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Montag, 17. Februar 2020

Tweet zum Tage- heute vor 7 Jahren....

"Der lange Abschied  Benedikts XVI. Das Angelusgebet am 17. Februar 2013"

Sonntag, 16. Februar 2020

Tosatti: Zwei Päpste.....?

Marco Tosatti hat heute bei Stilum Curiae den Kommentar eines seiner Leser zu einem Artikel von Prof. Ureta zu "Querida Amazonia" und zur Lage der Kirche im aktuellen Pontifikat veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original: klicken

"WENN BENEDIKT SICH NOCH ALS PAPST FÜHLT. UND DER ANDERE PAPST...."

Gestern hat einer der regelmäßigen Leser von Stilum Curiae den Artikel von Prof. Ureta über die Apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" kommentiert. Der Kommentar stammt von Roth, den die Stilumcurialen gut kennen. Hier ist er:

Lieber Ureta, Ihre Überlegungen sind wie immer perfekt. Wer von Prof. Plinio C. De Oliveira geschult wurde, zeigt, daß er einen einzigartigen Überblick über alle Probleme hat, die das menschliche Geschöpf schädigen können. 
Glückwünschen beiseite- wäre ich Ihnen für einen Kommentar zu der folgenden Hypothese dankbar. Papst Bergoglio gibt mit dieser Exhortation, die einen idiotischen Titel wie aus einem Weihnachtsfilm trägt, vor, die Demütigung, daß er seine Absichten aufgeben mußte, weggesteckt zu haben, eine doppelte Demütigung. 
Erstens weil ihm die Revolutionierung des Zölibats nicht möglich war. Zweitens - eine noch größere. weil sie von Benedikt XVI kam, einem erwachten Papst, der sich selbst als Papst bestätigt und seinen unklaren teilweisen Amtsverzicht bereut. 
Gäbe es das Konklave nicht, das Bergoglio wählte, hätte ich keinen Zweifel an der Erklärung von den zwei Päpsten, wie sie Gänswein damals erklärt hat. Benedikt XVI sieht sich immer noch als Papst, das zeigt er und Bergoglio hat das (teilweise) verstanden. Ende des bergoglianischen Traums?
Oder Beginn eines echten Krieges? "

§§§

Wir haben diesen Kommentar Prof. Ureta übermittelt, der so freundlich war, mit einer langen Überlegung zu antworten, die wir unten im englischen Original wiedergeben. Inzwischen haben wir hinter den Vaticanischen Mauern mit einer sehr hochgestellten Persönlichkeit gesprochen, die uns über ihr wohldurchdachtes Urteil zu den Ereignissen um die viri probati, den Zölibat und die Exhortation unterrichtet hat- die laut Don Nicola Bux nach der Veröffentlichung des Buches von Benedikt XVI und Kardinal Sarah geändert wurde. 
Laut Don N.Bux gibt es drei Schlüsselelemente: 
1. Benedikt fühlt sich als - nicht eremitierter- Papst.
2. Das hat er unter diesen Umständen gezeigt-
3. Papst Bergoglio hat das verstanden und hat Angst,
Was wird diese völlig beispiellose Situation bewirken? 
Es gibt jene, die die Möglichkeit sensationeller Entwicklungen nicht ausschließen.
Aber hier die Überlegungen von Prof. Ureta 

§§§

Lieber X.....
In der Argumentation von Siscoe und Salza ist der Kern des Problems nicht die sichtbare Handlung sondern das Minimum. das erforderlich ist, damit die Absicht des Handelnden der der Kirche entspricht und die Handlung so gültig wird (Sakramente oder ein Rücktritt) Und ob ein die Natur dieser Handlung betreffender Fehler diese Gültigkeit beeinflußt. Ihre Schlußfolgerung ist- daß das nicht der Fall ist., 

Mehr allgemein gesprochen- stimme ich mit Ihnen überein, daß die Grenze im Grad des Leidens und der Scham der Kirche liegt, die Gott zuläßt. Trotz der Tatsache, daß sie unsterblich ist und das Versprechen hat, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden. 

Auch wenn die Unvollkommenheit der Kirche nicht zu ihren Aussagen gehört und noch kein offiziell erklärtes Glaubensdogma ist, wird sie niemals eines ihrer essentiellen Bestandteile verlieren, d.h. den Glauben, die Sakramente oder die Hierarchie, Selbst wenn alle abtrünnig würden und nur ein Bischof und ein Gläubiger katholisch bleiben würden (es sind mindestens zwei Personen erforderlich, um eine Gemeinschaft zu bilden) würde es immer noch die Katholische Kirche sein. 

Aber dieses Minimum ist reine Theorie, weil die Kirche, um ihre Mission erfüllen zu können, sichtbar sein muß, damit die Menschen guten Willens sie als die einzige wahre Kirche des einzigen wahren Gottes erkennen können. 

Bisher haben wir- Gott sei Dank- diesen Tiefstpunkt noch nicht erreicht. Weil es ein Minimum an Prälaten, eine gute Zahl von Klerikern und eine nicht kleine Minderheit von Menschen gibt, die die Häresien der Modernisten zurückweisen und wissen, wie die wahre Kirche ist. Außerdem haben sie- indem sie alle modernen Möglichkeiten der sozialen Medien nutzen- eine Art unsichtbare "Familie der Seelen" gegründet, die sich gegenseitig unterstützt und für fehlgeleitete Katholiken für traditionelle Positionen anziehend macht. 

Die Modernisten selber helfen bei der Sichtbarmachung der wahren Kirche, indem sie unaufhörlich beteuern, daß ihre Kirche eine "Neue Kirche" sei, die sich entwickelt hat, usw.
So daß Außenstehende daraus schließen, daß die altmodische Kirche die richtige ist (sogar um sie dann zu verfolgen). 

Solange die Minderheit der gläubigen Katholiken den Glauben behält und um einige gute Hirten gesammelt bleibt (und so das Überleben und die Sichtbarkeit der Kirche sichert) gibt es praktisch keine Grenze, bis zu welchem Grad der Abgrund des modernistischen Wundbrands die Hierarchie befallen kann. Wie Pater Santiago Martin kürzlich in einem seiner Videos sagte, "Sie werden nicht aufhören, bis sie eine Lesbe auf den Stuhl Petri gesetzt haben!" 

Ich habe die Verbreitung des Buches von A.Xavier de Siveira über die theologische Hypothese eines häretischen Papstes sehr unterstützt, um den normalen Katholiken erkennen zu lassen, daß ein Papst sich irren und die Herde in die Irre führen kann, damit sie sich nicht verpflichtet fühlen, den Häresien von Papst Franziskus zu folgen. 

