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Dienstag, 18. September 2018

Kardinal Müller widerspricht Prof. Pfeiffer

Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews die Antwort Kardinal Müllers auf Vorwürfe von Christian Pfeiffer, er sei 2013 einer der führenden Köpfe hinter dem Versuch, die Studie zu zensieren gewesen und gibt noch einmal das Pfeiffer-Interview mit dem Spiegel wieder.
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"KARDINAL MÜLLER ANTWORTET AUF VORWÜRFE DER NACHSICHTIGKEIT GEGENÜBER DER VERTUSCHUNG VON MISSBRAUCHSFÄLLEN" 

"Kardinal Gerhard Müller hat auf die Behauptungen von Professor Christian Pfeiffer, dem Kriminologen, der früher die Untersuchung von sexuellem Mißbrauch und der Vertuschung in Deutschland leitete, und der behauptet hat, daß der Kardinal eine der treibenden Kräfte hinter dem Vesuch von 2013 seine Studie zu zensieren gewesen sei.

Kardinal Müller sagte gegenüber LifeSiteNews heute, daß es die DBK selber war, die den Studien-Auftrag an Prof. Pfeiffer änderte, der jetzt natürlich nach Sündenböcken für sein eigenes Versagen und die Scham, daß der Auftrag zurückgenommen wurde, sucht."

Pfeiffer behauptet in einem neuen Interview, daß die Kirche bis in die 90-er Jahre "durchgehend" die Mißbrauchsfälle unterdrückte und manchen Opfern sogar Schweigegeld bezahlte. Er nennt die Kardinäle Reinhard Marx und Gerhard Müller als die beiden treibenden Kräfte hinter dem Versuch von 2013, seine Studie zu zensieren. 

Pfeiffer hat sich selbst aus der Leitung der Studie über die Handhabung von Fällen klerikalen Mißbrauchs durch die deutschen Bischöfe zurückgezogen, "weil die Kirche sich das Kontrollrecht über die Ergebnisse der Studie vorbehalten habe- und unter gewissen Umständen sogar ihre Veröffentlichung verhindern wollte" so die New York Times.

Die Ergebnisse dieser Studie, der MFG-Studie, wurden zufällig letzte Woche geleakt. Die Studie hat 3677 Opfer klerikalen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger in Deiutschland in den Jahren 1946 bis 2014 gefunden. Sie war auch in der Lage viele Formen der Manipulation und Vertuschung von Seiten der deutschen Bischöfe zu zeigen.


Dienstag, 5. Juni 2018

Marco Tosatti zum Brief der Glaubenskongregation an die DBK

Marco Tosatti kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana den Brief des Präfekten der Glaubenskongregation an die deutschen Bischöfe.
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DER PAPST HAT GEANTWORTET

"DIE INTERKOMMUNION IST NICHT REIF, DER MUT DER BISCHÖFE IST ES"

Und am Ende hatten die sieben deutschen Bischöfe, die sich der Zustimmung zur pastoralen Handreichung zur Kommunion für protestantische Ehepartner von Katholiken in gemischten Ehen entgegen gestellt haben, Recht. Die Glaubenskongregation hat das Projekt Interkommunion beendet. "Weil es nicht reif ist". 
Aber die Initiative ist Dank des Mutes und der Offenheit einiger Prälaten blockiert worden.

Und am Ende hatten die sieben deutschen Bischöfe, die sich der Zustimmung zur pastoralen Handreichung zur Kommunion für protestantische Ehepartner von Katholiken in gemischten Ehen widersetzt haben, Recht.
Die Glaubenskongregation hat dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, einen Brief geschickt - zur Kenntnisnahme für Kardinal Woelki und anderen Bischöfen - wie der blog "Settimo Cielo" bekannt gegeben hat.
Vor einem Monat fand in Rom - nicht in Gegenwart des Pontifex - die Begegnung zwischen einigen Protagonisten des Konfliktes und dem Präfekten der Glaubenskonregation, Ladaria, statt, dessen Ausgang ein vorläufiger war. 
So sehr, daß einige der Interkommunion zuneigende deutsche Bischöfe das öffentlich als Öffnung interpretierten. Also hatte das Komuniqué, in dem Ladaria den beteiligten Bischöfen den Wunsch des Papstes übermittelte, im Geist der kirchlichen Kommunion ein möglichst einmütiges Ergebnis zu erzielen, den Knoten nicht gelöst. 


Brief der Glaubenskongregation zur Handreichung der DBK

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive die vaticanischen Entscheidungen zur Handreichung der DBK-Bischöfe zur Interkommunion.
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"PAPST FRANZISKUS FORDERT KARDINAL MARX AUF, DIE HANDREICHUNG ZUR INTERKOMMUNION NICHT ZU VERÖFFENTLICHEN."

Am 25. Mai hat Erzbischof Luis Ladaria, Präfekt der Glaubenskongregation einen Brief an Kardinal Reinhard Marx und die deutschen Bischöfe geschrieben. Er fordert die DBK auf, ihre pastorale Handreichung, die einigen protestantischen Ehepartnern von Katrholiken erlaubt, unter bestimmten Bedingungen die Hl. Kommunion zu empfangen, nicht zu veröffentlichen.

Heute hat die Österreichische Katholische website Kath.net über diesen neuen Brief der Glaubenskongregation berichtet, der am 25. Mai an Kardinal Marx adressiert und verschickt wurde- mit Kopien an Kardinal Rainer Woelki, Bischof Glenn, Bischof Voderholzer und zwei weitere deutsche Bischöfe.

