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Mittwoch, 16. Oktober 2019

Roberto De Mattei "Die Kirche wird triumphieren, wenn ihre Gläubigen für sie kämpfen."

Life-Site-News hat die Rede veröffentlicht, die der renommierte Historiker Professor Roberto De     Mattei anläßlich der Präsentation des neuen Interview-Buches von Bischof Athanasius Schneider in   Rom gehalten hat. In ihr spricht er in großer Klarheit alle Themen an, die die Gläubigen zur Zeit         beunruhigen.                                                                                                                                               Hier geht´s zum Original:  klicken                                                                                                           
"HERAUSRAGENDER KATHOLISCHER HISTORIKER:     "DIE KIRCHE TRIUMPHIERT WENN IHRE GLÄUBIGEN   FÜR SIE KÄMPFEN."                                                                                                                         
[Anmerkung des Herausgebers: Die folgende Rede wurde am 14. Oktober bei der Veröffentlichung    des ersten buch-langen Interviews mit Bischof Athanasius Schneider mit dem Titel " Christus Vincit.  Christi Triumph über das Dunkel des Zeitalters" im "Palazzo Cardinal Cesi" gehalten.                         Das Buch ist bei Angelico Press erschienen.]                                                                                          

"Christus Vincit: Christi Triumph über das Dunkel der Zeit"  

 Prof. Roberto de Mattei

"Es ist mir eine große Ehre, zusammen mit Kardinal Burke und Bischof Schneider an der        Präsentation des Buchinterviews von Diane Montagna mit derselben Kollegin teilzunehmen.
Athanasius Schneider : "Christus Vincit: Christi Triumph über die Dunkelheit der Zeit.     [1]

           


Das Interview mit Bischof Schneider ist sehr schön und ich gratuliere nicht nur dem Bischof, sondern auch der Journalistin, die in ihren Fragen jeden Aspekt der gegenwärtigen religiösen Debatte angesprochen hat. Aber ich möchte Ihnen nicht das Vergnügen nehmen, das Buch zu lesen, indem ich Ihnen sage, was darin steht. Ich glaube, daß die beste Art, es zu präsentieren, darin besteht, es in den historischen Horizont einzufügen, in dem es geschrieben und veröffentlicht wurde, da derzeit eine Synode stattfindet, die zu Recht als eines der dramatischsten Ereignisse für die Kirche in den letzten Jahrhunderten bezeichnet werden kann.

Freitag, 20. April 2018

Paul VI und seine Zweifel an der Liturgiereform

Sandro Magister analysiert und kommentiert im Hinblick auf die bevorstehende Heiligsprechung bei Settimo Cielo die Rolle Papst Pauls VI bei der Liturgiereform und gibt seine späteren Kommentare zu manchen Neuerungen wieder, wie sie der Privatsekretär des Montini-Papstes dokumentiert hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAUL VI  UND DIE LITURGISCHE REFORM. ER HAT IHR ZUGESTIMMT, MOCHTE SIE ABER NICHT BESONDERS."
DiesIrae

"Der Papst will es" So brachte Msgr. Annibale Bugnini (1912-1982), der Autor der liturgischen Reform, die dem II.Vaticanischen Konzil folgte, die Experten jedesmal zum Schweigen, wenn sie die ein oder andere seiner besonders kühnen Erneuerungen angriffen.

Der Papst war Paul VI, der keinem anderen als Bugnini die Rolle des Sekretärs und des Faktotums des Rates für die Liturgiereform, dem Kardinal Giacomo Lercaro vorstand, anvertraut hatte.

Bei manchen Mitgliedern des Rates hatte Bugnini einen schrecklichen Ruf. "finster und kriecherisch", "Intrigant", "ebenso ungebildet wie unehrenhaft": so wird er in den Memoiren des großen Theologen und Liturgisten, dem von Paul VI sehr geschätzten Louis Bouyer (1913-2004) beschrieben.

Dieser Papst machte am Ende Bugnini zum Kardinal und strafte ihn damit, daß er ihn als Nuntius nach Teheran ins Exil schickte, nachdem er den Schaden, den der angerichtet hatte und die Doppelzüngigkeit dieses "der Papst will es" realisiert hatte, mit dem der Beschuldigte sich selber abschirmte.