Meiner Ansicht nach sollten wir, anstatt weiter unsere Gedanken zum Kochen zu bringen und zu versuchen, das theologisch-kanonische Problem eines häretischen Papstes  (die Positionen von Cajetan und Bellarmin dazu)  zu lösen oder wie weit die öffentliche Häresie des Papstes gehen kann (oder sogar das schwerwiegendere Problem zu wissen, bis zu welchem Ausmaß die Mehrheit der Hierarchie vom Katholischen Glauben abfallen kann...) uns darauf zu konzentrieren, den Glauben dieser "Seelenfamilie"  wahrer Katholiken und die Treue einer guten Anzahl von Hirten und Geistlichen zu erhalten,. 

Das wäre der Haltung einer Frau und von Kindern gleich. die physisch oder psychisch vom Ehemann und Vater angegriffen wurden, und anstatt sich darüber zu quälen, ob ihre Ehe gültig ist oder nicht und ob sie noch mit ihm verheiratet ist, lieber vorsichtige Schritte unternimmt, sich und ihre Kinder räumlich vom Ehemann zu trennen, um den Rest der Familie zu bewahren und sie vereint zu lassen, während sie anerkennt, daß der eheliche Bund gültig bleibt oder gültig bleiben kann. Diese Haltung seitens der angegriffenen Ehefrau ist vom Kirchenrecht immer zugelassen worden. 

In diesem Sinn, fürchte ich, daß die vereinte Front jener Katholiken, die gläubig bleiben, durch nebensächliche Diskussionen. wie z.B. ob Benedikt XVI auf das Papstamt verzichtet hat oder ob Papst Franziskus noch Papst ist ( falls seine Wahl gültig war) gespalten werden können. Wir haben bereits die Risiken durch den ewig fließenden Lavastrom der Sedisvakantisten erlebt, der nirgendwohin führt. 

Ich setze nebensächlich in Anführungszeichen, weil mir bewußt ist, welch dramatische Schäden ein häretischer Papst in der Kirche verursachen kann (und das war der Grund, aus dem Der Hl. Robert Bellarmin den Gedanken bevorzugte, daß Gott so etwas nie geschehen lassen werde) 
Aber wir sind Zeugen der Tatsache geworden, daß der Hl. Geist bei einigen Gläubigen und einigen guten Hirten gewirkt hat und sie darin bestärkt hat, Widerstand gegen die Zerstörung durch diesen sehr sehr schlechten Papst zu leisten. Deshalb müssen wir darauf vertrauen, daß diese Hilfe des Hl. Geistes in gleicher Stärke zunehmen wird, wie die Intensität der Prüfung (weil die Kirche an Weisheit und Heiligkeit zunimmt, wie ihr Göttlicher Gründer). 

Wenn die andere Seite eine lesbische Frau auf den Thron des Hl Petrus setzen wird- um Fr. Martins lebhaftes Bild im Van-Gogh.Stil zu benutzen- werden viel mehr Menschen guten Willens feststellen, daß die "mainstream"-Kirche  definitiv nicht die wahre Kirche ist. Viele von ihnen werden bereuen, zumindest teilweise zugelassen zu haben, daß das modernistische Zeug die Kirche infiltrierte, das in einen solchen Abgrund führte. Und sie werden sich der "Familie der Seelen" jener anschließen, die treu geblieben sind und ausgestoßen wurden. " 

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, Prof. Ureta 

Donnerstag, 13. Februar 2020

Tweet zum Tage

Benedikt XVI - VOR SIEBEN JAHREN DER LANGE ABSCHIED
13. Februar 2013, Bußprozession, Hl.Messe, Segen und Auflegung der Aschekreuze

Mittwoch, 12. Februar 2020

Sandro Magister stellt eine wichtige Frage zu "Querida Amazonia"

und kann einiges zu den  bisher unbekannten Hintergründen des Tumultes um "Aus der Tiefe unserer Herzen"  und zur causa Gänswein erklären. ZU lesen ist das bei Settimo Cielo, L´Espresso 
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS´ SCHWEIGEN, RATZINGERS TRÄNEN UND SEINE NIE VERÖFFENTLICHTE ERKLÄRUNG" 

"Das, was an der postsynodalen Apostolischen Exhortation "Querida Amazonia", die heute am 12.2. 2020 am meisten überrascht, ist ihr völliges Schweigen zu der am meisten erwarteten und kontroversesten Frage: der Weihe verheirateter Männer.

Das Wort "Zölibat" kommt darin nicht einmal vor. Wohl wünscht Papst Franziskus daß das Amt so gestaltet wird, daß es dazu führte, daß die Eucharistie häufiger zelebriert werden kann- sogar in den am weitesten entfernten und verstecktesten Gemeinden. (N.96)
Aber er wiederholt (N.88) daß nur der geweihte Priester die Eucharistie feiern, Sünden vergeben und die Krankensalbung spenden kann (weil auch sie innig an das Vergeben der Sünden gebunden ist, N.129) Und er sagt nichts über die Weihe für "viri probati",

Keinerlei Neues, auch nicht bei Ämtern für Frauen " gäbe man ihnen die Möglichkeit zu den hl. Weihen" schriebt Franziskus " würde das zur Klerikalisierung der Frauen führen" und "unser Verständnis von Kirche auf funktionelle Strukturen reduzieren."

Die Frage, die sich der Lektüre von Querida Amazonia stellt, ist also zu wissen, in welchem Maß die Buch-Bombe des Papa emeritus und Kardinal Robert Sarahs zur Verteidigung des Zölibats die Exhortation beeinflussen konnte- insbesondere auf sein Schweigen zur Weihe für verheiratete Männer.

Zu diesem Zweck brauchen wir einige zusätzliche Informationen in Beziehung zu Artikeln, die wir früher veröffentlicht haben, um nachzuzeichnen, was sich im Verlauf der tumulthaften Tage nach der Veröffentlichung des Buches ereignet hat.

Die bereits bekannte Abfolge der Ereignisse ist bei Settimo Cielo in den  drei  "Post-scriptum" unter unserem Artikel vom 13. Januar wiedergegeben worden.

"Auch im Schock-Buch Ratzingers und Sarahs. Mit einem Bericht über ein neues Treffen der beiden"

Aber u.a. auch Settimo Cielo wurde von mehreren unabhängigen Quellen- über vier weitere Ereignisse von großer Bedeutung informiert.


