Rudolf Voderholzer bei einer Pontifikalvesper im Regensburger Dom St. Peter anläßlich des 6. Jahrestages seiner Bischofsweihe gehalten hat. Sie gibt uns Anlass zur Hoffnung in einer Zeit, in der die Mehrzahl der deutschen Bischöfe dem Aggiornamento an den Zeitgeist hinterherläuft. Danke Exzellenz!
Hier geht´s zum Original: klicken
mit dem Titel :
"Die Kirche kann sich nicht neu erfinden": Voderholzer warnt vor "reißerischen" Aussagen"
der so beginnt: 

"Bischof von Regensburg: Statt Kirche "neu erfinden zu wollen", geht es jetzt vielmehr darum, neue Wege der Verkündigung, der Pastoral und der Nächstenliebe zu finden."


Lesen!

Quelle: CNA

Fr. Hunwicke spricht.....

heute - auf gewohnt amüsante Weise- über den liturgisch umstrittenen Gedenktag für Kaiser Karl den Großen und seine Vorbildlichkeit in ehelicher Treue....
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIESE GESEGNETEN KÖNIGE"
Heute, am 28. Januar wird an vielen Orten der liturgische Gedenktag Kaiser Karls des Großen gefeiert. Kanonisiert wurde er von einem Gegenpapst, (Paschalis III, einer Kreatur Barbarossas) und er gehört nicht zum Martyologicum Romnanum. so daß er heutzutage taktvoll als Seliger gefeiert wird. 
Ich hoffe, daß jene, die ihn verehren, mir den Zynismus verzeihen werden, wenn ich feststelle, daß er Gueranger-Artikel über ihn eher amüsant zu lesen ist, als der zornige Versuch, Vorwürfe zurückzuweisen, daß das Eheleben Karls des Großen weniger als vorbildlich gewesen sei. 

Und in zwei Tagen werden die, die des seligen (beachten Sie mein kleingeschriebenes s) Charles Stuarts gedenken, dem das Wort "seliger" 1602 von den Anglikanern beigefügt wurde (autorisierte Texte habe ihn meinem besten Wissen nach niemals einen Heiligen genannt).

Das war zu einer Zeit,als Könige Mätressen hatten- als natürliche Zugabe zur Königlichen Majestät ( ich glaube sogar, daß es einen deutschen König gab, ein lobenswert treu ergebener Bursche, der eine Anzahl Mätressen dem Titel nach hatte, obwohl er niemals Hand oder irgendewtas anderes an sie legte. 

Aber der selige (beachten Sie mein schlau kleingeschriebenes s) Charles war für seine eheliche Keuschheit bekannt. Die "Hofmasken" seiner Regierungszeit priesen das Thema der keuschen ehelichen Liebe. Man kann schlimmere Themen als dieses in königliche Ideologien aufnehmen. 

Ich denke, daß dieser selige (beachten Sie mein schlaues kleingeschriebenes s) ein ziemlich guter Kandidat zur Nachahmung sit- in dieser Zeit ritualisierter und von der Regierung befürworteter Promiskuität ist. 

Möge der selige Charles. der Königliche Märtyrer, für uns alle beten. 

Und möge der Nichtmärtyrer und ehelich umstrittene Selige Karl der Große das Gleiche tun."

Quelle: liturgicsalnotes,. Fr. J. Hunwicke  

Samstag, 29. Dezember 2018

Angriffe auf das Beichtgeheimnis und Historisches über seine Märtyrer

Roberto de Mattei erinnert angesichts aktueller Angriffe auf das Beichtgeheimnis bei Corrispondenza Romana an historische Vorläuferereignisse und die Märtyrer, die mit ihrem Leben für die Treue zum Beichtgeheimnis bezahlten.
Hier geht´s zum Original: klicken

Montag, 17. Dezember 2018

"Vive le Christ, qui est roi des francs"- Rede Papst Pius X anläßlich der Seligspechung Johannas von Orléans.

Anläßlich des 110. Jahrestages Johannas von Orléans am 13. Dezember hat die Website "Ordo Die" die Rede veröffentlicht, die Papst Pius X vor einer französischen Delegation bei dieser Gelegenheit in Rom gehalten hat, veröffentlicht. Leider ist Frankreich- wie schon der Hl. Johannes Paul II bemerkte, seinem Taufversprechen trotz dieser päpstlichen Worte nicht treu geblieben.
Hier geht´s zum Original:  klicken
und hier:  klicken

REDE VON PAPST PIUS X VOM 13. DEZEMBER 1908 AM TAG DER SELIGSPRECHUNG JOHANNAS VON ORLÉANS IN FRANKREICH

"Ich bin Ihrem großzügigen Herzen , dankbar, verehrter Bruder [Mgsr. Touchet, Bischof von Orléans], das sich wünscht, daß ich im Weinberg des Herrn arbeiten möge- immer im vollen Sonnenlicht, ohne Wolken und Stürme.  Aber Sie und ich müssen die Entscheidungen der göttlichen Vorsehung bewundern, die die Kirche hier unten errichtet haben und ihr ermöglichen, auf ihrem Weg bedrohlichen Hindernissen jeder Art zu treffen.

