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Mittwoch, 19. Februar 2020

S. Magister: Ein deutscher Albtraum

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo die Reaktionen der DBK und der deutschen Katholiken auf "Querida Amazonia" , die er schismatisch und Albtraum nennt.
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"FRANZISKUS UND DAS DEUTSCHE SCHISMA. GESCHICHTE EINES ALBTRAUMS" 

Die Amazonas-Synode ist die zweite Synode nacheinander, in der Franziskus die Erwartungen derer enttäuscht hat, die vom Papst selbst avisierten Neuerungen erwartet hatten.

In der Jugend-Synode von 2018   war Homosexualität das Thema gewesen,  auf das sich Erwartungen und Kontroversen konzentrierten. Das Arbeitsdokument für die Diskussionen läßt in Absatz 197  ausdrücklich einen möglichen Paradigmenwechsel bei der Beurteilung von "homosexuellen Paaren" zu.

Statt dessen- nichts. Beim Synodentreffen ordnete Franziskus Schweigen zu diesem Thema an und erreichte es. Weder in den Diskussionen der Versammlung noch im Schlußdokument und noch viel weniger in der postsynodalen Exhortation "Christus vivit" wird es erwähnt. 

Im folgenden Jahr bei der Amazonas-Synode und besonders bei dem, was folgte, war die Enttäuschung der Erneuerer noch größer. 

Weil dieses mal die Synodendiskussionen zu der am meisten erwarteten und umstrittenen Veränderung stattfanden, also der Weihe verheirateter Männer. Im Schlußdokument wurde der Vorschlag mit mehr als einer 2/3-Mehrheit angenommen.  Und noch Anfang Januar waren viele sicher, daß Franziskus das in die postsynodalen Exhortation, die jeden Moment erwartet wurde, 
aufnehmen und so autorisieren würde. 

Aber dann kam- in energischer Verteidigung des zölibatären Priestertums als Knalleffekt das Buch des Papa emeritus Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah, das von den Innovatoren als katastrophales Omen betrachtet wurde.

Und tatsächlich erschien kurz darauf die postsynosale Exhortation "Querida Amazonia" wie ein plötzlicher Kälteschauer - mit Franziskus´völligem Schweigen zu diesem Thema. Um einen schwachen, kleinen Hoffnungsschimmer aufrecht zu erhalten, können die Erneuerer sich nur an die wenigen Zeilen der Einleitung klammern, in denen der Papst dazu einlädt, ebenfalls das Schlußdokument der Synode "ganz zu lesen", durch das "bereichert und herausgefordert zu werden"  Gott der gesamten Kirche gewähren möge und empfiehlt, daß die Hirten der Amazonas-Region"es
eifrig" anwenden. 

Aber abgesehen von diesem letzten bröckeligen Halt, den Franziskus den Neuerern gelassen hat, was hat den Papst veranlaßt, wiederholt bei Themen, bei denen er zuvor seine Bereitschaft zu Erneuerungen gezeigt hatte, die Bremsen zu betätigen.? 

Die Antwort kann man in Deutschland finden. 


Dienstag, 18. Februar 2020

Sandro Magister läßt Pietro De Marco Querida Amazonia kommentieren.

Sandro Magister läßt bei Settimo Cielo den renommierten Religionsphilosophen und Historiker Prof. Pietro de Marco zur apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" , die so kontroverse Reaktionen hervorgerufen hat, zu Wort kommen. De Marco stellt u.a. fest, daß sich Papst Franziskus hier quasi zum ersten Mal als Papst gezeigt hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"QUERIDA AMAZONIA" WENN FRANZISKUS ENDLICH ALS PAPST HANDELT." 

Ich empfange und ich veröffentliche. Der Autor, der alte Professor für Religionssoziologie an der Universität Florenz und an der Theologischen Fakultät Zentral-Italiens ist ein gebildeter Philosoph und Historiker und ist den Lesern von Settimo Cielo seit mehreren Jahren wohlbekannt.
Sandro Magister

"DIE KEHRTWENDE DER EXHORTATION. PAPST FRANZISKUS ZWISCHEN SYNODEN-DRIFT UND PRIMAT"
Von Pietro De Marco 

"Nachdem ich in diesen letzten Tagen über das umfangreiche Geschehen um die Exhortation "Querida Amazonia" und über ihr europäisches Echo nachgedacht habe, ist in mir die Überzeugung gereift, daß es der erste Akt sein könnte, in dem der Pontifex maximus Franziskus sein "munus" ausgeübt hat. 