Dienstag, 11. Februar 2020

Tweet zum Tage

 "Auch in Zukunft werde ich von ganzem Herzen und einem dem Gebet gewidmeten Leben der Heiligen Kirche Gottes dienen"

A. Socci : 7 Jahre später ist die Stimme Benedikts XVI immer noch maßgeblich für die Gläubigen

Antonio Socci kommentiert und interpretiert bei LoStraniero auf seine Weise die jüngsten Ereignisse rund um DAS Buch und die Freistellung von Erzbischof Gänswein -und erkennt in den Angriffen der Entourage des amtierenden Pontifex auf den Papa emeritus den Versuch Benedikt XVI mundtot zu machen.
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"BERGOGLIO WILL BENEDIKT XVI  KNEBELN. ABER DIE STIMME BENEDIKTS XVI IST DIE STIMME FÜR DAS CHRISTLICHE VOLK, DIE WAHRE STIMME DER IMMERWÄHRENDEN KIRCHE"

Nach sieben Jahren haben -nach der "Absetzung"  von Mons. Gänswein durch Bergoglio - sogar die Zeitungen festgestellt, daß es in der katholischen Kirche zwei Päpste gibt. Vielleicht brauchen sie noch weitere sieben, um zu erklären, was das bedeutet.

Gestern hat der "Corriere della Sera" eine Seite von Massimo Franco mit folgendem Titel versehen: "Damit endet die Ära der "zwei Päpste." Der Artikel berichtet von Bergoglios Version (die bereits anderen Zeitungen zur Verfügung gestellt worden war) der jüngsten Ereignisse.

Der "argentinische Hof "gibt bekannt, daß Msgr. Gänswein vom Amt des Präfekten des päpstlichen Haushalts freigestellt wurde, weil er als Sekretär Benedikts XVI nicht verhindern konnte, daß der emeritierte Papst listig als Mitautor des Buches mit Kardinal Sarah zur Verteidigung des klerikalen Zölibats genannt wurde.

Die Bergoglianer wollen so drei Ideen vermitteln:
1) Benedikt XVI ließ sich benutzen als ob er nicht auf sich  slebst aufpassen könne und sollte aus diesem Grund isoliert und zum Schweigen gebracht werden.
2) Kardinal Sarah ist jemand, der den emeritierten Papst für seine persönlichen Ziele instrumentalisiert
3) Msgr. Gänswein sei nicht wachsam genug gewesen, um das zu verhindern.

In Wirklichkeit verhält es sich umgekehrt. Benedikt XVI ist, wie jeder weiß, vollkommen klar und bewusst (er ist immer noch der größte Geist der katholischen Kirche) und beabsichtigt, in die Verteidigung des von der Amazonas-Synode in Frage gestellten kirchlichen Zölibats einzugreifen.

Mitte Januar, als Le Figaro das Buch mit Kardinal Sarah ankündigte, hatte Bergoglio einen Wutausbruch gegenüber Msgr. Gänswein und befahl diesem, den Plan des Verlags zu "sprengen". 
Erzbischof Gänswein hat versucht, die Bilder mit der Doppelsignatur auf dem Umschlag in Frage zu stellen, damit die bergoglianische Medientrommel  die Nachricht verbreiten könnte, daß Benedikt XVI die Signatur zurückgezogen und sich von der Operation distanziert habe.


Fundstück

In einem Beitrag für CNA erinnert Paul Badde daran, wie vor sieben Jahren der Blitz in den Petersdom einschlug. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"Heute vor sieben Jahren schlug der Blitz im Petersdom ein "

beginnt der Artikel so


"Ein ungeheurer Schlag erschütterte am Abend den schwarzen Winterhimmel über dem Papstpalast. Ein gigantischer Blitz fuhr in die Spitze der Peterskuppel. 
Es regnete aus Kübeln. Rom unter Schock. Als Johannes Paul II. starb, entlud sich die Ewige Stadt hier in spontanem Applaus auf dem dicht gedrängten Petersplatz. Jetzt fällt Trauer über die Menschen. Eine Trauer, die nicht weiß, wohin. Ratlosigkeit. Nichts hatte die Römer vorbereitet, und auch nicht die 1,2 Milliarden Katholiken auf allen Kontinenten. 
"Wie ein Blitz aus heiterem Himmel" hatte die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI. sogar die Kardinäle in der barocken Sala del Consistorio im päpstlichen Palast überrascht, sagte Kardinal Sodano in seiner ersten Reaktion auf die Rücktrittserklärung...."    (....)

Quelle: CNA, P.Badde

Montag, 10. Februar 2020

7 Jahre später....

A. Gagliarducci befaßt sich in seiner heutige Kolumne bei"Monday in the Vatican" mit dem Brief, den der Papa emeritus anläßlich ihres 50-jährigen Bestehens an die Internationale Theologen-Kommission geschickt hat. Dieser Text hat nach Meinung des Vaticanisten sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient., weil er die Wurzeln der aktuellen Kirchenkrise freilegt.
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         "BENEDIKT XVI,  SIEBEN JAHRE SPÄTER"

Ein Text Benedikts XVI der -anders als das Buch über den priesterlichen Zölibat, das er mit Kardinal Robert Sarah gemeinsam geschrieben hat- fast unbemerkt blieb, ist der Brief, den der Papa emeritus im vergangenen November zur Feier des 50. Jahrestages der Gründung der Internationalen Theologenkommission verfaßt hat. 
Der Text Benedikts XVI ist von großer Wichtigkeit, um die heutigen Herausforderungen zu verstehen und wie Benedikt XVI versucht hat, ihnen zu begegnen.

Sieben Jahre nachdem Benedikt XVI auf das Pontifikat verzichtete, liefern seine Ansichten immer noch die Schlüssel zum Verständnis der heutigen Kirchenkrise. Diese Schlüssel werden ignoriert, of absichtlich, weil Benedikt XVI sie einem Katholizismus im Übergang in einer neuheidnischen und säkularisierten Welt zuschreibt.

Was steht im Brief des Papa emeritus? Es gibt viele interessante Passagen, und es lohnt sich, sie in ihrer Gesamtheit zu lesen. Benedikt XVI baut ein Narrativ auf wie andere eine gotische Kathedrale: Alles ist so gut miteinander verbunden, dasß es schwer zusammenzufassen ist


Eine Passage widmet Benedikt XVI den Themen, die die Kommission zu Beginn untersuchte: erst das Verhältnis zwischen Lehramt und Kirche und später das Thema Moraltheologie, das in jenen  Jahren bei der Debatte und der Medienkampagne gegen Pauls VI  Enzyklíka Humanae Vitae im Vordergrund stand.