Und der Grund dafür ist offensichtlich,  weil die Kirche kämpferisch ist und deshalb in einem dauernden Kampf steht: einem Kampf, der die Welt zu einem lebenden Schlachtfeld macht und jeden Christen zu einem tapferen Soldaten, der unter dem Banner des Gekreuzigten kämpft; ein Kampf der- begonnen mit dem Leben unseres Allerheiligsten Erlösers- erst am Ende der Zeiten vollendet sein wird.
Und so müssen wir jeden Tag, wie die Krieger des Stammes Juda, die aus der Sklaverei zurück kehren, mit der einen Hand den Feind abwehren und mit der anderen die Mauern des Heiligen Tempels aufrichten; soll heißen, wir müssen an unserer Heiligung arbeiten.

Und diese Wahrheit wird uns durch diese Helden bestätigt, für die die Dekrete veröffentlicht wurden: Helden, die nicht nur dadurch zur Glorie gelangten- durch schwarze Wolken und Stürme- sondern  auch durch den dauernden Widerstand und durch schwierige Versuchungen- bis zu dem Punkt ihr Blut und ihr Leben für den Glauben zu geben.
Ich kann jedoch nicht leugnen, daß ich sehr glücklich darüber bin, daß Gott mit der Glorifizierung so vieler Heiliger in Zeiten so großen Unglaubens und religiöser Indifferenz seine Barmherzigkeit manifestiert; daß in Zeiten so großer Charakterschwächen für unsere Nachahmung so großzügige Seelen präsentiert werden, die - in Bekräftigung ihres Glaubens- ihr Leben gegeben haben;
und daß diese Beispiele zum größten Teil- verehrter Bruder- aus Ihrem Land kommen, in dem zivile Herrscher offen das Banner der Rebellion entrollt haben und -koste es was es wolle- alle Verbindungen zur Kirche abbrechen wollten.

Ich bin glücklich, weil in einer Zeit, in der sich viele schämen, sich selbst Katholiken zu nennen, viele andere versuchen, Gott, Glauben, Offenbarung, Gottesdienst und Klerus zu zerstören,  und alles mit höhnischer Pietätlosigkeit leugnen und es ins Lächerliche und Spöttische ziehen und nicht einmal das Heilige des Gewissens zu respektieren,
Angesichts dieser Manifestationen des Übernatürlichen jedoch, ist es- so sehr sie sich auch bemühen ihre Augen vor der Sonne, die sie erleuchtet, zu verschließen, unmöglich, daß ein göttlicher Strahl sie nicht durchdringt und - wenn sonst nichts- sie auf dem Weg der Reue zum Glauben zurückführt.

Ich bin glücklich, weil die Tugend dieser Helden die Schwachen und Ängstlichen in der Ausübung von -Lehre und Glaubens wiederbelebt und sie im Glauben stark macht. Mut hat de facto keine andere Daseinsberechtigung als auf einer Überzeugung zu beruhen. Wille ist eine blinde Kraft, wenn er nicht durch Intelligenz erleuchtet wird, auch kann man nicht sicherer durch die Dunkelheit gehen.
Aber die gegenwärtige Generation, die allen Unsicherheiten und Zweifeln eines Menschen, der mit der Dunkelheit kämpft aufweist, ist dieses ein kaltes Zeichen dafür, daß er das Wort Gottes nicht länger wertschätzt, das die Lampe ist, die unsere Schritte leitet und unsere Pfade erleuchtet," lucerna pedibus meis, verbum tuum et lumen semitis meis." 

Freitag, 14. Dezember 2018

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die Rolle von Ironie und Satire in der Katholischen Kirche und ihrer Mission. Er hält sie- wie die .hauptsächlich anglikanischen- Zeugen, die er benennt, für unerläßlich.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"DAS ANGLIKANISCHE ERBE,  DER SEL. JOHN HENRY NEWMAN UND DAS ARGUMENTUM AD HOMINEM" 
Der Selige...wahrscheinlich bald Heilige...John Henry Newman, Patron unseres Englischen Ordinariates hat eine Beobachtung gemacht, die mir für das Ziel unseres Ordinariates von Bedeutung zu sein. Er lobte des Sel. Pius IX für die Wiederherstellung der Hierarchie 1850.
Aber ich denke, daß sie besonders für uns selbst zutreffen: "indem er uns eine eigene Kirche gibt, hat er den Weg bereitet für unsere Denkweise, unsere Art zu argumentieren, unseren eigenen Geschmack und unsere eigenen Tugenden, die so einen Platz und damit eine Heiligung in der Katholischen Kirche finden.
In seiner Besprechung von Ian Kers Biographie Newmans, nennt der absolute Meister der modernen anglikanischen Literatur, Henry Chadwick, Newman "den obersten Meister der Ironie und Satire unserer Literatur, wie es je einen gab". Es ist die große Gabe von Ironie und Satire, die Newman zuerst als Anglikaner entwickelte und dann in der Katholischen Kirche zur vollen Blüte gelangte, über die ich heute nachdenken möchte.
Die Fähigkeit Göttliches in der Form von Ironie und Satire zu tun, war keine Erfindung Newmans....man muß nur an den bewundernswerten Dean Swift denken....aber ich glaube, daß Newman sie sowohl formalisiert als auch in einer Form formuliert hat, die seitdem gute Dienste geleistet hat.
Sie ist vorrangig unter den Denkgewohnheiten, Denkweisen und Geschmäckern, die wir im Ordinariat in die volle Gemeinschaft mit Sankt Peter eingebracht haben.  Sie ist ein Teil von uns; wir
nicht (nur) eine exzentrische Gruppe, der in seiner Güte der Hl.Stuhl eine ungewöhnliche Form des Römischen Ritus zugestanden hat
Wir haben eine Kultur, die uns niemand nehmen soll.
Uns auf eine Gemeinschaft zu reduzieren, die einfach eine bestimmte Liturgie ohne ihre damit verbundene Kultur hat, ist dieser Uniatismus, den die Orientalen zu Recht so wenig mögen und von den Katholischen Ökumenikern abgelehnt wird, die wissen wovon sie sprechen.

