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Freitag, 18. Oktober 2019

Kardinal Brandmüller: Bei der Synode steht alles auf dem Spiel

Dr. Maike Hickson hat bei LifeSiteNews das Statement von Kardinal Walter Brandmüller zum Verlauf und den Gefahren der Amazonas-Synode veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL BRANDMÜLLER:  BEI DER AMAZONAS-SYNODE STEHT ALLES AUF DEM SPIEL."

"Kardinal Walter Brandmüller - ein angesehener Kirchenhistoriker und einer der beiden verbliebenen Dubia-Kardinäle - warnt in einer neuen Erklärung zur laufenden Pan-Amazonas-Bischofssynode in Rom davor, den katholischen Glauben durch eine „pantheistische Naturreligion des Menschen“ zu ersetzen.
Bezüglich des Arbeitsdokuments der Amazonas-Synode (Instrumentum Laboris) macht der deutsche Kardinal deutlich, daß es im Wesentlichen alle lehramtlichen Dokumente der Kirche ab dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den Schatten stellt und sich dabei fast ausschließlich auf Zitate einer regionalen Bischofskonferenz stützt - die Lateinamerikanische Bischofskonferenz in Aparecida, Brasilien, 2007. Hier warnt er vor einem „spektakulären Bruch mit der dogmatisch verbindlichen Tradition“.

Nachdem Brandmüller das Wesen des katholischen Glaubens als eine Religion erklärt hat, die auf der Offenbarung Gottes an den Menschen beruht, stellt sich die beängstigende Frage, ob es den Protagonisten dieser Synode nicht vielmehr darum geht, heimlich die Religion als Antwort des Menschen auf den Ruf des Schöpfer durch eine pantheistische Naturreligion des Menschen zu ersetzen- nämlich durch eine neue Variante der Moderne vom Beginn des 20. Jahrhunderts. 
Und der deutsche Prälat zieht eine Verbindung zu den Warnungen der Heiligen Schrift bezüglich der Endzeit und sagt:„ Es ist schwierig nicht an die eschatologischen Texte des Neuen Testaments zu denken! “

Hier besteht der Prälat darauf, daß es Jesus Christus ist, der die „endgültige Offenbarung bringt“, wie es in der Heiligen Schrift und in der Heiligen Überlieferung zu finden ist, die von der „Gemeinschaft der Jünger, die von Jesus Christus auserwählt wurden, aus der die Kirche hervorgegangen ist, weitergegeben wurden."

"All dies ist ein für allemal geschehen und gilt allgemein in Bezug auf Raum und Zeit." In diesem Licht ist die Idee einer "amazonischen Kirche" nicht katholisch.

Dazu der deutsche Kardinal: „Dies bedeutet jedoch im Hinblick auf unser konkretes Problem der‚ Amazonas-Synode, daß die oben beschriebenen Tatsachen einen Religionsbegriff ausschließen, der eine Art geografischer oder zeitlicher Grenzen hat. Das heißt aber auch, daß eine amazonische Kirche theologisch undenkbar ist. Es ist die eine, heilige, katholische und apostolische (und damit römische) Kirche, der die Weitergabe des Evangeliums und die Weitergabe der Gnade Christi an alle Völker aller Zeiten anvertraut wurde und der das Licht und die Kraft des Geistes Gottes anvertraut sind -versprochen für die Erfüllung dieser Mission."

Der deutsche Prälat beendet seine Aussage mit einem Aufruf an die Synodenväter und an Papst Franziskus selbst: „Jetzt ist es an den versammelten Bischöfen der Amazonas-Synode - und schließlich an Papst Franziskus -, ob es zu einem solchen Bruch mit der konstitutiven Tradition der Kirche konstitutiv kommen kann- trotz der unvermeidlichen, dramatischen Folgen. “

Hier Kardinal Brandmüllers vollständiger Text:

"Was auf dem Spiel steht: Es geht nicht um den Amazonas sondern viel mehr um alles."
von Kardinal Walter Bandmüller

Zu meinen, es liege den Promotoren der gegenwärtigen Bischofssynode tatsächlich nur das Wohl und Wehe der eingeborenen Stämme der Amazonas-Wälder am Herzen, wäre ein fataler Irrtum. Die werden vielmehr offenbar instrumentalisiert, um eine gesamtkirchliche Agenda entscheidend voranzutreiben, die in ihren Grundzügen ins 19. Jahrhundert zurückreicht.
Was dabei auf dem Spiel steht, ist nicht mehr und nicht weniger als der katholische Glaube, der jüdisch-christliche Glaube schlechthin. Dabei lautet die zunächst entscheidende, grundsätzliche Frage: „Was überhaupt ist Religion?“.


Daß „Religion“ ein wesentliches Element menschlicher Existenz ist, ist nahezu unbestritten. Keineswegs ist jedoch klar bzw. allgemein anerkannt, was dann darunter zu verstehen sei. Eben darauf gibt es durchaus widersprüchliche Antworten. Im Wesentlichen betreffen diese die Frage, ob Religion etwa als Ergebnis menschlicher Versuche zur Erhaltung und Bewältigung der eigenen Existenz zu verstehen sei, ergo als menschliches Kulturprodukt – oder anders zu verstehen sei.


Samstag, 7. September 2019

Der "Rhein-TIber-Zweischritte-Tanz" 2.0

Steve Skojec fordert die Leser von OnePeterFive einen mittlerweile bekannt gewordenen Tanz -den "Rhein-Tiber-Wiegeschritt-Tanz" zu probieren. Dabei geht es um die Pläne der DBK für einen synodalen Weg und die Interkommunion.
Hier geht´s zum Original:   klicken  

"DER RHEIN-TIBER-ZWEI-SCHRITTE-TANZ IST ZURÜCK"
"Das ganze Geheimnis liegt darin, den Feind zu verwirren- so daß er unsere wahre Absicht nicht erkennen kann."

-Sun Tzu, Die Kriegskunst


"Bei den Vorbereitungen jeder der Synoden während des Pontifikats von Franziskus, werden wir mit dem konfrontiert, was zu einem vertrauten Tanz geworden ist. Mangels einer besseren Beschreibung werden wir es den „Rhein-Tiber-Zwei-Schritt“ nennen. 
Es handelt sich typischerweise um eine sorgfältig berechnete Routine zwischen guten und schlechten Polizisten in Rom und der deutschen Kirche - einer Kirche mit tiefen Taschen.
Es wird allgemein angenommen, daß sie übermäßigen Einfluss erlangt haben, indem sie die Rechnungen des finanziell angeschlagenen Vatikans bezahlten. 
Es gibt immer einige ungewöhnlich kühne Schritte im Tanz, aber diese sind nur dazu da, um zu blenden und abzulenken. Womit wir unvermeidlich abschließen, wenn die Musik aufhört, ist eine Form der Hegelschen Synthese, die die Agenda der „Reform“ (AKA-Revolution) ein wenig weiter vorantreibt.

Gestern berichtete Ed Condon von der Catholic News Agency (CNA), daß die deutschen Bischöfe "in Zusammenarbeit mit einer "einflussreichen deutschen Laiengruppe "(dem als ZdK bekannten Zentralkomitee der deutschen Katholiken) ein kontroverses Synodenprogramm vorantreiben". Einen „verbindlichen synodalen Prozess“ zu sogenannten Schlüsselthemen zu schaffen, die „aus der Krise des geistlichen Missbrauchs hervorgehen: geistlicher Zölibat, die Lehre der Kirche zur Sexualmoral und eine Verringerung der geistlichen Macht“. Die vorgeschlagene „synodale Versammlung“ hätte Entscheidungsbefugnis im Namen der deutschen Kirche.


Der „verbindliche“ Teil steht hier im Vordergrund. Nach Condon:

Jüngste Aussagen des ZdK lassen darauf schließen, daß die Synoden-Versammlung zum wichtigsten Forum für die Diskussion und Entscheidung kirchlicher Fragen in Deutschland 
wird.
Die ZdK-Vollversammlung 2019 kam zu dem Schluss, daß ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Synodalversammlung von der Zusicherung der deutschen Bischöfe abhängig gemacht wurde, daß die Synodalbeschlüsse bindend sind.


Wenn Sie wissen möchten, an welche Dinge das ZdK die deutschen Katholiken durch diesen „Prozess“ binden möchte, ist es nicht allzu schwer, dies herauszufinden. Die Gruppe hat laut Unterlagen gefordert, "daß zivil wiederverheiratete Geschiedene zur Heiligen Kommunion zugelassen werden, daß alle Formen des Zusammenlebens akzeptiert werden, daß gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden und daß die Lehren der Kirche zur Empfängnisverhütung überdacht werden."

Das ist mein schockiertes Gesicht.