OnePeterFive ist im Besitz einer Kopie dieses Briefes. Erzbischof Ladaria berichtet Kardinal Marx, daß er bei zwei Gelegenheiten ausführlich mit Papst Franziskus gesprochen habe (am 11. und 24. Mai) -über das Treffen, das am 3. Mai in Rom zwischen Erzbischof Ladaria und der deutschen Delegation unter Kardinal Marx stattfand.
Der Grund für das Treffen vom 3. Mai war der bestehende Konflikt bzgl. der Pastoralen Handreichung zur Interkommunion vom 20. Februar.
Die folgenden Punkte werden den deutschen Bischöfen "mit ausdrücklicher Zustimmung des Papstes" wie Ladaria erklärt- mitgeteilt:

 Unser Gespräch vom 3. Mai 2018 haben klargemacht, daß der Text der [deutschen   pastoralen]   Handreichung  eine Reihe von Fragen von herausragender Bedeutung   aufwirft.Der Hl. Vater ist deshalb zu dem Schluss gekommen, daß dieses Dokument nicht   zur Veröffentlichung reif ist.


Montag, 4. Juni 2018

Breaking: Papst Franziskus blockiert die Handreichung der deutschen Bischöfe zur Interkommunion

Der deutsche Originaltext des ablehnenden Bulletins des Hl. Stuhls zur Handreichung der DBK zur Interkommunion vom 3.5.2018:  klicken


"Die Deutsche Bischofskonferenz hat in ihrer Vollversammlung vom 19. bis 22.Februar 2018 eine pastorale Handreichung mit dem Titel „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur.die Konfessionverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ behandelt. 
Mehr als drei Viertel der Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz haben dem Text zugestimmt. Eine nicht unbeträchtliche Zahl von Bischöfen – darunter sieben Diözesanbischöfe – sahen sich aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, ihre Zustimmung zu geben. 
Sie wandten sich an die Kongregation für die Glaubenslehre, an den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und an den Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte. Nach dem Wunsch von Papst Franziskus wurde ein Gespräch einiger Bischöfe mit leitenden Verantwortlichen des Heiligen Stuhls vereinbart.
An dieser Begegnung, die am 3. Mai 2018 am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre stattgefunden hat, nahmen folgende Bischöfe aus Deutschland teil: 
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz; Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln; Dr. Felix Genn, Bischof von Münster; Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer und Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz; Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg und stellvertretender Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz; Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg und Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz; Pater Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz. 
Von Seiten des Heiligen Stuhls waren anwesend: Erzbischof Luis F. Ladaria SJ, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre; Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen; Prälat Markus Graulich SDB, Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte; Pater Hermann Geißler FSO, Abteilungsleiter an der Kongregation für die Glaubenslehre.
Bei dem in deutscher Sprache geführten Gespräch erläuterte Erzbischof Ladaria, dass Papst Franziskus das ökumenische Engagement der deutschen Bischöfe würdigt und sie ersucht, im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden. Im Gespräch wurden verschiedene Gesichtspunkte erörtert: etwa die Beziehung der Frage zum Glauben und zur Seelsorge, ihre weltkirchliche Relevanz sowie ihre rechtliche Dimension. Erzbischof Ladaria wird den Heiligen Vater über den Inhalt des Gesprächs informieren. Das Treffen verlief in einer herzlichen und brüderlichen Atmosphäre."

Quelle: LEV, La Santa Sede

Freitag, 30. Juni 2017

LifeSiteNews zur Entlassung von Kardinal Müller und zu seinem möglichen Nachfolger - + up-date

Auch LifeSiteNews berichtet auch von den möglichen Nachfolgern, deren Namen derzeit in romkursieren. Hier geht´s zum Original:   klicken

BREAKING: Papst entfernt konservativen Vatican-Doktrin-Chef

                         

"Papst Franziskus entfernt den Präfekten des Vaticanischen Doktrin-Amtes, einen der dienstältesten Kardinäle, der von Beginn des Pontifikates an einen orthodoxen Standpunkt eingenommen hat.

Life-Site-News hat sich bei einer Quelle in Rom versichert, daß Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, am 2. Juli, am Ende seiner 5-jährigen Amtszeit aus seinem Amt entfernt wird.

In den vergangenen Jahren ist das Mandat für das Amt bis zum normalen Pensionsalter von 75 Jahren verlängert worden. Im Fall von Joseph Ratzinger wurde es weiter verlängert- bis zu seiner Wahl zum Papst im Alter von 78 Jahren.

Aber Kardinal Müller, 69, war in seiner Opposition zur von Papst Franziskus favorisierten liberalen Interpretation von Amoris Laetitia standfest.

Von den stimmgewaltigen Konservativer in der Vatican-Hierarchie bleibt jetzt nur Kardinal Sarah.
Kardinal Burke wurde von Papst Franziskus entfernt und zum Patron des Malteser Ordens demontiert. Der Australische Kardinal George Pell- ist jetzt- wie gestern berichtet wurde- auf dem Weg in sein Heimatland, um sich gegen die von den Medien gehypte Anklage wegen sexuellen Mißbrauchs zu verteidigen.

Kardinal Müller- scheint- den Quellen zufolge- das Amt des Patrons des Ordens des Hl. Grabes in Jerusalem zu übernehmen, und Kardinal Edwin O´ Brien zu ersetzen, der mit 78 Jahren das Pensionsalter um 3 Jahre überschritten hat.

Diese Geschichte wurde letzte Woche in der spanischen Zeitung Clarin bekannt gemacht und heute von der römischen Corrispondenza Romana veröffentlicht.

Clarin suggerierte, daß Müller vom Bostoner Kardinal Sean O´Malley ersetzt werden wird, der in Kirchenkreisen als Ja-Sager bekannt ist. Andere Kandidaten schließen den Wiener Kardinal Christoph Schönborn und Erzbischof Victor Fernandez, einen engen Mitarbeiter von Papst Franziskus, ein.

Nach dem Vaticanischen Pressebüro hat Papst Franziskus Kardinal Müller heute Morgen getroffen, aber es gibt keine Informationen über dieses Treffen.