Der Sel. John Henry hat über seine kontroversen Gewohnheiten als junge Persönlichkeit geschrieben: "Ich war nicht unwillig einen Widersacher Schritt für Schritt an die Schwelle einer gewissen intellektuellen Absurdität zu ziehen und ihn dann sich selbst zu überlassen und zu sehen, ob er alein zurück findet...Ich benutzte Ironie in Unterhaltungen, wenn Tatsachen-Menschen nicht sehen konnte, was ich meinte."
Er beschreibt hier die ad-hominem-Argumentationsart im Streit, die von Locke als "einen Mann mit den Konsequenzen seiner eigenen Behauptungen oder Zugeständnisse zu drängen". Das war die Methode, die Origenes verwandte (nach dem Hl. Gregorius Thaumaturgus)

Sie (die Methode) wurde von einem anderen großen anglikanischen Ironiker und Satiriker, dem Anglo-Papistischen Benediktiner Dom Gregory  Dix in den 1930-er Jahren zur Vollendung gebracht.  Haben Sie gerade herausgefunden....Hurra!..., daß die frühen Päpste keine Jurisdiktion im modernen Sinn ausübten?
Dix wird Ihnen nicht widersprechen …. nicht so etwas Grobes. Er wird Ihnen zustimmen und dann seine Falle spannen: auch die Bischöfe taten das zu der Zeit nicht. Wenn Sie für die bischöfliche Jurisdiktion stimmen wollen, werden Sie die päpstliche nicht vermeiden können. Wenn Sie diese leugnen, haben Sie den bischöflichen Ast , auf dem Sie sitzen, absägen. Gestehen Sie-  trottelig und widerstrebend zu, daß das I. Vaticanische Konzil den päpstlichen Primat in Worten des modernen kanonischen Rechts definiert hat, das es zur Zeit der Neuen Testaments nicht gab?
Dom Gregory wird Ihnen den Kopf tätscheln ...und dann fragen, wie Sie mit der Tatsache zurecht kommen, daß Nicäa die Natur Christi mit Worten der Griechischen Metaphysik definiert hat... für die es zu Zeiten des Schreiber des Neuen Testaments ebenfalls keinen Platz gab.

Dann war da- natürlich- Ronald Knox--der das Argument erforschte, daß Satire im Göttlichen Plan der Grund ist, warum uns Humor gegeben wurde: damit dem Pompösen die Luft herausgelassen werden konnte.

Hat es je eine Zeit gegeben, in der Satire in der Ecclesia Militans dringender benötigt wurde? "






Freitag, 9. November 2018

Sandro Magister zur Seligsprechung von Chiara Lubich

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den aktuellen Stand der Dinge im Seligsprechungsporzess für Chiara Lubich, die Gründerin der Focolare-Bewegung und die Argumentation ihrer Gegner, darunter besonders der Jesuiten. Dabei zitiert er auch aus einem leicht befremdlichen Gespräch zwischen dem verstorbenen Kardinal Martini und der Autorin Renata Patti -einem ehemaligen Focolare-Mitglied. 
Hier geht´s zum Original: klicken

"JESUITEN  GEGEN FOCOLARINI. DIE SELIGSPRECHUNG VON KLARA LUBICH ZWEIFELHAFT." 
"Seit Kardinal Giovanni Angelo Becciu -seit langem ein Focolarino- Präfekt der vaticanischen Heiligsprechungskongregation ist, setzte sich immer mehr die Meinung durch, daß die Seligsprechung von Chiara Lubich, der Gründerin der Focolare-Bewegung und bis zu ihrem Tod 2008 ihre Leiterin- bald Realität werden würde.

Oder vielleicht nicht. Weil die Gegner ihrer Seligsprechung nicht unterschätzt werden dürfen. Und in der Gesellschaft Jesu- der selben, der Papst Franziskus angehört- hat sie ihre leitenden Persönlichkeiten, unter ihnen ein so hochrangiger Kardinal mit substantiellem Einfluß -sogar "post mortem" und fast Lubich gleichgestellt- wie Carlo Maria Martini.