Dienstag, 11. Juni 2019

Kardinal Burke und Bischof Schneider haben eine Erklärung der Wahrheit veröffentlicht.- Fortsetzung

Fortsetzung von hier klicken  und hier klicken
2. Indem sie aus dem Dokument der Glaubenskongregation zitieren, fügen sie hinzu, daß „der Sinn der dogmatischen Formulierungen selbst in der Kirche immer wahr und konstant bleibt, auch wenn er mit größerer Klarheit und vollständiger ausgedrückt wird.“ Deshalb müssen die Gläubigen diese Meinung meiden, die sagt, daß dogmatische Formulierungen die Wahrheit nicht definitiv bestimmen, sondern nur ungenaue Annäherungen an die Wahrheit sind." (2)

Der zweite Teil "Das Credo" räumt mit dem Irrtum auf, daß "Gott vor allem durch den Fortschritt der zeitlichen und irdischen Bedingungen für das Leben der Menschen verherrlicht wird." (3)  Er stellt auch fest, daß Muslime und andere Nichtchristen Gott nicht auf die gleiche Weise anbeten wie Christen, weil die christliche Anbetung ein übernatürlicher Glaubensakt ist. (5) Ferner stellt er fest, daß das Ziel einer wahren Ökumene ist, daß Nichtkatholiken in die Einheit eintreten sollten, die die Katholische Kirche bereits besitzt." (7).

Teil II des Credos bekräftigt auch ausdrücklich, daß die "Hölle existiert und daß jene, die wegen unbereuter Todsünden zur Hölle verdammt wurden, dort ewig durch die Göttliche Gerechtigkeit bestraft werden." Er weist deshalb die Theorie, der Annihilierung zurück, die behauptet, daß die Verdammten nach dem Jüngsten Gericht eher aufhören, zu existieren als ewige Qualen in der Hölle zu erleiden.

In einer klaren Bezugnahme auf die von Papst Franziskus unterschriebene, umstrittene Abu-Dhabi-Erklärung, in der festgestellt wird, das die "Vielfalt der Religionen von Gott gewollt ist", stellt Teil II auch fest, daß "Die Religion, die im Glauben an Jesus Christus, dem inkarnierten Sohn Gottes und dem einzigen Erlöser der Menschheit geboren ist, die einzige Religion ist, die positiv von Gott gewollt ist."

Der Papst hat privat und nach einer mittwöchlichen Generalaudienz gesagt, daß das umstrittene Statement aus der Abu-Dhabi-Erklärung sich auf den "permissiven" Willen Gottes bezieht, aber es hat keine offizielle Korrektur des Dokumentes gegeben.

Der dritte Teil der Deklaration "Das Gesetz Gottes" ist den Wahrheiten der Katholischen Moraltradition gewidmet.
In diesem dritten Teil bekräftigen die Kardinäle und die Bischöfe noch einmal die von Papst Johannes Paul II in Veritatis Splendor formulierte Lehre, daß Christen verpflichtet sind, die spezifischen moralischen Vorschriften, wie sie von der Kirche im Namen Gottes erklärt und gelehrt werden, anzuerkennen und zu respektieren. " Basierend auf der selben Enzyklika weisen sie die Ansicht zurück. daß "die vorsätzliche Entscheidung für ein Verhalten, das den Göttlichen geboten oder dem Naturrecht widerspricht, " auf irgendeine Weise als "moralisch gut" gerechtfertigt werden kann. (10)


Montag, 10. Juni 2019

Kardinal Burke und Bischof Schneider haben eine Erklärung der Wahrheit veröffentlicht

Kardinal Raymond Burke und Bischof Athanasius Schneider haben zusammen mit einigen anderen Bischöfen u.a. bei LifeSiteNews eine "Erklärung zu den Glaubenswahrheiten" veröffentlicht und Kleriker und Laien aufgefordert sich in Zeiten der totalen Verwirrung zu diesen Wahrheiten zu bekennen.
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"KARDINAL BURKE UND BISCHOF SCHNEIDER VERFASSEN EINE "ERKLÄRUNG DER WAHRHEIT", UM DIE GRASSIERENDE DOKTRINALE VERWIRRUNG IN DER KIRCHE ZU KORRIGIEREN."

Kardinal Raymond Burke und Bischof Athanasius Schneider habe zusammen mit verschiedenen anderen Bischöfen eine öffentliche "Deklaration der Wahrheit" formuliert, um die fast globale doktrinale Verwirrung und Desorientierung zu heilen, die heute die spirituelle Gesundheit und ewige Rettung der Seelen in der Kirche gefährdet.

Einige der 40 Wahrheiten in der Deklaration beziehen sich ausdrücklich auf Statements von Papst Franziskus, während andere sich auf Punkte der Verwirrung beziehen, die während des aktuellen Pontifikates aufgetreten sind. Wieder andere sprechen moralische Irrtümer an, die in der Gesellschaft Leben schwer schädigen, während die Hierarchie dabei steht.
Das 8 Seiten umfassende Dokument, das am Pfingstmontag, 10. 6. in verschiedenen Sprachen veröffentlicht wurde, trägt den Titel "Erklärung der Wahrheit zu einigen der am weitesten verbreiteten Irrtümer in der Kirche unserer Zeit." 

Die Erklärung hält die immerwährende Lehre der Kirche zur Eucharistie, zu Ehe und zum priesterlichen Zölibat aufrecht.

Zu den Glaubenswahrheiten gehört auch, daß die Hölle existiert und das menschliche Seelen, die "wegen unbereuter Todsünden zur Hölle verdammt werden" dort ewig leiden; daß die "einzige von Gott gewollte Religion" der in Jesus Christus geborene Glaube ist; und daß "homosexuelle Handlungen" und Geschlechtsumwandlungs-Operationen "schwere Sünden" und "Rebellion" gegen Göttliches und -Naturrecht sind.

Zu den Unterzeichnern der Deklaration zählen: Kardinal Ray,ond Burke, Patron des Souveränen Militärordens von Malta, Kardinal Janis Pujats, Erzbischof em. von Riga, Litauen; S.E. Tomash Peta, Erzbischof der Diözese St. Maria in Astana, Kazachstan und Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese St. Maria in Astana.


Freitag, 7. Juni 2019

Sandro Magister veröffentlicht Ausschnitte aus Fr. Weinandys Essay " Papst Franziskus, die Einzigartigkeit Christi und der Wille des Vaters."

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den sehr kritischen Essay, den Fr. Thomas Weinandy, Mitglied der Theologischen Kommission des Sant´Uffizio zur Abu-Dhabi-Erklärung verfaßt hat und der zuerst von Ignatius-Press veröffentlicht wurde.
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"SEIN EKLATANTESTES ZWEIDEUTIGES STATEMENT". EIN THEOLOGE DER GLAUBENSKONGREGATION LÄSST DEN PAPST DURCHFALLEN"

"Niemals wäre dieser Satz unverändert durch die Überprüfung der Glaubenskongregation gekommen, hätte Papst Franziskus ihn dort nur überprüfen lassen. Aber das geschah nicht. Und tatsächlich erscheint seit dem 4. Februar in dem feierlichen Dokument zur menschlichen Brüderlichkeit, das in Abu Dhabi von Franziskus und dem Groß-Imam von Al Azhar, Ahmad Al-Tayyeb gemeinsam unterzeichnet wurde, das folgende Statement:

"Die Vielzahl und die Vielfalt von Religionen, Farben, Geschlechtern, Rassen und Sprachen sind von Gott gewollt in seiner Weisheit, durch die er die Menschen schuf."

Dagegen ist nichts zu sagen, wenn es um Farben, Geschlechter, Rassen und Sprachen geht. Aber daß die Vielfalt der Religionen auch vom Schöpfer geplant ist, ist eine neue und kühne Behauptung für den katholischen Glauben. Weil das ungültig machen würde, was der Apostel Petrus, der erste Papst, predigte, als er nach Pfingsten vom Hl. Geist erfüllt war, - daß in "nichts anderem Erlösung ist-außer in Jesus", wenn man sieht, wie sein Nachfolger alle Religionen auf die gleiche Stufe stellt.

Einen Monat später- bei der Generalaudienz am 3. April- nach der Rückkehr von einer weiteren Reise auf muslimischen Boden, nach Marokko, hat Papst Franziskus versucht, sein Ziel zu justieren: "Wir sollten keine Angst vor dem Unterschied zwischen den Religionen haben, sagte er, "Gott wollte diese Realität zulassen" mit der "voluntas permissiva" von der die scholastischen Theologen gesprochen haben. Wenn überhaupt, sollten wir uns davor fürchten, nicht in Brüderlichkeit zu handeln, um im Leben zusammen zu gehen."


Donnerstag, 23. Mai 2019

Werden sie eine Antwort von Papst Franziskus bekommen?