Früher war der Präfekt der Glaubenskongregation zweitmächtigster Mann nach dem Papst."

up-date: Edward Pentin kündigt den schlechtestmöglichen Nachfolger an: Bruno Forte, der sich bei der Familiensynode wahrlich nicht für das Amt des Glaubenspräfekten empfohlen hat.

Quelle: LifeSiteNews

Auch Rorate Caeli meldet die Entlassung von Kardinal Müller zum Ablauf seiner 5-jährigen Amtszeit

Auch Rorate Caeli bringt jetzt die Meldung von der Entlassung Kardinal Müllers als Präfekt der Glaubenskongregation.
Hier geht´s zum Original:  klicken
            

Corrispondenza Romana und Rorate Caeli haben gerade erfahren, daß seine Eminenz Gerhard Ludwig Müller, seit dem 2. Juli 2012 Präfekt der Glaubenskongregation von Papst Franziskus genau zum Ablauf seiner 5-jährigen Amtszeit entlassen worden ist. (.....)

Quelle: rorate caeli                                                                             

p.s. man kann den heutigen Tag wohl getrost als schwarzen Freitag bezeichnen....

Breaking: Papst Franziskus entläßt Kardinal Müller

BREAKING
Wie CORRISPONDENZA ROMANA berichtet, hat Papst Franziskus Kardinal Müller entlassen.
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"KARDINAL MÜLLER VON PAPST FRANZISKUS ENTLASSEN"
Seine Eminenz Kardinal Gerhard Ludwig Müller, seit 2. Juli 2012 Präfekt der Glaubenskongregation ist exakt nach Ablauf seiner  5-jährigen Amtszeit von Papst Franziskus entlassen worden.

Kardinal Müller ist einer der Kardinäle, die versucht haben, Amoris Laetitia  in einer Hermeneutik der Kontinuität mit der Tradition der Kirche zu interpretieren.
Das genügte, um ihn unter die Zahl der Kritiker des neuen von Papst Bergoglio angeordneten Weges zu zählen.

Quelle: Corrispondenza Romana

* es liegt noch keine offizielle Bestätigung aus dem Vatican vor

Montag, 26. Dezember 2016

Über die Rolle der Sprache in der aktuellen Kontroverse in der Kirche


Andrea Gagliarducci kommentiert in MondayVatican den derzeitigen Streit zwischen Konservativen und Progressiven in der Kirche und die Sprache, die dabei benutzt wird.
Hier geht´s zum Original: klicken


"PAPST FRANZISKUS: WAS WÄRE, WENN ALLES NUR EINE FRAGE DER SPRACHE WÄRE?"

"Es war Kardinal Gerhard L. Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, der der aktuellen Debatte rund um den Vatican und innerhalb der Kirche Breite gegeben hat. Diese Debatte betrifft die Katholische Lehre, die postsynodale Exhortation "Amoris Laetitia" und den Papst selbst und sie hat sehr scharfe, fast mißtrauische Töne angenommen- die in einer  Spaltung in eine "Pro-Franziskus" und eine "Contra-Franziskus" Partei mündete und bei dem Vorwurf Papst Franziskus würde angeblich große Unternehmen und sogar wohlhabende Individuen stören -und das wegen einer Denkweise die direkt aus den 70-er Jahren zu stammen scheint.

Kardinal Müller hat die heißen Themen umgangen, Er hat nicht gesagt, welches die richtige Interpretation von "Amoris Laetitia" oder der Worte des Papstes bei verschiedenen Anlässen ist. Ebenso wenig hat er versucht, die Lage zu normalisieren. Er hat die Dinge nur richtig geordnet-indem er dem Prinzip folgte, nach dem Dinge in ihrer richtigen historischen Perspektive gesehen werden müssen. Geschichte ist vielleicht der Aspekt, der in der Debatte am meisten fehlt. 

Gehen wir in richtigen Reihenfolge vor. Am 12. Dezember hat Kardinal Müller bei der Vorstellung des 7. Bandes der Italienischen Ausgabe von Kardinal Ratzingers Opera Omnia eine Schlüsselansprache gehalten, die er herausgibt. Der Band enthält Texte und Reden Joseph Ratzingers über das II Vaticanische Konzil. Genauer über das, was wir jetzt als letzten Teil einer langen Diskussion über das II.Vatican erleben.  
Diese Diskussion begann während des Konzils und hat innerhalb der Katholischen Kirche polarisiert (die Unterscheidung zwischen Konservativen und Progressiven ist eine ihrer Hinterlassenschaften).

Unter dem Hl. Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI wurde diese Polarisierung offensichtlich überwunden. Jetzt sind die Dinge wieder in die Vergangenheit zurück gekehrt.
Papst Benedikt XVI hat klar erklärt, daß das II Vaticanische Konzil nur durch die Linse der Kontinuität verstanden werden könne und sein wichtiges Erbe liegt in den Ansichten, die er bezüglich des "Medienkonzils" und des "realen Konzils" entwickelt hat.
Jetzt sind Formeln wie "der Geist des Konzils" wieder in Mode, man hofft auf ein Drittes Vaticanisches Konzil unter der Leitung von Papst Franziskus, die Möglichkeit einer weiteren Synodensitzung auf Basis dessen, was Papst Franziskus offen sagt, ist immer mehr Thema von Gerüchten.

Kardinal Müllers Analyse ist sehr scharfsinnig. 
Nach dem II Vaticanium- betonte der Kardinal- "wurde die Hoffnung auf ein "neues Pfingsten" durch die Perspektive eines Babylonischen Glaubens und den Versuch ersetzt, dem Gedanken theologischer Schulen zu widersprechen- und "das war nicht das Werk des Hl. Geistes, weil der Heilige Geist der Kirche immer mit Liebe und Wahrheit zuhört", während "der Abfall vom Glauben und die Verfälschung des Glaubens mit der nachfolgenden Teilung der Kirche" kein "Früchte des Geistes" sind.

