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Freitag, 7. Februar 2020

Edward Pentin zur causa Gänswein

Edward Pentin kommentiert im National Catholic Register den Stand der causa Gänswein-Beurlaubung aus seiner Sicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LÖSUNG DES RÄTSELS UM DIE SUSPENDIERUNG VON ERZBISCHOF GÄNSWEIN" 

"Ende Januar hat Papst Franziskus Erzbischof Gänswein aufgefordert seinen Pflichten als Präfekt des Päpstlichen Hauses fern zu bleiben und mehr Zeit in seine Rolle als Privatsekretär von Benedikt XVI zu investieren.

Der merkwürdige Fall des Verschwindens von Erzbischof Georg Gänswein aus den päpstlichen Ämtern spiegelt sich nach den scheinbar widersprüchlichen Aussagen in den Presseberichten und am Mittwoch im Vatikan wider.


In einem Artikel in der deutschen Zeitung Die Tagespost vom 5. Februar hieß es, Papst Franziskus habe Erzbischof Gänswein von seiner Position als Präfekt des Päpstlichen Hauses ifür unbestimmte Zeit beurlaubt, nach dem wie er den Start des Buches von Papst Emeritus Benedikt und Kardinal Robert Sarah über das Priestertum und den priesterlichen Zölibat handhabte,  einen Tumult, der weltweit die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog.

Dieser Schritt scheint mit dem Umgang dieses Pontifikats mit anderen Mitarbeitern zu korrelieren, die dem Heiligen Vater in der Vergangenheit herausgefordert und ihm Schwierigkeiten bereitet haben, sie aus ihren Ämtern zu entfernen, ohne ihnen eine neue Pflicht zuzuweisen und sie so in einer Art  unbegrenzten Abwesenheit zu belassen. 

Die Kardinäle Raymond Burke und Gerhard Müller sind weitere Beispiele, die nach ihrer Abberufung noch keine neuen kurialen oder bischöflichen Funktionen erhalten haben.

Der angebliche Grund, so berichtete"Die Tagespost", sei die Fürsorge für Benedikt XVI, der  sich laut Spekulationen von Luis Badilla von der halboffiziellen vatikanischen Nachrichtenagentur Il Sismografo möglicherweise wohlfühlt,. 


Montag, 27. Januar 2020

Die Kurienreform : Papst Franziskus scheut die intellektuelle Diskussion

In seiner wöchentlichen Kolumne in Monday in the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die Kurienreform und den derzeitigen Stand der Dinge in Vatican und Kurie.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS - UND DAS THEMA DER OFFENEN PROZESSE" 

Die Ernennung von Erzbischof Cyril Vasil zum Apostolischen Administrator mit vollen Befugnissen für die Eparchie Kosice in der Slowakei ist Teil der Vatican-Reform durch Papst Franziskus. Erzbischof Vasil, ein Slowake, war 10 Jahre lang Sekretär der Kongregation für die Ostkirchen. Laut dem Entwurf für die Kurienreform , der zirkuliert aber bisher weder approbiert noch veröffentlicht wurde, werden die Ämter in der Kurie für einen Zeitraum von 5 Jahren vergeben, der einmla verlängert werden kann. Vasil bereitete sich am Ende auf ein Amt außerhalb des Vaticans vor.

Sogar die kürzliche Ernennung von Francesca Di Giovanni zur Untersekretärin des Vatican-Sekretariates für multilaterale Beziehungen nimmt die Kurienreform vorweg. Der Entwurf der Konstitution "Praedicate Evangelium"  sieht einen zweiten vaticanischen Vizesekretär für Internationale Angelegenheiten - an der Seite des Untersekretärs für die zwischenstaatlichen Beziehungen vor, mit speziellem Fokus auf multilaterale Angelegenheiten. Diese Stellung iat am Ende eingerichtet worden, bevor die Apostolische Konstitution promulgiert wurde,. 

Diese beiden jüngsten Ernennungen sind Teil eines wohl durchdachten Trends im Pontifikat von Papst Franziskus. Nachdem er gewählt wurde, stellte Papst Franziskus teure externe Berater an, erwog Vorschläge, richtete Kommissionen für Kommunikation, Finanzen, und die IOR an und einen Rat der Kardinäle, die ihm beim Entwurf der Kurienreform und bei der Regieren der Kirche helfen sollten.

Mit den Worten von Papst Franziskus waren das offene Prozesse. Aber was wird aus diesen Prozessen werden- angesichts der Aktionen von Papst Franziskus, des Endes der Prozesse und wann er entscheidet. Und Papst Franziskus entscheidet unabhängig von jeder Beratung, ohne auch nur ein konstitutionelles Dokument zu entwerfen. Die Dokumente kommen -entsprechend dem Denken von Papst Franziskus - anschließend. 

Nach sieben Jahren des Pontifikates scheint Papst Franziskus´ Modus operandi klar zu sein und enthüllt seine Art zu denken. Für Papst Franziskus macht der Führer die Institution, sie/er dient nicht der Institution. Das ist eine typisch lateinamerikanische Denkweise. 

Seit dem großen kontinentalen Projekt von Simon Bolivar haben die Staaten Lateinamerikas hauptsächlich charismatische Führer erlebt, Die lateinamerikanischen Institutionen sind eher jung, sie haben nicht die historische Bedeutung der Europäischen Institutionen.


Donnerstag, 23. Januar 2020

M.Tosatti: Gedankenspiele um den Hl. Stuhl samt Inhaber als Geschenk an Frankreich.....

Pezzo Grosso- ein alias von Marco Tosatti denkt in einem Beitrag in Stilum Curiae  darüber nach, Frankreich den Papst samt dem Hl. Stuhl & Gefolge zu schenken....
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PEZZO GROSSO: MONSIEUR MACRON, MÖCHTEN SIE DEN PAPST NICHT IN FRANKREICH....?"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, unser Pezzo Grosso hat die beigefügte Nachricht gelesen, die wenige Tage vor der Wahl in der Emilia Romagna erschien, in der u.a. die Bischöfe mit Kardinal Zuppi an der Spitze sich gegen "Souveränismus und Populismus" ausgesprochen haben...wer weiß auf wen sie sich damit beziehen. Pezzo Grosso hat zu Feder und Papier, d.h. zur Tastatur, gegriffen und diesen zigsten pontifikalen Gag zugunsten der Migrantenströme kommentiert... gute Lektüre!
                                                                       §§§ 

Lieber Tosatti,
ich habe den oben erwähnten Link gelesen. Darf ich eine weitergehende Überlegung vorschlagen?

Italien ist das einzige Land, das in seinem Inneren einen Staat (Vatican), Sitz des Papstes, der obersten moralischen Autorität der Welt, beherbergt. Dank dieser Anwesenheit wurde Italien in der Vergangenheit mehrmals Opfer von Invasionen (vielleicht mit der Entschuldigung den Papst vor den Kaisern zu schützen), wiederholt auf verschiedene Weise politisch erpresst (wir denken an radikale Parteien), weil der italienische Staat den Vatican beeinflusse. Das geschah aus politischen Gründen- und für alle offensichtlich, weil die moralische Autorität der Kirche, des Papstes  alle Wahlerwartungen kippen kann.