Dr. Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews die Bitten von zwei Kardinälen und einem Bischof an Papst Franziskus bestimmte umstrittene Äußerungen mit fraglich lehramtlichen Charakter zu erklären bzw. richtig zu stellen.
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"ZWEI KARDINÄLE UND EIN BISCHOF RUFEN DEN PAPST DAZU AUF, SEINE LEHREN KLARZUSTELLEN. WAS NUN?" 
Zwei Kardinäle und ein Bischof haben in den vergangenen Wochen Papst Franziskus öffentlich aufgerufen, etliche seiner Äußerungen, Aktionen und Dokumente zu erklären.
Kardinal Gerhard Müller hat am 30. April gebeten, den Offenen Brief an die Bischöfe der Kirche zu antworten, in dem er häretischer Lehren beschuldigt wird, und auch die Neu-Formulierungen der Kirchenlehre klarzustellen, wie sie in "Amoris Laetitia zu finden sind.  Kardinal Willem Eijk hat Papst Franziskus wiederholt um Klarstellung zu Amoris Laetitia- wie auch zu seiner Erlaubnis an die deutschen Bischöfe gebeten, protestantische Ehepartner zur Kommunion zuzulassen. Und Bischof Athanasius Schneider hat Papst Franziskus aufgefordert, öffentlich und mit Autorität die Abu-Dhabi-Erklärung vom 4. Februar zu korrigieren, die einfach behauptet. daß die Vielfalt der Religionen "von Gott gewollt ist".

Diese drei hochrangigen Interventionen und Bitten an den Papst um doktrinale Klarheit haben die Form einer "brüderlichen Korrektur" - die ehrenhafterweise von Papst Franziskus beantwortet werden sollte.

Genau wie Klerus und Laientheologen die Bischöfe gebeten haben, Papst Franziskus mit einigen seiner Statements und Aktionen zu konfrontieren, die den Katholischen Glauben zu unterminieren scheinen, haben diese drei Prälaten - von denen keiner den Offenen Brief vom 30. April offen unterstützt, etwas wie eine öffentliche brüderliche Kritik zustande gebracht.

Am 15. Mai hat Jeanne Smits von LifeSiteNews ein langes Interview mit Kardinal Willem Eijk von Utrecht in den Niederlanden veröffentlicht. Eijk hatte früher zum Buch der 11 Kardinäle  beigetragen, das vor der Familien-Synode von 2015 versuchte, die volle Ehelehre der Kirche zu bestätigen.

Über seinen Appell an Papst Franziskus von 2018 befragt, die Frage der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene zu klären, die jetzt bereits von diversen Pressekonferenzen eingeführt worden sind, erneuert Kardinal Eijk jetzt seine Bitte.
Nachdem er die doktrinale und pastorale Verwirrung, die sich nach der Veröffentlichung von Amoris Laetitia in der Kirche ausbreitete, besonder auf "Grund weniger Elemente und Fußnoten" sagt er:
"Ich denke, daß der Papst deshalb bezüglich der Lehre Klarheit schaffen muß, durch eine Erklärung. von der man sicher sagen kann, daß sie lehramtlich ist."


Freitag, 12. April 2019

EIne -zumindest indirekte- Antwort auf die Dubia....

Riccardo Cascioli analysiert und kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana den gestern veröffentlichten Text des Papa emeritus, die er als eine Antwort auf die Dubia wertet und bescheinigt den notorischen Gegnern Benedikts XVI in ihrer extrem verkürzten Rezeption des Textes zumindest Blindheit. Daß die in den Worten des Emeritus ausschließlich  die "sexuelle Revolution" wahrnehmen konnten- beweist - quod erat demonstrandum - deren Richtigkeit.
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"DER WEG IST VORGEZEICHNET, MAN KANN IHN IN SICHERHEIT GEHEN"

Was Benedikt XVI vorschlägt, ist keine Alternative -im modernen Sinne des Worte- zu Papst Franziskus, er spielt nicht den Gegenspieler zum regierenden Papst. Man würde in eine rein horizontale Sichtweise verfallen-die typisch für seine Verleumder ist. Er dagegen schaut weiter- über Franziskus hinaus- und zeigt den Weg zur Wiedergeburt des Glaubens.

Das Thema ist die Pädophilie in der Kirche, aber nur ein Blinder würde nicht bemerken, daß das Gut, das auf dem Spiel steht, ein sehr viel höheres ist und die Fundamente der Kirche selbst betrifft.
Die Aufzeichnungen des emeritierten Papstes Benedikt XVI sind die Stimme der zweitausendjährigen Tradition der Kirche Christi - wieder aufgetaucht unter einer dicken Decke von Slogans , von denen ausgegeben, die von einer "neuen Kirche" träumen, sie sind Zeugnis für die Kontinuität des Lebens, das die Kruste durchbricht, die es erstickte..

Mit seiner indirekten Antwort auf die Dubia: mit dem Wiedervorschlagen einer ganz katholischen Moraltheologie, zusammengesetzt aus der Enzyklika "Veritatis Splendor" des Hl. Johannes Paul II- und der Wiederherstellung der Eucharistie, mit der Wertschätzung der kleinen Gemeinden, die nach der sog. Benedikt-Option leben- bietet der Papa emeritus einen Bezugspunkt und eine Ermutigung für alle an, die in diesen Jahren dem Glauben treu geblieben sind, der nicht auf die Logik der Welt reduziert werden kann.


Samstag, 30. März 2019

"Ringkuss-Gate" und mögliche epidemiologische? Folgen.....

Marco Tosatti  läßt bei Stilum Curiae seinen virtuellen Briefpartner Romana Vulneratus Curia zur Ringkuß-Verweigerung zu Wort kommen und einige Überlegungen zur Virulenz des einen oder anderen Erregers anstellen.
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"ROMANA VULNERATUS CURIA UND DER VERSÄUMTE RINGKUSS: HEILIGKEIT, SIE SOLLTEN SICH UM GANZ ANDERE BAKTERIEN KÜMMERN" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae,
Trolle und diverse Influencer am Draht  des Regimes, Romana Vulneratus Curia hat uns angerufen und gefragt- zwischen mehreren unwiderstehlichen Lachanfällen-daß wir in einigen Augenblicken für ihn gefürchtet haben, ob er die außerordentliche hygienische Rechtfertigung noch kommentieren könne, die der Pressesprecher des Hl. Stuhls, dem unsere ganze Sympathie und Solidarität gilt, erfunden hat,um das abrupte Zurückziehen der Hand des Pontifex in Loreto zu erklären. 
Wie konnte man Nein zu jemanden sagen, der so viel über den Vatican, Päpste und Kurie weiß? 
Hier das Resultat: 

"Die Bakterien des Papstes. Lieber Tosatti, ich habe bemerkt, daß Papst Bergoglio den Ringkuss verweigert aber persönlich andere, servilere Zeichen der Devotion akzeptiert und fördert, wie Schmeichelei oder Kriecherei, die zum Phänomen des Höflings führen.
Höflinge sind in der Tat eines der Charakteristiken dieses Pontifikates. Papst Bergoglios Pressesprecher hat erklärt, daß die Verweigerung des "baciamano" wegen der HYGIENE , soll die Verbreitung von Bakterien vermeiden.  Es wäre gut, dem Pontifex dabei zu helfen, zu verstehen daß Höflingstum und seine Deformationen viel schlimmere Keime verbreiten, weil sie zulassen, Irrtümer und Verwirrung als "Verehrung des Papstes" zu verbreiten und zu rechtfertigen."

Jetzt eine Frage, eine Überlegung. Die Frage: behauptet der Pressesprecher implizit, daß man dem Papst (wenn es die Bakterien nicht gäbt) die Hand küssen dürfte- aber nicht den päpstlichen Ring des Fischers, weil dieser noch von Papst Benedikt XVI getragen wurde?


Mittwoch, 20. Februar 2019

Der notwendige Appell der Dubia-Kardinäle Brandmüller & Burke

Riccardo Cascioli kommentiert bei LaNuovaBussolaQuotidiana den offenen Brief der Kardinäle Burke und Brandmüller an die in Rom zum Mißbrauchs-Gipfel versammelten Bischöfe, mit dem Appell ihr Schweigen zu den wahren Gründen der Übergriffe von Klerikern gegen Seminaristen und junge Männer zu brechen.
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"EIN NOTWENDIGER UND FÄLLIGER APPELL VON B&B" 

"Es gibt keinen Zweifel, daß die "Operation Wahrheit", auf die sich die Kardinäle Burke und Brandmüller berufen, heute die einzige notwendige Sache ist und daß das, was 2002 passierte immer als Warnung dienen sollte. 
"Aufrichtig, mitleidig und zu radikalen Reformen verpflichtet, Fahnenträger der Null-Toleranz-Politik gegenüber Priester, die Minderjährige belästigen", schließlich ein "attraktives öffentliches Gesicht für die amerikanische Kirche, von keinem sexuellen Skandal berührt"
Es ist schwer zu vermeiden, einige Fragen zu stellen, wenn sich herausstellt, daß diese Beschreibung den damaligen Kardinal Theodore McCarrick betrifft: dabei handelt es sich um einen langen Artikel in der Washington Post vom 28. April 2002, der ausschließlich ihm, als "Mann des Augenblicks im Vatican" gewidmet ist - wie sich im Titel lesen läßt. 