Benedikt XVI merkt an, daß „es vielleicht wichtig ist“, daß Exegetiker und Dogmatiker das Thema Moraltheologie aufgegriffen haben. “ Das Thema führte zu einer Diskussion über das Sakrament der Ehe.

Benedikt XVI schreibt: „Die gegensätzlichen Blickwinkel und das Fehlen einer gemeinsamen Ausrichtung, die wir heute noch ertragen müssen, sind für mich auf eine Weise klar geworden, wie ich sie noch nie erlebt habe.“ Benedikt XVI erklärt, daß die traditionelle Sicht auf die Ehe oft abgelehnt, obwohl sie immer auf neue Weise formuliert worden ist. 

Die Diskussion der Moraltheologie veranlaßte Johannes Paul II dazu, die endgültige Herausgabe der Enzyklika Veritatis Splendor bis nach der Veröffentlichung des Katechismus der katholischen Kirche zu verschieben

Benedikt XVI betont, daß die Theologische Kommission das Problem beharrlich angehen und "die Bemühungen um einen Konsens vorantreiben" muss.

Ein weiteres Thema ist das der jungen Kirchen. Benedikt XVI fragt: "Inwieweit sind die jungen Kirchen an die westliche Tradition gebunden und inwieweit können andere Kulturen eine neue theologische Kultur bestimmen?"


M.Tosatti: ein Interview mit Don Nicola Bux zur postsynodalen Exhortation


Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae ein Interview von Don Nicola Bux mit der website "Scuola Ecclesia Mater" zur erwarteten postsynodalen Exhortation von Papst Franziskus veröffentlicht.
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"BUX: WAS UNS IN DER APOSTOLISCHEN EXHORTATION ERWARTET....." 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, in diesen Tagen wird viel über die postsynodale, apostolische Exhortation zur Amazonas-Synode gesprochen. Wie Sie wissen, wird sie Mittwoch, am 12. Februar, präsentiert und endlich wird das Geheimnis um das Problem der viri probati gelüftet. Weil es -auf Grund von Vorhersagen und Informationen so aussieht, als gäbe es verschiedene Versionen des Dokumentes. Uns erscheint interessant, Ihnen die Überlegungen anzubieten, die Don Nicola Bux gegenüber Vito Palmiotti  in einem Interview für die website "Scuola Ecclesia Mater"  geäußert hat. Uns erscheint das eine eine beträchtliche Gelassenheit und Ausgewogenheit wiederzuspiegeln - in einem Augenblick in dem beides sowohl der einen wie auch der anderen Seite zu fehlen scheint, besonders aber den Partisanen der Neuen Reformierenden Kirche. 
Gute Lektüre.
                                      §§§

Interview von Vito Palmiotti mit Don Nicola Bux
Angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der Apostolischen Exhortation nach der Amazonas-Synode erleben wir eine Radikalisierung der Positionen, die soweit geht, daß- wenn z.B. Ratzinger und Sarah ihre Überlegungen formulieren, auf der einen Seite Erfolg geschrien wird und auf der anderen Skandal, wir erleben eine Art standing ovation einer Fraktion wegen der angenommenen Rücknahme der Unterschrift Benedettos, die dann empört ist, wenn diese tatsächlich auf dem Cover bleibt. 
Wir sind also wieder Zeugen einer Reihe von Epitheta, die Benedikt als "nur eine halbe Stunde am Tag als klar" beschreiben sollen (und vielleicht ist es genau die halbe Stunde, in der er geschrieben hat.um dann für 23,5 Stunden in einen Dämmerzustand zurück zu kehren) und wenn es nicht so wäre, wäre das dann nicht eine schwerwiegende Einmischung in etwas, das niemand weiß, das aber hier und da aus dem Ärmel gezogen wird, um seine- des Papstes-  Gedanken -zu interpretieren, die unter anderem hoffentlich klare Hinweise zu einem heiklen Thema geben sollten- wie z.B. der Möglichkeit, sich einem verheirateten Klerus -in einigen "besonderen Situationen" zu öffnen, wie die Synodenväter im Schlussdokument der umstrittenen und diskutierten Amazonas-Synode gefordert haben.
Es entsteht der Eindruck, daß ein katholischer Blick und der Realitätssinn fehlen. 
Was wird der Papst tun? 
Kardinal Charles Journet, ein angesehener Patrologe, sagte:  "Was das Axiom "wo der Papst ist, da ist die Kirche" anbelangt, gilt es,  wenn sich der Papst als Papst und als Oberhaupt der Kirche verhält; im gegenteiligen Fall ist weder die Kirche in ihm noch er in der Kirche ". 
Don Nicola Bux, der zuerst von Kardinal Ratzinger und später von Papst Benedikt eingeladen wurde, an der Eucharistie-Synode 2005 und der zum Mittleren Osten 2010 teilzunehmen, weiß, wie sich die Dinge entwickeln. 
Natürlich könnte der Papst, wenn dieser Cancan nach der Synode so weitergeht, etwas 
überdenken und verändern. 


Freitag, 7. Februar 2020

Edward Pentin zur causa Gänswein

Edward Pentin kommentiert im National Catholic Register den Stand der causa Gänswein-Beurlaubung aus seiner Sicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LÖSUNG DES RÄTSELS UM DIE SUSPENDIERUNG VON ERZBISCHOF GÄNSWEIN" 

"Ende Januar hat Papst Franziskus Erzbischof Gänswein aufgefordert seinen Pflichten als Präfekt des Päpstlichen Hauses fern zu bleiben und mehr Zeit in seine Rolle als Privatsekretär von Benedikt XVI zu investieren.

Der merkwürdige Fall des Verschwindens von Erzbischof Georg Gänswein aus den päpstlichen Ämtern spiegelt sich nach den scheinbar widersprüchlichen Aussagen in den Presseberichten und am Mittwoch im Vatikan wider.


In einem Artikel in der deutschen Zeitung Die Tagespost vom 5. Februar hieß es, Papst Franziskus habe Erzbischof Gänswein von seiner Position als Präfekt des Päpstlichen Hauses ifür unbestimmte Zeit beurlaubt, nach dem wie er den Start des Buches von Papst Emeritus Benedikt und Kardinal Robert Sarah über das Priestertum und den priesterlichen Zölibat handhabte,  einen Tumult, der weltweit die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog.