Aber nicht nur in Italien, sondern auch in allen Ländern der Welt, wo es Katholiken gibt, die wählen (und den Bischöfen gehorchen). Der unten aufgeführte Link drückt genau dieses Konzept aus, oder nicht Tosatti?

Außerdem ist der wirklich Migrant, der nicht in Italien an Land hätte gehen sollen, ein italienisch-argentinischer Jesuit, ein Infiltrierer mit einem Pass des Hl. Stuhls. Aber das sit nicht die Schuld der Regierung Conte. Es war ein Schlag des Kleinen Vatican-Staates unter der Regierung Bertone-Gänswein- unterstützt von Obama-Clinton und der parajesuitischen St. Gallen-Mafia.

Tosstti, erkennen Sie also die Schäden, die die Anwesenheit des Vaticans in Italien verursacht? Es sind äußere politische Einflüsse im Land zu haben, die das Land auf die Knie zwingen, damit die Moralische Autorität sich bereit erklärt, die Moral zu ändern.

Sprechen wir gerechterweise von den illegalen Migranten, sprechen wir nie mehr von Spionen oder Terroristen, die unser Land mit Diplomaten-Pässen betreten und Bedingungen schaffen, aus denen heraus Regierungen vom aktuellen Typ "alla Salavini" entstehen.

Haben wir uns nie gefragt- und eine Antwort riskiert- wer die legitimen Diener unseres Landes sind, wer dagegen die Verräter, die äußern Mächten verpflichtet sind? So wie wir uns allzu oft fragen, wer die Päpste, Kardinäle, jene, die an das Evangelium Christi glauben oder die Gläubigen Luthers, von Mohammed, Marx, Hegel, Kant, Heidegger, etc.?

Denken wir darüber diese Hypothese nach, die eine präzedenzlose religiös-politische Allianz schafft, Sagen Sie nicht, daß ich übertreibe, denken Sie bitte darüber nach, Freunde von Stilum Curiae.

Denken Sie, daß man ein Referendum über die Bereitschaft der katholischen Italiener, den Päpstlichen Stuhl einschließlich des Pontifex´zu verlieren veranstalten könnte?
Die Franzosen haben sich den Pontifex der Katholischen Kirche immer in Frankreich gewünscht. Und es ihnen zweimal gelungen- mit Gewalt.
Philipp IV von Frankreich (Philipp der Schöne) hat das Papsttum nach Avignon (die Gefangenschaft von Avignon) verlegt, aber die Hl. CAterina hat Papst Gregor XI überzeugt, nach Rom zurück zu kehren.

500 Jahre später hat Napoleon sogar zwei Päpste als Gefangene nach Frankreich gebracht (Pius VI und Pius VII). Erledigen wir das auf "französische Art", oder? Diesmal freundschaftlich. Schenken wir Macron Bergoglio und seinen Hof,

Transferieren wir den (Ex) Hl. Stuhl nach Frankreich, wo er sich sicher zu hause fühlen wird.

Oder Tosatti? Was sagen Sie?

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti




Mittwoch, 15. Januar 2020

Fundstück - zum Buch.....

CNA Deutschland gibt heute einen Ausschnitt aus "Aus der Tiefe unserer Herzen" bekannt. Und der geneigte Leser darf sich fragen, warum ein solcher Text bei den Revolutionswächtern um den amtierenden Papst zu einer reaktiven Kernschmelze führte.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel :

Dokumentiert: Der Originaltext von Benedikt XVI im Buch "Aus der Tiefe des Herzens"


beginnt der Beitrag so- Zitat:

"Kardinal Robert Sarah hat bekanntgegeben, daß bei seinem neuen Buch "Des profondeurs de nos coeurs" ("Aus der Tiefe des Herzens") auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. mitgewirkt hat (CNA Deutsch hat berichtet). Mit freundlicher Genehmigung des fe-Medienverlags veröffentlicht CNA Deutsch einen Auszug des Beitrags Benedikts XVI zu Priestertum und Zölibat im deutschen Wortlaut.

"1. Die Gestaltwerdung des neutestamentlichen Priestertums in der christologisch-pneumatischen Exegese

Die Bewegung, die sich um Jesus von Nazareth gebildet hat, war – jedenfalls in der vorösterlichen Zeit – eine Laienbewegung. Darin ähnelt sie der Bewegung der Pharisäer, weshalb die ersten Auseinandersetzungen sich wesentlich auf die pharisäische Bewegung beziehen. Erst beim Letzten Pascha Jesu in Jerusalem ist die priesterliche Tempelaristokratie – die Sadduzäer – auf Jesus und seine Bewegung aufmerksam geworden, was zum Prozess und zur Hinrichtung Jesu geführt hat. Dementsprechend konnten auch die Ämter in der um Jesus sich bildenden Gemeinschaft nicht dem Bereich des alttestamentlichen Priestertums zugehören: Priestertum war erblich. Wer nicht aus einer Priesterfamilie stammte, konnte auch nicht Priester werden."
Quelle: CNA,  

Sonntag, 12. Januar 2020

Magister zur Vatican-Diplomatie im Mittleren Osten

Sandro Magister analysiert bei Settimo Cielo im Licht der jüngsten Ereignisse um den getöteten Terroristen Suleimani den Stand der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Hl. Stuhl und dem Iran. Bemerkenswert auch, daß es für so manchen Leser/Hörer der mainstream-Medien eines Vaticanisten bedarf, um über die Vorgeschichte und Hintergründe des Geschehens informiert zu werden. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ABGEKÜHLTE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEM VATICAN UND DEM IRAN, SOGAR  SCHON VOR DER TÖTUNG SULEIMANIS" 

"Sechs Tage nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Suleimani in Bagdad gab es große Erwartungen, was Papst Franziskus in seiner traditionellen Ansprache zum Jahresanfang an das Diplomatische Corps sagen würde.

In dieser Hinsicht äußerte sich der Papst mit den Worten, die er zuvor beim Angelus am 5. Januar ausgesprochen hatte.

"Besonders beunruhigend sind die Signale, die aus dem gesamten Mittleren Osten kommen in der Folge der verstärkten Spannungen zwischen dem Iran und den USA - mit dem Risiko vor allem für den schrittweisen Wiederaufbau des Iraks ebenso aber auch den Grundstein für einen  größeren Konflikt legen könnte. den wir alle vermeiden wollen. Ich rufe daher erneut dazu auf, daß alle Beteiligten eine Eskalation des Konfliktes vermeiden und unter uneingeschränkter Achtung des Völkerrechts die Flamme des Dialogs und der Selbstbeherrschung am Leben erhalten.