Einer dieser Jesuiten ist z.B. Jean-Marie Hennaux, Theologie-Professor an der Theologischen Fakultät der SJ in Brüssel und Autor der bisher beißendsten Kritik am theologischen Denken Chiara Lubichs, das er in diesem bedenklichen Anfang eines ihrer Manuskripte von 1950 verdichtet sieht:

"Jede Seele der Focolari muß ein Ausdruck meiner sein und nichts anderes. Mein Wort enthält alles von diesen Focolarini. Ich bin ihrer aller Summe. Wenn ich erscheine. müssen sie sich durch mich
erzeugen lassen, mit mir kommunizieren. Auch ich sage- wie Jesus- zu ihnen: "Und der, der mein Fleisch ißt…"

Im Dezember 2014 hat Fr. Hennaux seine "Vernichtung" von Lubichs Theologie dem Bischof von Frascati, Raffaello Martinelli, vorgelegt, der ihn kurz vor der offiziellen Eröffnung des Seligsprechungsprozesses der Gründerin von Focolare am 27. Januar 2015 in der Kathedrale der Rom benachbarten Diözese, in dem sich das Mutterhaus der Bewegung befindet- beauftragt hatte.

Jetzt ist Father Hennaux´ Analyse für jedermann verfügbar, der sie lesen will- als Teil eines Bandes vieler Autoren, der 2017 veröffentlicht wurde und  sehr kritisch gegenüber den "sektiererischen Tendenzen" nicht nur der Focolare sondern auch anderer Bewegungen wie Opus Die, den Legionären Christi und dem Neokatechumenalen Weg: ein Band- erdacht in einer Brutstätte der SJ, dem belgischen Bildungszentrum "La Pairelle", inspiriert vom Jesuiten Beno1it Malvaux, einem Theologen und Kirchenrechtler und früheren Präsidenten von "Lumen Vitae" und heute in Rom Generalprokurator der Gesellschaft.

Der von Mols sowohl in Französisch und als e-book in Italienisch veröffentlichte Band hat den Titel "Vom Mißbrauch der Freiheit. Sektiererische Tendenzen  innerhalb der Kirche. Zeugnisse und Überlegungen."

In der Vorbereitung des Buches hat die Italienerin Renata Patti, die der Focolare-Bewegung im Alter von 10 Jahren beitrat und sie mit 50 verließ und 22 Jahre in Europäischen Institutionen in Brüssel gearbeitet hat. bis sie schließlich Theologiestudentin der Theologischen Fakultät der SJ in Belgien wurde, alle Fäden zusammengefaßt.

Renata Patti hat 2012 ihrer Erfahrung mit der Focolare-Bewegung bis zu ihem Austritt ein langes Memorandum gewidmet und dem einige interessante Extras hinzugefügt,. einschließlich des zuvor erwähnten Manuskripts von Chiara Lubich aus dem Jahr 1950.

Was aber an dem Buch am meisten verblüfft, ist das Kapitel, in dem sie ihre beiden Begegnungen mit Kardinal Martini während des letzten Jahres seines Lebens, 2012, nacherzählt. Zwei Treffen- von denen jedes 5ß Minuten dauerte.

Bei  der ersten dieser Begegnungen begann die Unterhaltung mit einem Buch, das 2007 von dem Franzosen Olivier Le Gendre "Beichte eines Kardinals" , das in viele Sprachen übersetzt wurde und die Bekenntnisse eines Prälaten sammelt, dessen Name nicht genannt wird, aber den Martini- wie er sagt- erraten kann und dessen Denken er teilt.

Ein Denken, das "sektiererischen Tendenzen" der Bewegungen sehr kritisch gegenüber steht. Martini kommentierte: "Johannes Paul II hat mit den Bewegungen übertrieben....und dann gibt es keinen Bischof der Welt, es ist der Bischof von Rom. den es gibt...Die Kirche hatte nie eine endgültige Meinung: ein bißchen mit den Bewegungen, ein bißchen nicht. Aber die Kirche hat nicht die Macht...."

Patti: "Aber dann, Eminenz. muß man über die Kirche wirklich weinen..."

Martini: "Nein, das geht vorbei, das geht vorbei!"

Patti: "Das geht vorbei? Und Benedikt XVI?"

Martini: "Auch er wird vorbeigehen.  Ich habe ihn im April [2011] gesehen. Ich habe einen müden alten Mann gesehen. Ich hoffe, daß er bald zurücktritt. Dann ist Schluss mit dem Staatssekretär und dem Staatssekretariat."

Patti: "Und hinterher, Eure Eminenz?"

Martini: "Danach wird es ein Konklave geben, das vielleicht [Angelo] Scola wählt."

Patti: "Mir scheint, daß Scola mit einer Bewegung verbunden ist."

Martini: "Ja, Communio e Liberazione. Er hat sie verlassen, aber sie ist immer in seinem herzen geblieben."