Dieser Schritt scheint mit dem Umgang dieses Pontifikats mit anderen Mitarbeitern zu korrelieren, die dem Heiligen Vater in der Vergangenheit herausgefordert und ihm Schwierigkeiten bereitet haben, sie aus ihren Ämtern zu entfernen, ohne ihnen eine neue Pflicht zuzuweisen und sie so in einer Art  unbegrenzten Abwesenheit zu belassen. 

Die Kardinäle Raymond Burke und Gerhard Müller sind weitere Beispiele, die nach ihrer Abberufung noch keine neuen kurialen oder bischöflichen Funktionen erhalten haben.

Der angebliche Grund, so berichtete"Die Tagespost", sei die Fürsorge für Benedikt XVI, der  sich laut Spekulationen von Luis Badilla von der halboffiziellen vatikanischen Nachrichtenagentur Il Sismografo möglicherweise wohlfühlt,. 


Donnerstag, 6. Februar 2020

David Berger kommentiert die Beurlaubung Erzbischof Gänsweins....

"Aber machen wir uns nichts vor: Nachdem Papst Franziskus den Lieblingsort Papst Benedikts in den Gärten von Castel Gandolfo, einen Weinberg mit deutschen Rebsorten, dem Erdboden hat gleichmachen lassen, erreicht nun die Vatikanische Version des „Kampfes gegen Rechts“ (Kampf gegen zu viel Katholizismus) ein neues Level: Der Sack wird geschlagen, aber der Esel ist gemeint."
Oder A. Socci hatte doch Recht.....
Hier geht´s zum Original bei Philosophia Perennis:  klicken

unter dem Titel:

"RACHEAKTION: PAPST FRANZISKUS BEURLAUBT ERZBISCHOF GÄNSWEIN"

beginnt der Artikel so:


"Wie die katholische Zeitung „Tagespost“ meldet, hat Papst Franziskus den bekannten Kurienbischof Georg Gänswein beurlaubt. Gänswein gilt als der wichtigste Vertraute des emeritierten Papst Benedikts XVI und neben dem Papst als wichtigstes „Gesicht“ des Pontifikats Benedikts XVI."

Quelle: D.Berger, Philosophia Perennis

Tosatti widerspricht dem vaticanischen Presseamt....

Marco Tosatti widerspricht in einem Artikel für La Nuova Bussola Quotidiana den beschwichtigenden Verlautbarungen des vaticanischen Presseamtes zur unbegrenzten Beurlaubung Erzbischof Gänsweins von seinem Amt als Präfekt des Päpstlichen Hauses fundamental und beruft sich dabei auf vaticanische Quellen, u.a. auch solche, die dem Erzbischof nahe stehen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

DER PAPST ENTLÄSST DON GEORG

"KOMM NICHT WIEDER". UND GÄNSWEIN WURDE VOR DIE TÜR GESETZT

Papst Bergoglio hat den Präfekten des Päpstlichen Hauses und Sekretär von Benedikt XVI, Erzbischof Georg Gänswein für unbestimmte Zeit beurlaubt. Der Vatican spricht von einem normalen Vorgang. Aber nach der Rekonstruktion von La Nuova Bussola Quotidiana hat ihn Franziskus buchstäblich vor die Tür gesetzt "Ich will dich nicht mehr sehen"
Die Gründe für eine angekündigte Pause: vom schwierigen Zusammenleben bis hin zur unangenehmen Rolle des Vermittlers in der Affäre des Buches von Benedikt XVI und Sarah.

Papst Bergoglio hat den Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Soll heißen: formal ist Gänswein noch Präfekt des Päpstlichen Hauses (ein Amt, das nach Meinung einiger durch die Kurienreform auch abgeschafft werden könnte)-aber er übt es nicht aus.

Soweit wir wissen, wurde er gebeten, auch nicht in sein Büro zu kommen. Die Entscheidung wäre vor einiger Zeit getroffen worden, und tatsächlich hatten diejenigen, die die Zeremonien und Begegnungen des Papstes genau verfolgen, die Abwesenheit des deutschen Prälaten bemerkt. Aber gestern hat "Die Tagespost", eine deutsche katholische Zeitung, die Nachricht übermittelt, auch wenn sie sie in gewisser Weise als zweifelhaft dargestellt hat.

Die Zeitung schreibt: "Papst Franziskus hat dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, einen unbefristeten Urlaub gewährt. Wann Gänswein seine Pflichten wieder aufnimmt, ist unsicher. Papst Franziskus gewährte dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, einen unbefristeten Urlaub. Vatikanische Kreise haben das dieser Zeitung gegenüber bestätigt. Der Privatsekretär des Papstes bleibt als Chef der Präfektur verantwortlich, die für die Organisation der öffentlichen Audienzen des Papstes verantwortlich ist, wird jedoch freigestellt, um Benedikt XVI mehr Zeit widmen zu können "

Die Realität sieht jedoch entschieden anders aus, wie wir aus Quellen, die dem Betroffenen nahe stehen,  erfahren haben. Erzbischof Gänswein hat den amtierenden Papst um nichts gebeten, geschweige denn  ohne zeitliche Begrenzung von seinem Amt  beurlaubt zu werden. Seit Tagen kursieren im Vatikan Gerüchte über ein stürmisches Zusammentreffen der beiden, das mit der Trennung geendet habe. Dies sind jedoch nur Aussagen, denen es allerdings angesichts der impulsiven und wütenden Natur des Papstes nicht an Plausibilität mangelt.


Mittwoch, 5. Februar 2020

Neues zu EB Gänswein

Hannah Brockhaus berichtet für CNA über den derzeitigen Informationsstand zu Berichten über die Beurlaubung von Erzbischof Gänsewein durch den amtierenden Pontifex
Hier geht´s zum Original: klicken

"VATICAN HAT KEINE INFORMATIONEN ZUM BERICHT ÜBER DIE  BEURLAUBUNG GÄNSWEINS"

"Nachdem eine deutsche katholische Tageszeitung berichtet hatte, daß Erzbischof Georg Gänswein gebeten wurde, von seiner Position als Leiter des päpstlichen Haushalts Urlaub zu nehmen, hat der Vatikan erklärt, er könne den Bericht nicht bestätigen, und der Erzbischof sei noch in seinem Amt.

Die Tagespost vom 5. Februar berichtet, daß der deutsche Erzbischof vor kurzem von Papst Franziskus gebeten hat "sich auf seine Rolle als Privatsekretär des Papa emeritus Benedikt XVI zu konzentrieren." 