Während der nachfolgenden Jahrzehnte dominierten die Erben Bugninis dennoch das Geschehen. Sein persönlicher Sekretär, Piero Marini, war von 1983 bis 2007 päpstlicher Zeremonienmeister. Und kürzlich sind Bücher über Bugnini veröffentlicht worden, die seine Rolle glorifizieren.

Aber zurück zu Paul VI, wie kam auf die Idee die liturgische Reform zu entfalten? Die Verteidiger der präkonziliaren Liturgie zeigen auf ihn als den letztendlich Verantwortlichen für alle Erneuerungen.

Montag, 23. Oktober 2017

Tweet zum Tage

Während der Predigt des Hl. Johannes Pauls II auf dem Siegesplatz in Warschau 1979 -in der er sagte, man könne Christus nicht aus dem Leben ausschließen-auch in kommunistischen Staaten nicht, begannen die Gläubigen spontan "Christus vincit" zu singen.

Donnerstag, 14. April 2016

Der Anfang vom Ende? Oder der Krieg um eine Fußnote.


Damian Thompson schreibt im Spectator über die Schlacht um Bergoglios Fußnoten in Amoris Laetitia. Hier geht´s zum Original:  klicken

                "DER ANFANG VOM ENDE FÜR PAPST FRANZISKUS"
"Hat er listig die Kommunion für die Geschiedenen in einer Ecke seiner letzten Ankündigung versteckt? Keineswegs.



Am Freitag veröffentlichte er eine 200-seitige Exhortation mit dem Titel Amoris Laetitia. Das war Franziskus´ langerwartete Antwort auf die beiden Familien-Synoden von 2014 und vom letzten Jahr, die in einem Hickhack im anglikanischen Stil zwischen Liberalen und Konservativen endete.
Im Herzen des Streites stand die Frage, ob wiederverheiratete Geschiedenen die Hl. Kommunion empfangen können. Bis jetzt waren sie davon ausgeschlossen, weil die Kirche lehrt, daß ihre erste Ehe noch gültig ist und deshalb ihre aktuelle Verbindung (obwohl das Wort diplomatisch vermieden wird) ehebrecherisch ist.
Auch weil- obwohl die Protestanten diesen Teil des Neuen Testaments vergessen zu haben scheinen- wenn Jesus etwas nicht akzeptieren konnte, war das eine Scheidung.

Sogar Traditionalisten lieben es nicht, Katholischen Paaren das Sakrament vorzuenthalten, wenn ein Partner über viele Jahre in einer desaströsen Ehe-Prüfung lebte. Aber sie verweigern sie, weil sie glauben, daß das die Lehre Gottes ist. Mittlerweile haben viele oberflächliche Priester die Politik des "frag nicht, sprich nicht drüber" angenommen.
Die meisten Kardinäle wollten keine Zeit mit dem Kommunions-Bann für die Geschiedenen verschwenden. Aber ein alter deutscher Prälat, Kardinal Walter Kasper, hat sich über dieses
Problem ein halbes Jahrhundert lang Gedanken gemacht und diese oder jenen Weg eruiert, durch
den der Bann hätte aufgehoben werden können.

Niemand hat dem große Aufmerksamkeit gewidmet. Dann- in etwas was ich den Katastrophenmoment seiner Regierung nennen würde- entschied sich der neugewählte Papst Franziskus, Kaspers lange vergessene Pläne zur Basis der 2014-Synode zu machen.
Es folgten 18 Monate Chaos.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, teilte die Synode 2015 dem Papst mit, dass Kaspers
Plan unannehmbar sei, besonders für die Afrikanischen Kirchen.
Das ließ Franziskus in eine Rückzugsposition zurückfallen, die die Scheidungs-und-Kommunionsfrage scheinbar den lokalen Bischöfen zugeschiebt.