Das "munus" der Päpste ist- wie bekannt ist-. als Vikar Christi zu handeln, vom Fundament der Universalen Kirche aus  (“tamquam saxum immobile”  vom Hl. Ambrosius) als Wächter und Lehrer des  glaubens und der Wahrheit. 

Wie auch ich beobachten konnte, hat Franziskus seine  “potestas legifera, iudicialis et exsecutiva” großenteils ausgeübt , meiner Meinung nach maßgeblich zum Aufbau eines bischöflichen Gremiums in der Welt und von Beamten im Zentrum beigetragen haben, dem befohlen wurde, sein Reformprogramm, seine persönliche postkonziliare, ideologische Position unter dem Deckmantel von Pastoralismus und Evangelisierung durchzuführen. Programm und Position, in denen das "bonum ecclesiae" schwer zu sehen war und bleibt, auch wenn es tatsächlich fast systematisch missverstanden und verzerrt wurde.
Das heißt, die Ausübung der "Potestates" schien von den Verpflichtungen des "munus", vom Bewusstsein, dessen Träger zu sein, getrennt zu sein. 


Montag, 17. Februar 2020

Fundstück.....

Guido Horst kommentiert für "Die Tagespost" die Gemütslage in Vatican nach der Veröffentlichung von "Querida Amazonia" und die Reaktionen -und u.a. den Dankesbrief des Pontifex an seinen Ex-Glaubenspräfekten Kardinal Müller.
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Unter dem Titel:

"KOMMENTAR UM " 5 vor 12" : EINE KOALITION DES AUGENMASSES" 

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Franziskus hat sich bei Kardinal Gerhard Müller für dessen Kommentar zu „Querida Amazonia“ handschriftlich bedankt. Das ausgleichende Wort, das „mir gefallen hat“, wie der Papst schrieb, war in der „Tagespost“ und beim „National Catholic Register“ erschienen – und muss Balsam auf der Seele von Franziskus gewesen sein."
(....) 

Quelle: Die Tagespost, G.Horst

Wird Querida Amazonia für Papst Franziskus zu einer Art Humanae Vitae 2.0 ?

In seiner heutigen Kolumne für "Monday in the Vatican" untersucht A. Gagliarducci, ob und inwiefern "Querida Amazonia" eine Art Humanae Vitae 2.0 für Papst Franziskus werden kann.
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"PAPST FRANZISKUS, IST QUERIDA AMAZONIA HUMANAE VITAE 2.0?"

"Die postsynodale Exhortation Querida Amazonia hat die Möglichkeit in Ausnahmefällen verheiratete Priester zu weihen nicht einmal erwähnt. Ebenso wenig schlägt sie die Möglichkeit vor Diakonissen zu haben oder die Einführung eines "Amazonischen Ritus"
Zum Abschluss der Amazonas-Synode hat Papst Franziskus statt dessen seine Träume für Amazonien beschrieben, die in der Tat Träume für den gesamten Lateinamerikanischen Kontinent.
Er ruft dazu auf, für Berufungen zu beten. Er fordert mehr Missionare. Es gab- nebenbei-nicht den Bruch mit der Tradition der Kirche des Lateinischen Ritus.

Es gibt nur eine Frage: waren die Erfahrungen berechtigt? Papst Franziskus hat den priesterlichen Zölibat in vielen Erklärungen unterstützt und er hat auch klar erklärt, daß er nicht die Absicht habe die Disziplin des Zölibats zu ändern. Im Schlußdokument der Synode ist versucht worden, den Papst in diese Richtung zu drängen: das war das Ziel des Paragraphen, der feststellt, daß der Zölibat keine notwendige Voraussetzung für das Priesteramt ist. Papst Franziskus hat dieses Thema jedoch nicht einmal in Betracht gezogen.

Seit Beginn des Pontifikates hat die Entourage von Papst Franziskus zu einer Änderung der Kirchenlehre gedrängt. Leute in klar definiertem Schwebeflug über dem Papst. Die Agenda war die des sogenannten progressiven Flügels der 1970-er Jahre. Eine alte, größtenteils von der Geschichte überholte Agenda, die ein Echo in den Medien fand und neue Erwartungen schuf.

Benedikt XVI hat diese theologische Agenda klar erklärt, als er sich mit den Schweizer Bischöfen bei ihrem ad-limina-Besuch im November 2006 traf und sagte: "Ich erinnere mich, daß wenn ich in den 80-er und 90-er Jahren nach Deutschland fuhr. und um ein Interview gebeten wurde, ich die Fragen immer schon vorher wußte. Sie betrafen die Ordination von Frauen, Empfängnisverhütung, Abtreibung und andere derartige immer wiederkehrende Probleme."