Eine Vatican-Quelle berichtete CNA daß der Bericht der Tagespost, daß Gänswein als Präfekt des Päpsltichen Haushaltes  auf unbestimmte Zeit beurlaubt worden sei, auf dem Laufenden ist. Aber das Presseamt des Hl. Stuhls berichtete am heutigen Mittwoch, es habe keine Informationen bzgl.Gänsweins Beurlaubung.

Was die Abwesenheit des Erzbischofs bei den päpstlichen Audienzen in den vergangenen Wochen betrifft, stellte das Presseamt fest: "das liegt an einer üblichen Neuordnung der verschiedenen Aufgaben und Pflichten des Präfekten des Päpstlichen Haushalts, der wie Sie wissen auch der persönliche Sekretär des Papa emeritus ist."

Im Januar fehlte Gänswein während mehrerer Wochen bei seiner üblichen Pflicht,während öffentlicher Auftritte des Papstes -wie z.B. bei den Generalaudienzen am Mittwoch- weil er an einer Bronchitis erkrankt war. 

Gänsweins fortgesetzte Abwesenheit unmittelbar vor der Kontroiverse um das neue Buch über den priesterlichen Zölibat -geschrieben von Kardinal Robert Sarah und Benedikt XVI-
hat zu Spekulationen geführt, der persönliche Sekretär des Papa emeritus sei aus diesem Grund aus seinem Amt als Leiter des päpstlichen Haushaltes entfernt worden.


Fr. Leonardo Sapienza, Regens der Präfektur, hat die Rolle Gänsweins bei den Generalaudienzen als Repräsentant  des päpstlichen Haushalts eingenommen. 

Quelle: CNA,  H. Brockhaus 

Dienstag, 4. Februar 2020

Doch keine "viri probati" in der postsynodalen Exhortation?

Bruno Volpe veröffentlicht in La Fede Quoditidana 
Hier geht´s zum Original: klicken

"EXKLUSIV: FRANZISKUS ERÖFFNET NICHT DIE MÖGLICHKEIT FÜR VIRI PROBATI UND DIE PRIESTERWEIHE FÜR VERHEIRATETE MÄNNER"

La Fede Quotidiana hat einer wichtige Tatsache erfahren, die sich auf das kommende päpstliche Dokument zur Amazonas-Synode bezieht. Und diese Tatsache widerspricht- wenn sie nicht in letzter Minute geändert wird- dem, was kürzlich über den Text berichtet wurde, in dem es ein Ja zu den viri probati und verheirateten Priestern geben würde. Diejenigen, die diesen Text vor zwei Tagen gesehen haben (der höchstwahrscheinlich an 12. Februar veröffentlicht wird) sagen. daß zwei heiß diskutierte Kategorien im Dokument nicht erwähnt werden und es deshalb keine offizielle Öffnung [für sie] gab.

Paragraph 3 des Textes verdient besondere Beachtung, im Hinblick auf einen ironischen Vorgang:  der Papst sagt, daß er sich nicht über den postsynodalen Text äußern will. Es ist jedoch ganz offensichtlich, daß dies ein Text ist, der auf Schwierigkeiten gestoßen ist, die im traditionellen und im progressiven Lager zahlreiche unterschiedliche Empfindungen hervorgerufen haben.

Wahrscheinlich- aber das ist ein reine Hypothese, die verifiziert werden muß- hat das kürzlich veröffentlichte Buch von Kardinal Sarah mit dem Beitrag des Papa emeritus Benedikts XVI "Aus der Tiefe unserer Herzen" so viele Kontroversen ausgelöst, so manches Problem  und auch einige Betroffenheit hervorgerufen.  Wir werden sehen.
Wie die Dinge stehen, werden-soweit wir es verstanden haben- die beiden heiß diskutierten Kategorien in dem Dokument nicht erwähnt. Es sei denn, es gäbe weitere Modifizierungen und Änderungen.

Quelle: Bruno Volpe,  La Fede Quotidiana

Montag, 3. Februar 2020

Tosatti: Sind die Viri Probati vom Tisch?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae den aktuellen Stand der Dinge, wie er für die endgültige Fassung der postsynodalen Exhortation angenommen wird- nach dem die so kontroversen Themen "viri probati" und verheiratete Priester entgegen aller Vorhersagen darin nicht vorkommen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"EXHORTATION. DER TÄGLICHE GLAUBE: DIE VIRI PROBATI GECANCELT?" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, jetzt bin ich wirklich neugierig darauf, die apsotolische Exhortation, die Frucht der Arbeiten der Amazonas-Synode, zu lesen, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden sollte. Alle haben sicher die auf sehr zuverlässigen Quellen beruhende  Vorhersage von Corrispondenza Romana  gelesen, nach der die Exhortation den Vorschlag des Schlußdokumetes der Synode aufnimmt, den für verheiratete Diakone den Weg zum Weihesakrament freizugeben, um dem Priestermangel in bestimmten, weit entlegenen Amazonasgebieten entgegen zu wirken.

So sei der Entwurf entstanden, das Kardinal Hummes, einem großen Verfechter einer Lockerung des Zölibats, entworfen wurde, unterstützt durch Worte, Werke und Finanzierung der deutschen Kirche, deren stellvertretender Vorsitzender schon die Möglichkeit angedeutet hatte, dieses "amazonische" System für die Städte des Reiche anzuwenden.

Aber Vorsicht! Sofort nachdem Aciprensa die von Corrispondenza Romana verbreitete Information teilweise korrigiert hatte- wurde sie weltweit erneut weitergegeben. "An diesem 31. Januar ist bei einem digitalen Medium ein Text als Teil der apostolischen postsynodalen Exhortation für die Amazonas.-Synode veröffentlicht worden, durch den der priesterliche Zölibat abgeschafft werden würde. Eine vertrauenswürdige Quelle des Hl. Stuhls hat uns signalisiert, daß dieser Text nicht das endgültige Dokument ist, "Das, was zur Zeit verbreitet wird, ist ein Entwurf, der zur Beurteilung und Kommentierung verteilt wurde, während sich der endgültige Text entwickelte"  hat eine zuverlässige Quelle aus dem Dicasterium für Kommunikation des Vaticans am vergangenen Freitag gegenüber ACI Prensa versichert."

Ich würde sagen- eine Mahnung zur Vorsicht. Und tatsächlich hat Kardinal Hummes in seinem Brief an alle Bischöfe darum gebeten die Präsentation des Dokumentes in ihren Diözesen vorzubereiten, wobei- wenn möglich- auch Indios beteiligt werden sollten (ich mache keine Witze, das hat er wirklich geschrieben) und von einem überarbeiteten Text gesprochen...vielleicht war im Boot der viri probati doch nicht alles so sicher, daß man sich damit auf die lange Reise auf dem Amazonas-Fluss wagen wollte.