Es ist anzumerken, daß es eine langjährige Beziehung zwischen dem Hl. Stuhl und dem Iran gibt, Seit 1954 bestehen diplomatische Beziehungen. Auch mit dem schiitischen Islam und seinen Ayatollahs gibt es eine gefestigtere Tradition des kulturellen Austauschs als mit dem sunnitischen Islam.
Auf geopolitischem Gebiet hat die vaticanische Diplomatie im Iran im Allgemeinen eher ein Stabilisierungs-  als einen Konfrontationsfaktor angesehen -auch für den Schutz der christlicher Minderheit im Iran und im benachbarten Syrien.
Während des noch andauernden Syrienkonfliktes war der Hl. Stuhl immer auf der Seite der Macht Bashar el Assads- die hauptsächlich von den al Quds-Milizen Suleimans gesichert wurde- gegenüber der Zivilbevölkerung nicht weniger unbarmherzig als gegenüber den Kämpfern.

Vor kurzem jedoch gab es im Vatican einige Zeichen für ein kritisches Abrücken vom der traditionellen Politik der "guten Nachbarschaft" mit der Islamischen Republik Iran.

Der Text, den "La Civiltà Cattolica" der Presse wenige Stunden vor der Tötung Suleimans geschickt hat, ist ein interessanter "Test" dafür, wie der Vatican jetzt auf die iranischen Hegemoniebestrebungen gegenüber dem Libanon, dem Irak und Syrien schaut.

Giovanni Sale, der in dem von Fr. A. Spadaro geführten Magazin - das mit Zustimmung des Papstes publiziert-, für die Muslimische Welt zuständig ist, hat den Volksaufständen, die seit etlichen Monaten in Libanon, Irak und Iran stattfinden 10 Seiten gewidmet.

Und was den Irak betrifft, schreibt Fr. Sale, daß die Hauptziele des Protests der Jugend eben "die Ayatollahs von Teheran sind, die sehr daran interessiert sind, die Region, die Schiitischer Halbmond genannt wird, strategisch zu kontrollieren."

Im Irak- erklärt der Jesuit- gibt es zur Zeit ein "inoffizielles Quotensystem" das "die Macht zwischen drei Wählergruppen -den Shiiten, Sunniten und den Kurden aufteilt." und dabei den Shiiten Vorrang gibt- mit Unterstützung des Irans- einschließlich militärischer Hilfe.


Mittwoch, 8. Januar 2020

Kardinal Zens Brief an die Kardinäle

Marco Tosatti hat für OnePeterFive den Brief veröffentlicht, den Kardinal Zen vor einigen Monaten  an die Kardinäle zum China-Abkommen geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL JOSEPH ZEN AN SEINER BRÜDER IM KARDINALSAMT: DIE KIRCHE WIRD IN CHINA ERMORDET"

Liebe Freunde und Feinde....wir veröffentlichen einen Brief, den Kardinal Joseph Zen vor einiger Zeit an alle Kardinäle und den er jetzt veröffentlichen möchte. Unnötig zu sagen, daß die neuesten Nachrichten aus der Volksrepublik China nur die Sorgen bestätigt und vermehrt, die vor einiger Zeit von vielen über das vorläufige Abkommen ausgedrückt wurden, das von Vertretern des Hl. Stuhle und der Regierung in Peking unterzeichnet wurde. Gute Lektüre. 

Omnem sollicitudinem vestram proicientes in Eum, quoniam Ipsi cura est de vobis.

( "Wirf alle deine Sorgen auf ihn weil er für dich sorgt"  1Pt 5:7 . Bischöfliches Motto von Kardinal Zen) 

27.9.2019

Liebe Eminenz, 
bitte vergib mir die Störung, dieser Brief bei Dir verursachen wird. Ich schreieb Dir, weil ich in meinem Gewissen glaube, daß das Problem , das ich anspreche, nicht nur die Kirche in China betrifft, sondern die gesamte Kirche und wir Kardinäle haben die schwere Verantwortung dem Hl. Vater bei der Leitung der Kirche zu helfen. 

Basierend auf meiner Analyse des Dokumentes des Hl. Stuhls  "Pastorale Richtlinien des Heiligen Stuhls zur zivilen Registrierung von Geistlichen in China" vom 28. Juni 2019  ist absolut klar, daß es die Gläubigen in China ermutigt, in eine Schismatische Kirche (unabhängig vom Papst und auf Befehl der Kommunistischen Partei) einzutreten. 

Am 10. Juli habe ich dem Papst meine „Dubia“ überreicht. Seine Heiligkeit versprach mir am 3. Juli, daß er sich dafür interessieren würde, aber bis jetzt habe ich nichts gehört.

Kardinal Parolin sagt, wenn wir heute von der unabhängigen Kirche sprechen, sollten wir nicht länger meinen, daß diese Unabhängigkeit absolut ist, da das Abkommen die Rolle des Papstes in der katholischen Kirche anerkennt.

Erstens kann ich nicht glauben, dass es eine solche Erklärung in der Vereinbarung gibt, und ich habe sie immer noch nicht gesehen (unter anderem, warum sollte eine solche Vereinbarung geheim sein und mir, einem chinesischen Kardinal, nicht einmal erlaubt werden, sie zu sehen? ), aber noch deutlicher zeigt die ganze Situation nach der Unterzeichnung des Abkommens, daß sich in Wirklichkeit nichts geändert hat.

Kardinal Parolin zitiert einen Satz  aus dem Brief von Papst Benedikt- allerdings  in der Tat völlig unzusammenhängend, so daß er der gesamten Bedeutung des Absatzes diametral widerspricht.

Diese Manipulation der Gedanken des Papa Emeritus ist ein schwerwiegender Mangel an Respekt; tatsächlich ist es eine bedauerliche Beleidigung für die Person des sehr sanftmütigen noch lebenden Papstes.

Es empört mich auch, daß sie oft erklären, daß das, was sie tun, im Einklang mit dem Gedanken des vorhergehenden Papstes steht, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Ich habe guten Grund zu der Annahme (und ich hoffe, daß ich es eines Tages anhand von Archivdokumenten nachweisen kann), daß es sich bei dem unterzeichneten Abkommen um dasjenige handelt, das Papst Benedikt damals abgelehnt hatte.
Liebe Eminenz, können wir passiv dabei stehen, wie die Kirche in China von jenen getötet wird, die sie vor ihren Feinden schützen und verteidigen sollen?
Ich flehe Dich auf Knien an,

Dein Bruder
Kardinal Joseph ZEN, S.D.B.
Anmerkung des Herausgebers: Wir arbeiten daran, Kardinal Zens Dubia zu übersetzen. Wir werden sie dem Artikel anfügen, sobald sie zur Verfügung stehen. 

Quelle: OnePeterFive, M. Tosatti

Magister: EIn prominenter Kirchenjurist zur Frage ob die strafweise Rückversetzung von Bischöfen in den Laienstand zulässig ist.