Soviel zum Treffen vom 7. Januar 2012. Und bei dem, das am 12. März folgte, basiert die Unterhaltung auf der Erinnerung von Renata Patti, die der Kardinal las und sagt: "Ich wußte nicht. daß die Focolare-Bewegung so rigide ist, ein bißchen wie Opus Die."

Patti: "Eminenz, diese dinge sind nicht bekannt, sie werden zu sehr geheim  gehalten.... Chiara [Lubich] wollte in der Hierarchie immer gut aussehen."

Martini: "Aber das muß der Papst wissen! Es stimmt, daß es in allen Sekretariaten der Vatican-Dicasterien weibliche Focolare-Mitglieder gibt und  zur päpstlichen Familie gehören zwei weibliche Laien-Mitglieder von Communio e Liberazione. In den Botschaften des Vaticans, in den Nuntiaturen gibt es weibliche Focolare-Mitglieder, man kommt nie um Papst. Aber letztes Jahr ist es mir gelungenl zweimal in direkten Kontakt mit ihm zu treten. Ich werde im Hinblick auf die Bewegungen einen Brief an den Papst schreiben!"

Patti: "Eminenz, das macht mir große Freude!"

Martini: "Ja, aber ich werde das nicht allein machen. Im April werden einige Bischöfe und ich in die Schweiz fahren- auf diese Weise sind wir freier- und wir werden über die Bewegungen nachdenken und an den Papst schreiben!"
[ St. Gallen-Mafia...]

De facto ist Martini im April in die Schweiz gefahren, aber ohne die Absicht, den Brief zu schreiben, umzusetzen. Dafür wurde der Kardinal am Ende dieses Gesprächs über das Viel-Autoren-Buch informiert, das Formen annahm- und er ermutigte sehr zu seiner Veröffentlichung. Und schließlich sollte sein Sekretär, Fr. Damiano Modena. zweimal zu Vorbereitungstreffen nach Belgien fahren und zu den Autoren des Bandes gehören.

Heute weilt Martini nicht mehr unter uns. Aber der Papst ist sein Mit-Jesuit JorgeMario Bergoglio- Der hat in der Tat zwei Focolarini- Kardinäle, den Italiener Becciu und den Brasilianer Joao Braz de Aviz, jeweils als Leiter der Heiligsprechungskongregation und des Dicasteriums für das Geweihte Leben. Aber als Jesuit der er ist, kann man nicht ausschließen, daß er die Vorbehalte teilt, die in der maßgebenden " La Civilta Cattolica" 2005 präsentiert wurde- von einem anderen seiner Mitbrüder- Giuseppe De Rosa, mit einem Tropfen Gift genau diese Bischöfe und Kardinäle, die zur Focolare-Bewegung stehen.

"Es verursacht Verblüffung, daß Priester und darüber hinaus Bischöfe "Freunde" der Bewegung  werden sollten" weil Bischöfe und Priester vor den Gläubigen nicht einseitig Stellung zugunsten einer der kirchlichen Bewegungen beziehen sollten, ja nicht einmal den Anschein erwecken...oder gar eine im Hinblick auf andere kirchliche Organisationen zu  bevorzugen und zu behaupten, sie sei die  einzige spirituell und pastoral gültige."

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister

Samstag, 20. Oktober 2018

De Mattei über richtige und falsche Heilige

Roberto DeMattei analysiert und  kommentiert bei Rorate Caeli kritisch die jüngsten Heiligsprechungen des aktuellen Pontifikates.
Hier geht´s zum Original: klicken

De MATTEI: WAHRE UN FALSCHE HEILIG IN DER KIRCHE."

"Unter den Jahrestagen von 2018 ist einer, der unbemerkt geblieben ist: der sechzigste Todestag des ehrwürdigen Pius XII, der nach 19-jähriger Amtszeit am 9. Oktober 1958 in Castelgandolfo starb. Dennoch lebt sein Andenken weiter- besonders, wie Cristina Siccardi schreibt- als Ikone der Heiligkeit, wert der Vikar Christi zu sein und wegen des Umfangs seines Lehramtes, des Kontextes tragischer Ereignisse , wie dem II. Weltkrieg, der sechs Monate nach seiner Wahl zum Papst am 20. März 1939- ausbrach. Der Tod Pius´ XII beendete ein Zeitalter,auf das heute verächtlich als "präkonziliar" oder "konstantinisch" Bezug genommen wird.
Mit der Wahl von Johannes XXIII (28. Oktober 1958) und der Einerbufung des Zweiten Vaticanischen Konzils begann eine neue Ära in der Kirchengeschichte: die mit der Heiligsprechung von Paul VI -nach der von Papst Roncalli- am 14. Oktober ihren Augenblick des Triumphes hatte.

Der Selige Pius XI wartet immer noch auf seine Kanonisierung und Pius XII wurde immer noch nicht selig gesprochen, wohl aber sind alle Konzils- und Nach-Konzils-Päpste kanonisiert worden mit Ausnahme von Johannes Paul I. Es sieht so aus, als ob sie mit ihren Hauptakteuren - ein Zeitalter, das jedoch vielleicht das dunkelste der Kirche in ihrer Geschichte je erlebte- war.