Aber er hätte sie ohne Mandat der Synode der Kirche aufzwingen müssen. Als der letzte Freitag näher kam, fragte sich jeder: wird er oder wird er nicht?
Wie vielen anderen Katholischen Journalisten wurde auch mir Donnerstag Nacht eine Kopie von Amoris Laetitia zugesandt. Ich überprüfte mehrmals die Sellen, in denen Franziskus den Bann aufgehoben oder den Bischofskonferenzen die Macht das zu tun, zugesprochen hätte.
Hat er aber nicht getan.
Statt dessen wurde uns gesagt, daß die Priester die Betroffenen begleiten sollten und ihnen helfen, ihre Situation gemäß der Lehre der Kirche und den Richtlinien der Bischöfe zu verstehen
Mit anderen Worten- yadda.yadda.yadda-weil der Papst nur die bestehende Ehe zitierte. Ich konnte nicht widerstehen zu twittern :"Hier ist Kardinal Kasper. Kann ich die Champagner-Bestellung 
für Morgen canceln?"
Als Amoris Laetitia mittags herauskam, gab es Klagen von Progressiven Katholischen Kommentatoren. Christoph Lamb, Vaticanist des Tablets, der anstatt zu berichten, während der letztjährigen Synode als Mundstück der Kasperianer wirkte, sagte, es sehe so aus, als ob Franziskus Änderungen vornehmen wollte, aber die Bischöfe ihn nicht gelassen hätten.

Und die Konservativen machten eine Entdeckung: Fußnote 35- Sie schrien auf: Da lauert der Teufel."
Ich habe  sie natürlich übersehen -wie die meisten von uns, die durch die Exhortation hetzten.
Sie bezieht sich auf die Hilfe, die die Kirche Menschen in einer Situation objektiver Sünde geben kann, sodaß sie wachsen können im Leben in der Gnade und Barmherzigkeit.


Dienstag, 29. Dezember 2015

Der Heilige Thomas Becket

Heute feiert die Kirche das Fest des Heiligen Thomas Becket 
Wir haben ihm zu Ehren unseren früheren Beitrag noch einmal hervorgeholt.

                                                    "MORD IM DOM"


                     

Der Hl. Thomas Becket, Märtyrer und Erzbischof von Canterbury wurde am 21. Dezember wohl 1118 geboren und am 20 Dezember 1170 in seiner Kathedrale ermordet.
Seine Eltern waren als Siedler aus der Normandie nach England gekommen, die meisten der eher bösartigen Legenden, die sich um seine angeblich nicht standesgemäße Kindheit ranken, sind nicht glaubwürdig-wie z.B. die Behauptung, seine Mutter sei sarazenischer Herkunft gewesen. Er erhielt eine gute Ausbildung zunächst in Merton Abbey und studierte dann in Paris.
Danach war er zuerst Mitarbeiter von Osbert Huitdeniers, einem Verwandten, der Justiziar von London war. Um das Jahr 1141 herum trat er in den Dienst von Theobald, Erzbischof von Canterbury ein, dessen engster Mitarbeiter er bald wurde. Theobald, der seine Fähigkeiten erkannte, setzte ihn für delikate Verhandlungen ein, nachdem er ihm gestattet hatte, für ein Jahr in Bologna und Auxerre Kirchenrecht zu studieren.
1154 weihte er Thomas zum Diakon und vertraute ihm das Erzdiakonat von Canterbury an.
In dieser Zeit starb König Stephan und der junge Heinrich II folgte ihm auf den Thron Englands.  Er ernannte Thomas von London-wie er damals genannt wurde- zu seinem Kanzler und so wurde Thomas Heinrichs mächtigster Untertan.
Die Chroniken berichten über eine enge Beziehung der beiden, der Kanzler und der 12 Jahre jüngere König seien "ein Herz und eine Seele gewesen". Der König und sein Minister hätte sich oft wie spielende Schuljungen benommen, aber obwohl sie gern ritten und jagten, waren beide harte Arbeiter, denen das Wohl des Landes am Herzen lag. Beide liebten den Luxus und den Pomp und als Thomas zur Aushandlung eines Ehevertrages nach Frankreich reiste, sagten die Leute: "Wenn das nur der Kanzler ist, wie muß dann erst die Glorie des Königs selber sein?"
1159 scheint Thomas der Hauptorganisator der Expedition Henrys nach Toulouse gewesen zu sein, auf der er ihn auch begleitete, manche Quelle berichten über Mißstimmungen. Klar ist wohl nur, daß Thomas auf Tributzahlungen der Kirche an Stelle des Militärdienstes drängte und sie gegen den Widerstand des Klerus erzwang. Dem folgten bittere Klagen über die schwere Bürde, die diese Zahlungen der Kirche auflasteten. Thomas war als Soldat ein guter Kämpfer, die Chronik berichtet von vielen von ihm aus dem Sattel geworfenen französischen Rittern und- obwohl er Diakon war- führte er persönlich waghalsige Angriffe an, und auch er ließ-wie andere Heerführer seiner Zeit- das Feindesland mit Feuer und Schwert verwüsten. Den Forderungen der Kirche leistete er Folge-sowohl  was seinen Lebenswandel anging als auch in der Einhaltung der Prinzipien der Lehre. So stellte er sich der Dispensierung Heinrichs entgegen und versuchte, die Ehe der Äbtissin von Romsey, Mary, mit Matthieu von Boulogne zu verhindern. Aber soweit sein Gewissen es ihm erlaubte, identifizierte sich Thomas mit den Interessen seines Königs.