Sandro Magister veröffentlicht und kommentiert bein Settimo Cielo die Einwände, die ein prominenter Vertreter der Vatican-Jusisdiktion gegen die Zurückversetzung von Bischöfen und Kardinälen in den Laienstand in einem Essay formuliert hat.
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"DIE ANDERE SEITE DER CAUSA MCCARRICK. DAS OBERSTE VATICAN-GERICHT GEGEN PROZESSE OHNE GARANTIEN UND OHNE THEOLOGIE." 

Nach vielen ungerechtfertigten Verzögerungen ist die Benachrichtigung über die Causa Theodore McCarrick, die von Papst Franziskus im Oktober 2018 versprochen wurde, vielleicht kurz davor, veröffentlicht zu werden- mit der vorhersehbaren erneuten Explosion der Kontroversen über die Vertuschung durch die höchsten Ränge der Kirchenhierarchie,  von der er profitiert haben soll.

Inzwischen aber hat ein prominenter Repräsentant des Obersten Vaticanischen Gerichtshofes, der Benedikt XVI sehr nahe steht- aber ihm gegenüber nicht völlig unkritisch ist- sehr schwerwiegende Einwände gegen die Entlassung des früheren Kardinals aus dem Klerikerstand erhoben- nicht wegen der Gründe, die zu dieser Verurteilung führten- die sehr schwerwiegend bleiben- und es handelt sich um einen sexuellen Mißbrauch, der vor Jahrzehnten begangen wurde- sondern wegen der zweifelhaften kanonischen und ecclesiologischen Legitimität und auf alle Fälle der "überwältigenden Unratsamkeit" der Zurückversetzung eines Bischofs in den Laienstand.

Der diese Einwände erhebt ist Bischof Giuseppe Sciacca (Foto), Sekretär des Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur, in einem Essay in der jüngsten Ausgabe von "Ius -online" , der Zeitschrift für Rechtswissenschaften der Juristischen Fakultät der Katholischen Universität Mailand.

> Bemerungen zur Entlassung des Bischofs aus dem Klerikerstand"<

Der wichtigste Widerspruch,von dem Sciacca ausgeht. ist daß der Klerikerstand eng mit der Hl. Weihe verbunden ist. Während Ersterer typischerweise dazu benutzt wird, eine rechtliche Voraussetzung - die Zugehörigkeit zu einer Gruppe- anzuzeigen, ist die Kategorie der Letzteren ein Sakrament, das jene, die es empfangen, einen unzerstörbaren ontologischen Charakter verleit, wie Taufe und Firmung. So sehr, daß z.B. die Feier der Hl.. Messe gültig bleibt, selbst wenn sie unter Mißachtung eines Bannes vollzogen würde. 


Montag, 30. Dezember 2019

Papst Franziskus: Veränderung einer Ära oder Ende einer Ära der Veränderung?

In seiner heutigen, montäglichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" wendet sich A. Gagliarducci noch einmal der Kurienreform des amtierenden Pontifex zu, analysiert den Stand und ihre erkennbaren Ziele und ihre Auswirkungen auf zukünftige Pontifikate.
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"PAPST FRANZISKUS, VERÄNDERUNG EINER ÄRA" 
"Ein altes lateinisches Sprichwort sagt: "am Ende wird die Bewegung schneller". Wir wissen nicht, ob wir uns dem Ende von Papst Franziskus´Pontifikat nähern.  Das hängt nicht nur vom Willen Gottes oder der Absicht des Papstes jemals zu entscheiden, auf das Papsttum zu verzichten, dennoch ist es bemerkenswert, daß Papst Franziskus am Ende des Jahres einige Prozesse beschleunigt hart- und das darf nicht unterschätzt werden.

In seiner traditionellen Weihnachtsansprache an die Römische Kurie hat Papst Franziskus eine Art Regierungsprogramm vorgelegt. Er hat auf Kritik geantwortet und betont, daß die Reform nie in einem Vakuum, das ignoriert, was in der Vergangenheit getan wurde, entstehen sollte.

Gleichzeitig sagte der Papst, daß die Reformen dauerhaft sein sollen, weil wir nicht vor einem Zeitalter der Veränderung stehen sondern vor einem Wechsel des Zeitalters. Papst Franziskus hat eine gegen Reformen gerichtete Haltung als Rigidität  bezeichnet und sie negativ bewertet.

Es war nicht das erste mal, daß Papst Franziskus seine Reform lebhaft verteidigt hat. Papst Franziskus hat die jährliche Weihnachtsansprache an die Kurie immer dazu benutzt, um besondere Botschaften zu überbringen. In seinem ersten Jahr schockierte Papst Franziskus die Kurie mit einer Liste der Krankheiten der Kurie. Im folgenden Jahr erklärte er die Heilmittel gegen die Krankheiten. Danach widmete er seine Anmerkungen dem Fortschritt der Reform., Dieses mal hat er
beschlossen, seine Reform scharf zu verteidigen und sein Programm zu starten. 

Papst Franziskus hat deshalb erklärt, daß die Kongregation für die Evangelisierung der Völker und die Glaubenskongregation einer Reform unterzogen werden. Er hat betont, daß wir nicht mehr in einer Christlichen Welt leben und dem Rechnung tragen müssen. Er sagte, daß die gesamte Reform die Evangelisierung zum Ziel haben muss.

Wir wissen nichts über die Kurienreform, aber wir wissen, daß sie bald kommt. Papst franziskus hat bereits viele Dinge getan, ohne den endgültigen Entwurf der Reform abzuwarten.
Dazu zählen die Gründung der Päpstlichen Kommission für den schutz MInderjähriger, das Dicasterium für Laien, Familie und Leben; und das Dicasterium zur Förderung der Integralen Menschlichen Entwicklung.

Letzteres wurde von Papst Franziskus als eine der Säulen der Reform bezeichnet. Papst Franziskus will, daß es der Ausgangspunkt für seine Wahrnehmung der Soziallehre der Katholischen Kirche sein soll. Eine integrale Soziallehre, die auch eine ökologische Umkehr gestalten soll, wie er es in der Botschaft für den Weltfriedenstag 2020 gefordert wird.

Andere Details zur Reform: wir wissen, daß dem Dicasterium für die Evangelisierung der Völker der Päpstliche Rat für die Förderung der Neu-Evangelisierung einverleibt wird, der Kongregation für die Katholische Erziehung der Päpstliche Rat für Kultur. Daß der Camerlengo - der "Manager" des Kirchenerbes während der Sedisvakanz de iure Koordinator des Wirtschaftsrates sein wird.

Letzte Woche hat Papst Franziskus auch die Änderung der Vorschriften für das Amt des Dekans des Kardinalskollegiums angekündigt. Der "Dekan" ist primus inter pares- "Erster unter Gleichen". Das Amt des Dekans war ein Amt auf Lebenszeit. Nach dem Amtsverzicht von Kardinal Sodano nach 13 Jahren hat Papst Franziskus daraus ein Amt mit einer 5-jährigen Amtszeit gemacht, die nur einmal verlängert werden kann.