Unmoral breitet sich im gesamten Körper der Kirche aus- beginnend auf ihrer höchsten Ebbene. Papst Franziskus hat sich geweigert die Realität des tragischen Szenarios, das von Erzbsichof Carlo Viganò zutage gefördert wurde, anzuerkennen. Die doktrinale Verwirrung ist komplett, bis zu dem Punkt, daß Kardinal Willem Jacobus Eijk, Erzbischof von Utrecht, öffentlich festgestellt hat, daß "die Bischöfe und der Nachfolger Petri es an Glaubwürdigkeit und Einigkeit fehlen lassen, bei der Erhaltung und Weitergabe des depositum fidei."

Dieses Drama hat seine Wurzeln im II. Vaticanischen Konzil und im Post-Konzil und die Hauptverantwortlichen waren die Päpste, die die Kirche während der vergangenen 60 Jahre geleitet haben. Ihre Kanonisierung stellt heroische Tugenden in der Leitung der Kirche fest. Konzil und Postkonzil haben die Lehre zugunsten der Pastoral und zugunsten dieses "Pastoralismus" verleugnet und sie haben sich geweigert, die Wahrheit zu definieren und Irrtum zu verdammen. Die einzige Wahrheit, die heute feierlich verkündet  wird, ist die Makellosigkeit der Konzilspäpste- und nur sie allein. Zwek scheint zu sein. die Unfehlbarkeit ihrer politischen und pastoralen Entscheidungen zu suggerieren- eher als die Kanoniierung von von Menschen.


Montag, 13. August 2018

Eine politisch-ideologische Seligsprechung oder ein seltsamer Heiliger,,,,,

Rorate Caeli kommentiert sehr kritisch die beschlossene Seligsprechung von Enrique Angelelli .
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE SELIGSPRECHUNG SATANELLIS- DER LEITARTIKEL VON LA NACION: PAPST FÖRDERT EINE POLITISCH-IDEOLOGISCHE SELIGSPRECHUNG"

"In den wilden Jahren, die dem II.Vaticanischen Konzil folgten, gab es viele radikale Bischöfe. Aber Enrique Angelelli, Bischof von La Rioja, Argentinien, war wohl der radikalste.
Er war in allem Kommunist, unterstützte aber massiv die Terror-Organisation "Montoneros", den linken Terrorflügel der Peronistischen Bewegung. Man kann zweifelfrei sagen, daß die grauenvolle Militärdiktatur, die Argentinien von 1976 bis zum Falklandkrieg regierte- als brutale Überreaktion auf die von den Montoneros koordinierten Terrorattacken zugunsten einer Sozialistisch-Peronistischen Revolution zu sehen ist.

Angelelli war so links, so radikal links und so politisch, daß die schockierten praktizierenden Gläubigen seiner eigenen Diözese ihn "Satanelli" zu nennen pflegten. Er starb 1976 bei einem Autounfall. Dennoch hat Franziskus beschlossen, "Satanelli" als Märtyrer selig zu sprechen.
(Das ist alles sehr ironisch weil er- wenn jetzt auch behauptet wird, daß Pater Bergoglio in Opposition zur Diktatur stand, -in jener Zeit als Verbündeter des Militärs betrachtet wurde und sogar als dem brutalsten Junta-Mitglied, Admiral Emilio Massera, nahestehend.)

"La Nacion", die älteste und respektierteste Tageszeitung in Argentinien (die einzige größere Zeitung, die beim kürzlich errungenen Sieg gegen die Abtreibung im Nationalsenat pro-life Positionen vertrat) hat folgenden Leitartikel über diese beunruhigende Neuigkeit veröffentlicht.

La Nacion ist zufällig auch eine Verbündete von Franziskus und ihre Rom-Korrespondentin Elisabetta Piqué ist wahrscheinlich die Franziskus am nächsten stehende Journalistin- deshalb wird der Leitartikel also auch offensichtlich nicht durch eine Animosität gegen den Bischof von Rom gesteuert.

Mittwoch, 8. August 2018

Vor 40 Jahren....

Marco Mancini erinnert heute bei ACI/Stampa an den Tag, den 21. April 1978, an dem Papst Paul VI beschloss, sich für seinen Freund Aldo Moro direkt an die Roten Brigaden zu wenden.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAUL VI, ALDO MORO UND DER BRIEF AN DIE ROTEN BRIGADEN"

"Mancini beginnt seinen Artikel so: " Vor genau 40 Jahren wurde der christdemokrartische Staatsmann und Ex- Premierminister Aldo Moro von den Roten Brigaden entführt und dann ermordet. Eines der tragischsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte Italiens- das auch Papst Paul VI, den persönlichen Freund Moros, betraf.
Am 21. April 1978 beschloss der Papst zu Papier und Stift zu greifen und sich direkt an die "Menschen der Roten Brigaden" zu wenden. Papst Montini bat sie, "den ehrenwerten Aldo Moro der Freiheit, seiner Familie und dem Privatleben zurückzugeben."
"Ich"-fügte Paul VI hinzu- "habe keinen Auftrag von ihm, bin auch durch kein privates Interesse mit ihm verbunden, aber ich liebe ihn als Mitglied der großen Menschheitsfamilie, als Studienfreund und -auf besondere Weise- als Bruder im Glauben und Sohn der Kirche Christi."