Die Begegnung mit Papst Johannes Paul II war gerade zuende gegangen und die amerikanischen Kardinäle, die nach Rom einberufen wurden, um Sexuelle Skandale zu besprechen, die die amerikanische Kirche betrafen und McCarrick, der im Jahr zuvor zum Kardinal ernannt worden war, ist der wahre Anführer der Gruppe. Man ist verblüfft über das exaltierte Lob durch eine Zeitung, die sicher nicht unter dem Verdacht steht, Sympathien für die Katholische Kirche und für den Ruf der Unnachgiebigkeit gegenüber persönlichen Sünden, der ihn umgaben, zu haben. 
Das ist noch beeindruckender, wenn man bedenkt, daß bereits zwei Jahre vorher Signale im Vatican ankamen, die das unangemessene Verhalten des damaligen Kardinals gegenüber seinen Seminaristen betrafen.

Dieses Ereignis ist eine Warnung auch für das Gipfeltreffen zum sexuellen Mißbrauch, das morgen, am 21. Februar im Vatican beginnt. Da genügen weder die Gespräche, noch die Richtlinien zur "Null-Toleranz".  Eine radikale Operation Wahrheit ist nötig. die nicht nur alle Fakten des Geschehenen und die Verantwortung ans Licht bringt sondern die auch an die Wurzeln dieses schrecklichen Skandals geht und die wahre Bedeutung erfaßt. 

Deshalb ist der Brief der Kardinäle Raymond L.Burke und Walter Brandmüller providenziell, den wir hier veröffentlicht haben. Die beiden Überlebenden der vier, die 2016 die Dubia unterschrieben haben, stehen in der Kontinuität jener Initiative, auf die Papst Franziskus nie eine Antwort gegeben hat. Und sie gehen direkt ins Herz der Frage. "Man beschuldigt den Klerikalismus wegen des sexuellen Mißbrauchs" schreiben sie- "aber der erste und Hauptgrund des Klerus ist nicht Machtmißbrauch sondern die Entfernung von der Wahrheit des Evangeliums.  Die-auch öffentliche- Leugnung in Worten und Taten des natürlichen und göttlichen Sittengesetzes, die die Wurzel des Bösen ist, das gewisse Kreise der Kirche korrumpiert."

Besonders durch dieses "sich entfernen von der Wahrheit des Evangeliums" stammt das skandalöse Verhalten  und die "Plage der homosexuellen Agenda", die von Netzwerken organisiert und geschützt wird in einem Klima von Komplizenschaft und Schweigen." 

Das ist ein Ansatz, der sehr weit von dem von Papst Franziskus und des Organisationskomitées des Gipfeltreffens entfernt ist. Wir haben Montag bei der Pressekonferenz gehört, was Kardinal Blass Cupich gesagt hat, man spricht nicht über Homosexualität, die kein Grund für den Mißbrauch sei und dann beschränkt sich die gesamte Rede auf die Gewalt gegen Minderjährige, die den größte Teil der Zeit einnimmt unb beim Treffen außen vor bleiben wird. obwohl das, was 2002 passierte, etwas lehren sollte: die damalige Eminenz  konnte sich sicher fühlen, weil man sich auf Pädophilie konzentrierte (Kinder vor der Pubertät betreffend) , während der eine Leidenschaft für Seminariten hatte. 

Auf alle Fälle macht der Ansatz, den dieser Gipfel wählt, den Appell der Kardinäle Burke und Brandmüller, der sich unmittelbar an die anwesenden Bischöfe wendet, damit sie nicht weiterhin schweigen und die Stimme erheben und die ganze Kirchenlehre bewahren und  verkünden." 

Quelle: LNBQ, R. Cascioli 

Dienstag, 19. Februar 2019

Breaking.....offener Brief der Dubia-Kardinäle Brandmüller und Burke

La Nuova Bussola Quotidiana und Sandro Magister bei Settimo Cielo  haben gerade einen offenen Brief der Kardinäle Brandmüller und Burke. der beiden überlebenden Dubia-Kardinäle, veröffentlicht.
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"BURKE UND BRANDMÜLLER: LEUGNUNG DES GÖTTLICHEN GESETZES IST DIE WURZEL DES SEXUELLEN MISSBRAUCHS"

"Der sexuelle Mißbrauch wird dem Klerikalismus zur last gelegt. Aber der erste und Hauptfehler des Klerus  besteht nicht im Machtmißbrauch sondern in der Entfernung von der Wahrheit des Evangeliums."

Offener Brief an die Präsidenten der Bischofskonferenzen 

Liebe Mitbrüder!
Wir wenden uns an Euch bewegt von tiefer Sorge. 
Viele Gläubige in aller Welt haben gleichsam den Kompass verloren. Sie stellen sich die bange Frage: wohin treibt die Kirche? 

Es macht besorgt, zu sehen, daß man angesichts der sexuellen Skandale versucht, das eigentliche Übel nur im Mißbrauch von Kindern zu suchen. Dieser ist gewiß ein abscheuliches Verbrechen, besonders wenn es von Priestern begangen wird.
Dennoch geht es dabei um weit mehr, um das umfassendere Übel homosexueller Netzwerke, die sich hinter einem Schutzwall von Komplizenschaft und Schweigen im Inneren der Kirche ausgebreitet haben. Ein Phänomen, das in jener Atmosphäre von Materialismus, Hedonismus und Relativismus wurzelt, in der die Existenz eines absoluten, ohne Ausnahme verpflichtenden Sittengesetzes offen in Frage gestellt wird. 

Verantwortlich für den sexuellen Mißbrauch, sagt man nun, sei "Klerikalismus" .Aber die wahre Ursache dafür ist nicht der Machtmißbrauch durch Priester, sondern die Abkehr von der Wahrheit des Evangeliums. Der sogar öffentlich erhobene Widerspruch in Wort und Tat gegen das natürliche und göttliche Sittengesetz ist in Wahrheit die Wurzel jenes Übels, das gewisse Kreise der Kirche korrumpiert. 

Dennoch verharren angesichts dieser Situation Kardinäle und Bischöfe in Schweigen. Werdet auch Ihr. liebe Mitbrüder, schweigen, wenn Ihr nun im Vatican am kommenden 21. Februar zusammenkommen werdet? 

Wir gehören zu denen, die dem Heiligen Vater im Jahr 2016 unsere Zweifelsfragen ("dubia") zu Amoris Laetitia vorgelegt haben. Heute ist es so, daß die "Dubia" nicht nur keine Antwort erfahren haben, sondern als Ausdruck einer allgemeinen Kirchenkrise erscheinen, Deshalb ermutigen wir Sie, Ihre Stimme zu erheben, um die Integrität der Lehre der Kirche zu schützen und zu bezeugen
Bitten wir den Heiligen Geist, der Kirche beizustehen und ihre Hirten zu erleuchten. 
Ein mutiger Akt, der Klarheit schafft, ist nun dringend notwendig. Wir vertrauen auf das Wort des Herrn, der verheißen hat : "Ich bin bei euch alle tage bis ans Ende der Welt." (Mt.28,20) 

Mit brüderlichem Gruß

Walter Kardinal Brandmüller
Raymond Leo Kardinal Burke

Quelle: LNBQ ,S.Magister, Settimo Cielo

Dienstag, 12. Februar 2019

Cascioli: Das Manifest für den Glauben ist kein Angriff auf den PApst.

Chrefredakteur Riccardo Cascioli kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana das Glaubens-Manifest von Kardinal Müller und die Reaktionen der Entourage des Papstes darauf.- insbesondere die Vorwürfe, es handelte sich um einen Angriff auf den Pontifex.
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"MÜLLER: DAS MANIFEST FÜR DEN GLAUBEN RICHTET SICH NICHT GEGEN DEN PAPST" 
Die Veröffentlichung des Glaubensmanifestes hat einen Schrei "Angriff des Ex-Präfekten der Glaubenskongregation auf den Papst" ausgelöst, aber er ist vor allem eine Einladung an die Bischöfe und Priester, in einem Augenblick der schweren Konfusion und Desorientierung in der Kirche der immerwährenden Lehre der Kirche treu zu bleiben.