Sonntag, 22. Dezember 2019

S. Magister über ein Treffen des Pontifex mit den Kurienkardinälen, das geheim bleiben sollte

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über ein geheim gebliebenes Treffen der Kurienkardinäle mit dem Pontifex und eine Messe "wider Willen" in Santa Marta. Und er fügt seinem Artikel Ausschnitte aus der alljährlichen Weihnachts-Grußbotschaft des Papstes an die Kardinäle an.
Hier geht´zum Original: klicken

"DIE LETZTE REDE DES PAPSTES AN DIE KARDINÄLE  HAT EINEN VORLÄUFER. DIE SOLLTE GEHEIM BLEIBEN." 
Auch dieses Jahr hat Papst Franziskus in der Rede, die er alljährlich vor Weihnachten an die vaticanische Kurie richtet wieder gegen seine unglücklichen Zuhörer ausgeteilt.

Im vergangenen Jahr hatte er sich die "Judasse" vorgenommen; "der sich hinter guten Absichten versteckt, um ihre Brüder zu erstechen und Unkraut zu säen."

Vor zwei Jahren hatte er die "Verräter des Vertrauens" an den Pranger gestellt, die sich "durch Ehrgeiz oder Ruhm verderben ließen und sich, wenn sie sanft entfernt wurden, fälschlicherweise zu Märtyrer des Systems, des" nicht informierten Papstes ", der "alten Garde"  erklärten, anstatt das "mea culpa" zu rezitieren.

Worauf zielt der Papst in diesem Jahr? Weiter unten geben wir die schärfsten Passagen der Rede des Papstes an die römische Kurie vom Samstag, 21. 12. wieder.

Vorher jedoch müssen wir von einer anderen Begegnung berichten, die vor wenigen Tagen zwischen Franziskus und den Kardinälen stattfand, die schlecht begann und noch schlechter endete.

                                                   *     *     *     *

Über diese Begegnung gibt es bis jetzt keine Informationen aus irgendeiner vaticanischen Quelle. Und dennoch hat sie stattgefunden. In der Kapelle von Santa Marta, am Morgen des 13. Dezembers, dem 25. Jahrestag der Primizmesse Jorge Mario Bergoglios.

Es war Kardinal Sodano -in seiner Eigenschaft als Dekan des Kardinalskollegiums gewesen, der wenige Wochen zuvor dem  Papst vorgeschlagen hatte, diese Wiederkehr mit einer von ihm gemeinsam mit den in Rom ansässigen Kardinälen zu feiern.

Franziskus hatte das abgelehnt. Aber Sodano gab nicht nach und Dank der erneuten Intervention von Kardinal Giovanni Battista Re - dem stellvertretenden Dekan des Kardinalskollegiums- beim Papst, konnten zuletzt sein Widerstand überwunden werden.

Im Einladungsschreiben an die Kardinäle der Versammlung erwähnt Sodano die anfängliche Ablehnung des Papstes.

Was jedoch dessen Abneigung nur geringfügig gedämpft hat. Die Messe fand am 13. Dezember in absoluter Stille auf beiden Seiten statt. Der Papst hielt keine Predigt und sagte vor oder nach dem Ritus kein einziges Wort. Und Sodano konnte nicht einmal die guten Wünsche vorlesen,  die er nicht nur für die Anwesenden, sondern für das gesamte Kardinalskollegium vorbereitet hatte. Nach der Messe begrüßte Francis schnell die Kardinäle nacheinander und ging.

Am Nachmittag haben sowohl der Osservatore Romano als auch Vatican News die Grußbotschaft Kardinal Sodanos veröffentlicht. Aber ohne ein einziges Bild von der mit dem Papst zelebrierten Messe.

Das war die kategorische Anordnung des Pontifex: keine Nachricht, kein Foto.

Unnötig zu sagen, daß die in Santa Marta versammelten Kardinäle von der ostentativen Kälte des Papstes ihnen gegenüber sehr betroffen waren. Eine Kälte, deren Grund sie nicht verstanden haben.

Und jetzt kommen wir zur Vorweihnachts-Rede an die Kurie vom 21. Dezember.  Mit der besagten Vorgeschichte.


Donnerstag, 12. Dezember 2019

S. Magister : Wer ist "frontrunner" beim nächsten Konklave?

Sandro Magister stellt bei Settimo Cielo die Kardinäle vor, die derzeit als Kandidaten für das nächste Konklave betrachtet werden.
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"PROBE FÜR DAS KONKLAVE. DER NÄCHSTE PAPST WIRD VON SANT´  EGIDIO BENANNT WERDEN"
Zwei kürzliche Aktionen von Papst Franziskus haben die Aufmerksamkeit auf das Konklave gelenkt, das seinen Nachfolger wählen wird und auf die Namen der Kandidaten
Der erste Akt, der am 25. November vom Direktor der vatikanischen Pressestelle bekannt gegeben wurde, ist die Zustimmung des Papstes zum Rücktritt seines persönlichen Sekretärs, des Argentiniers Fabián Pedacchio Leániz, 55, der seit 2007 Mitarbeiter der Bischofskongregation ist.

Pedacchio, seit 2013 Franziskus´ persönlicher Sekretär, wird wieder hauptberuflich in der Kongregation tätig sein, in der er gerade wegen seiner Nähe zum Papst eine herausragende Rolle gespielt hat. Es ist absehbar, daß er dort in naher Zukunft auf eine höhere Ebene aufsteigen wird, verbunden mit der Ordination zum Bischof.

Dass ein Papst seinen persönlichen Sekretär präventiv vor Vergeltungsmaßnahmen in der Nachfolge schützen würde, ist ein Klassiker der vatikanischen Chroniken, an dem festzuhalten sich Jorge Mario Bergoglio ohne zu zögern, entschlossen hat.
Der zweite Akt, der am Sonntag, dem 8. Dezember, veröffentlicht wurde, ist die Berufung des philippinischen Kardinals Luis Antonio Gokim Tagle, 62, als neuer Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker - seit 2011 Erzbischof von Manila und seit 2015 Präsident von Caritas Internationalis.

Um an der Spitze von „Propaganda Fide“ Platz für ihn zu machen, zog Francis seinen Vorgänger, Kardinal Fernando Filoni brüsk aus seinem Amt zurück, trotz der Tatsache, dass er weder in Bezug auf sein Alter mit 73 oder auf die Dauer seiner Amtszeit, die 2021 enden sollte, seine Zeit überschritten hatte.