Mancinci stellt bei Papst Montini eine große menschliche Bewegung fest :
"Paul VI beschwört- mit offensichtlicher großer menschlicher Bewegung- den Namen Christi und spricht die Kerkermeister Moros als "unbekannte und unversöhnliche Feinde dieses würdigen und unschuldigen Mannes" an.
Dann zitiert er den Papst-Brief wörtlich, in dem Paul VI die Entführer anfleht:

 "Ich bitte Sie auf Knien- lassen Sie den ehrenwerten Aldo Moro frei- einfach, ohne Bedingungen- nicht so sehr wegen meiner demütigen und liebevollen Bitte, sondern auf Grund seiner Würde als gemeinsamer Bruder in der Menschheit und weil ich hoffe, daß in Ihrem Gewissen der wahre soziale Fortschritt stark ist, der weder durch unschuldiges Blut befleckt noch durch überflüssigen Schmerz gequält werden darf. Wir müssen schon zu viele Opfer beweinen und den Tod von Menschen beklagen, die sich bemühten, ihre Plicht zu erfüllen."-

 Am Ende habe der Papst an das Risiko "daß der Hass zu Rache degeneriert" erinnert. Und dann habe sich der Papst noch einmal direkt an die Roten Brigaden gewandt:

"Und wir alle müssen Gott fürchten, der den Tod ohne Grund und ohne Ursache rächt.
Männer der Roten Brigaden- lassen Sie mir- der ich Dolmetscher für viele Ihrer Mitbürger bin- die Hoffnung, daß in Ihren Herzen noch das Gefühl der Menschlichkeit vorherrscht. Ich warte betend auf den Beweis und liebe Sie aber dennoch weiterhin."

Mancini beendet seinen Beitrag so: 
"Wie man weiß, blieb dieser Appell des Papstes ungehört und am folgenden 9. Mai wurde der leblose Körper Aldo Moros in Rom in einem in der Via Caetani geparkten Auto gefunden Auf halber Strecke zwischen den Sitzen der Kommunitsischen Partei und der Democrazia Cristiana."

Quelle: ACI/Stampa, M.Mancini, La Santa Sede, LEV

p.s. 
hier kann man die französische Übersetzung des Papst-Briefes lesen (es gibt keine deutsche) klicken


Montag, 6. August 2018

Heute vor 40 Jahren

-am 6. August 1978- starb Giovanni Battista Montini, Papst Paul VI, in Castel Gandolfo.
Er wurde in der Krypta des Petersdomes beigesetzt,
Paul VI  wurde am 19. Oktober 2014 von Papst Franziskus selig gesprochen.

Samstag, 21. Juli 2018

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über die die Bemühungen des päpstlichen Kommittees zur Untersuchung der Entstehung von Humanae Vitae und hat noch einige Vorschläge für weitere Forschungen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"FRAGEN"
"Da gibt es ein Komitee in Rom-sagt man uns- das die Entstehung von ....den Ereignissen und Prozessen untersucht, die zu .....Humanae Vitae führten.
Ich frage mich, was da geschieht.
Wenn jemand das wirklich weiß, wäre ich glücklich benachrichtigt zu werden.
Aber ich habe den Verdacht, daß wir alle wenig haben, worauf wir uns beziehen können, außer Rückschlüsse, die wir aus der Zusammensetzung des Komitees ziehen können.

Also eine Hypothese?

Die Aufgabe des Komitees ist es, eine Behauptung wie diese aufzustellen: "Humanae Vitae sagt ....offensichtlich und oberflächlich...X. Aber wenn man HV sorgfältig im Kontext der Entstehung seines Textes untersucht, wird klar, das HV wirklich nicht-X bedeutet (oder nicht-ganz-X oder nicht immer-X)."

Andere Hypothese?

Weniger hypothetisch: der Selige Paul VI ist auf dem Weg der Kanonisierung, es sei denn der Eschaton verhindert das.  Wäre es nicht ziemlich lustig, wenn anstatt die Organisatoren eine Feier für die Bergoglianische Sichtweise "Des Konzils" vorantreiben zu lassen, etwas getan werden könnte, um die positiven Aspekte dieses Pontifikats zu präsentieren?

Seminare über die biblische Typologie des Konzepts der Rauches Satans ....so etwas vielleicht?

Über das Lehramt Pauls VI über die Lateinische Sprache? "

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. Hunwicke

Sonntag, 3. Juni 2018

Father Hunwicke spricht

heute über den Priester Noel Pinot, der 1794 unter  der Guillotine hingerichtet wurde.
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:   klicken


             "Introibo ITERUM ad altare Dei"

Viele Leser werden sich an die Geschichte des Priesters erinnern, der im revolutionären Frankreich -wie zur Messe gekleidet- die praeparatio sprach als er die Stufen zu Guillotine hinaufstieg.
Introibo ad altare Dei, ad Deum qui laetificat iuventutem meam.
Wie der gelehrte Dr. Simon Cotton mich neulich erinnerte, hieß er Noel Pinot.
Nachdem er sich geweigert hatte, den Eid zu leisten, durch den er sich dem Staat unterworfen hätte, wurde er im Februar 1794 verhaftet, während er in einem abgelegenen Bauernhaus in der Vendee heimlich die Messe las und nicht lange danach hingerichtet.