In seinem am vergangenen Sonntag un La Nuova Bussola Quotidiana veröffentlichten Interview, hat Kardinal Gerhard K. Müller festgesetllt, daß das größte Problem für die Kirche heute die "Relativierung des Glaubens" ist, d.h. die "falschen Kompromisse" mit der Welt in der illusorischen Hoffnung, akzeptiert zu werden und dabei daruf zu verzichten, die "ganze Wahrheit zu verkünden."


Er hat beschlossen, nicht nur zuzuschauen und hat ein "MAnifest des Glaubens" veröffentlicht, das heute hätte veröffentlicht werden sollen, aber eine polnische web-site hat das Embargo gebrochen und deshalb zirkuliert der Text seit Freitag in sieben Sprachen, Im Manifest, das von der dramatischen Situation der "Verwirrung," die in der Kirche herrscht, ausgeht, geht Müller auf die Hauptfundamente des Glaubens zurück , die heute zur Diskussion gestellt werden- und gelangt zu einem Schlußappell , in dem er vor allem die Bischöfe und Priester antreibt, ihre Mission zu leben, die Verkündung der Wahrheit, so wie Gott sie uns offenbart hat und wie die Kirche sie 2000 Jahre lang überliefert hat,

Wie leicht vorherzusehen warm ist das Manifest von der progressisitischen Presse als zigster Angriff auf Papst Franziskus verstanden worden, ein Etikett, das Müller selbst zurückweist, wie er uns in einem Telefongespräch versicherte : "Gleichzeitig ist es unmöghlich" sagte er "die dramatische Lage der Kirche nicht zu erkennen" und die Konsequenzen, die sie mit sich bringt.

Im Manifest wird der Papst kein mal zitiert, besonders, weil der Zweck ein anderer ist.
Immer alles auf einen Kampf gegen den Papst zu reduzieren, offenbart ein politisches Konzept von Kirche, das vor allem dem Kampf um die Macht dient. Und so vermeidet man es auch sich zu einer dramatischen Tatsache zu fragen: "Heute- behauptet Kardinal Müller- kennen viele Christen bnicht einmal due Fundamente des Glaubens, mit der wachsenden Gefahr, keinen Weg zum ewigen Leben zu finden" Das ist das wahre Problem der Kirche und als Präfekt der Glaubenskongregation  von 2012-2017 ( so definiert er sich am Ende des Briefes, eine Definition die man nicht unterschätzen sollte) fühlt er die Pflicht in dem Manifest einige Fixpunkte unseres Katholischen Glaubens vorzubringen (mit zahlreichen Zitaten aus dem Katechismus) die im Gegensatz zur heute vorherrschenden Unsitte in der Kirche stehen.
So schließt sich die  Initiative des Kardinals der Spur der Dubia-Kardinäle an (Caffarra, MEisnewr, Brandmüller, Burke) und könnte andere Purpurträger und Bischöfe dazu veranlassen zu intervenieren.
Das Unbehagen in der Kirche ist ausreichend verbreitet: "Mit diesem Manifest - sagt uns Kardinal Müller- wollte ich die Bischöfe und Priester einladen, den Mut zu finden, die Wahrheit als Ganze zu verkünden." Es ist der öffentliche Aufruf, um zu erreichen, daß die Hirten nicht bei ihrer Aufgabe versagen, "die ihnen anvertrauten Menschen auf  den Weg der Errettung zu führen und das kann nur geschehen, wenn dieser Weg bekannt ist und sie auf ihm vorangehen."


Samstag, 10. November 2018

Marco Tosatti läßt Kardinal Burke zu Wort kommen......

Marco Tosatti gibt bei La Nuova Bussola Quotidiana Ausschnitte aus einem Interview wieder, das Kardinal Raymond Burke am 22. Oktober "The Wanderer" zur aktuellen Kirchenkrise und den verbliebenen Dubia gegeben hat.
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WORT DES KARDINALS

"BURKE: "DAS SCHISMA IST ETWAS SCHLECHTES. VIGANÒ ? MAN SOLLTE IHM ZUHÖREN"

"Kardinal Burke hat bekräftigt, daß unsere Zeit "eine der schlimmsten, wenn nicht die schlimmste für die Kirche ist, ähnlich der, in der der Hl. Pier Damiani die Homosexualität im Klerus beklagte: wenn McCarrick ein Leben des Mißbrauchs gelebt hat, dann weil er geschützt wurde." 
Viganò "hat sich in seinem Gewissen verpflichtet gefühlt, weil das Gesetz Gottes in diesem Fall höher steht als das Papstgeheimnis." Die letzte Synode? "Problematisch, aber sie ist kein Lehram.t." 

"Da ist eine Gefahr, da gibt es eine wirkliche Gefahr eines Schismas in der Katholischen Kirche, hat Kardinal Raymond Burke gesagt, der während der letzten Woche der Synode für Jugend, Unterscheidung der Berufung  am 22. Oktober von "The Wanderer" interviewt wurde.
Das Interview ist erst vor wenigen Tagen auf der amerikanischen Website veröffentlicht worden.
Der Purpurträger hat die Katholiken und ihre Bischöfe dazu ermutigt, "dem Willen Christi treu zu bleiben- obwohl die Umstände-auch für die Kirche- ungünstig erscheinen. "Ich verstehe, daß die Gläubigen leiden" sagte er, "aber das Schisma kann nie richtig sein."

"Ich denke, daß die Laien mit ihren Priestern und Bischöfen über ihre tiefe Beunruhigung sprehen müssen." An der Basis dieses drohenden Schismas findet man nach "The Wanderer"bei vielen Katholiken das Gefühl, eine der schlimmsten Perioden- wenn nicht die schlimmste- in der Kirche zu erleben. Auf die Frage, ob er diese Bewertung teilt, hat der Kardinal bestätigt, daß unsere Zeit eine der schlimmsten, wenn  nicht die schlimmste ist....Diese Zeit hat Dimensionen, die denen anderer Skandalperioden, die die Kirche gelebt hat, ähnlich scheinen, wenn sie sie nicht sogar übertreffen." 

Er bezieht sich damit auf die Ära von Ex-Kardinal Theodore McCarrick, des Mannes, der die Hauptrolle im aktuellen Skandal spielt.
Danach "ist es klar, daß er dieses Leben des Mißbrauchs nur leben konnte, weil er geschützt und gefördert wurde."
Auf die Frage, welcher Periode der Kirchengeschichte die, die wir erleben, ähnelt, sagte Kardinal Burke, daß "man an die Renaissance denken könnte", die sowohl finanzielle als auch sexuelle Skandale kannte, die den Klerus betrafen.
Burke hat auch an den Gelehrten des 11. Jahrhunderts erinnert, den Hl. Pier Damiani. der in seiner Abhandlung über die Verbreitung der Homosexualität in der Kirche seiner Zeit hinweist. In unserer Zeit "muß diese Frage auf sehr viel umfassendere und wirkungsvollere Art behandelt werden."



Donnerstag, 6. September 2018

Magister: "Was wäre gewesen, wenn..."

Heute erlaubt sich Sandro Magister bei Settimo Cielo eine kleine Spekulation, was passiert wäre, wenn das letzte Konklave nicht Jorge M. Bergoglio sondern Angelo Scola zum Papst gewählt hätte und zitiert dabei aus einem autobiographischen Interview des emeritierten Erzbischofs von Mailand.
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"FIKTION. WENN SIE AN STELLE VON BERGOGLIO KARDINAL SCOLA ZUM PAPST GEWÄHLT HÄTTEN"

Die explosive Anklageschrift des früheren Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò gegen Papst Franziskus hat die anderen kontroversen Punkte dieses Pontifkates überschattet, besonders die der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen.

Franziskus hat nie auf die Dubia geantwortet, die von vier maßgebenden Kardinälen gegen ihn erhoben wurden. Ebenso wenig hat er je Interesse daran gezeigt, sie zu empfangen. Während er in der Zwischenzeit zugestimmt hat, daß die "liberale" Interpretation seiner postsynodalene Exhortation  "Amoris Laetitia" in die Praxis umgesetzt werden sollte.

In der vergangenen Wochen jedoch hat ein anderer Kardinal von größtem Kaliber das Schlachtfeld betreten, um das "Nein" zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen zu wiederholen - Angelo Scola, 77, der - wie die Gerüchte sagen - in der ersten Abstimmung die meisten Stimmen bekam - in dem Konklave, das am Ende Jorge Mario Bergoglio wählte.

Scola war von 2011 bis 2017 Erzbischof von Mailand, nachdem er zuvor Patriarch von Venedig gewesen war und davor Bischof von Grosseto, Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität und Theologieprofessor in Fribourg - auf den Spuren des großen Hans Urs von Balthasar, außerdem war er Mitbegründer der internationalen, theologischen Zeitschrift "Communio"und in seiner Jugend Mitarbeiter von Fr. Luigi Cuissani, Gründer von Communione e liberazione.