So läßt Tennyson ihn sagen:
"I served our Theobald well when I was with him:
I served King Henry well als Chancellor:
I am his no more, and I must serve the Church."

und T.S. Eliot läßt ihn in "Mord im Dom" sagen:

"For my Lord I am now ready to die,
That His Church may have peace and liberty."

                             

Sonntag, 20. Dezember 2015

Ablass und Fegefeuer- eingemottet?

Sandro Magister macht sich bei www.chiesa, L´Espresso,  Gedanken über die Abwesenheit von Ablass und Fegefeuer im gerade angebrochenen außerordentlichen Jubiläumsjahr.
Hier geht´s zum Original:   klicken


     "ABLASS UND FEGEFEUER? FRANZISKUS HAT SIE EINGEMOTTET"
von Sandro Magister
"Sie waren konstituierende Elemente aller Jubiläumsjahre. Aber nicht bei diesem. Der Papst spricht nicht mehr über sie, als würden sie den absoluten Vorrang der Barmherzigkeit überschatten.

Die Jubiläumsjahre sind ihrer Natur nach eine Zeit der "Ablässe".  Aber bisher hat Papst Franziskus es sorgfältig vermieden, dieses Wort auszusprechen.
Er sagte es weder als er die erste Hl. Pforte in Bangui, in der Zentralafrikanischen Republik, noch als er am 8. Dezember die Hl. Pforte im Petersdom öffnete, nicht zum offiziellen Beginn des Jubiläumsjahres, noch in San Giovanni in Laterano, der römischen Kathedrale. Er hat es nicht einmal während der beiden Mittwochs-Katechesen ausgesprochen, die er der Erklärung des Heiligen Jahres gewidmet hat.
Um das Wort Ablass zu finden, muß man bis zur Ankündigungsbulle, dem Apostolischen Schreiben "Misericordiae Vultus" vom 11. April 2015  und dem später folgenden Erklärungsbrief an die Bischöfe vom 1. September zurückgehen.

Das zweite Dokument stellt fest, daß ein Ablass dem gewährt wird, der durch eine Hl. Tür geht, zur Beichte geht und die Kommunion empfängt, ein Werk der Barmherzigkeit tut, das Credo rezitiert und "sich dem Papst im Gebet für das Wohl der Kirche und der ganzen Welt anschließt."
Es fügt hinzu daß ein "Jubiläumsablass auch für Verstorbene erwirkt werden kann."
Aber selbst hier wird nicht präzise erklärt, was ein Ablass ist. Das Wort wird als Synonym für "Gottes Vergebung unserer Sünden" gebraucht.

Nur in der Bulle zur Verkündigung des Jubiläumsjahres wird gesagt, daß der Ablass mit etwas anderem, Spezifischem assoziiert ist. "Sogar nach der sakramentalen Vergebung"- so wird gesagt - "hinterläßt die Sünde eine negative Wirkung auf die Art, wie wir denken und handeln." Und der Ablass ist genau der Akt durch den Gott - durch die Kirche - "den Sünder, dem vergeben wurde, erreicht und ihn von allen Resten der Konsequenzen der Sünde befreit."