Und gestern wurde "La Fede Quotidiana" noch kategorischer. Weder der Zölibat noch die viri probati seien in dem Dokument enthalten, das am 12. Februar vorgestellt werden soll. Aber lesen wir selbst.


Mittwoch, 29. Januar 2020

G. Weigel hält den Gift und Galle spuckenden Angreifern von Papst Benedikt XVI und Kardinal Sarah den Spiegel vor.

Im "Catholic World Report" hält George Weigel den bösartigen Verleumdern Benedikts XVI und Kardinal Sarahs mit unmißverständlichen Worten einen Spiegel vor
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               "DIE MOBBER UND DIESES  BUCH..." 
An dem außerordentlichen Gift, mit dem Benedikt XVI und Kardial Sarah bespuckt wurden, sind weder etwas Kirchliches noch Christliche Barmherzigkeit.

Sofort nachdem am 12. Januar bekannt wurde, daß der Papa emeritus Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah ein Buch über die Krise des Priestertums in der Kirche des 21. Jahrhunderts schrieben, brach die online-Hysterie aus.
Das unterstreicht eher die Richtigkeit eines Vorsatzes für das Neue Jahr, den ich den betroffenen Katholiken in einer Kolumne vom 1. Januar empfohlen hatte: "Entschließen Sie sich, Ihren Kontakt zur katholischen Blogosphäre zu begrenzen."

Das außergewöhnliche Gift, das mehr als nur ein paar Kommentatoren auf den emeritierten Papst und den Kardinal spuckten, brachte die Diskussion der Kirche über die Reform des Priestertums nicht weiter. Tatsächlich hat es diese dringende Diskussion verzögert, indem es die Aufmerksamkeit von einigen dringenden Fragen (einschließlich der tiefen Wurzeln der Missbrauchskrise und der Bedeutung des geistlichen Zölibats) ablenkte und indem ein ernstes Buch so behandelt wurde, als wäre es ein parteipolitisches Traktat.

Dennoch diente die Kakophonie über das Benedikt/Sarah-Buch "Aus der Tiefe unserer Herzen" tatsächlich zwei nützlichen Zielen: sie spricht Bände über den Charakter des Giftes und sie stellte Teile der Dynamik innerhalb der Kirche klar, während das Pontifikat von Papst Franziskus sich am kommenden 13. März seinem 7. Jahrestag nähert.

Der Angriff auf Papst Emeritus Benedict war außergewöhnlich bösartig und zutiefst schlecht informiert. Ein prominenter Parteigänger des gegenwärtigen Pontifikats meinte, Benedikt sei "kaum eine halbe Stunde am Stück bei Bewusstsein". Ein anderer Zauberer des linken Spektrums sagte, Benedikt sei "handlungsunfähig".
Ich habe im vergangenen Oktober ganze 45 Minuten mit Papst Emeritus Benedict verbracht, um eine breite Palette von Themen zu besprechen. Er war körperlich ziemlich gebrechlich, aber am frühen Abend eines, wie ich annehme, normalen Tages war er völlig klar, ziemlich gut informiert, auf neue Informationen bedacht, voller guter Laune und in der Lage, Themen und Persönlichkeiten aus Gesprächen in Erinnerung zu rufen, die wir Jahrzehnte zuvor hatten. Der emeritierte Papst schien im Alter von 92 Jahren intellektuell glockenklar zu sein.
Kann man dasselbe auch für diejenigen sagen, die sich auf „Berichte“ stützen und ihn als senilen alten Mann abtun, der nicht mit den Ereignissen und vielleicht sogar der Realität in Verbindung steht?

Dienstag, 28. Januar 2020

Kardinal Sarah spricht Klartext.

Dorothy Cummings kommentiert  bei LifeSiteNews das Interview, das Kardinal Robert Sarah  "Il Foglio" gegeben hat. So klare und dezidierte Worte an ihre Adresse haben so manche der ad-hoc-Kritiker -auch aus den Reihen der Kleriker und klerikalen Presseorgane (wir könnten hier einige der deutschen Exemplare aufzählen) aus dem Mund eines Kardinals wahrscheinlich noch nie gehört. Es wurde aber wohl Zeit.
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"KARDINAL SARAH VERURTEILT "BRUTALE"  ANGRIFFE AUF BENEDIKT WEGEN DES BUCHES, DAS DEN PRIESTERLICHEN ZÖLIBAT VERTEIDIGT"´
"Was mein Herz bricht und mich tief verletzt ist die Brutalität, die Respektlosigkeit, die Rücksichtslosigkeit und die Unanständigkeit mit der BEnedikt XVI behandelt worden ist."


Kardinal Robert Sarah hat die "Brutalität" und "Unanständigkeit" der Angriffe auf den Papa emeritus Benedikt XVI -sobald die Nachricht ihres gemeinsames Buches, das den priesterlichen Zölibat verteidigt, erschien, verdammt. 

In einem Interview mit dem guineischen Kardinal, das Il Foglio aam 25. Januar veröffentlichte, sagte Sarah, daß es "viel Gerede über völlig lächerliche, für die Themen des Buches sekundäre Aspekte" gegeben habe,


"Absurde Kontroversen, vulgäre Lügen und schreckliche Demütigungen gegen Benedikt XVI und mich folgten aufeinander "fuhr der Kardinal fort. 

Aber es sind besonders die Angriffe auf den Ersteren, die ihn an meisten verletzen. 

"Was mein Herz bricht und mich tief verletzt, sind die Brutalität, die Respektlosigkeit, die Rücksichtslosigkeit und die Unanständigkeit mit der BEnedikt XVI behandelt worden ist" sagte er. 


Kardinal Sarah und Papst emeritus Benedikt XVI sind Co-Autoren eines Buches über die heutigen Herausforderungen des Prirestertums. Unter dem Titel "Aus der Tiefe unseres Herzens: Priestertum, Zölibat und die Krise der Katholischen Kirche" in der englischen und italienischen Fassung wird das von Cantagalli verlegt Buch am 30. Januar in den Buchläden erscheinen.  

"Ohne Animosität, ohne irgendwen anzhugreifen, haben wir unsere Überlegungen - mit Klarheit, Entschiedenheit und Treue zur Wahrheit einer der essentiellen Fragen vorgelegt: das Katholische Priestertum und den Zölibat" sagte Sarah.