Zum Ausgleich hat der Papst Filoni die mehr ehrenvolle als wichtige Position eines Großmeisters der Ritter vom Heiligen Grab von Jerusalem übertragen. Die mangelnde Wertschätzung ist sowohl auf die Nähe des Kardinals zum neokatechumenalen Weg zurückzuführen, auf den der Papst sichtlich allergisch reagiert, als auch auf die Vorbehalte, die Filoni in zwei Interviews mit dem „L'Osservatore Romano“ und den Vatican-News gegen das am 22. September 2018 ratifizierte Geheimabkommen zwischen dem Hl. Stuhl und China zum Ausdruck brachte, das vom Papst stark befürwortet wird.


Freitag, 6. Dezember 2019

Fundstück

Guido Horst greift heut in "Die Tagespost" noch einmal den Finanzskandal im Vatican auf.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:
                 "RAUCHENDE COLTS IM VATICAN"
beginnt der Artikel so- Zitat:

"Doch wo ist die Leiche? Zum Kampf um Macht und Geld hinter heiligen Mauern.
Seit dem Rückflug von Papst Franziskus von Tokio nach Rom weiß man, dass es in den wirtschaftlichen Angelegenheiten des Vatikans einen handfesten Skandal gegeben hat. 
Das zumindest gab der Papst zu verstehen, als er auf die Frage einer mitfliegenden Journalistin unumwunden zugab, dass die vatikanische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung aufgenommen habe, weil „hässliche Dinge“ bei der Verwaltung von Spendengeldern geschehen seien: „Da ist passiert, was passiert ist: ein Skandal. Die haben Dinge getan, die nicht sauber wirken“, sagte Franziskus bei der „fliegenden Pressekonferenz“. (...)

Quelle: Die Tagespost, G. Horst

Dienstag, 3. Dezember 2019

Wenn Nonnen zu viel beten....

R. Cascioli berichtet in einem Leitartikel für La Nuova Bussola Quotidiana über die Kommissionierung eines kontemplativen Clarissinnen-Klosters in Italien und ihre Folgen und zeigt
daß der Umgang mit den FFI keine Einzelfall in der barmherzigen Kirche des aktuellen Pontifikates war,  Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIESE CLARISSINNEN BETEN ZU VIEL." AUS DEM KLOSTER VERJAGT." 

Die unglaubliche Geschichte von Suor Maria Giuliana und den anderen 5 Nonnen aus dem Kloster von Porto Viro in der Provinz Rovigo und der Diözese Chioggia, die vor zwei Jahren erlebten wie ihre Gemeinschaft vor zwei Jahren auf Bitten des Bischofs von Chioggia und Provinzials der franziskanischen Provinzen und zerstört wurde: die Mutter Oberin wurde öffentlich  des Hörigmachens der Schwestern und wirtschaftlicher Skandale beschuldigt, aber die Wurzeln des Problems liegen im langen Widerstand von Suor Maria Giuliana gegen den Versuch, das kontemplative Leben und die Regel der Hl. Klara zu verstümmeln. Unter den Hauptanklagepunkten : das Vorhandensein von Statuen des H. Erzengels Michael im Kloster.

"Sag die Wahrheit, sehe ich für dich verrückt aus?"
Nein, das würde ich nicht sagen, Zweifellos traurig über die erlittene Ungerechtigkeit. Hartnäckig darin, die Wahrheit wiederherstellen zu wollen- aber verrückt sicher nicht.
Schwester Maria Giuliana der Eucharistie (im bürgerlichen Leben Maria Giuliana Ravegnan) wurde von ihren Vorgesetzten wiederholt beschuldigt, verrückt zu sein und gezwungen, in einem Pflegeheim zu leben. Ein Schicksal, dem sie entkommen konnte, indem sie darum bat, den Orden verlassen zu dürfen. Heute lebt sie zusammen mit fünf anderen Schwestern in einem kleinen Gebäude in der Nähe von Rovigo, wo wir sie besucht haben.

Das Kreuz und einige Statuen im Garten lassen verstehen, daß dieses zweistöckige Haus  anders ist als die anderen Nachbarhäuser. Im Inneren ist alles so eingerichtet, eine klösterliche Atmosphäre zu schaffen: der kleine Eingangsraum fungiert als Parlatorium, das Wohnzimmer wurde zu einer Kapelle umgestaltet, im Obergeschoss ist die Klausur. Suor Maria Giuliana und die anderen haben eine monastische Gemeinschaft wieder gegründet, basierend auf den Regeln der Hl. Clara, aber für die Ordenskongregation sind dieses geweihten Frauen keine Nonnen mehr.
Ihr Vergehen?
Sie haben sich nicht der Kommissionierung der Gemeinschaft "Unbeflecktes Herz Mariens", der Clarissinnen von Porto Viro unterworfen, deren Äbtissin Maria Giuliana, die "Mutter" 23 Jahre lang, bis zum 12. August 2017 war.

Freitag, 29. November 2019

Magister: Das IDI bestätigt, 13 Millionen Dollar vom vaticanischen Staatssekretariat erhalten zu haben

Sandro Magister veröffentlicht bei Settimo Cielo den Brief des Präsidenten der Luigi Maria Monti-Stiftung mit einer Stellungnahme zu den Finanztransaktionen um das IDI, die im Mittelpunkt des aktuellen Finanzskandals im Vatican stehen. Demnach stammt das Geld, das zum Erwerb des Krankenhauses geflossen ist, ausschließlich aus der Päpstlichen Stiftung.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DAS IDI BESTÄTIGT 13 MILLIONEN DOLLAR VOM STAATSSEKRETARIAT  ERHALTEN ZU HABEN - ZURÜCKZAHLBAR."
Veröffentlicht wie empfangen.

Stiftung Luigi Maria Monti
Der Präsident
Rom 28. November 2019

Sehr geehrter Dr. Magister,

im Hinblick auf den Artikel "Krieg ums Geld im Vatican. Der Papst ist unter den Kombattanten" -datiert am 25.11. 2019 und im blog Settimo Cielo in L´Espresso veröffentlicht, muß ich wegen einer korrekten Information über die berichteten Ereignisse um das Istituto Dermopatico dell´Immacolata um die Veröffentlichung dieser Richtigstellung  und Klarstellung bitten.

Das Istituto Dermopatico dell´Ìmmacolata (IDI) ist ein hervorragendes Krankenhaus auf dem Gebiet der Dermatologie auf nationaler und europäischer Ebene, im Besitz der Luigi Maria Monti-Stiftung  mit Sitz in Rom.

Die Luigi-Maria-Monti-Stiftung ist eine Stiftung italienischen Rechts, eine juristische Person, eine gemeinnützige Organisatio, deren aktueller von der Kirchenleitung ernannte Präsident, der Unterzeichnete, der am 13. Juni 2017 vom Staatssekretär des Hl. Stuhls , Kardinal Pietro Parolin, ernannt wurde.