Der Geist einer falschen Erneuerung- darauf  besteht er ist durch Ideologie gekennzeichnet.
Ideologie ist immer der arrogante Versuch, daß Wort Gottes und die Lehre der Kirche dem Vorurteil ihres Denkens zu unterwerfen, mit dem Ziel  manipulative Macht über die Gläubigen und ihr Leben zu erlangen. "Während Theologie"- so fährt Kardinal Müller fort-"die demütige Reflektion des Glaubens ist, die nach dem Hören auf das Wort Gottes entsteht."

Das ist das Thema. Die Lehre kann nicht geändert werden,weil bereits alles offenbart wurde. Wir können nur verstehen, wie wir die Lehre in Übereinstimmung mit den Zeichen der Zeit leben können. Kardinal Müller stellt fest, daß " jede Angst, daß jedes Konzil einen Bruch mit der Tradition der Kirche bewirken könnte, ist nicht nur häretisch sondern stellt auch die Bedeutung der übernatürlichen Eingreifens in Frage."

Das Problem ist die Sprache sagt Kardinal Müller zwischen den Zeilen. Er unterstreicht, daß "wäre da nicht die Hermeneutik der Kontinuität und Reform, würde die Kirche säkularisiert werden und in etwas verwandelt, das mehr wie eine menschliche Organisation ist." Würde das geschehen "gäbe es keinen Grund, Teil der Kirche zu sein."


Samstag, 3. Dezember 2016

Kardinal Müller, die "Kasper-Häresie" und der Streit um AL und die dubia

Riccardo Cascioli bei La Nuova Bussola Quotidiana gibt die Aussagen Kardinal Müllers zu den dubia wieder und stellt die manipulativen Kommentare der Hyper.Papolatriker (z.b. bei Vatican Insider) dazu bloß. Hier geht´s zum Original: klicken


"DIE VIER KARDINÄLE SIND NICHT ALLEINE, AUCH MÜLLER IST MIT IHNEN"
"Und jetzt ist das Losungswort: "minimieren"
Wir sprechen vom ...Wert , den die Worte des Präekten der Glaubenskongregation, Gerhard L.Müller in der Debatte über Amoris Laetitia und den dubia der vier Kardinäle haben. In einem Interview mit der österr. Agentur "Kathpress" erklärt er offiziell, daß die Kongregation nicht Stellung bezieht, und fordert dazu auf, in der Debatte nicht zu polarisieren und den Ton nicht zu verschärfen, erklärt aber gleichzeitig auch klar- innerhalb der Grenzen, die ihm durch seine Rolle auferlegt sind, daß er die Tradition der Kirche bestätigt, soll heißen, daß die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen klar ausgeschlossen ist.
Und dann- sofort darauf- erklärt Vatican Insider seinen Lesern, daß es sich um eine "persönliche Meinung" und schließt so schon an der Wurzel jeden objektiven Wert aus. Die offensichtliche wenn auch plumpe Absicht dabei ist, jede radikale Kritik an dem, was jemand als "Kasper-Häresie" definiert hat, zu entkräften. Aber wenn wir auf das Interview schauen, war das sicher nicht die Absicht Kardinal Müllers.

Sehen wir also, was der Präfekt der Glaubenskongregation wirklich gesagt hat. Besonders weil die Kongregation nicht auf die dubia geantwortet hat, obwohl sie -neben dem Papst-auch an sie gerichtet waren? Weil die Kongregation mit "Autorisierung durch den Papst" spricht und handelt und "nicht an den Diskussionen teilnehmen kann".
In dieser Hinsicht sieht Müller die Gefahr einer Polarisierung und fordert eine objektive Diskussion. ohne sie zu überhitzen.
Übersetzung: der Papst will nicht antworten, und deshalb kann es auch die Kongregation nicht, aber die vier Kardinäle haben Recht, wenn sie sagen, daß das Schweigen den Weg für eine offene Debatte frei macht, Wenn Pater Spadaro und Avvenire auch ihren Seelenfrieden mit Kardinal Kasper machen, ist die Diskussion dennoch nicht beendet, wie sie vorgeben, sondern sie muß in einer Argumentation über ihre Inhalte weitergehen, ohne jene zu beleidigen, die Klarheit fordern.

Müller antwortet dann nicht direkt - das kann er nicht, wie wir gesehen haben- auf die Frage zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen, aber seine Antwort ist trotzdem sehr bedeutungsvoll: auf keinen Fall- sagt der Kardinal- "darf Amoris Laetitia so interpretiert werden, als zeige sie daß die früheren Aussagen der Päpste und der Glaubenskongregation nicht mehr gültig seien."


Samstag, 29. Oktober 2016

Das jüngste Interview von Kardinal Müller zur Frage, ob wir heute zwei Päpste haben.

A. Socci kommentiert bei LoStraniero/Libero das Interview, das Kardinal G.L. Müller Radio Vatican gegeben hat. Hier geht´s zum Originaltext des Interviews: klicken  und hier zum Original bei LoStraniero/ Libero klicken

"AUFSEHENERREGENDE ERKLÄRUNGEN VON KARDINAL MÜLLER. GROSSE MANÖVER, UM NEUE ENTGLEISUNGEN BERGOGLIOS UND DAS SCHISMA ZU VERMEIDEN."
"Winston Churchill sagte, der Kreml (zu jener Zeit, als dort das kommunistische Regime herrschte) sei ein Problem in einem in ein Rätsel eingewickelten Geheimnis.
.
Etwas Ähnliches können wir heute auch vom Vatican sagen. Vielleicht auch wegen dieser Aura des Geheimen- anders als die Feierlichkeit und Schönheit des Ortes-der soviel Erfolg in einer ebenso banalen wie surrealen Serie-wie "Der junge Papst" -hat.
Sehr viel aufregender als die Fiktion sind die wirklichen Geheimnisse des Vaticans. Wo zum ersten mal in der Kirchengeschichte ein Papst nach Monaten schwerer Angriffe- (aus unbekannten Gründen) zurückgetreten ist-aber in Wirklichkeit Papst blieb.
Ein Vatican in dem heute zwei Päpste gemeinsam leben, ohne daß jemand erklärt hat, wie das möglich ist, wo immer gelehrt worden ist, daß es nur einen Nachfolger Petri geben kann.