Scolas Widerstand gegen die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen ist geblieben und geht weit zurück. 2014 und 2015 hat er in zwei langen Artikeln für das Magazin "Il Regno" dagegen argumentiert. Er hat das wiederholt, nachdem "Amoris Laetitia" in seiner Diözese Mailand veröffentlicht worden war. Und jetzt schreibt er, daß er "auch mit dem Hl. Vater während einer Privataudienz darüber gesprochen habe."

Diese Enthüllung kann man - zusammen mit vielen anderen in dem autobiographischen Interview in Buchlänge finden, das Scola Mitte August veröffentlicht hat.

Angelo Scola, "Ich habe auf die Freiheit gesetzt. Autobiographie", Gespräche mit  Luigi Geninazzi, Solferino, Mailand, 2018.

Montag, 3. September 2018

"Das Viganò -Thema" - Was will Erzbischof Viganò? "

A. Gagliarducci analysiert und kommentiert in Monday in Vatican das Viganò-Zeugnis.Das Ergebnis, zu dem er kommt, muß man nicht teilen, lesenswert ist es allemal. Wenn er die vier Kardinäle und ihr Vorgehen bei der Formlierung und Übermittlung der Dubia lobt und für Viganò als Beispiel hinstellt, kann man nicht umhin, zu bemerken, daß sie bis heute keine Antwort bekommen haben und wohl auch nie bekommen werden.
Hier geht´s zum Original: klicken

                      "DAS  VIGANÒ -THEMA"  
Die Veröffentlichung von Erzbischof Carlo Maria Viganòs Zeugnis stellt für viele einen Atemzug frischer Luft dar. Der frühere Botschafter in den USA hat mutig aufgeschrieben, was jeder vermutete: die Anwesenheit einer Lobby innerhalb der Kirche, deren Ziel die Änderung ihrer Lehre zu Homosexualität ist und ebenso das Vorhandensein einer Lobby in den höchsten Rängen der Kirchenhierarchie, die diverse Mißbrauchsfälle vertuschten, beginnend mit dem jetzt früheren Kardinal McCarrick, von dem bekanntermaßen alle wußten.

Diese Veröffentlichung rief auch Zweifel hervor und brachte Erzbischof Viganò wegen einiger Dinge in der Vergangenheit Angriffe ein, wie eine behauptete Vertuschung bzgl. eines mißbrauchenden Priesters, als er Nuntius in den USA war und auch und vor allem seine Verwicklung in den ersten Vatileaks-Skandal, als seine Briefe als erste erschienen.
Außerdem wurden Erzbischof Viganòs Familienprobleme ausgegraben, insbesondere ein Familienstreit über ein Erbe und über seine Beziehung zu einem seiner Brüder, einem Priester, Fr. Lorenzo, der sagte daß Erzbischof Viganò nicht die Wahrheit sagte, als er darum bat, Rom nicht verlassen zu müssen, weil er sich aus Gesundheitsgründen um ihn kümmern müsse, während die anderen Geschwister den Erzbischof verteidigten. 

Diese ganze Diskussion dreht sich um eine Frage: ist das Zeugnis von Erzbischof Viganò zuverlässig oder nicht? Die gesamte Diskussion drehte sich um das Gefühl einer Verschwörung.
Eine Verschwörung gegen den Papst, in Erzbischof Viganòs Fall -unterstützt von den Storys der italienischen Journalisten Aldo Maria Valli und Marco Tosatti. Oder einer Verschwörung gegen die Kirche, wie sie Erzbischof Viganò beklagt, der erklärte, er spreche aus Liebe zur Kirche.

Die ganze Diskussion endete in einer Art Kampf zwischen den Parteien; da waren die Bischöfe, die öffentliche Statements abgaben, die das Zeugnis des ehemaligen Nuntius unterstützen, andere die seine Worte hart angriffen, während Kardinal Daniel Di Nardo, Präsident der us-amerikanischen Bischofskonferenz eine Untersuchung zur Feststellung der Wahrheit forderte.

Jeder Gesichtspunkt kann richtig sein oder auch nicht, solange keine Dokumente und Beweise vorliegen. Erzbischof Viganòs Zeugnis enthält Fakten, die nur er und Papst Franziskus selbszt kennen können, z.B. die, die ihre privaten Gespräche betreffen.
Andere Fakten drehen sich um Themen, die weiterer Beleuchtung bedürfen, wie z.B. die Sanktionen, die Benedikt XVI gegen McCarrick verhängt wurden, sie hätten öffentlich sein sollen, damit seine Brüder im Bischofsamt hätten prüfen können, ob McCarrick sie befolgte, Aber die Sanktionen wurden nicht öffentlich gemacht und McCarrick selbst lebte ein öffentliches Leben und enttäuschte so die überlieferten Anordnungen Papst Benedikts XVI, die am Ende nur als moralischer Druck betrachtet werden können.

Das Zeugnis beinhaltet auch einige zweifelhafte Vorwürfe, wie die gegen Kardinal Tarcisio Bertone, der angeblich bekannte Homoexuelle befördert haben soll, mit dem Ziel die Lehre der Kirche zu ändern. Ja, es waren Homosexuelle unter denen, die mit der Unterstützung Kardinal Bertones befördert wurden und es ist möglich, daß der Kardinal persönliche Fehler machte, als er sie
beurteilte, Andererseits ist es schwer, sich Kardinal Bertone als aktiven Unterstützer der Schwulen Lobby vorzustellen: er hat immer an der Seite Benedikts XVI gestanden, der ihn immer verteidigt hat, und außerdem war er der einzige Staatssekretär, der 2010 während einer Reise nach Chile den sexuellen Mißbrauch mit Homosexualität in Verbindung brachte.

Am Ende müssen alle Vorwürfe von Erzbischof Viganò auf die Fakten hin überprüft werden. Ihre Wirkung war dagegen- so wie es jetzt immer ist- die Auslösung einer polarisierten Diskussion: an ist entweder für Franziskus oderr gegen Franziskus- ohne jede wirkliche Diskussion der Tatsachen und ohne die Ursachen für das aktuelle Übel zu verstehen.

Die Debatte wird auch dadurch beschädigt, daß sie mit einer säkularen Botschaft geführt wird, unfähig die Kirche wirklich zu verstehen. Die Debatte scheint am Ende mehr den Bedürfnissen der Welt als der Kirche entgegenzukommen. Das selbe gilt für das Zeugnis von Ezrbischof Vignò und die Diskussion die folgte, das ist eine Konsequenz der Diskussion über den kirchlichen Mißbrauch, die aus dem McCarrick-Fall entstand.

Bei Letzterem gibt es zwei Hauptthemen: die bei Behauptung, daß es zur Zeit eine Homosexuelle Lobba gibt und den Vorwurf der Nichtbefolgung der Vorschriften für Fälle sexuellen Mißbrauchs durch den Papst und seine Mitarbeiter.

Wenn man über die Mißbrauchsdebatte spricht, ist Tatsache, daß Papst Franziskus sich zum Thema und den Fragen zur Homosexualität in den Seminaren nicht klar geäußert hat. Erzbischof Viganòs Zeugnis brachte dieses Thema ins Zentrum der Diskussion gebracht. Keiner will jedoch offen darüber sprechen.

Die Kirche hatte immer einen klaren Standpunkt zur Homosexualität: die Persönöichkeitsstörung muß zurückgewiesen, die Person muß akzeptiert werden. Das wurde klar ausgedrückt im Brief der Glaubenskongregation von 1986 zur Pastoral für Personen mit homosexueller Orientierung.
Die Instruktion Benedikts XVI von 2005 über die Zulassung zu den Seminaren folgte der gleichen Linie. Die Instruktion sperrte Schwule oder Unterstützer der Schwulenkultur  vom Zugang zu den Seminaren aus. Papst Franziskus hat diese Instruktion im Mai 2018  bei einem Treffen mit den italienbischen Bischöfen hinter verschlossenen Türen verteidigt.

Die säkulare Welt hat diesen Standpunkt immer angegriffen. Das Endziel ist, die Lehre der Kirche zu ändern, oder sie zumindest den Wünschen einer Gesellschaft zu beugen, die Menschen zunehmend nach ihrer sexuellen Orientierung beurteilt. Die Kirche hat das nie getan. 


Samstag, 1. September 2018

Magister: Franziskus wird rückfällig....

Sandro Magister hat bei Settimo Cielo die Reaktion des amtierenden Pontifex auf die McCarrick-Affäre analysiert und kommentiert, Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS, DER RÜCKFÄLLIGE ... ER HAT NICHT NUR MCCARRICK GEDECKT."

"Ich habe es gelesen und werde kein Wort dazu sagen, Ihr Journalisten - lest es und bildet euch euer eigenes Urteil, Wenn ein bißchen Zeit vergangen ist und ihr eure schlüsse gezogen habt, spreche ich vielleicht. "

So hat Papst Franziskus denen geantwortet- am Abend des 26. August auf dem Rückflug von Dublin- die ihn über die Vorwürfe befragten, die am Morgen des gleichen Tages vom früheren Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò erhoben worden waren.

Eine sehr ausweichende Antwort. Auf gleicher Ebene wie seine vorhergehenden Reaktionen- jedesmal wenn er sich selbst angegriffen fühlt. Wie im Fall der "Dubia" bzgl. der doktrinalen Richtigkeit, geäußert 2016 von vier angesehenen Kardinälen, die er weder empfangen noch einer Erklärung würdigen  wollte.

Diesesmal jedoch ist der Grund für die Beschuldigungen keine doktrinale Kontroverse "ad intra" mit wenig Auswirkung auf die säkulare öffentliche Meinung, sondern eine Frage des Sex- oder eher der Homosexualität, die seit Jahrzehnten mit Dutzenden von Partnern von einem amerikanischen Kirchenmann aus der höchsten Ebene praktiziert wurde, der dann Erzbischof von Washington wurde und dann Kardinal: Theodore McCarrick.

Im Wesentlichen beschuldigt Viganò Papst Franziskuie von ihm schon am 23. Juni 2013 über das Fehlverhalten McCarricks informiert worden zu sein, aber in der Folge nichts getan zu haben- oder sogar den Beschuldigten eher in seiner Nähe behalten zu haben- als Chefberater bei Ernennungen bei der Umgestaltung der Katholischen Hierarchie in den USA -und Förderer seiner Protegés.
Erst dieses Jahr- auf die Beschuldigungen hin, er habe auch Minderjährige mißbraucht, beschloss der Papst zu handeln und entzog McCarrick das Kardinalat.

Montag, 27. August 2018

Father Hunwicke spricht...

heute bei litturgicalnotes auch über die Viganò-Bombe.
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"ERZBISCHOF VIGANÒ...WESSEN NARRATIV IST FIKTIV?"

"Ich habe diesen Text zuerst am 30. Juli eröffentlicht. Und jetzt wiederhole ich ihn, weil mir scheint, daß eines der stärksten Argumente zugunsten der der Enthüllungen von Erzbischof Viganò das Bild, das er uns von PFs Charakter  bietet so genau zu den Schlußfolgerungen paßt, die einige von uns aus PFs ausweichender Haltung gegenüber der Wahrheit gezogem haben.

Eines meiner Motive diesen Text im Juli zu schreiben war das folgende; PF hat vor kurzem die vier Kardinäle der Lüge bezichtigt; sie hatten behauptet, daß die Dubia auf PFs Tisch abgeliefert worden waren; er behauptete, daß er von den Dubia erst nach ihrer Veröffentlichung gehört habe; "Ich habe von der Presse von ihnen gehört."

Angesichts dieser widerstreitenden Zeugnisse war es nicht einfach zu verstehen, warum die vier Kardinäle sich durch ein solches Verhalten und derartige Lügen so sehr ins Unreceht setzen sollten.
Deshalb schrieb ich:

Das ist jetzt ein bekanntes Bild; der Papst, der die Schuld auf andere schiebt (ich bin schlecht informiert worden); der Papst der sich selbst widerpricht; der zu verschiedenen Leuten verschiedenen Dinge sagt. Der jüngste Bericht über PFs Umgang mit dem Argentinischen Militärregime ist unbewiesen paßt aber erschreckend genau zu vielen zwingenden Rekonstruktionen seines Charakters.

Wir haben einen Papst, der in jeder unangenehmen Situation schnell und leicht Zuflucht in Fiktive Narrative nimmt.

Viele von uns haben sich gedrängt gefühlt, bei fundamental wichtigen Dingen des Glaubens und der Moral abweichende Gescihtpunkte einzunehmen.

Aber wie leicht ist es ein wichtiges Amt auszuüben, mit einem Römischen Pontifex dessen Worte zunehmedn unplausibel klingen? (Oder tatsächlich mit seinen öffentlichen Apologeten?)

Irgendeine wichtige Tätigkeit, d.h.etwas anderes als darauf zu warten, daß dieser schreckliche Tag vorübergeht.

NEUE PERSÖNLICHE FUSSNOTEN: :
1. Die Worte Benedikts XVI, über die ich erst am vergangenen Samstag  ("The Mug") berichtete, sind auf spektakuläre Weise von Msgr. Viganò erfüllt worden:  Der Schaum ist jetzt sicher an der Oberfläche des Kochtopfs, wo ihn jeder sehen kann. Ich denke, ich sollte Ashmole öfter besuche!
2. PFs elegante Art Fragen im Flugzeug auszuweichen wird demjenigen seiner Helfer, der sich die ausgedacht hat, großen Ruhm einbringen. Hier ist ein Talent!
3) Bischof Stricklands findet Viganòs Zeugnis "glaubhaft". Jetzt ist seine website "down" genau so wie kürzlich die von Bischof Egan.
4) Sowohl das Zeugnis von EB Viganò als auch der bewunderungswürdige Brief von Bischof Egan, in dem ein Laien-Kongress und eine Außerordentliche Synode gefordert wird, um die Krise zu bewältigen, sind am  Oktav-Tag der Himmelfahrt datiert, dem Tag der Krönung Mariens bzw. Ihres Makellosen Herzens.

Vielleicht wird der 22. August als Tag der Intervention Mariens in die Geschichte eingeht, das das Ende dieses katastrophalen und spaltenden Pontifikates eingehen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke



Freitag, 17. August 2018

Kardinal Burke widerspricht Pater Rosica

Claire Chrétien berichtet bei LifeSiteNews über das Interview, das Kardinal Burke Raymond Arroyo bzgl. der kontroversen Äußerungen von Fr.T.Rosica über Papst Franziskus und seine Amtsführung gegeben hat.
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"UNSINN": KARDINAL BURKE WEIST FR. ROSICAS AUSSAGE ZURÜCK, DASS FRANZISKUS ÜBER DER SCHRIFT STEHT."
Kardinal Raymond Burke hat dem Vatican-Berater Fr.Thomas Rosica bei EWTN "The World Over Thursday night" widersprochen.

"Der umstrittene Basilianer-Priester hat kürzlich behauptet, daß die Kirche unter Papst Franziskus "offen regiert wird-eher durch ein Individuum als durch die Autorität der Schrift allein oder auch durch ihre eigenen Diktate von Tradition plus Schrift."

"Das ist Unsinn" sagte Kardinal Burke, der frühere Präfekt der Apostolischen Signatur- dem Obersten Gericht des Vaticans, zu seinem Gastgeber Raymond Arroyo.

"Unsere Kirche ist tatsächlich in eine neue Phase eingetreten" schrieb Rosica " mit dem Erscheinen des ersten Jesuiten-Papstes, wird sie jetzt eher offen von einem Individuum geleitet als durch die Autorität der Schrift allein oder auch durch ihre eigenen Diktate von Tradition plus Schrift."

Burke jedoch erwidert:
"Jesus Christus ist das Haupt des mystischen Leibes der Kirche und Jesus Christus kommt durch die Hl. Schrift zu uns, durch die Tradition der Kirche. Wir lieben die Schriften. Wir lieben die Wahrheitm wie sie uns vom Lehramt der Kirche gelehrt wird, weil wir Jesus Christus lieben und er auf diese Weise zu uns spricht."

Das Oberhaupt der Kirche ist nie eine Person- sondern jemand, der im Namen Jesu Christi und in Treue zur Tradition handelt," erklärte der Kardinal. "So wurde der Römische Pontifex immer verstanden, daß....er die Fülle der Macht hat, die Glaubenswahrheiten, die Schönheit der Hl. Liturgie und das Gut ihrer Disziplin zu bewahren und weiter zu geben, nicht die Kirche als eine Art selbsternannter Autokrat zu regieren."

Burke sagte, daß den Papst auf diese Weise zu beschreiben "ein sehr schlechter Dienst am [Papst]-Amt ist."

Rosica, der Salt & Light-TV leitet ist ein Kommunikationsberater des Vaticans. Er hat eine Geschichte darin fragwürdige Statements abzugeben."

Quelle: LifeSiteNews, C. Chrétien, Kard. R. Burke

Mittwoch, 11. Juli 2018

Bei Sandro Magister spricht ein Mönch Klartext zur aktuellen Situation der Kirche, Fortsetzung...

Fortsetzung.....
von hier klicken

DER AUF ETHIK REDUZIERTE GLAUBE
Unter den ethischen Forderungen und der sakramentalen Basis des Christlichen Lebens ist das Zentrum zweifellos das Sakrament, die Kommunikation  der rettenden Gnade für den Gläubigen und indem es durch den Menschen begrüßt wird und den Menschenn verwandelt, ist auch ein Akt der Verherrlichung, der Doxologie [....] Ethik ist weder das erste noch das letzte Wort.

In "Amoris Laetitia" jedoch wird die gegenteilige Logik verfolgt: Ausgangspunkt sind Kategorien, die dem Naturrecht und einer allgemeinen Ethik entnommen sind (mildernde Faktoren, Beziehung zwischen universalen Normen und der subjektiven Situation, Nichtzurechenbarkeit etc) und aus diesen Hauptvoraussetzungen werden Konsequenzen für die pastorale Praxis der Sakramente gezogen.

Auf diese Weise verliert die Dimension des Symbolischen und des Sakramentalen. die die moralische Sphäre verankern, annehmen und transzendieren sollte. ihre Bedeutung und wird zum bloßen Anhang der Ethik.[...]
Den Beweis liefert die Tatsache, daß die Sünde des Ehebruchs in konkreten Worten ihre öffentliche, mit dem Aspekt des Zeugnisses verbundene Bedeutung des Sakraments verliert und im "forum internum" vergeben werden kann, ohne vor der Gemeinde erklären zu müssen, warum ein Ehepartner, der öffentlich dem sakramentalen Zeichen der Treue widerspricht, öffentlich die Eucharistie empfangen sollte.

Kurz gesagt: das Resultat der Entscheidungen in "Amoris Laetitia" ist die Reduzierung des Sakramentalen auf die Moral. also von Glaube auf Ethik. was mir nicht eine reine Frage pastoraler Praxis zu sein scheint. Was hier auf dem Spiel steht, ist etwas für das Wesen des Christentums essentielles. "

EINE "UNGEHEURE BÜRDE"?  
Ich verstehe wirklich nicht, wie ein Bischof, und vor allem der von Rom, Sätze dieser Art schreiben konnte: "Es gibt keine Notwendigkeit zwei limitierten Personen die ungeheure Bürde aufzuerlegen, den  Bund zwischen Christus und seiner Kirche perfekt nachzuahmen" ("Amoris Laetitia" 122) 

Das ist ein eklatantes Beispiel für das, was ich zuvor in allhemeiner Weise festgestellt habe: "wenn die evangelikale Ethik vom Sakrament isoliert und auf eine allegemeine Norm reduziert wird, wird sie zu einer ungeheuren Bürde" wie das Mosaische Gesetz statt eines "einfachen Jochs und einer lleichten Bürde."
Was ist aus dieser Sichtweise mit der transformierenden Wirkung des Sakraments passiert? [...]
Wir könnten uns selbst fragen, ob die Ermutigung den Glauben an Christus bis zum Blutvergießen zu bezeugen, nicht vielleicht eine brößere Bürde ist, die man den LEuten nicht auf die Schultern legen sollte. [...]

Zu diesem Punkt kommt man nur, wenn man gewohnt ist, das Christentum- vielleicht ohne das völlig zu realisieren- als Ethik wahrzunehmen.

Dienstag, 10. Juli 2018

Bei Sandro Magister spricht ein Mönch Klartext zur aktuellen Situation der Kirche

Sandro Magister läßt bei Settimo Cielo einen Theologen und Mönch der Benediktiner-Abtei, Giulio Melattini. zum derzeitigen Zustand der Kirche zu Wort kommen,
Hier geht´s zum Original:  klicken

"EIN MÖNCH UND THEOLOGE BRICHT DAS SCHWEIGEN ÜBER DIE METAMORPHOSE DER KIRCHE."

"Catholica" ist ein internationales Magazin für Kultur, Politik und Religion, das in Frankreich erscheint und das in den mehr als 30 Jahre seines Bestehens prestigeträchtige Autoren in ihren jeweiligen Spezialfeldern zu Wort kommen lassen, von Émile Poulat bis zu Robert Spaemann, von Ernst Wolfgang von Bockenförde bis zu Vladimir Bukowski, von Stanislaw Grygiel ui Thierry Wolton, von Jacques Ellul zu Pietro di Marco.

"Catholica" wird von Bernard Dumont geleitet. der in der letzten, gerade aus der Druckerpresse gekommenen Ausgabe des Magazins einen Kommentar zum folgenden Leitartikel geschrieben, der online auch von Nicht-Abonnenten gelesen werden kann:

Es ist Zeit zu sprechen

Das Wort, das Dumont für dringend hält, um das "unerklärliche" Schweigen fast aller Kardinäle und Bischöfe zu brechen- angesichts der Auflösung- der traditionellen Formen des Katholizismus, die durch das Pontifikat Jorge Mario Bergoglios in Gang gesetzt wurde, oder mit anderen Worten angesichts des Endes des "Römischen Katholizismus" wie es Professor Roberto Pertici bei Settimo Cielo anprangert.

Aber in der gleichen Ausgabe von Catholica erhebt sich auch eine andere Stimme- nicht die eines Kardinals, sondern die eines Benediktiner-Mönchs und talentierten Theologen- die gründlich analysiert und kritisiert, was vielleicht die radikalste Subversion ist, die im heutigen Katholizismus stattfindet: die, die den Sakramenten nicht länger den Primat zuspricht- gemäß dem II.Vaticanischen Konzil  "culmen et fons" des Kirchenlebens - sondern der Ethik.

Es ist die Subversion, die besonders sowohl der neuen Disziplin für die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen als auch der Interkommunion zwischen Katholiken und Protestanten zugrunde liegt.

Giulio Melattini, der Autor dieser kritischen Analyse hat das in höchst vollendeter Form in einem Buch präsentiert, das er zu Beginn dieses Jahres veröffentlicht hat:

G. Meiattini OSB, "Amoris laetitia? I sacramenti ridotti a morale", La Fontana di Siloe, Torino, 2018

G.Melattini, OSB, "Amoris Laetitia? Die zur Moral reduzierten Sakramente" , La Fontana di Siloe, Turin 2018


Freitag, 22. Juni 2018

Päpstliche Gedächtnislücken....

In einem Leitartikel bei La Nuova Bussola Quotidiana befaßt sich auch Riccardo Cascioli mit den auffallenden Gedächntislücken, die Papst Franziskus bzgl. der Dubia im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an den Tag gelegt hat.
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            "DIE SELTSAMEN AMNESIEN DES PAPSTES" 
"In einem Interview mit Reuters hat Papst Franziskus die vier Dubia-Kardinäle angegriffen und sie beschuldigt, den Brief veröffentlicht zu haben, ohne zuvor eine Klarstellung mit ihm versucht zu haben. Aber es war ganz anders und es ist nicht das erstemal, daß das passiert.

Die Interviews mit Papst Franziskus und die Tendenz seiner Interviewer sie auf die Politik zu beziehen werden immer zahlreicher, offensichtlich auf der Suche nach einer "leichten" Schlagzeile. Im Übrigen entzieht sich der Papst dem nicht und neigt dazu, zu allem ein bißchen was zu sagen. Da macht das Interview, das die Agentur Reuters am vergangenen Dienstag veröffentlicht hat, keine Ausnahme und das von vielen Zeitungen quasi ausschließlich wegen seiner Kritik am amerikanischen Präsidenten Trump -sei es wegen der Immigrationspolitik sei es wegen der Pariser Verträge zum Klimawechsel übernommen wurde.
Zu respektierende aber zur selben Zeit diskutierbare politische Ansichten
gemischt mit bizarren wenn nicht sogar fragwürdigen Thesen- wie wenn er von der Einwanderung nach Europa als notwenig spricht, um den Geburtenrückgang auszugleichen (seltsam, das ist die von Emma Bonino verfolgte Politik) oder über Ausbeutung durch den Westen als Hauptursache -wenn nicht sogar einzige Ursache- für die Armut in Afrika (ein Thema, das er gestern Abend auf dem Rückflug von Genf wiederholt wurde).
Auf alle Fälle sind das Kommentare, über die weiter nachzudenken, sich nicht lohnt - weil ihnen das Lehramtliche fehlt.

Im Reuters-Interview gibt es aber auch eine Passage,die nicht unbemerkt bleiben sollte und
das ist die, die sich auf die Dubia bezieht. Nach dem, was von Reuters wiedergegeben wiird,
hat Papst Franziskus gesagt, er habe vom Brief der vier Kardinäle, die ihn kritisiert haben,
"aus den Zeitungen erfahren...eine Art das zu tun- sagen wir mal- die nicht kirchlich ist, aber
wir machen alle Fehler."
Außer daß er sich um eine völlig falsche Rekonstruktion handelt, aus der ein schwerwiegendes
Urteil über die vier Kardinäle Caffarra, Meisner, Burke und Brandmüller hervorgeht.