Die Luigi-Maria-Monti-Stiftung wurde 2015 vom Päpstlichen Delegierten der Kongregation der Söhne der Unbefleckten Empfängnis, Kardinal Giuseppe Versaldi gegründet, mit dem Ziel das IDI zu kaufen (und das angrenzende Firmengelände, das dazu gehörte), das von der Außerordentlichen Administration der italienischen Provinz der Söhne der Unbefleckten Empfängnis (die Administration ist eine Organisation, die nach der relativen Instabilität vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung mit der  Verwaltung und dem Verkauf des Gesundheitsfirmenkomplexes, dessen Besitzer die Italienische Provinz der Figli dell`Immacolata Concezione war, beauftragt worden war) verwaltet wird.


Donnerstag, 28. November 2019

Tosatti: Der Papst und die Finanzen....

Hier geht´s zum Original:  klicken

"RVC: DIE FINANZEN UND DER PAPST. SECHS JAHRE UM DEM RICHTIGEN RAT ZU FOLGEN...."
"Liebe Stilumcurialisten, wenn man über Priester und Finanzen spricht, freut sich Romana Vulneratus Curia wie ein Schneekönig, Heute können Sie seine Anmerkungen zu den außergewöhnlichen und unglaublichen Äußerungen des amtierenden Papstes lesen, die auf dem Rückflug von seiner Fernostreise gemacht wurden. In der Zwischenzeit wurde Barbagallo zum Präsidenten der AIF ernannt, dem Aufsichtsgremium, aus dem Brülhart entlassen wurde. Und wie immer hat RVC sehr interessante Dinge über die Vergangenheit und die Gegenwart zu sagen. Gute Lektüre.

§§§

RVC an Tosatti: nachdem ich die unten wiedergegebene Nachricht gelesen habe, habe ich Zuckungen bekommen. Wie Sie wissen, habe ich noch Verpflichtungen in den Hl Mauern , deshalb kann ich mich nicht expliziter ausdrücken als ich es tue. 

Mit der Entscheidung Barbagallo zum Präsidenten der AIF zu ernennen wird genau der Weg wieder aufgenommen, den Benedikt XVI 2009-2010 durch Kardinal Nicora und durch Gotti Tedeschi beschreiten wollte. 

Genauso: einen wirklichen Experten in dieser Materie an die Spitze der AIF, der Kontrollinstanz, zu setzen, -eine unabhängige, moralisch untadelige (wie es Barbagallo ist) Persönlichkeit, die alle realen Mechanismen kennt, um Transparenz zu schaffen, weil die Katholische Kirche vorbildlich sein muß, wie Papa Ratzinger ausdrücklich gesagt hatte. 

Ich erinnere mich gut - weil es durch viele Zeitungen ging- daß 2010 -bevor er das motu proprio unterschrieb,  mit dem das berühmte, von Kard. Nicora und Dr. Gotti Tedeschi  konzipierte Anti-Geldwäschegesetz approbiert wurde, Papst Benedikt (auf Vorschlag von Kard. Nicora und Gotti Tedeschi) Prof. Marcello Codemi als Vizepräsidenten für die AIF (deren Präsident Kard. Nicora war) ernannte, den früheren stellvertretenden Direktor für juristische Angelegenheiten der Banca d ´Italia und Verfasser des von der Banca d`Italia vorbereiteten Anti-Geldwäschegesetzes.

Das selbe Gesetz, das dann von den Italienische Banken und in der Folge von den Institutionen des Hl. Stuhls eingeführt werden sollte, die mit den besagten italienischen Banken zusammen arbeiteten.


Dienstag, 26. November 2019

Hochachtung für Kardinal Ruini

Francesco Boezi hat Ettore G. Tedescho für Il Giornale interviewt- zur Synode, der Kurienreform, zu den Gefahren für die Kirche und zum jüngsten Interview Kardinal C. Ruinis.
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"GOTTI ZU IL GIORNALE: GROSSE HOCHACHTUNG FÜR RUINI. ER TUT DAS, WAS DER PAPST SAGT: DIALOGISIEREN."

Liebe Stilumcurialisten, wir bieten Ihnen ein Interview an, das Dr. Ettore Gotti Tedeschi Francesco Boezi von Il Giornale gegeben hat. Es erscheint uns besonders interessant- angesichts der Themen die in diesen Tagen innerhalb und außerhalb der Kirche diskutiert werden. Gute Lektüre. 

§§§

Frage: Dr. Ettore Gotti Tedeschi, welches sind die Effekte der Pan-Amazonas-Synode? 

Ich würde eher über Risiken und Konsequenzen sprechen als über Effekte. Aber diese möglichen Konsequenzen , die ich als für die Menschen gefährlich betrachten würde, könnten andere als Gelegenheit für die Menschen ansehen. Wir werden sehen. wer Recht hat. Es ist offensichtlich, daß die immer bemerkbarere Teilung im Inneren der katholischen Welt nicht so sehr um einer traditionalistischere oder progressivere Doktrin-Praxis geht, als vielmehr um die unterschiedlichen Interpretationen der Phänomene und der Konsequenzen des menschlichen Verhaltens. 

In welchem Sinn? 

Die Risiken der Interpretationen der Schlußfolgerungen der Amazonas-Synode könnten zuerst bei den Änderungen des Lebensstils, Konsums, Produktion und Nutzung von Rohstoffen liegen- also einem konsequenten Wechsel der geopolitischen und wirtschaftlichen Macht. Eim zweites Risisko , das wir allerdings erst nach dem Ereignis in Assisi 2020 (Franziskus´ Wirtschaft) verstehen werden, das sich um einen Wachstumsrückgang in der Wirtschaft drehen wird.
Das Dritte ist komplexer und nicht in wenige Worte zu fassen, und wird die Veränderung im Sinn für den Wert des "Gemeinwohls" betreffen, der global zu werden droht - unabhängig von dem vorangegangenen. Aber Kardinal Sarah hat im letzten Interview mit dem Corriere erklärt, daß das einzige Zweck der Amazonas-Synode die Evangelisierung des Amazonas-Gebietes  ist. 
Wenn ei heiliger Mann. das erklärt, hat er sicher einen größeren Überblick als ich. Ich würde Ihnen vorschlagen, auch ihn zu befragen...

Gibt es noch mehr "doktrinale Verwirrung"? 

Mehr als diese?

Was denken Sie über die Ruinis Überlegungen zum Dialog mit der Lega? 

Ich habe sehr größte Hochachtung vor der Weisheit von Kardinal Camillo Ruini. Ich würde außerdem sagen, daß er mit dieser Erklärung der Empfehlung von Papst Bergoglio folgt- zu dialogisieren- oder nicht?