                         
Wo -wahrscheinlich- in diesen Tagen etwas Wichtiges passiert, hinter dem undurchdringlichen Schweigen der Hl. Paläste.
Nur zu sehr scheinen die aktuellen Medien an Informationen über die Kirche und den Hl. Stuhl desinteressiert, vielleicht weil sie zu sehr mit Feiern und dem Hosianna beschäftigt sind.
Fakt ist, daß niemand, jedenfalls in Italien, ein explosives Interview der Nummer 2 der Kirche, Kardinal Gerhard L. Müllers, Präfekt der Glaubenskongregation ( das ist die Rolle, die der Kardinal Ratzingers zur Zeit Johannes Pauls II entsprach) zur Kenntnis genommen hat.
Es war Benedikt XVI, der ihn dahin berufen hat und dann bestätigte ihn Franziskus und kreierte ihn zum Kardinal, auch wenn es in der Beziehung beider tiefgreifende Divergenzen über die von Franziskus bei den beiden Familiensynoden gewollten Reformen der Lehre gibt und die zu einer substantiellen Isolierung Müllers durch die regierende Gruppe Franziskus´ geführt haben. 
AUFSEHENERREGENDES INTERVIEW
Also hat Müller, der auch Kurator der Opera Omnia Ratzingers ist, vorgestern der deutschen Ausgabe von Radio Vatican ein Interview gegeben, in dem zum ersten mal ein hoher Vaticanvertreter das Zusammenleben zweier Päpste als Problem darstellt und sanft enthüllt, daß in Oltretevere eine Debatte geführt wird, die ein überraschendes Szenario zeigt.
Der Kardinal sagte: 
"Zum ersten mal in der Kirchengeschichte haben wir den Fall von zwei legitimen lebenden Päpsten. Sicher ist nur Papst Franziskus der Papst, aber Benedikt ist der Emeritus, und deshalb noch auf gewisse Weise ans Amt gebunden. Diese noch nie da gewesene Situation muß theologisch und spirituell aufgearbeitet werden. Wie man das tun sollte, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Ich habe gezeigt, daß aber trotz aller Verschiedenheit, was Person und Charakter angeht, die naturgegeben sind, auch das innere Band sichtbar bleiben muß."


Gibt es für Katholiken einen Grund, den Beginn der Reformation zu feiern?

Nicht, wenn man Kardinal Müller in seiner Argumentation folgt. Vielleicht sollte man eher fragen, ob es denn für die Protestanten da etwas zu feiern gibt, wenn man bedenkt, was sie verloren haben.
Marco Tosattkommentiert bei "San Pietro ed intorni" das, was Kardinal G.L.Müller in einem Interviewbuch dazu sagte. Hier geht´s zum Original:

"Es gibt keinen Grund für einen Katholiken, den Beginn der protestantischen Reformation zu feiern."
Diese Meinung drückt der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard L. Müller in einem ausführlichen Interview-Buch "Nachrichten über die Hoffnung" aus.
"Die Katholiken" sagte der Purpurträger "haben keinerlei Grund, den Beginn der Reformation zu feiern. Der 31. Oktober 1517 ist das Datum, das normalerweise als Beginn der protestantischen Bewegung angesehen wird, die zum Bruch in der Westkirche führte."
Damals hat Martin Luther seine Thesen öffentlich publik gemacht, an der Tür der Wittenberger
Kirche befestigt. In ihnen wurde keine Trennung der Kirche gefordert, aber die Thesen waren sicher der Ausgangspunkt.

Kardinal Müller bekräftigt: "Wenn wir überzeugt sind, daß die göttliche Offenbarung als Ganzes unverändert in der Schrift und der Tradition in der Glaubenslehre, den Sakramenten, der hierarchischen Konstitution der Kirche aus definieren,göttlichem Recht- gegründet auf dem Sakrament der heiligen Weihen, können wir nicht akzeptieren, daß es ausreichende Gründe gibt, sich von der Kirche zu trennen."

Es ist wahrscheinlich, daß seine Beteuerungen Aufsehen erregen, in den Augenblick wo das erste halbe Jahrtausend der Reformation gefeiert wird.Unter anderem -wird sich der Pontifex im Oktober nach Schweden begeben zu einem gemeinsamen ökumenischen Erinnern mit den Repräsentanten des Lutherischen Weltbundes und anderen christlichen Konfessionen. 
Der Kardinal erinnert daran, daß viele Exponenten der Reformation den Papst als Antichrist definieren, um die Trennung von der Katholischen Kirche zu rechtfertigen.  

Quelle: San Pietro ed intorno, Marco Tosatti

Dienstag, 20. September 2016

Kardinal L.G.Müller "Die Botschaft der Hoffnung, Gedanken über den Kern der christlichen Botschaft"

Auch der Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal L Müller hat mit Carlos Granados ein Interview-Buch, dessen deutsche Übersetzung aus dem Spanischen bei Herder erschienen ist, veröffentlicht:
"Die Botschaft der Hoffnung. Gedanken über den Kern der christlichen Botschaft“  
Vor einigen Tagen wurden diese "Bekenntnisse eines Unerschrockenen" im Literarischen Salon von Schloss St. Emmeram der interessierten Öffentlichkeit von einem interessanten Triumvirat: Prälat Imkamp, Henryk Broder und Peter Gauweiler vorgestellt.
Unter den Gästen waren u.a. Georg Ratzinger, Martin Mosebach und H.M.Enzensberger.
Die Tagespost hat über das Ereignis berichtet.   klicken
die Mittelbayrische auch  klicken

Prälat Imkamp stellte in seiner Laudatio Gemeinsamkeiten zwischen dem Kardinal und den beidenn anderen Laudatoren Henryk Broder und dem protestantischen CSU-Politiker Gauweiler fest: alle drei seien Zeitgeistdissidenten, "ihrer Nahumgebung eindeutig nicht angepaßt- und das alles auch noch sehr lustvoll."

Henryk Broder wandte sich direkt an Kardinal Müller:  „Ich weiß nicht, ob Sie mit allem Recht haben, aber es beeindruckt mich zutiefst, dass Sie von dem Recht, eine wenig konforme Meinung zu haben, dermaßen ausführlich Gebrauch machen“.

Peter Gauweiler:
"Wir brauchen keine irdische Esperantokirche, die versucht, alles, was sich an kultureller Eigenart entwickelt hat, schnell zu verwischen, um irgendeinem Zeitgeist zu entsprechen“. Auf Erden sei die katholische Kirche wie ein Festmahl. „Wir Protestanten haben dazu nur eine Schale Vollkornbrot zu bieten.“  


Mittwoch, 29. Juni 2016

Sandro Magister: J.Ratzinger 65 Jahre später

Auch Sandro Magister schreibt anläßlich des 65. Jahrestage der Priesterweihe des Papa emeritus über dessen Theologie des Katholischen Priestertums.
Hier geht´s um Original:  klicken

                  "JOSEPH RATZINGER 65 JAHRE SPÄTER"
"Und so fiel die Wut des protestantischen Kritizismus über das Katholische Priestertum her," Anläßlich des Jahrestages der Priesterweihe des späteren Benedikts XVI erzählt Kardinal Müller von seinem unnachgiebigen Widerstand gegen Luthers Nachfolger.

In dem Augenblick als der alte Erzbischof mir seine Hände auflegte, erhob sich ein  kleiner Vogel, vielleicht eine Lerche,  vom Hauptaltar der Kathedrale und stimmte ein kleines Freudenlied an. Für mich war das, als ob eine Stimme von oben mir sagte: "Es ist gut so, du bist auf dem rechten Weg."

In der Autobiographie Joseph Ratzingers gibt es auch die Erinnerung an seine Priesterweihe, die er vor 65 Jahren, am 29. Juni 1951 , am Fest Peter und Paul, im Dom zu Freising ,aus den Händen Kardinals Michael von Faulhaber empfing.

Diesen Jahrestag feiert heute auch Papst Franziskus in der Sala Clementina.

Zu dieser Gelegenheit bekam Ratzinger auch einen Band, der 43 seiner Predigten mit einem Vorwort von Franziskus selbst (das vor einigen Tagen in der Repubblica und vom Osservatore Romano veröffentlicht wurde) geschenkt.
Der Band wurde gleichzeitig in sechs Sprachen veröffentlicht:  bei Cantagalli in Italien, Ignatius Press in den USA, Herder in Deutschland, Parole et Silence in Frankreich, bei Biblioteca de Autores Cristianos in Spanien und von der Katholischen Universität von Lublin in Polen veröffentlicht.

Die folgende Passage ist der Einleitung des von Kardinal Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kurator der opera omnia Ratzingers geschriebenen Bandes entnommen.
  
Am Jahrestag der Priesterweihe des zukünftigen Benedikts XVI erzählt der Kardinal von dessen unnachgiebigem Widerstand gegen Luthers Nachfolger. 


"KATHOLISCHES PRIESTERTUM UND DIE PROTESTANTISCHE VERSUCHUNG"
von Gerhard L. Müller

"Das II.Vaticanische Konzil hat versucht, neue Pfade für das authentische Verstehen des Wesens des Priestertums zu öffnen. Weshalb kam es dann also -kurz nach dem Konzil.-zu einer Krise, die historisch nur mit den Konsequenzen der Protestantischen Reformation im 16. Jahrhundert verglichen werden kann?


Samstag, 14. Mai 2016

Was die Internationale Theologenkommission des Sant´Uffizio 2003 zum Dienst der Diakonissen in der frühen Kirche feststellte

Nachdem die Laien-Presse und mit ihr ihre Konsumenten mal wieder Opfer ihres eigenen Medienhypes  geworden sind und aufgeregt über eine unmittelbat bevorstehende Zulassung des Frauenpriestertums durch Papst Franziskus fabulierten, wird es Zeit, ein bißchen Ordnung in das Potpourri aus Gerüchten, Halbwahrheiten, Wunschdenken und dem darin untergegangenen Quentchen Realität zu bringen.
Das kann man am besten tun, indem man liest, was die Internationale Theologenkommission der Glaubenskongregation 2003 zum Thema Diakonat veröffentlicht hat,
Man muß wohl davon ausgehen, daß dieses Dokument, das auch das Thema Diakonissen in der frühen Kirche abhandelt, dem Papst nicht bekannt war, als er beim Treffen mit den Generaloberinnen versprach, eine Theologen-Kommission einzusetzen, die sich mit dieser Frage beschäftigen soll.

Hier geht´s zur deutschen Fassung des Gesamttextes:  klicken in dem auch klipp und klar festgestellt wird, daß es in der Westkirche auch in der Frühzeit kein Diakonie-Amt für Frauen gegeben hat.
                             
                                Internationale Theologische Kommission

        " DER DIAKONAT: ENTWICKLUNG UND PERSPEKTIVEN"
[........]
"Dienst der Diakonissen
In apostolischer Zeit haben verschiedene Formen diakonischen Beistands für die Apostel und die Gemeinden, die von Frauen ausgeübt wurden, anscheinend institutionellen Charakter gehabt. 
[....]

"Die Diakonissen werden vor dem Subdiakon genannt, der eine cheirotonia wie der Diakon erhält (CA VIII, 21), während die Jungfrauen und die Witwen nicht „ordiniert“ werden können (CA VIII, 24–25). Die Konstitutionen bestehen darauf, dass die Diakonissen keinerlei liturgische Funktion haben (CA III, 9, 1–2), aber sie erweitern ihre Funktionen für die Gemeinde um den „Dienst bei den Frauen“ (CA III, 16, 1) und die Vermittlung zwischen den Frauen und dem Bischof. Es ist immer gesagt, dass sie den Heiligen Geist repräsentieren, aber sie „tun nichts ohne den Diakon“ (CA II 26, 6). Sie stehen an den Eingängen für die Frauen zu den Versammlungen (CA II 57, 10). Ihre Aufgaben werden so zusammengefasst: „Die Diakonisse segnet nicht und tut überhaupt nichts von dem, was die Priester und die Diakone tun, sondern hat die Kirchentüren zu bewachen oder des Anstands wegen den Presbytern bei der Taufe der Frauen zu dienen“ (CA VIII, 28, 6).
Zu diesem Hinweis passt die nahezu gleichzeitige Bemerkung des Epiphanius von Salamis in seinem Panarion (um 375): „Wenn es auch für die Kirche den Stand der Diakonissen gibt, ist er jedoch nicht für den priesterlichen Dienst, auch nicht für eine Aufgabe dieser Art eingesetzt worden, sondern um der Würde der Frau willen für die Zeit des Taufbades.“[66]Ein Gesetz des Theodosius vom 21. Juni 390, das am 23. August zurückgenommen wurde, setzte das Alter der Zulassung zum Dienst der Diakonisse auf 60 Jahre an. Das Konzil von Chalkedon (can. 15) senkt das Alter auf 40 Jahre und untersagt zugleich eine spätere Heirat[67].

Sonntag, 8. Mai 2016

Fundstück : eine kondensierte päpstliche Rede

Gefunden bei "Summorum Pontificum"
Eine Analyse der täglichen Predigten und der Rede des Papstes anläßlich der Verleihung des Karls-Preises.  Hier geht´s zum Fundstück:  klicken

Was ein Generator für Wortwolken  aus den rund 3000 Worten der päpstlichen Dankesrede macht.


         Cloud: Tagul.com

Wir danken Summorum Pontificum für diese erhellende Verdichtung.

Dienstag, 1. März 2016

Kardinal Müller spricht Klartext; wir können nicht gegenüber Gottes Wort Kompromisse einfordern

Die Glaubenskongregation hat sich vor Erscheinen der postsynodalen Exhortation mit einem statement ihres Präfekten Kardinal Gerhard K. Müller zur Frage der Zulassung zu Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen positioniert. Im Streit zwischen Bischof Voderholzer und einigen Theologen wegen deren seltsamen Wünschen  nach einem den Bischöfen gleichgestellten, eigenen "wissenschaftlichen" Lehramt bezog er eindeutig Stellung und erteilte einem solchen Ansinnen eine klare Abfuhr.
Radio Vatican berichtet :  klicken

Nebenlehrämter
Gegenüber Domradio Köln sagte er:
„Das Lehramt der Bischöfe und des Papstes ist unmittelbar von Christus eingesetzt“. In der akademischen Theologie sei die menschliche Vernunft Urheberin einer Lehre. Dies könne man nicht auf die gleiche Ebene stellen wie das Wort Gottes, das von der menschlichen Vernunft ergründet werden wolle, so der Präfekt der Glaubenskongregation. „Es gibt eine Freiheit, indem die wissenschaftlichen Methoden exakt angewendet werden, aber die Theologie schafft sich nicht selber ihren Gegenstand und ihren Inhalt. Das ist ja keine neutral betrachtende Sichtweise auf die Betrachtung, sondern die Theologie setzt im Unterschied zur Religionswissenschaft den Glauben an das Wort Gottes voraus.“ Die erste Verantwortung für die theologische Lehre und die Lehranstalten läge beim Ortsbischof, dann bei der universalen Kirche und dem Lehramt des Papstes. Kardinal Müller sieht seine Kongregation in Rom nicht als Zentrale, die in die Provinzen eingreift, sondern die nach dem Subsidiaritätsprinzip das weltweite Päpstliche Lehramt vertritt."

Zur Synode:

"Unbeeindruckt zeigte sich Kardinal Müller von einigen Interpretationen über seinen scheinbaren Wandel im Laufe der Familiensynode, in welcher er in der Sprachgruppe u.a. mit den Kardinälen Kasper und Schönborn einen vielbeachteten Vermittlungsvorschlag erarbeitet hatte. „Die Lehre der Kirche ist nicht mein Eigentum, sondern sie ist uns vorgegeben. Und es ist unsere Aufgabe, die feste Erkenntnis dessen, was Gott uns offenbart hat, auch in diesen Diskussionen klar zur Sprache zu bringen", sagt der Präfekt dazu. Daran könne niemand rütteln, dass die gültig geschlossene Ehe unauflöslich ist. „Wir können nicht gegenüber dem Wort Gottes Kompromisse einfordern."

Quelle: domradio 29.02.2016

Samstag, 19. Dezember 2015

Fundstück: Würstchendosen im Sant´Uffizio

Kardinal G.Müller hat sich bei katholisch.de zu dem wohl  einem Glühweindelir entsprungenen  "Würstchendosenskandal" eines BILD-Redakteurs geäußert : "Die Schwarzgeld-Story ist ein Schmarrn". Abgesehen davon, daß eine Würstchendose im Renaissance-Palazzo des Sant´Uffizio so unauffällig wäre wie ein Marsmensch mit Blockflöte, fragt man sich, was um Himmels Willen die Glaubenskongregation wohl mit einer schwarzen Kasse sollte, Häretiker bestechen? Hans Küng oder Kardinal Kasper Schweigegeld bezahlen?
Hier geht´s zum Text von katholisch.de  klicken

Quelle: katholisch.de

Sonntag, 23. August 2015

Die spanische Inquisition und die BBC

Die BBC hat in einem feature über die Spanische Inquisition bewiesen, daß sie doch noch nicht alle alten Tugenden verloren hat.
Die Ergebnisse ihrer Recherche in Spanien hat sie als Film mit dem Titel "Die Spanische Inquisition ist zu 99% ein Mythos" ausgestrahlt. Darüber berichtet Father Ray Blake auf seinem blog "marymagdalen", hier geht´s zum Original:  klicken
Und auch wenn es den missionierenden Atheisten sehr schwer fallen wird, das zuzugeben, kann man die BBC schwerlich als voreingenommen prokatholisch bezeichnen, ganz im Gegenteil, das macht aber den Beitrag umso wertvoller. Und wieder müssen die Kirchenfeinde auf eine liebgewonnene Schwarze Legende verzichten.

                 

Die Reporter der BBC hatten freien Zugang zu allen Dokumenten, die nachdem sie jahrhundertelang über Spanien verstreut waren, jetzt in der Bibliothek    in Salamanca zusammengefaßt wurden und gehütet werden. Die minutiös verfaßten, detailgenauen Berichte über die Prozesse waren ausschließlich der Inquisition vorbehalten- und liefern jetzt aufschlussreiche Informationen, die allerdings so manchen Erwartungen zuwiderlaufen.
1480 gegründet- hatte sie bis zum 1510 ihre aktivste Phase in der Bekämpfung von Häresien und der Verfolgung zum Katholizismus konverteoterten Juden, die insgeheim ihrem alten Glauben weiter anhingen- das unter dem Applaus der europäischen weltlichen Autoritäten.
Die BBC scheut sich nicht festzustellen, daß es der Blick auf den enormen Reichtum der Kirche war, der die "Reformation" auslöste.....auf dem Schlachtfeld von den Truppen Karls V vernichtend geschlagen, mußten nach anderen Waffen suchen.
Während also die Katholische Kirche und ihre Könige die Armeen und die Waffen hatten - hatten die Protestanten die Druckerpressse und begannen alsbald mit einem in der Geschichte ganz neuen Feldzug: einem auf Lügen (so die BBC) aufgebauten Propagandafeldzug.

Donnerstag, 12. März 2015

Kardinal Müller: das Fundament für die Rückkehr zum Lehramt- und die Grenzen der päpstlichen Macht"

rorate caeli bringt heute eine Gastkommentar von Don Pio Pace ( nom de plume eines bloggenden Priesters) hier geht´s zum Original:  klicken  
                                     
"KARDINAL MÜLLER LEGT DIE FUNDAMENTE FÜR EINE RÜCKKEHR ZUM LEHRAMT UND FÜR DIE GRENZEN DER PÄPSTLICHEN MACHT"
von Don Pio Pace, Gastautor bei rorate caeli

"Gott erlaubt das Böse nur. damit mehr Gutes vollbracht werden kann. Die ungeheure Unordnung bei den Versammlungen der Familiensynode hatte sehr schöne Glaubenszeugnissen von hochrangigen Prälaten der Kirche zur Folge, die Hoffnungszeichen für die Zukunft der Kirche sind.

                 
Das extrem progressive französische Magazin "Golias" macht immer wieder unruhig auf die Gefahr aufmerksam, daß Männer wie Canizares, Burke, Müller, Ramjith, Ouellet, Sarah, und andere "junge" Kardinäle / um 65 Jahre alt) ihren Standpunkt bzgl, der weiteren Liberalisierung der Kirchenkonstitution repräsentieren  und zu ihnen noch einige über 70-Jährige wie Scola, Caffara, Pell und andere hinzu kommen könnten.

Kardinal Gerhard Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, einer der 5 Autoren des Buches "In der Wahrheit Gottes bleiben"- zusammen mit seinen Brüdern Brandmüller, Burke,Caffara und De Paolis- hat z.B. gerade von einer Konferenz über die "Theologische Natur der Doktrinkommission ( der Bischofskonferenzen) und die Rolle des Bischofs als Glaubenslehrer berichtet, die er am vergangenen 13. Januar in Esztergom Ungarn geleitet hat.

Auf sehr Ratzingersche Art (mit Referenz auf das Motu Proprio "Apostolos suos" von Johannes Paul II, stellt er jede Sache an ihren Platz. Eine Sache ist die zusätzliche Macht der Bischonfskonferenzen und ihrer Organe, wie die Doktrinkommissionen, die mit der Harmonisierung der pastoralen Orientierung befasst sind. Eine ganz andere ist die Macht göttlichen Rechts des Nachfolgers der Apostel, Glaubenslehrer und Hüter ihrer jeweiligen Kirchen, zur gleichen Zeit sind sie Teil der Gesamtkirche- in Kommunion mit dem Obersten Hirten.

Dienstag, 28. Mai 2013

Kardinal Meisner & die deutschen Medien

Wir kennen es schon : immer wenn Kardinal Meisner auf seine unnachahmlich klare Art zu Problemen der Gegenwart -besonders in unserem Lande- Stellung nimmt, laufen die Reflexbahnen der Medienschaffenden heiß- die Rückenmarkssynapsen feuern, was das Zeug hält und heraus kommt ein kollektiver Empörungshype. Daß dem dann noch regelmäßig die neandertalerartigen Kommentare der User der einschlägigen Foren folgen, die miteinander in einem nie endenden, verbissenen Wettstreit um das unterste Niveau liegen, muß nicht extra erwähnt werden.
Wir haben gerade wieder ein solche Episode hinter uns ( Familie, Frauen & Mütter, Kinder) -aber nun hat sich doch in einer großen Tageszeitung jemand aufgemacht, für etwas mehr Fairness und etwas weniger blinde Voreingenommenheit zu werben.
Hildegard Stausberg schreibt den Artikel:  "Wenn einer zum Poltergeist gemacht wird."
Hier geht´s zum Artikel