Als Papst Franziskus gewählt wurde, gab es viele Erwartungen an eine neue lehramtliche Welle. Diese Erwartungen wurden größer als er über "eine arme Kirche für die Armen" sprach und eines der Schlagworte der Befreiungstheologie benutzte. Seither ist jede Entscheidung, die Papst Franziskus getroffen hat, als Beginn einer Revolution in der Kirche beschrieben. Diese Revolution hat niemals stattgefunden.

Einige Beispiele.

Die beiden Kommissionen für Finanzen und das IOR haben im Wesentlichen zur Bestätigung 
des vaticanischen Rahmenwerkes geführt. Die jüngsten Entwicklungen hatten sogar eine
privilegierte beiderseitige Beziehung mit Italien zur Folge.


Sonntag, 16. Februar 2020

Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes über verletzte und wütende Opfer von "Querida Amazonia" :
Hier geht´s zum Original:  klicken 

"VERLETZT UND WÜTEND"  
Ich habe in dem, was wohl das Organ von Bobbie Mickens ist, gelesen, daß die "meisten Progressiven, Reformer und Vatican II-Typen... über die Amazonas-Exhortation zutiefst enttäuscht sind."

Er fährt dann damit fort, zu sagen, daß die "Frauen verletzt und wütend" sind.

Ich glaube aber nicht, daß alle Frauen "VERLETZT UND WÜTEND" sind. Ich habe meine Frau und meine Tochter sorgfältig angeschaut und sie sahen überhaupt nicht  V & W aus. Ich glaube, daß ich normalerweise sagen kann, wenn sie es sind. Das erfordert eine Form von Unterscheidungsvermögen, die ein Kerl zu lernen beginnt, wenn er ein Krabbelkind ist und erkennen muß, ob und wann Mama  V & W ist. Man verfeinert diese Fähigkeit während des Lebens- vielleicht und wenn sie immer noch nötig ist mit Hilfe der Enkelinnen oder Urenkelinnen- Vielleicht hat Mickens nicht genug Zeit mit Frauen verbracht.

Oder vielleicht sind meine nicht die richtige Sorte Frauen. Ehrlich gesagt,  müßte ich zugeben, daß sie keinerlei Anzeichen dafür aufweisen, daß sie überhaupt über Vatican II nachdenken. Sie scheinen mehr am Leben interessiert zu sein. Aber es sei fern von mir, anzudeuten, das Vatican II-Frauen wahrscheinlich humorlose alte Tanten seien. Mickens weiß es wahrscheinlich am besten nach den ganzen langen Jahren, die er für The Tablet gearbeitet hat.

ICH JEDENFALLS BIN VERLETZT UND WÜTEND
Mittwoch Abend  habe ich einen Beitrag über die postsynodale Exhortation geschrieben und die Aufmerksamkeit auf die Passage gelenkt, in der PF ausdrücklich erklärt hat, daß der Vorsitzende bei der Eucharistiefeier ein Mann sein muß.
Weil die "Weihe" von Frauen unmißverständlich der ultimative  Ehrgeiz der "Progressiven und Reformer" ist, erschienen diese Worte mir eine Bestätigung der Lehre des Hl. Pauls VI (Inter Insigniores) und besonders des Hl. Johannes Pauls II in Ordinatio Sacerdotalis zu sein, die Rom zum Bestandteil der unfehlbaren Ordentlichen Universalen Lehramtes  erklärt hat.

Das mag manchem Lesern als eine Sache von geringer Bedeutung erscheinen- verglichen mit der Agonie um all diese viri probati, über die wir hören, und den genauen Charakter "weiblicher Diakone".

Ich denke, daß es wichtig ist und das werden auch Sie, glauben Sie mir, in 10 oder 20 Jahren finden, in denen die Kampagne für "weibliche Priester" weitergeht und an Fahrt gewinnt. Und sogar noch bösartiger und schriller wird. Schrill?  Sie wissen noch gar nicht, was dieses Wort bedeutet.

Gerade Mittwoch habe ich um Informationen zur Bedeutung der Worte, die für "Mann" in den verschiedenen Sprachen, in die die Exhortation übersetzt wurde, gebräuchlich sind.....besonders in Arabisch, Polnisch und Chinesisch (§ 101). Abgesehen von einem freundlichen Spanischsprecher : bekam ich absolut gar nichts.