Der Kardinal hat unterstrichen, daß es im Buch keine Stellungnahme gegen Papst Franziskus gibt. Inzwischen- so sagte er- hat der Papa emeritus "mir persönlich bestätigt, daß er dieses Buch begrüßt und glücklich über seine Veröffentlichung ist." 


"Der gesamte Text ist deshalb der selbe, außer der EInleitung und dem Schlußwort, wie das Verlagshaus Cantagalli erklärt" fuhr Sarah fort.


"Jetzt fordere ich, daß die sterilen Polemiken aufhören." 


Donnerstag, 23. Januar 2020

Ende der Querelen um "Aus der Tiefe unserer Herzen"- aber ein Rätsel bleibt....

Auch der Chefredakteur von La Nuova Bussola Quotidiana, A. Gagliarducci, setzt kurz vor dem Erscheinen der italienischen Ausgabe einen Schlußstrich unter den Sturm um "Aus der Tiefe unserer Herzen"  Alle angeblichen Unklarheiten um die Autorenschaft der Texte sind beseitigt- aber- ein Rätsel bleibt:  das Verschwinden eines von Kardinal Sarah und Papa emeritus Benedikt XVI dem Staatssekretariat zur Veröffentlichung übergebenen Kommuniqués zum Thema.
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"SARAH UND BENEDIKT XVI, DAS BUCH ERSCHEINT. TEXTE UND UNTERSCHRIFTEN SIND BESTÄTIGT."

Ein Kommuniqué des Verlegers Cantagalli, das das Erscheinen von "Aus der Tiefe unserer Herzen" für den 30. Januar ankündigte, setzt den vielen Tagen wilder Polemiken ein Ende (oder fast).
Als Autoren werden "Robert Sarah mit Joseph Ratzinger/Benedikt XVI "genannt- um weitere Spekulationen zu vermeiden. Die Wahrheit ist also wieder hergestellt, aber es bleibt die Wunde einer medialen Lynchjustiz zum Nachteil von Kardinal Sarah und des Papa emeritus, für die sich- dessen können wir sicher sein- sich keiner entschuldigen wird.
Und da ist auch noch der Makel eines Kommuniqués von Benedikt XVI und Sarah vom vergangenen Freitag, das vom Staatssekretariat hätte veröffentlicht werden sollen, das aber spurlos verschwunden ist.

"Heute- erst heute - wo die Nebel sich zu lichten scheinen- (...) kündigen wir das Erscheinen des Buches "Aus der Tiefe unserer Herzen" von Robert Sarah mit Joseph Ratzinger/Benedikt XVI für den 30. Januar 2020 an und danken den Autoren und allen Freunden, die uns bei diesem delikaten Unternehmen unterstützt haben, unseren Dank aus."
Mit diesen Worten hat David Cantagalli, der italienische Verleger von Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah, in einem offiziellen Kommuniqué das Schlußwort (oder beinahe) unter das trostlose Geschehen um die Ankündigung der Veröffentlichung des Buches zur Verteidigung des Zölibats, geschrieben zu vier Händen von Kardinal Sarah und vom Papa emeritus gesetzt.
Also es gib keine Zurücknahme der Unterschrift- wie es Benedikts Sekretär, Msgr. Georg Gänswein, vor den Presseagenturen erklärte, nachdem Indiskretionen darüber, daß Benedikt XVI über das Projekt des Buches nicht informiert war. Daraufhin kam es zu einem wahren medialen Lynchmord an Kardinal Sarah und auch zur üblichen Kampagne gegen den Papa emeritus.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Causa finita...

Matteo Matzuzzi schließt für Il Foglio den Fall Buch zu zwei oder zu vier Händen "Aus der Tiefe unserer Herzen" ab.Jetzt haben es auch die Letzten (fast) verstanden
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"BENEDIKT XVI HAT DIE VON KARDINAL SARAH GESCHRIEBENEN THESEN "GELESEN UND GETEILT." DER FALL IST ABGESCHLOSSEN."

Vom 30. Januar an ist die italienische Ausgabe von "Aus der Tiefe unserer Herzen" in den Buchläden. Der Verlag Cantagalli erklärt, wie das Buch strukturiert ist, und daß es die Namen beider Autoren tragen wird.

Rom. Der Name Joseph Ratzinger/ Benedikt XVI kehrt auf  den Umschlag von "Aus der Tiefe unserer Herzen" zurück, das ab dem kommenden 30. Januar in der italienischen Übersetzung von Cantagalli zur Verfügung steht. Das hat das Verlagshaus heute in einem Kommuniqué bekannt gegeben, in dem erklärt wird, wie das Buch strukturiert ist und den Polemiken und Gerüchten über die mehr oder weniger wichtige Rolle , die Ratzinger dabei gespielt hat ein Ende bereitet.
"Das Buch"- so liest man- besteht aus einer Anmerkung des Herausgebers Nicolas Diat, aus einem unveröffentlichten Essay des Papa emeritus Benedikt XVI, einem unveröffentlichten Essay von Kardinal Robert Sarah, einer Einleitung und einem Nachwort."

Hier wird also das Geheimnis offenbart, für das Vatikanisten, Beobachter und Kommentatoren so viel Tinte verbraucht hatte: "Die Einleitung und die Schlussfolgerung wurden von Kardinal Robert Sarah verfasst und von Papst Emeritus Benedikt XVI gelesen und geteilt." Gelesen und geteilt" etwas anderes als ein Betrug des Präfekten der Liturgiekongregtion. Ratzinger wusste alles, las und teilte die Worte des guineischen Kardinals so sehr, daß sein (doppelter) Name auf dem Umschlag des Buches prangte. Die von den Parteien tatsächlich vereinbarte Formulierung  sieht "Robert Sarah mit Joseph Ratzinger / Benedikt XVI" vor.

"Ich bin überzeugt, daß die Klarheit dieser Seiten Frieden in die Herzen und Gemüter bringen wird" hat David Cantagalli, der Direktor des Verlagshauses in Siena gesagt, und daran erinnert, "daß der Verlag in diesen Tagen Schweigen bewahrt hat, um die unnützen und sterilen Polemiken nicht noch zu befeuern". Außerdem- und das ist es, was zählt, "handelt es sich um einen Band von hohem theologischen, biblischen, spirituellen und menschlichem Wert-garantiert durch die Stärke der Autoren und ihren Beschluss, alle Früchte ihrer jeweiligen Überlegungen allen zur Verfügung zu stellen und so ihre Liebe zur Kirche, zu Seiner Heiligkeit Papst Franziskus und die gesamte Menschheit zu zeigen."

 Quelle: M. Matzuzzi, IlFoglio