Ich finde, daß das eine quälende Geschichte ist. So oft ich am Fuß der Berges Moriah stehe und mich Unwürdigen vorbereite den Tempelberg hinaufzusteigen, um dem Vater das Ewige Lamm für SEIN ganzes Volk dazubringen, kommt das Bild, wie der Selige Noel Pinot diese Leiter besteigt, zu mir zurück. Und dann ist eines sicher- für mich wie für jeden einzelnen Priester auf der Welt: es wird einen Tag geben, einen besonderen Tag, an dem ich ein letztes mal auf meinem Weg mit Gottes Gnade dieses Opfer darbringe, dieses Mysterium, diese so alte und doch so neue Schonheit.

Wenn Sie heute das Fest oder den Oktavsonntag des Festes Corpus Christi feiern, beten Sie bei den Fürbitten für und alle, die diese furchtbare Verantwortung haben und auch für so viele junge Männer, die diesen Monat zum Heiligen Priestertum geweiht werden, daß wir Söhne unseres Vaters Aaron sind.

Möge der Älteste aller Tage Sein Barmherziges Angesicht über alle Seine Priester (cohanim)  scheinen lassen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.Hunwicke


Mittwoch, 2. Mai 2018

Father Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes darüber, was Chesterton über die Magie des alten Gebetsbuches schreibt.
Hier geht´s zum Original:  klicken


  "CHESTERTON ÜBER DIE ANGLIKANISCHE LITURGIETRADITION" (1) 

" ...warum hat das alte Gebetsbuch die Kraft großer Dichtugn auf Geist und Herz?  Der Grund liegt viel tiefer als das bloße Vermeiden des Journalistenjargons. Man könnte es in einem Satz sagen: es hat Stil, es hat Tradition, es hat Religion; es wurde von katholischen Apostaten geschrieben.
Es ist stark -nicht weil es das erste Protestantische Buch ist, sondern weil es das letzte Katholische Buch ist.

Wie es so geht, kann man das auf sehr praktische Weise durch die vorliegenden Details der Prosa beweisen. Die bewegendsten Passagen im alten Anglikanischen Gebetsbuch sind genau die, die der anglikanischen Atmosphäre am wenigsten ähneln.
Sie sind bewegend, ja sogar hinreißend, genau weil sie Dinge sagen, die zu sagen die Protestanten längst aufgegeben haben; und die die Katholiken immer noch sagen.
Jeder, der etwas von Literatur versteht, weiß wann ein Stil sich zu seinen höchsten Anstrengungen erhebt; und in diesem Fall ist das immer das stark auszusprechen, was wir [Katholiken] uns -wie schwach auch immer- noch bemühen, zu sagen, was aber sonst niemand zu sagen versucht.
Wenn jemand sich an die schönsten Stellen im Book of Common Prayer erinnert, wird er bald erkennen, daß sie sich besonders mit spritiuellen Gedanken und Themen befassen, Themen, die jetzt fremd und schrecklich erscheinen; aber auf alle Fälle das Gegenteil von Allgemein."

Mehr darüber Morgen; der Text stammt aus einer 1935 veröffentlichten Textsammlung, dem Jahr bevor er starb (er konvertierte 1922). (.....)

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

 


Montag, 30. April 2018

Father Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes über Kardinal Newman Beschreibung eine der großen Kathedralen der Christenheit- über den Mailänder Dom. Hier geht´s zum Original:  klicken

"EINE KATHOLISCHE KATHEDRALE"
....ist eine Art eigene Welt, jeder geht seiner eigenen Beschäftigung nach, aber diese Beschäftigung ist eine religiöse; Gruppen von Anbetern, Einzelne, kniend,stehend, einige vor den Schreinen, einige an den Altären, einige hören die Messe und kommunizieren, Ströme von Anbetern begegnen einander und ihre Wege kreuzen sich, Altar nach Altar wird für die Anbetung ausgeleuchtet, wie Sterne am Firmament, oder die Glocke läßt erkennen, was gerade da vor sich geht-, wo du es nicht sehen kannst und die ganze Zeit gehen die Kanoniker im Chor die Matutin und die Laudes durch und am Ende steigt Weihrauch am Hochaltar auf....

Newman hat das geschrieben, nachdem der den Dom zu Mailand erlebte. Ich weiß, daß das die Leser -wie mich auch- an die große purpurfarbene Passage erinnern wird...was für ein Stilist dieser Mann ist...wo er kurz vor Ende von "Loss and Gain" Charles Redings Erlebnis  in der unvollendeten Passionisten-Kirche in London beschreibt.

Bitte Gott- laß zu, daß uns durch Newmans Gebet diese Christliche Kultur zurückgegeben wird.

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke