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"KARDINAL BRANDMÜLLER: BEI DER AMAZONAS-SYNODE STEHT ALLES AUF DEM SPIEL."
"Kardinal Walter Brandmüller - ein angesehener Kirchenhistoriker und einer der beiden verbliebenen Dubia-Kardinäle - warnt in einer neuen Erklärung zur laufenden Pan-Amazonas-Bischofssynode in Rom davor, den katholischen Glauben durch eine „pantheistische Naturreligion des Menschen“ zu ersetzen.
Bezüglich des Arbeitsdokuments der Amazonas-Synode (Instrumentum Laboris) macht der deutsche Kardinal deutlich, daß es im Wesentlichen alle lehramtlichen Dokumente der Kirche ab dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den Schatten stellt und sich dabei fast ausschließlich auf Zitate einer regionalen Bischofskonferenz stützt - die Lateinamerikanische Bischofskonferenz in Aparecida, Brasilien, 2007. Hier warnt er vor einem „spektakulären Bruch mit der dogmatisch verbindlichen Tradition“.
Nachdem Brandmüller das Wesen des katholischen Glaubens als eine Religion erklärt hat, die auf der Offenbarung Gottes an den Menschen beruht, stellt sich die beängstigende Frage, ob es den Protagonisten dieser Synode nicht vielmehr darum geht, heimlich die Religion als Antwort des Menschen auf den Ruf des Schöpfer durch eine pantheistische Naturreligion des Menschen zu ersetzen- nämlich durch eine neue Variante der Moderne vom Beginn des 20. Jahrhunderts.
Und der deutsche Prälat zieht eine Verbindung zu den Warnungen der Heiligen Schrift bezüglich der Endzeit und sagt:„ Es ist schwierig nicht an die eschatologischen Texte des Neuen Testaments zu denken! “
Hier besteht der Prälat darauf, daß es Jesus Christus ist, der die „endgültige Offenbarung bringt“, wie es in der Heiligen Schrift und in der Heiligen Überlieferung zu finden ist, die von der „Gemeinschaft der Jünger, die von Jesus Christus auserwählt wurden, aus der die Kirche hervorgegangen ist, weitergegeben wurden."
"All dies ist ein für allemal geschehen und gilt allgemein in Bezug auf Raum und Zeit." In diesem Licht ist die Idee einer "amazonischen Kirche" nicht katholisch.
Dazu der deutsche Kardinal: „Dies bedeutet jedoch im Hinblick auf unser konkretes Problem der‚ Amazonas-Synode, daß die oben beschriebenen Tatsachen einen Religionsbegriff ausschließen, der eine Art geografischer oder zeitlicher Grenzen hat. Das heißt aber auch, daß eine amazonische Kirche theologisch undenkbar ist. Es ist die eine, heilige, katholische und apostolische (und damit römische) Kirche, der die Weitergabe des Evangeliums und die Weitergabe der Gnade Christi an alle Völker aller Zeiten anvertraut wurde und der das Licht und die Kraft des Geistes Gottes anvertraut sind -versprochen für die Erfüllung dieser Mission."
Der deutsche Prälat beendet seine Aussage mit einem Aufruf an die Synodenväter und an Papst Franziskus selbst: „Jetzt ist es an den versammelten Bischöfen der Amazonas-Synode - und schließlich an Papst Franziskus -, ob es zu einem solchen Bruch mit der konstitutiven Tradition der Kirche konstitutiv kommen kann- trotz der unvermeidlichen, dramatischen Folgen. “
Hier Kardinal Brandmüllers vollständiger Text:
"Was auf dem Spiel steht: Es geht nicht um den Amazonas sondern viel mehr um alles."
von Kardinal Walter Bandmüller
Zu meinen, es liege den Promotoren der gegenwärtigen Bischofssynode tatsächlich nur das Wohl und Wehe der eingeborenen Stämme der Amazonas-Wälder am Herzen, wäre ein fataler Irrtum. Die werden vielmehr offenbar instrumentalisiert, um eine gesamtkirchliche Agenda entscheidend voranzutreiben, die in ihren Grundzügen ins 19. Jahrhundert zurückreicht.
Was dabei auf dem Spiel steht, ist nicht mehr und nicht weniger als der katholische Glaube, der jüdisch-christliche Glaube schlechthin. Dabei lautet die zunächst entscheidende, grundsätzliche Frage: „Was überhaupt ist Religion?“.
Daß „Religion“ ein wesentliches Element menschlicher Existenz ist, ist nahezu unbestritten. Keineswegs ist jedoch klar bzw. allgemein anerkannt, was dann darunter zu verstehen sei. Eben darauf gibt es durchaus widersprüchliche Antworten. Im Wesentlichen betreffen diese die Frage, ob Religion etwa als Ergebnis menschlicher Versuche zur Erhaltung und Bewältigung der eigenen Existenz zu verstehen sei, ergo als menschliches Kulturprodukt – oder anders zu verstehen sei.
Zu meinen, es liege den Promotoren der gegenwärtigen Bischofssynode tatsächlich nur das Wohl und Wehe der eingeborenen Stämme der Amazonas-Wälder am Herzen, wäre ein fataler Irrtum. Die werden vielmehr offenbar instrumentalisiert, um eine gesamtkirchliche Agenda entscheidend voranzutreiben, die in ihren Grundzügen ins 19. Jahrhundert zurückreicht.
Was dabei auf dem Spiel steht, ist nicht mehr und nicht weniger als der katholische Glaube, der jüdisch-christliche Glaube schlechthin. Dabei lautet die zunächst entscheidende, grundsätzliche Frage: „Was überhaupt ist Religion?“.
Daß „Religion“ ein wesentliches Element menschlicher Existenz ist, ist nahezu unbestritten. Keineswegs ist jedoch klar bzw. allgemein anerkannt, was dann darunter zu verstehen sei. Eben darauf gibt es durchaus widersprüchliche Antworten. Im Wesentlichen betreffen diese die Frage, ob Religion etwa als Ergebnis menschlicher Versuche zur Erhaltung und Bewältigung der eigenen Existenz zu verstehen sei, ergo als menschliches Kulturprodukt – oder anders zu verstehen sei.