Donnerstag, 21. November 2019

Fundstück

Ed Condon berichtet bei CNA über die Londoner Aktivitäten des Vaticans im Rahmen des Finanz- &- Immobilienkandals.
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Unter dem Titel

"Londoner Luxus-Immobilie des Vatikans sollte durch Abriss von Pfarrheim ermöglicht werden"

beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Ein Bauträger im Auftrag des Vatikanischen Staatssekretariats hat angeboten, ein Londoner Pfarrzentrum und Pfarrhaus abzureißen und durch preiswerte Wohnungen zu ersetzen, um dadurch von der zuständigen Bezirksverwaltung die Baugenehmigung für eine Luxus-Immobilie zu bekommen.
Das haben Recherchen der Catholic News Agency (CNA) ergeben."  (...)
Quelle: CNA, Ed Condon





Freitag, 20. September 2019

Fundstück

Guido Horst hat in einem Leitartikel für "Die Tagespost"den Stand der Dinge in der Kontroverse um den von der DBK offensiv geplanten "Synodalen Weg" und die Kurienreform kommentiert.
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Unter dem Titel:

       "Weichenstellungen in Rom"

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Als jetzt im Vatikan der Rat der sechs Kardinäle zusammentrat, stand nicht nur der Entwurf der Konstitution auf der Tagesordnung, die zukünftig die Arbeit der Römischen Kurie regeln soll. Es ist ein haariges Projekt. Das, was da in langjähriger Arbeit entstanden ist, wird von Fachleuten als schwaches, ja unausgegorenes Dokument bezeichnet. Papst Franziskus hat Ende Oktober vergangenen Jahres den Kirchenrechtsexperten Marco Mellino als beigeordneten Sekretär in den Rat berufen, um das Niveau des Sachverstands in der Runde zu erhöhen. Das hat der Entwurf von „Praedicate evangelium“, so der Arbeitstitel der Konstitution, auch bitter nötig."
(...) 

Quelle: Die Tagespost, G.Horst

Sonntag, 15. September 2019

Der synodale Weg....ein Fundstück

Felizitas Küble spricht in "Christliches Forum"  Klartext über den von der DBK geplanten "Synodalen Weg", den Kardinal Marx-auch nach den Ermahnungen aus Rom verbissen verteidigt.
Aus Regensburg erfahren wir, daß die DBK mit Rückendeckung (oder unter Druck) des ZdK einen den Vorgaben des Vatican entsprechenden  Alternativentwurf mit 21:3 Stimmen ablehnte...hier standen sie und konnten nicht anders.... oder so ähnlich (einmal im bischöflichen Leben Luther sein)
Außerdem erfährt der staunende Leser, daß das ZdK bei dem geplanten Weg ins Schisma- paritätisch beteiligt werden soll. In der Entscheidung gleichberechtigt mit den Bischöfen.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

Vatikan weist synodalen Sonderweg von DBK und ZdK energisch in die Schranken

beginnt der Artikel so- Zitat
"Bekanntlich hat die DBK (Deutsche Bischofskonferenz) unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx unlängst mehrheitlich beschlossen, gemeinsam mit dem ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) einen zweijährigen „´Synodalen Prozess“ in Gang zu setzen, an dessen Ende eine Versammlung stehen soll, die verbindliche Beschlüsse zu fassen gedenkt.
Damit wäre diese Synode aber in Wirklichkeit ein Partikular-Konzil, das wiederum päpstlicher Zustimmung bedarf – und zwar nicht erst im nachhinein, sondern schon vorweg für seine Einberufung als solche.
Wohl um dieses „Handikap“ zu verschleiern, wurde der sanftere Ausdruck „Synode“ gewählt, die aber – wegen der angestrebten Verbindlichkeit ihrer Beschlüsse – sehr wohl einem (Partikular-)Konzil gleichkäme."  
(....)
Quelle: Christliches Forum, F. Küble

Samstag, 14. September 2019

Fundstück

Peter Winnemöller trifft es in seinem blog katholon.de auf den Punkt- die ersten Reaktionen auf die Bedenken bzgl des "synodalen Weges " aus Rom -lassen es befürchten: die nächste Kirchenspaltung wird wieder von Deutschland ausgehen.
Hier geht´s zum Original:     klicken

Unter dem Titel:
                      "BEDENKEN AUS ROM" 
beginnt sein Beitrag mit einer lateinischen Inschrift- Zitat

CATHOLICUS NON EST QUI A ROMANA ECCLESIA IN FIDEI DOCTRINA DISCORDAT

Es ärgert alle, die an diesen „synodalen Weg“ glauben.
Der Papst hat inhaltliche, systematische und rechtliche Bauchschmerzen.
Die Bischofskongregation runzelt die Stirn, der Rat für die Auslegung der Gesetzestexte meldet sich zu Wort.
(...)

Quelle: P. Winnemöller, katholon.de

Sonntag, 8. September 2019

Riccardo Cascioli kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana den Versuch von Msgr. Paglia seine Demontage des JP II-Institutes weg zu erklären und herunterzuspielen
Hier geht´s zum Original:  klicken

"JP II-INSTITUT, PAGLIA SPRICHT - ABER SAGT NICHTS"

"Bei seiner Reise in die USA hat der Groß-Kanzler des Johannes Paul II-Institutes Msgr. Vincenzo Paglia sich überzeugt gezeigt, daß alle mit der Restrukturierung des Institutes verbundenen Probleme bald überwunden sein werden. Aber in Wirklichkeit sagt er nichts- geht nicht auf die brennendsten Fragen ein, die diesen Sommer geprägt haben. Aber die Knoten ziehen sich zusammen.

 "Wir werden in der Lage sein, die Probleme zu lösen und die Verwirrungen zu überwinden, die die erneuerten Strukturen der Päpstlichen Akademie für das Leben und ihres Schwesterinstituts, des Johannes-Paul-II-Institutes, mit sich gebracht haben."
Schließlich sprach der Großkanzler des Instituts, Johannes Paul II -der auch der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben ist, Monsignore Vincenzo Paglia, über DEN Fall des Sommers oder vielmehr über die Revolution, die er am Johannes Paul II -Institut ausgelöst hat, um die Lehren und die Professoren zu entfernen, die am engsten mit dem vom polnischen Heiligen Papst gewünschten Ansatz verbunden waren. Er tat dies während einer Konferenz am 3. September an der Loyola Marymount University in Kalifornien, auch um die Bedeutung des Briefes von Papst Francis Humana Communitas zu veranschaulichen, der im vergangenen Januar zum 25. Jahrestag der Einrichtung der Päpstlichen Akademie für das Leben veröffentlicht wurde.

Paglia hat also gesprochen, aber in Wirklichkeit nichts gesagt: Nach den Protesten des letzten Monats von Schülern und Lehrern und den heftigen Kritiken aus der akademischen Welt an den neuen Statuten und den Säuberungen von "unerwünschten" Lehrern, ist von der Leitung des Johannes Paul II Institutes nur Schweigen gekommen. Es scheint jetzt eine weit verbreitete und konsolidierte Strategie im Vatikan zu sein, denjenigen nicht zu antworten, die Fragen stellen, oder vielleicht ist es auch entscheidend, das Schlimmste vorübergehen zu lassen und dann weiterzumachen, als wäre nichts passiert.